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Schlaflos in Magdeburg

Kopf-an-Kopf-Rennen-Prognose ist ein Fake: CDU 35,9 zu AfD 22,7 Prozent

(tutut) - Schlaflos in Magdeburg im "Land der Frühaufsteher": All die Umfragen der letzten Wochen entpuppen sich als Fake, als Prognose-Lügen von einem Kopf-an-Kopfrennen zwischen CDU und AfD, wobei zuletzt sogar die AfD vorne lag. Nichts von alldem ist passiert. Die den MP stellende CDU gewann sogar dazu (1.Hochrechnung ARD 35,9 Prozent --2016: 29,8), AfD verlor etwas (22,7 Prozent -- 2016: 24,3), während dahinter die Splitter der anderen Parteien liegen: Linke: 10,9 (16,3), SPD: 8,3 (10,6),  Grüne: 6,5 (5,2) und FDP: 6,4 (4,9). Unten: vorläufiges amtliches Endergebnis.

Aus diesem Scherbenhaufen kann sich die CDU die Regierungspartner auflesen. Solange die AfD keine absolute Mehrheit gewinnt, hat sie nichts zu sagen, so klein und belanglos hat sie sich machen lassen, was die Wähler inzwischen auch wissen, denn Opposition ist Mist. Die Staatssender funkten jubelnd CDU-Propaganda, Frauen gaben die nötigen Stichworte. Nichts ist passiert. Im Dom von Mageburg ruht weiter Otto I. The Winner aber is  wie meist der Nichtwähler. Er mitgerechnet verkürzt die sogenannten Wahlgewinner zu Zwergen. Was aber bliebe von dem Siegergeschrei, wenn sich die schönen Prozente halbierten? So gibt es zwar Ergebnisse, ohne daß bis 23 Uhr noch immer keine Wahlbeteiligung  genannt wurde.

Landtagswahl Sachsen-Anhalt
Eine Haseloff-Wahl – keine für Laschet und schon gar keine für Merkel
Von Tomas Spahn
Die Wahl in Sachsen-Anhalt ist angesichts des beliebten Haseloff sicherlich kein Abbild der Bundestagswahl im September. Sie hat aber gezeigt: Im Ernstfall setzt ein wichtiger Teil der Wähler aufs Vertraute – ein anderer hingegen auf grundsätzlichen Widerstand....Besonders bemerkenswert allerdings ist: Weder Grün noch Volksfront stoßen beim Wähler auf größere Beliebtheit. Da wird sich die Baerbock-Lobby in TV und Medien noch heftig anstrengen müssen, um ihre Wunschkandidatin im Herbst zum Kanzler zu machen.
(Tichys Einblick)

Die Lehre aus Sachsen-Anhalt: Sozialisten stürzen ab

Von M. SATTLER

Auch wenn die AfD Federn lassen musste: Die Hauptaussage der Wahl in Sachsen-Anhalt ist der Totalabsturz des sozialistischen Lagers. SED („Linke“), SPD und Grüne erreichten nur noch 25,6 Prozent und verloren 6,5 Prozent ihrer Stimmenanteile. Das bürgerliche Lager hingegen konnte um 5,2 Prozent zulegen: AfD, FDP und CDU erreichten sagenhafte 64,2 Prozent der Wählerstimmen. Zählt man die Freien Wähler mit ihrer ebenfalls bürgerlichen Grundausrichtung noch dazu, entschieden sich sogar 67,3 Prozent der Wähler von Sachsen-Anhalt für eine der bürgerlichen Parteien. Dieses bürgerliche Plus von insgesamt 6,1 Prozent, inklusive der Freien Wähler, entspricht ziemlich genau dem Minus von 6,5 bei den Sozialisten.

