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Die Mutter aller Probleme

Überbevölkerung Kernpunkt aktueller Umweltprobleme , Teil 2

Von Klaus Rißler

Nachdem im ersten Teil mehr oder weniger allgemeine Gesichtspunkte der Überbevölkerung behandelt wurden, soll nun im zweiten Teil mehr auf deren zum Teil gravierenden sowohl ökologischen als auch und sozioökologischen Folgen eingegangen werden.

Durch die seit Jahren stark zunehmende Anzahl an Menschen auf diesem Planeten stellt sich zwangsläufig die Frage, welche Konsequenzen sich sowohl für sie selbst als auch die Natur bzw. die Umwelt daraus ergeben. Diesbezüglich spielen sowohl die Versorgung dieser Menschenmassen mit ausreichenden Nahrungsmitteln als auch die damit zwangsläufig einhergehenden gesteigerten Erwartungen bezüglich Lebensstandard und Bequemlichkeiten des Daseins eine wesentliche, wenn nicht sogar die Hauptrolle.

Immer mehr Menschen müssen ernährt werden
Mit dem Fokus auf Ernährung gab es gewiss nicht nur schon in Steinzeit und Antike, sondern ebenso auch in Mittelalter und Neuzeit zahlreiche Missernten und damit auch große Hungerkatastrophen mit vielen Tausend Opfern, welche insbesondere nicht zuletzt durch extreme Wetterphänomene, Überhandnehmen von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten, um nur einige ganz wenige zu nennen, verursacht wurden. Daneben waren anno dazumal zumindest ebenso viele Opfer via zahlreiche durch ungenügende Hygiene verursachte Seuchen zu beklagen wie z. B. Pest, Typhus, Cholera, Ruhr, Tuberkulose und Pocken, die spätestens im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts dank bahnbrechender Fortschritte in der Medizin weitestgehend der Vergangenheit angehören.

In diesen beiden durch die rasant zunehmende Industrialisierung und Landflucht gekennzeichneten Jahrhunderten, in denen die Bevölkerung sowohl durch eine starke Absenkung der Kindersterblichkeit als auch gleichzeitig ansteigende Lebenserwartung enorm anstieg, stand Europa mit einem Schlag vor dem Problem, wie es diese urplötzlich stark anwachsende Anzahl an Menschen künftig ernähren soll. Denn es zeichnete sich immer deutlicher ab, dass eine Dreifelderwirtschaft, wie in früheren Jahrhunderten üblich, bei welcher pro Jahr jeweils ein Feld der Regeneration überlassen werden musste, so nicht mehr möglich war. Man benötigte eben jeden Quadratmeter Grund und Boden. Nicht zuletzt auch aus diesem Grund verließen vorwiegend im 19. Jahrhundert ganze Generationen aus fast allen Ländern Europas ihre Heimat und suchten sich auf dem weniger dicht besiedelten amerikanischen Kontinent eine neue Heimat, wo sie als Fachkräfte allerdings mit Handkuss willkommen geheißen wurden.

Kaiserstühler nach Südamerika
In diesem Zusammenhang sei nur an die mehr als 300 Kaiserstühler erinnert, die 1843 in einem abgelegenen und vollständig der Natur überlassenen Landstrich der östlichen Ausläufer der Anden Venezuelas auf 1800 m Höhe eine neue Heimat fanden (siehe dazu auch einen Beitrag vom letzten Jahr im Grüselhorn). Allerdings reisten sie nicht, wie unsere mit unbändigem Beifall empfangenen „Goldstücke“ aus bildungsfernen und kulturfremden Ländern aus Nah- und Mittelost sowie aus Afrika auf „gut Glück“ und die 100 %-ig verbürgte Aussicht auf kostenlose Rundumversorgung ein. Denn dort hieß es zunächst einmal, richtig anpacken und sich nicht darauf zu verlassen, dass einem die gebratenen Tauben nur so ins Maul fliegen, wie es hierzulande, dank unserer vielen gutmenschlich-helfenden Hände üblich ist.

