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Szenen wie aus Weißrussland

Wie brutal Berlins Polizei Corona-Kritiker drangsaliert

Am Sonntagnachmittag fand vor dem Brandenburger Tor eine Kundgebung der Querdenken-Bewegung mit rund 500 Teilnehmern statt. Es wurde von Seiten der Organisatoren akribisch auf die Einhaltung der Abstände und der sonstigen polizeilichen Vorgaben geachtet. Trotzdem kam es im Laufe der Veranstaltung zu Brutalität und Willkür von Seiten der Polizei gegen einzelne Teilnehmer. Der in Berlin lebende Journalist Boris Reitschuster (reitschuster.de) war vor Ort und hat die Szenen aufgenommen. Hier die Zusammenfassung aus seinem Livestream:

„Mit brutaler Gewalt ist die Polizei am Sonntag gegen eine 'Querdenken'-Demonstration in Berlin vorgegangen. Das Agieren der Polizei wirkte fragwürdig und ließ den Verdacht aufkommen, dass hier gezielt eine Eskalation angestrengt war – während die Berliner Behörden sonst etwa im Umgang mit Linksextremen und Clan-Kriminellen regelmäßig auf Deeskalation setzen. Unter anderem wurde ein Behinderter im Rollstuhl abgeführt, weil er kein Attest trug – wobei der geltend machte, dass er dies als Schwerbehinderter nicht müsse. Reihenweise wurden Menschen mit ärztlichem Masken-Befreiungsattest abgeführt. Auf einen Demonstranten stürzen sich mehrere Beamte und drückten seinen Kopf gegen den Asphalt. Einer Frau, die den vorrückenden Beamten lediglich nicht aus dem Weg ging, wurde in Würgegriff genommen und weggetragen.

Janko Williams, einer der Anwälte von 'Querdenken' erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Er bezeichnete ihr Vorgehen als völlig überzogen und rechtswidrig. Insbesondere die wahllose Festnahme von Menschen, die aufgrund eines Attests von der Maskenpflicht befreit seien, verstoße gegen das Gesetz und sei Willkür. Zudem würde ihm verboten, mit festgenommenen Mandanten Kontakt zu halten. Im Falle des festgenommenen Rollstuhlfahrers habe ihm ein Beamter gesagt, man wisse ja nicht, ob er tatsächlich behindert sei oder sich nur in einen Rollstuhl gesetzt habe. Das Maß an Zynismus von Seiten der Polizei habe ihn schockiert, sagte Williams.

Auch ich wurde mehrfach in der Berichterstattung behindert und unter anderem von einem Polizisten getreten sowie mehrfach weggeschubst. So sollte offenbar verhindert werden, dass ich die Brutalität der Festnahmen auf Kamera dokumentiere. Rechtsanwalt Williams verwies darauf, dass die Querdenken-Demonstration am Vortrag in Berlin völlig friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen sei. Möglicherweise habe dies daran gelegen, dass mehr Medien und Prominenz anwesend waren, so der Anwalt. Am Sonntag sei dagegen eine Polizeieinheit vor Ort gewesen, die berüchtigt sei für ihre zweifelhafte Härte. Auch der Einsatzleiter sei sehr unkooperativ gewesen und habe mehrfach mit der Auflösung der Kundgebung gedroht.

Am Nachmittag änderte die Polizei plötzlich ihre Taktik um 180 Grad. Die massiven Kräfte wurden zurückgezogen, die Demonstranten in Ruhe gelassen. Warum dies plötzlich möglich war und vorher nicht, ist unklar“.
(pi-news.net)

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