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„Tag der Deutschen Einheit“ – in Berlin nur noch eine leere Worthülse

„Deutsch“ war gestern, Einheitsfest gehört jetzt der „ganzen Welt“

Der „Tag der Deutschen Einheit“ wird 28 Jahre nach der Wiedervereinigung zunehmend zur leeren Worthülse, die einzig vom Namen zusammengehalten wird. Die diesjährige Ausrichterin des zentralen Festes vom 1.-3. Oktober, die rot-rot-grüne Berliner Regierung, hat sich weitgehend von der deutschen Seele der Feierlichkeit verabschiedet und die Weichen deutlich Richtung Multikulti trallala gestellt.

Das „Deutsche“ im Einheitstag haben die Berliner Macher um den Regierenden Bürgermeister Michael Müller schon mal geschliffen. Das Fest gehört jetzt den Bürgern der „ganzen Welt“, mit denen drei Tage lang „gemeinsam die Freiheit, die Vielfalt und Demokratie“ gefeiert werden soll, heißt es im Grußwort.

Man kennt das ja schon von Weihnachten und Ostern und anderen christlichen Anlässen. Das Ursprüngliche, das Tradierte, das tief empfundene Gefühl wird zunehmend einer aggressiven diversitären Gesellschaftsform geopfert.

So soll es offensichtlich auch in Berlin laufen. Der „Tag der Deutschen Einheit“ bekommt eine „neue Gewichtung und Aufmerksamkeit“. Was immer das heißen mag. Man ahnt nichts Gutes. Fest steht, dass am 3. Oktober auch der bundesweite „Tag der offenen Moscheen“ stattfindet und 21 Berliner Moscheen ihre Türen öffnen. Das Leitmotiv passt zum Motto des Einheitstages: „Gute Nachbarschaft – bessere Gesellschaft“.

So ganz lassen sich Bundesratspräsident und damit Festdirektor Müller nicht in die Karten schauen. Schon das Motto der dreitägigen Festivität „Nur mit Euch“ löst Rätsel aus: „Denn was die Metropole zum idealen Schauplatz der Feier macht, ist nicht nur die allgegenwärtige historische Symbolik, sondern auch ihr offener, kreativer Geist und das selbstverständliche Miteinander verschiedenster Menschen, die das berlintypische Wir-Gefühl auszeichnen. NUR MIT EUCH lautet die Losung, auf der die Innovationskraft Berlins und die Stärke der deutschen Einheit beruhen“, lauten die kryptischen Hinweise der Berliner Organsiatoren.

In Chemnitz und Köthen, wo man den „kreativen Geist und das selbstverständliche Miteinander verschiedenster Menschen“ erst vor Kurzem schmerzlich erfahren hat, mag man anders darüber urteilen. Aber die „Ossis“, insbesondere die Sachsen, die die Deutsche Einheit erst auf die Schiene geschoben haben, hat man dazu sicher nicht befragt.

So nimmt das Schicksal in Berlin seinen Lauf. Man muss nur zwischen den Zeilen nachlesen, wo die Reise hingeht, wenn es heißt: Neben politischen Organen, Museen und Stiftungen werden auch ehrenamtliche Projekte, Initiativen und Vereine vor Ort sein, die auf den ersten Blick nicht immer sichtbar aber für die Demokratie und die Gesellschaft unabdingbar sind. Ihr Engagement bildet die Basis für unsere Zivilgesellschaft – und für das Leitmotiv NUR MIT EUCH, das sich als Zukunftsmodell längst qualifiziert hat.“

Sind beim „Tag der Deutschen Einheit“ noch Deutschlandfahnen gestattet? Man sollte es ausprobieren.
(pi-news.net)

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