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Sippenhaft an Berliner Waldorfschule?

In der Tradition deutscher sozialistischer Unrechtsregime

Ein Kind darf eine Waldorfschule in Berlin nicht besuchen, weil die Eltern von Teilen der anderen Eltern und der Lehrerschaft abgelehnt werden. Das heißt, das Kind wird für die Verfehlungen seiner Eltern mitbestraft.

Welche Verfehlungen? Taschendiebstahl durch die Eltern? Erschleichen von staatlichen Leistungen? Archaisches Frauenbild im Elternhaus, das abfärben könnte? Viel schlimmer – in den Augen von Lehrern und Eltern der Schule.

Der Vater des Kindes ist für die AfD bei einer Wahl angetreten und wurde auch noch in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Das reichte, um seinem Kind die Aufnahme an der Schule zu verweigern. Teile der Eltern- und der Lehrerschaft setzten sich durch und lehnten das Kind ab.

Denn, so die Scheinheiligen: Der AfD-Politiker könnte ja „subtil Einfluss nehmen“.

Er könnte ja „ausländerfeindliche oder nationalistische Positionen vertreten“ und er könnte durch diese (angenommenen und unterstellten) Positionen womöglich gar „den Schulfrieden gefährden“. Könnte, könnte, könnte.

Der Vater und seine Frau wurden vorweg zu ihren (politischen) Einstellungen „befragt“, wie der FOCUS berichtet:

*** Zudem mussten sich der AfD-Abgeordnete und seine Ehefrau Ende November bei einem Treffen mit etwa 20 Lehrern befragen lassen, auch zu politischen Ansichten. […]

Der AfD-Mann hat bei der jüngsten Befragung abermals betont, dass er keinesfalls im Vorstand der Schule aktiv werden möchte. Andere Eltern und Pädagogen warnten davor, hier ein kleines Kind gewissermaßen in Sippenhaft zu nehmen und wiesen auf die Meinungsfreiheit hin. […]

„Um eine einvernehmliche Lösung des Konfliktes wurde gerungen – sie konnte aber nicht erreicht werden“, teilte der Geschäftsführer des Trägervereins am Freitag mit.***

Das Kind, das nach den Vergabekriterien eigentlich gute Chancen gehabt hätte, es besuchte bereits den Waldorf-Kindergarten, darf also nicht mit seinen Spielkameraden in die entsprechende Schule wechseln. Der Geschäftsführer des Trägervereins erklärte es mit einem “Konflikt“:

*** „Angesichts dieses Konfliktes sieht die Schule keine Möglichkeit, das Kind mit der nötigen Unvoreingenommenheit und Unbefangenheit aufzunehmen – beides sind Grundvoraussetzungen, um die Entwicklung des Kindes angemessen zu fördern.“***

„Der Konflikt“ wird hier wie ein Geist beschworen, der außerhalb der ganzen Angelegenheit eigenständig über dem Ganzen schwebt und schuld an der ganzen Sache ist. Nein, es sind Menschen, Eltern von Kindern der Waldorfschule, Lehrer der Waldorfschule, die hier andere – kleine – Menschen richten, weil ihnen die Eltern politisch nicht zusagen. Die gegebene Erklärung ist tautologisch und lautet tatsächlich so:

*** Angesichts unserer fehlenden Unvoreingenommenheit und unserer fehlenden Unbefangenheit sehen wir keine Möglichkeit, das Kind mit der nötigen Unvoreingenommenheit und Unbefangenheit aufzunehmen – beides sind Grundvoraussetzungen, um die Entwicklung des Kindes angemessen zu fördern.***

Und noch eine Sprechblase haben die Scheinheiligen in der Tradition der beiden deutschen sozialistischen Unrechtssysteme parat: „Gegenüber Intoleranten ist keine Toleranz angezeigt.“

Sie schreiben dem Vater negative Eigenschaften zu, um sich danach mit Empörung davon zu distanzieren und einen Grund zu haben, um gegen das Kind vorgehen zu können. Die Intoleranten sind sie selbst, die Heuchler und Schleimlecker der vorherrschenden politischen Klasse. Fehlt nur noch, dass sie das ganze Unrecht als „Zivilcourage“ verkaufen, dann ist es nicht mehr weit, bis sie mit dieser „Zivilcourage“ auch unliebsame Eltern in „Schutzhaft“ schicken, während deren Kinder unter den wohlwollenden Blicken von Lehrern und anderen Eltern verprügelt werden. Wir hatten so etwas schon.
(pi-news.net)

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