Springe zum Inhalt

Theodor-Heuss-Medaille für „Graswurzeldemokrat“

FDP ehrt den Trossinger  Willy Walter

Ehrung für 25 Jahre FDP-Mitglied (von links): Landtagsabgeordneter Leopold Grimm, der Geehrte Willy Walter, Margot Walter, FDP-Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch, Staatssekretär Ernst Burgbacher MdB und Minister a. D. Ernst Pfister.     Foto: privat
(tutut).  – Der Trossinger  Willy Walter ist von der FDP mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet worden.  Vor 25 Jahren war der Unternehmer in die liberale Partei eingetreten und hat sich seither im Ortsverband aber auch als Kreis- und Stadtrat engagiert und vielfältige Verdienste erworben.
Die FDP pflegt seit Jahren die Tradition, ihre langjährigen  Mitglieder nicht im Rahmen einer Mitgliederversammlung  gleichsam „en passant“ zu ehren, sondern sie mit einer eigenen und angemessenen Veranstaltung gebührend zu würdigen. Darauf wies gleich zu Beginn der eindrucksvollen und fast schon familiären Matinee im Trossinger „Bären“ Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch hin. Ernst Burgbacher, Staatssekretär und Bundestagsabgeordneter, machte in seiner sehr persönlich gehaltenen Laudatio deutlich, dass die Parteien heute angesichts schrumpfender Mitgliederzahlen mehr denn je auf ehrenamtliches Engagement angewiesen seien.
„Willy Walter ist nicht der große Schreier, eher ein Stiller im Lande, aber sein Wort hat Gewicht, basiert es doch auf seiner Erfahrung und seiner Nachdenklichkeit“, charakterisierte Burgbacher den Geehrten, dessen Vater sich ebenfalls  viele Jahre in der Kommunalpolitik engagiert hatte. Willy Walter führe nicht nur erfolgreich ein großes Unternehmen, er sei auch Vorsitzender der Spielvereinigung, die er in schwieriger Zeit übernommen habe. Burgbacher: „Neben allem ist Willy Walter Mensch, er hat gesunde Ansichten, die FDP darf stolz auf ihn sein.“
Ernst Pfister, der ehemalige Landtagsabgeordnete und Wirtschaftsminister, meinte, Willy Walter sei der Inbegriff dessen, was der erste Ministerpräsident des Landes, der FDP-Politiker Reinhold Maier, als einen „Graswurzeldemokraten“ bezeichnet habe: „Ein Mann, der voll im Leben steht, einem ordentlichen Beruf nachgeht und der viel auf den Weg gebracht hat.“ Willy Walter habe es nicht auf der Tribüne gehalten, sondern er wollte auf dem Spielfeld mitmischen, war ein weiteres Bild, mit dem Pfister seinen Parteifreund treffend skizzierte. Und: „Ich bin dankbar, dass ich ihn als Berater hatte, er hat mit viele gute Tipps gegeben.“
Zum Jubiläum gratulierte auch der Spaichinger FDP-Landtagsabgeordnete Leo Grimm. Es sei heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr, dass Unternehmer auch noch in ihrer Freizeit Verantwortung übernehmen würden, gab Grimm zu bedenken. Willy Walter sei ein Beispiel dafür, selbst die Initiative zu ergreifen statt nach dem Staat zu rufen. Zur aktuellen Landespolitik meinte Grimm, dass die grün-rote Regierung („Sie können es nicht besser.“) trotz sprudelnder Steuereinnahmen noch 3,5 Milliarden neue Schulden mache. „Wann fängt man eigentlich an zu sparen und Schulden abzubauen?“, fragte der Abgeordnete und machte deutlich, dass die liberale Fraktion für eine konsolidierte Haushaltspolitik stehe.
Dem Kreisvorsitzenden Hans-Peter Bensch blieb es vorbehalten, die Ehrung vorzunehmen. Neben der Theodor-Heuss-Medaille gab für Willy Walter noch die obligatorische Urkunde, seine Ehefrau Margot wurde mit einem üppigen Blumenstrauß bedacht.