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SWEG testet Wasserstoffzug

Ab Januar Einsatz im Ortenaukreis

Der weltweit erste  Wasserstoffzug. Quelle: Alstom/Michael Wittwer

(tutut) - Die SWEG, ein Landesunternehmen mit Sitz in Lahr, seit 2018 mit der Hohenzollerischen Landesbahn (HzL)  in Hechingen zur Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG verschmolzen, testet ab Januar den ersten Brennstoffzellenzug der Welt. Hierzu begab sich der SWEG-Aufsichtsrat auf Probefahrt nach Bremervörde. In einer Pressemitteilung heißt es, dass die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser Gmbh (evb) seit Mitte September den ersten Brennstoffzellenzug der Welt im Fahrgastbetrieb einsetzen.

Das Fahrzeug, der von der Firma Alstom gebaute Coradia iLint, ermögliche emissionsfreie Mobilität, denn es stoße nur Wasserdampf aus. Er verfügt neben zwei Brennstoffzellen, die Wasserstoff und Sauerstoff zu Strom umwandeln, zusätzlich über zwei große Batterien, die die beim Bremsen entstehende Energie speichern. Die Batterien versorgen den Zug beim Beschleunigen mit Strom, bevor auf die Brennstoffzelle umgeschaltet wird. Die evb setzt das Fahrzeug im Weser-Elbe-Netz ein. Die SWEG-Delegation fuhr auf der Strecke von Bremervörde nach Zeven mit. „Der iLint fährt sehr ruhig, sodass unsere Fahrt reibungslos und sehr angenehm verlief“, resümiert Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Lahl. Das Fahrzeug sehe von außen wie ein Standardtriebwagen aus; die Akzeptanz bei Fahrpersonal und Fahrgästen sei hoch.

Testeinsatz im Schwarzwald geplant
Aufgrund der positiven Erfahrungen vor Ort mit dem Coradia iLint hat der Vorstand der SWEG beschlossen, das Brennstoffzellenfahrzeug in der Ortenau zu testen – voraussichtlich am 30. Januar 2019. „Der Test ist wichtig, weil im Schwarzwald andere Höhenunterschiede zu bewältigen sind als im norddeutschen Flachland“, sagt der SWEG-Vorstandsvorsitzende Johannes Müller. Der Hintergrund: Das Land Baden-Württemberg plant voraussichtlich von Dezember 2022 an, den ersten Zug mit Brennstoffzellen- oder Batterieantrieb auf dem Netz 8 der Ortenau-S-Bahn einzusetzen. Die Fahrleistungen wird die TRAPICO Schieneninnovations GmbH übernehmen, ein Unternehmen unter dem Dach des SWEG-Konzerns, das jedoch vollständig vom Land kontrolliert wird, soweit die Prsseinfo der SWEG.

Auf Basis des LINT 54 hat Alstom zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt den iLint (Projektnamen „Bethy“) entwickelt. Der Wasserstoff wird von Brennstoffzellen in elektrische Energie gewandelt und treibt Elektromotoren an. Die Wasserstoffspeicher sind zwei 90 Kilogramm fassende Tanks, die auf dem Dach untergebracht sind. Die Brennstoffzellen mit zwei mal 200 kW Leistung stammen aus kanadischer Produktion. Der Antrieb stellt eine Anfahrzugkraft von 87 kN und eine Leistung von 544 kW zur Verfügung. Für die übrige Antriebstechnik werden Bauräume genutzt, in denen auch in der gegenwärtigen Dieselversion Antriebskomponenten verbaut sind. Als Energiespeicher sind Lithium-Ionen-Batterien mit 110 kWh Kapazität unter dem Fahrgastraum untergebracht. Sie können Bremsenergie speichern und beim Anfahren zugeschaltet werden. Die Reichweite soll voll aufgetankt bei 600 bis 800 Kilometern liegen, die Höchstgeschwindigkeit bei 140 km/h.Auf der Innotrans 2014 haben das Land Niedersachsen, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, das Land Baden-Württemberg und der Rhein-Main-Verkehrsverbund eine Absichtserklärung mit ALSTOM zur Beschaffung von 48 Wasserstofftriebzügen unterzeichnet. Hierdurch sollte die Entwicklung eines solchen Fahrzeugmodells vorangetrieben werden.