Die Kernaussage der Wahl von Sachsen-Anhalt ist daher klar und deutlich: Die Wähler im Gebiet der ehemligen DDR wenden sich immer weiter vom Sozialismus ab, ein neosozialistisches oder ökosozialistisches Revival findet in den „neuen Ländern“ nicht statt. Die SED verlor 5,1 Prozent der Stimmen – ein Drittel ihrer Wählerschaft! – und erzielte nur noch 11,2 Prozent, eine mehr als deutliche Absage an die ehemalige Staatspartei. Die zentrale Botschaft hinter diesem dramatischen Stimmenverlust ist nicht zu übersehen: Der SED hat ihre nach 1989 begonnene inhaltliche Anbiederung an den linksgrünen Mainstream westdeutscher Prägung nichts gebracht. In Mitteldeutschland, wo die Menschen weniger naiv und deutlich politikskeptischer sind als im Westen, kann die typisch westlinke Mischung aus Klima, Multikulti und kindischer Sozialismusromantik nicht überzeugen. Gregor Gysis Versuch, die SED durch Anbiederung an das westlinke Milieu zu retten, ist gescheitert.

Aber auch Sahra Wagenknecht, die die SED wieder als stramm marxistische Plattformpartei wiederbeleben möchte, steht auf verlorenem Posten: Diese Variante der SED haben die Menschen in der ehemaligen DDR lange genug am eigenen Leibe erlebt und dieses Desaster will man sich nicht zweimal antun. Die von Wagenknecht erträumte marxistische Wiedergeburt der SED von annodazumal wird es niemals geben. Der Langfristtrend für die SED geht weiter Richtung Müllhalde der Geschichte.

Die SPD mit ihrem Kevin Kühnert-Neosozialismus ist intellektuell kein wirkliches Thema, der neuerliche Tiefenrekord von 8,3 Prozent in Sachsen-Anhalt – nochmal unglaubliche 2,2 Prozent ihrer Wähler verloren! – spricht für sich. Spannender ist das Wahlergebnis der Grünen: 6,1 Prozent erreichten die Ökokommunisten, ein leichtes Plus immerhin von 0,9 Prozent. Aber angesichts des enormen Werbeaufwandes, den die Medien für die Grünen betreiben, ihrer Dauerpräsenz in allen Talk-Shows, wo sie tagaus, tagein vor einem Millionenpublikum ihre Heilslehren unhinterfragt verkünden dürfen, ist dieses Ergebnis eine Katastrophe. Man fragt sich unweigerlich, wo die Grünen eigentlich stehen würden, wenn die Medien ihnen keine permanente Schützenhilfe leisteten.

Die Botschaft auch dieses mageren Ergebnisses der medial hochgejazzten Grünen ist klar und deutlich: Die Menschen im Gebiet der ehemaligen DDR haben die Nase voll von sozialistischen Versprechungen jedweder Art. Denn im Unterschied zu den naiven Westdeutschen wissen sie aus konkreter eigener Erfahrung, was Sozialismus bedeutet, und zwar egal ob roter, dunkelroter oder grünistischer Sozialismus: Bevormundung, Unterdrückung, Armut.

Insofern ist es erfreulich, dass die bürgerlichen Kräfte auch in Sachsen-Anhalt stabil im Aufwind sind. Tragisch ist nur die Tatsache, dass sich das bürgerliche Lager von den Medien getreu der Devise „Teile und herrsche“ spalten lässt: Natürlich haben die linksgrünen Medien ein Interesse daran, die CDU in Koalitionen mit den von den Journalisten bevorzugten sozialistischen Parteien zu drängen, indem sie die AfD dämonisieren. Denn selbst in Westdeutschland wäre es in den meisten Bundesländern für SED, SPD und Grüne unmöglich, irgendwo an die Macht zu kommen, wenn die Medien die AfD als natürlichen Koalitionspartner der CDU nicht unter Dauerfeuer halten würden und die CDU dadurch in Koalitionen mit den Sozialisten geradezu zwingen. Enttäuschend, dass die CDU dieses billige Spiel mitspielt.

Deutschland wählt bürgerlich – aber die CDU bringt die Sozialisten an die Macht. Schande über diese Partei!
(pi-news.net. Wer die CDU für eine bürgerliche Partei hält, hat die Schüsse von Jekaterinburg nicht gehört. Warum die Kleinen Sozialisten wählen, wenn die Merkel-SED da ist?)

 

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