Die Aussiedler wurden übrigens durch den von der venezolanischen Regierung speziell mit dieser Aufgabe betrauten Oberst Augustin Codazzi angeworben, der zur Unterzeichnung des Vertrages mit Alexander Benitz im Jahr 1842 eigens nach Endigen reiste. Mittels der sowohl aus ihrer alten Heimat mitgebrachten Kenntnisse und Erfahrungen als auch großem Fleiß und Tatendrang gelang es den Neusiedlern aus dem Kaiserstuhl schnell, ihre neue „Colonia Tovar“ in einen blühenden Garten zu verwandeln, welcher auch mehr als 170 Jahre später ein verglichen mit dem Durchschnitt des Landes überdurchschnittliches BIP aufweist.

"Brot aus der Luft"
Die Lösung des Problems, die schnell wachsende Bevölkerung Europas mit ausreichenden Nahrungsmitteln zu versorgen und zugleich deren Lebengrundlagen entscheidend zu verbessern, setzte allerdings erst nach den sensationellen Forschungsergebnissen des Ausnahmewissenschaftlers Fritz Haber (1868 - 1934) so richtig ein, dem es im Jahr 1908 gelang, Ammoniak aus den Elementen Stickstoff und Wasserstoff herzustellen, ein Unterfangen, welches bislang als nahezu aussichtslos galt. Damit wurde es mit einem Schlag möglich, auf der Grundlage von Ammoniak den für das Wachstum der lebensnotwendigen Nahrungsmittel erforderlichen Stickstoffdünger herzustellen. Die Ära der Dreifelderwirtschaft war damit zu Ende. Nicht zu Unrecht wurde das Verfahren fortan als „Brot aus der Luft“ betitelt.

Jede Medaille hat zwei Seiten
Gemeinsam mit Carl Bosch (1874 - 1940) gelang es, diese Methodik im Jahre 1913 bei der BASF in den industriellen Maßstab umzusetzen. Die Jahresproduktion betrug damals 7‘200 Tonnen, heute sind es hingegen schier unglaubliche 875‘000 Tonnen. Diese als Haber-Bosch Verfahren bezeichnete Ammoniaksynthese, für die Fritz Haber im Jahre 1919 und Carl Bosch im Jahre 1931 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurden, stellt deshalb einen der ältesten immer noch nach dem gleichen Prinzip wie zu deren Einführung ablaufenden Herstellungsprozesse dar. Damit wurde die Grundlage dafür gelegt, auch eine weiter und weiter wachsende Bevölkerung ausreichend ernähren zu können und damit potentiellen Hungerkatastrophen wirksam zu begegnen. Doch nicht nur Fritz Habers geniale Entdeckung, sondern auch andere Glanzleistungen der chemischen und biologischen Forschung, wie der Schutz der Pflanzen z. B. gegen Pilzkrankheiten und eine Reihe anderer Parasiten sowie die Bekämpfung von Pflanzen- und Fruchtschädlingen trugen mit entscheidend dazu bei, das Ernährungsproblem auch weiterhin einzudämmen bzw. es weitgehend aus der Welt zu schaffen. Sie führten allerdings auch zu Problemen, auf die im Folgenden näher eingegangen wird. Diese dürften sich in Abhängigkeit von einer weiteren Beschleunigung des Bevölkerungswachstums als umso gravierender erweisen.

Gerade heutzutage rückt angesichts einer immer rasanteren Zunahme der Weltbevölkerung eine immer stärker erforderlich werdende Düngung bzw. allzu oft sogar eine Überdüngung der Grün- und Ackerflächen, sowie deren zunehmende Belastung durch Insektizide/Pestizide (Insektenvernichtungsmittel) und Herbizide (Pflanzenschutzmittel) mehr und mehr ins Rampenlicht des öffentlichen Interesses. Gleichzeitig steigt aber auch der Zwang, effiziente Strategien zur biologischen Schädlingsbekämpfung zu entwickeln. Diese sind zwar schon teilweise verfügbar, wie z. B. Sexuallockstoffe, die sogenannten Pheromone. Sie werden aktuell jedoch den tatsächlichen Erwartungen noch nicht vollständig gerecht, da sie für jede einzelne Spezies sozusagen maßgeschneidert bereitgestellt werden müssen und deren Totalsynthese auf chemischem Wege alles andere als trivial erscheint.