Am 14. März 2017 wurden die ersten Probefahrten absolviert. Ab Frühjahr 2018 sollten zwei Exemplare für die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen auf Linien der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) in einen Probebetrieb gehen, insgesamt sollen hier 14 Exemplare angeschafft werden. Am 11. Juli 2018 erhielt der iLint die Zulassung für den kommerziellen Fahrgasteinsatz in Deutschland. Dieser begann am 17. September 2018 bei den EVB auf der Strecke Buxtehude–Bremerhaven–Cuxhaven. Es handelt sich um den weltweit ersten Einsatz eines wasserstoffgetriebenen Zugs im regulären Linienbetrieb. Eine Anlage mit Wasserstofftankstelle soll in naher Zukunft gebaut werden. Bis zu ihrer Fertigstellung kommt der benötigte Wasserstoff mit Tankwagen aus den Niederlanden. Der Coradia iLint basiert auf dem mit Diesel betriebenen Nahverkehrstriebwagenzug Coradia Lint, den Alstom seit 1999 baut. 2012 hatten zwei Alstom-Ingenieure die Idee, den Zug mit einem Brennstoffzellenantrieb auszustatten. Bei ihren Vorgesetzten kam die Idee nicht sehr gut an. Sie hielten das Konzept für Blödsinn, die beiden Mitarbeiter für Spinner. Die großen Unterschiede zum Diesel seien der umweltfreundliche Betrieb - der Zug emittiert nur Wasser - und die deutlich geringeren Lärmemissionen. Laut Alstom sei der iLint gegenüber dem konventionellen Lint und anderen Dieselzügen konkurrenzfähig, auch wenn er in der Anschaffung teurer ist und dazu noch die Wasserstofftankstellen gebaut werden müssen.Über einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren - die übliche Betriebsdauer für einen Zug - rentiere sich der Brennstoffzellenzug jedoch. Grund sei, dass der Preis für Diesel stärker steige als der für Wasserstoff. Durch die niedrigeren Betriebskosten werde der Brennstoffzellenzug nach etwa einem Drittel der Betriebsdauer die Gewinnschwelle erreichen. Pro Kilometer benötigt der Coradia iLint zwischen 0,18 und 0,28 kg Wasserstoff, abhängig davon, wie anspruchsvoll Strecke und Fahrplan sind.Die Fahrtkosten pro Kilometer liegen zwischen 5,5 und 6,50 Euro. Problematisch sei die Gewinnung des Wasserstoffs, für die sehr viel Energie aufgewendet werden müsse. Dafür gebe es aber auch schon Lösungen.

Die Reichweite soll voll aufgetankt bei 600 bis 800 Kilometern liegen, die Höchstgeschwindigkeit bei 140 km/h.  Am 11. Juli 2018 erhielt der iLint die Zulassung für den kommerziellen Fahrgasteinsatz in Deutschland. Dieser begann am 17. September 2018 bei den EVB auf der Strecke Buxtehude–Bremerhaven–Cuxhaven. Eine Anlage mit Wasserstofftankstelle soll in naher Zukunft gebaut werden. Bis zu ihrer Fertigstellung kommt der benötigte Wasserstoff mit Tankwagen aus den Niederlanden. Der Coradia iLint basiert auf dem mit Diesel betriebenen Nahverkehrstriebwagenzug Coradia Lint, den Alstom seit 1999 baut. 2012 hatten zwei Alstom-Ingenieure die Idee, den Zug mit einem Brennstoffzellenantrieb auszustatten. Bei ihren Vorgesetzten kam die Idee nicht sehr gut an. Sie hielten das Konzept für Blödsinn, die beiden Mitarbeiter für Spinner.

Die großen Unterschiede zum Diesel seien der umweltfreundliche Betrieb - der Zug emittiert nur Wasser - und die deutlich geringeren Lärmemissionen. Laut Alstom sei der iLint gegenüber dem konventionellen Lint und anderen Dieselzügen konkurrenzfähig, auch wenn er in der Anschaffung teurer ist und dazu noch die Wasserstofftankstellen gebaut werden müssen.Über einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren - die übliche Betriebsdauer für einen Zug - rentiere sich der Brennstoffzellenzug jedoch. Grund sei, dass der Preis für Diesel stärker steige als der für Wasserstoff. Durch die niedrigeren Betriebskosten werde der Brennstoffzellenzug nach etwa einem Drittel der Betriebsdauer die Gewinnschwelle erreichen. Pro Kilometer benötigt der Coradia iLint zwischen 0,18 und 0,28 kg Wasserstoff, abhängig davon, wie anspruchsvoll Strecke und Fahrplan sind.Die Fahrtkosten pro Kilometer liegen zwischen 5,5 und 6,50 Euro. Problematisch sei die Gewinnung des Wasserstoffs, für die sehr viel Energie aufgewendet werden müsse. Dafür gebe es aber auch schon Lösungen.

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