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Steinmeier blamiert sich weiter

Nord Stream 2-Projekt mit Überfall Hitler-Deutschlands auf Sowjetunion legitimiert

Von WOLFGANG HÜBNER

Es gibt viele überzeugende Gründe, die aus deutscher Sicht für den Bau und Betrieb der Gaspipeline Nord Stream 2 aus Russland sprechen. Es blieb nun Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einem Interview mit der Rheinischen Post vorbehalten, das absolut dümmste und verlogenste Argument in die Debatte zu werfen, um dieses für die deutsche Energieversorgung so wichtige Projekt zu legitimieren: Der Überfall Nazi-Deutschlands 1941 auf Stalins Sowjetunion.

Dass sich über solchen Unsinn die Ukraine, die erhebliche Nachteile von der Pipeline erwartet und diese deshalb im Einvernehmen mit den USA ablehnt, heftig beklagt, ist verständlich. Denn selbstverständlich ist das Projekt keine historische Wiedergutmachung, sondern ein Milliardengeschäft aus gegenseitigem Interesse, was sonst.

Immerhin hat Steinmeier damit seinen Ruf gefestigt, in immer knapper werdenden Abstand zu Spitzenreiter Christian Wulff der zweitpeinlichste Bundespräsident seit 1949 zu sein. Zuletzt hatte er anlässlich des 150. Jahrestages der Gründung des Deutschen Reiches 1871 betont abfällig von sich gegeben, der bis 1918 bestehende Kaiserstaat sei das „Reich der Hohenzollern“ gewesen.

Damit bewies Steinmeier eine so ignorante Unkenntnis eines gerade vielfach neu entdeckten, positiv neu bewerteten Abschnitts deutscher Geschichte, die bei einem geschichtsbewussten Volk, das die Deutschen leider nicht mehr sind, seinen sofortigen Rücktritt vom Amt erzwungen hätte. So aber hat diese leibhaftige Blamage im Berliner Schloss Bellevue auch noch beste Aussichten auf eine zweite Amtszeit.
(pi-news.net)

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