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Total Balla-Balla

Deutsche rüsten auf – Waffenschwund bei der Polizei

Von REALSATIRE

In Merkel-Deutschland gibt es eine paradoxe Entwicklung: Besorgte Bürger bewaffnen sich zunehmend, Waffenschwund hingegen bei der Polizei. Die Polizei hat hierfür phänomenale Erklärungen.

Viele schimpfen hierzulande auf Trump und sein angeblich waffengeiles Amerika, aber Fakt ist, dass Deutschland währenddessen waffentechnisch dramatisch aufrüstet. „Kleine Waffenscheine“ sind gefragt wie noch nie. Derzeit besitzen rund 640.000 Bürger einen „kleinen Waffenschein“ und dürfen eine Schreckschusspistole oder vergleichbare Waffen tragen. Das sind mehr als doppelt soviel wie 2014 vor dem großen Bevölkerungsaustausch. Tendenz steigend: Allein in den vergangenen 12 Monaten stieg der Waffenbesitz um neun Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Kalibermäßig nackig
Andererseits stehen bei einigen Länderpolizeien die Beamten kalibermäßig mitunter nackig da. Wo eben noch eine scharfe Kanone an der Hose baumelte, ist das Pulver sprichwörtlich verschossen. Zum Beispiel kamen der NRW-Polizei in zehn Jahren elf Dienstwaffen abhanden. Zehn verloren, eine gestohlen. Relativierend ist aber zu berücksichtigen, dass bei den Beamten von CDU-Innenminister Herbert Reul auch schon mal Beweisstücke mit Pädophilen-Material spurlos verschwinden. Siehe Lüdge.

Auch bei der Bundespolizei gelten deutschlandweit ebenfalls elf Dienstwaffen als gestohlen oder verschwunden, ergab eine Abfrage.

Niedersachens SPD-Innenminister Boris Pistorius vermeldet das Abhandenkommen von fünf scharfen Pistolen mit etwa 80 Patronen zwischen 2016 und 2019. Total balla-balla: Bei der Polizei in Celle wird seit März sogar eine Maschinenpistole „vermisst“. Von den in Niedersachsen bei der Polizei außerdem verschwundenen Reizgassprays (200), Schlagstöcken (20), Handys (20), Tablets (10) und Laptops samt Speicherkarten sowie Schutzwesten soll hier noch gar nicht die Rede sein.

Wer jetzt auf die Idee kommen sollte, Klemm-Nazis als Täter für den Waffenschwund verantwortlich zu machen, muss sich nicht verrenken. Mit solchen Typen wird in Merkel-Deutschland auf andere Weise kurzer Prozess gemacht. Künftig sollen Waffen nur noch an Leute mit der richtigen Haltung und Gesinnung bewilligt werden, hat sich Justizministerin Christine Lambrecht einfallen lassen.

Pistorius wiegelt ab
Die Polizei hat andere Erklärungsversuche für das paradoxe Geschehen. Das sei kein „neues Phänomen“, wiegelt Pistorius‘ Behörde den Waffenschwund ab, das könne bei 12.000 Beamten schon mal vorkommen. Es handele sich um „einsatzbedingte Verluste“ wie z.B. bei Fußballspielen oder Demonstrationen. Pistorius, der demnächst SPD-Parteichef werden will, könnte auf die niedersächsische Argumentation zurückgreifen, wenn er erklären müsste, warum seiner Schrumpfpartei scharenweise Wähler verlorengehen: „Kein neues Phänomen – natürlicher Schwund“, würde verdammt glaubhaft klingen.

Kölner Silvester-Flüchtlingssause ursächlich
Stellt die Aufrüstung der Bürger deren Antwort auf Waffenschwund bei Länderpolizeien und verloren gegangenes Vertrauen dar? Hierzu bemüht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Metaebene, wenn sie die große nordafrikanisch-arabische Flüchtlingssause an Silvester 2015 rund um den Kölner Dom für den dramatischen Anstieg der Kleinen Waffenscheine verantwortlich macht. „Spätestens seit den Ereignissen auf der Kölner Domplatte in der Silvesternacht 2015 fühlen sich offenbar immer mehr Menschen verunsichert“, sagte der GdP-Vorsitzende Oliver Malchow. Soll wohl heißen: Köln ist überall. Der Bürger bewaffnet sich halt.
(pi-news.net)

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