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Schlechte Karten für amerikanische Belehrungen

Kommentar zum diplomatischen US-Eklat mit China-Delegation in Alaska

Von WOLFGANG HÜBNER

Niemand muss (und sollte) ein Freund der chinesischen Parteidiktatur mit all ihren totalitären Zumutungen sein. Trotzdem kann man Verständnis dafür haben, dass sich chinesische Politiker nicht länger ausgerechnet von Vertretern der Biden-Präsidentschaft Menschenrechtsverletzungen und mangelndes Demokratieverständnis vorwerfen lassen wollen. Genau deswegen ist es bei dem hochrangigen Treffen beider Seiten in Alaska am 18. März zu einem Eklat gekommen, der für die Zukunft im Verhältnis beider Großmächte nichts Gutes verheißt.

Die mehr als fragwürdigen Umstände der US-Präsidentschaftswahl sind schließlich auch in Peking aufmerksam verfolgt worden, gewiss nicht ohne heimliche Schadenfreude. Diese Umstände dürften die chinesischen Vorbehalte gegen Demokratien westlicher Spielart nicht gerade gefördert haben. Und wenn die Amerikaner – wie bei dem Treffen geschehen -, den Chinesen die Unterdrückung der Moslems in Xinjiang vorwerfen, dann verweisen die chinesischen Repräsentanten prompt auf „Black Lives Matter“. Das ist zwar Polemik, denn beide Probleme lassen sich nicht gut vergleichen.

Doch haben sich die Amerikaner dieses Problem selbst beschert, weil die schwarze extremistische und rassistische Organisation aus der Wirtschaft, Hollywood und Kreisen der derzeit dominierenden Demokratischen Partei mit vielen Millionen Dollars Spendengeldern geradezu überschüttet wurde und wird. Auch mit der Aufpäppelung und Verharmlosung von „Black Lives Matter“ sollte bekanntlich der Sturz von Donald Trump beschleunigt werden.

Solche schmutzigen Manöver haben allerdings oft die Wirkung eines Bumerangs, so auch in diesem Fall. Und nicht nur in Peking und Moskau wird registriert, dass der US-Marionettenpräsident nicht mal unbeschadet die Treppe zum Flugzeug hochkommt. Zwar wird in den Massenmedien diese peinliche Szene eines Mannes mit tragischen Altersausfallerscheinungen wegzensiert. Doch eine Supermacht, die so geführt wird, kann am wenigsten auf verständnisvolle Nachsicht beim langfristig gefährlichsten Rivalen hoffen.
(pi-news.net)

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