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Rot-güne Schulen bedeuten Abstieg

Jüngste Untersuchungen sprechen für Spaichinger Strategie

Noch ist nicht aller Tage Abend, was das Spaichinger Schulsystem betrifft.
(tutut). Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Spaichingen auf dem richtigen Weg ist, wenn es nicht blindlings der neuesten Erfindung grün-roter Unbildung folgt, dann sind es die jüngsten Untersuchungen über die Leistungen von Grundschülern mit dem Ergebnis eines klaren Süd-Nordgefälles. Welt.de titelte: "Ländervergleich - Schlechte Chancen für Grundschüler in Stadtstaaten. Erstmals ließen die Kultusminister ihre Grundschüler zum Test antreten. Das Ergebnis: Während Bayern und drei ostdeutsche Länder Spitze sind, bekommen die Stadtstaaten sehr schlechte Noten". Dass auch die Grundschüler Baden-Württembergs zu den besten gehören, ist ebenso zu erwähnen.
Schlecht an den Veröffentlichungen ist, dass nur auf die Himmelsrichtung und nicht auf das Schulsystem geschaut wird. Denn nicht die Stadtstaaten sind das Problem, sondern rot-grüne Bildungsstümperei. Auch die Qualität der Lehrer, der wohl selten ein Blick gegönnt wird, spielt ebenfalls eine Hauptrolle.
Baden-Württemberg ist gerade dabei, das Süd-Nordgefälle auszugleichen mit Schulerfindungen wie die Gemeinschaftsschule, welcher inzwischen ehemals pechschwarze Kommunen im alten deutschen Untertanengeist hinterherlaufen. Dem Lockruf des Geldes folgend. Dass Gemeinden und Eltern ihren Kindern dabei einen Bärendienst erweisen, scheinen sie in Kauf zu nehmen. Damit ist ein Abstieg Baden-Württembergs von der Bildungsspitze in Deutschland programmiert.
Spaichingen folgt bis jetzt diesem Trend talwärts nicht. Was momentan Stand der Schule an der Prim ist, fasst Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher zusammen:
"Schulsystem in Spaichingen auf dem Prüfstand
Die rot-grüne Landesregierung strebt ein zweigliedriges Schulsystem an. Eine neue Schule ist im Schulgesetz in Baden-Württemberg verankert, die sogenannte Gemeinschaftsschule. Den Gemeinden wird anheim gestellt, ob sie eine Gemeinschaftsschule machen wollen, d.h., sie können entscheiden, ob sie Schultypen zusammenfassen und in eine Gemeinschaftsschule umbilden wollen.
Mit dieser neuen Regelschule in Baden-Württemberg will die rot-grüne Landesregierung ein längeres gemeinsames Lernen in einem möglichst zweigliedrigen Schulsystem erreichen. Es gibt nun die Möglichkeit, dass Gemeinden, deren Hauptschulen auf Grund der zurückliegenden Schülerzahlen gefährdet wären, einen Antrag auf Bildung einer Gemeinschaftsschule stellen, in der auch der mittlere Bildungsabschluss erreicht werden kann. Die Gefährdung der Hauptschulen als Schulform ist mit dem Wegfall der sogenannten Bildungsempfehlung verstärkt worden.
Bisher ist es so gewesen, dass der Grundschullehrer eine Bildungsempfehlung ausgesprochen hat, die für die Eltern verbindlich war. War nach der Einschätzung der Grundschule ein Wechsel auf die Realschule oder das Gymnasium nicht möglich, konnte das Kind auch nicht in eine weitergehende Schulform wechseln. Diese verbindliche Grundschulempfehlung ist entfallen mit der Folge, dass nunmehr die Eltern selbst entscheiden können, auf welche weiterführende Schule ihr Kind geht. Dem bisherigen Trend nach zu urteilen ist eine verstärkte Nachfrage nach Realschulplätzen festzustellen. Ein Wechsel auf die sogenannte Gemeinschaftsschule würde diesen Bildungsabschluss auch ermöglichen.
Der Gemeinderat ist vor den Sommerferien über den neuen Schultyp informiert worden. Es bestand im Rahmen der Gemeindratssitzung die Möglichkeit, mit den Schulleitern der Realschule und der Schillerschule über den neuen Schultyp zu sprechen. Die Schulleitungen der Realschule und der Schillerschule sprachen sich für den Verbleib des bisherigen Schulsystems aus, also die Beibehaltung eines dreigliedrigen Schulsystems in Spaichingen. Eine Zusammenlegung zwischen Realschule und Schillerschule kam für die Schulleitungen nicht in Frage, zumal dies nach deren Meinung erhebliche Kosten verursachen würde. Zwar könne man an zwei Standorten eine Schule haben, jedoch würde in der Realschule in Fachklassen unterrichtet, an der Grund- und Hauptschule in normalen Schulklassen. Die Fachklassen haben mehrere Lehrer, während die Hauptschule in der Regel einen Klassenlehrer hat und nur in bestimmten Fächern Fachlehrer ergänzend unterrichten. Insofern passt die Unterrichtsform in Spaichingen in der Real- und in der Hauptschule derzeit nicht zusammen.

Der Gemeinderat wird sich nunmehr in einer der  kommenden Sitzungen mit der Frage zu befassen haben, ob er dem Willen des Gesetzgebers folgen will oder das bisherige Schulsystem in Spaichingen beibehalten möchte".