Abhängigkeit von der Chemie
Wir werden deshalb auf noch nicht absehbare Zeit hinweg auch künftig auf synthetische Produkte auf Chemiebasis angewiesen sein, für deren Herstellung allerdings gerade in den letzten Jahrzehnten ständig wachsende Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen gelten, wie Aquatoxizität, Toxizität gegenüber Haustieren, Vögeln, Nutzinsekten wie Bienen, Hummeln, forcierter chemischer Abbau durch Bodenbakterien zu unschädlichen Metaboliten, um nur einige wenige Beispiele aus einem riesigen Maßnahmenkatalog zu nennen etc. Die Ziele sind klar definiert. Es sollen im Idealfall ausschließlich Substanzen entwickelt werden, die spezifisch nur auf die Vernichtung der den Schaden hervorrufenden Spezies hin ausgerichtet sind und alle restlichen Tier- und Pflanzenarten vor negativen Folgen verschonen.

Parallel dazu wurden deshalb auch reihenweise Grenzwerte für Insektizide/Pestizide und Herbizide definiert, unterhalb derer eine gesundheitliche Beeinträchtigung ausgeschlossen werden sollte, obwohl in den wenigsten Fällen wirklich exakte und belastbare toxikologische Befunde vorliegen. Meist sind es durch aus Laborversuchen, darunter auch Tierexperimente, gewonnene Daten, die sich allerhöchstens nur in sehr grober Näherung auf den Menschen übertragen lassen. Allerdings sei an dieser Stelle aber auch eingeflochten, dass es im Lauf der Jahrzehnte gelang, die Zahl der Tierversuche stark einzuschränken und mehr und mehr durch Tests an Zellkulturen zu ersetzen. Allerdings werden sich auch künftig Tierversuche nie vollständig vermeiden lassen. Alles andere ist reine Augenwischerei und Effekthascherei.

Kreislauf der Natur
Letztendlich kehren jedoch alle Komponenten, seien sie völlig unbedenklich oder auch weniger, stets in den Kreislauf der Natur zurück. Dies betrifft insbesondere die mutmaßlichen Schadstoffe, die wir in Form von Düngung, Schutz gegenüber Pflanzenschädlingen und Schadinsekten auf unsere Wiesen und Äcker aufbringen. Diese werden natürlich auch von den sich dort aufhaltenden Tieren und Pflanzen ingestiert, die wir tagtäglich mit pflanzlicher und tierischer Nahrung wiederum zu uns nehmen und welche dann schlussendlich sowohl via Abwasser und, zeitlich verzögert, via Grundwasser mittels Diffusion in Bäche und Flüsse und damit auch in die Weltmeere gelangen. Dort werden sie wiederum von den Meeresbewohnern aufgenommen und kehren somit via Verzehr von Fischspeisen im Sinne eines geschlossenen Kreislaufs wieder in unseren Organismus zurück.
In Anbetracht von immer mehr Menschen auf diesem Planeten sind die sogenannten „Selbstreinigungskräfte“ der Natur durch Mikroorganismen sowohl in Böden und Gewässern als auch in den vielen Kläranlagen schon jetzt mehr und mehr überfordert und werden uns über kurz oder lang vor unübersehbare Probleme stellen.

Zusätzlich zur Menge der durch vermehrte Applikation von Konservierungsmitteln, Insektiziden/Pestiziden und Herbiziden in den Körper gelangenden potenziellen Schadstoffe, stieg verständlicherweise auch das Interesse daran, deren Menge sowohl in den damit behandelten Produkten als auch in Körperflüssigkeiten, wie z. B. Blut, Urin, Plasma, Gewebe, Muttermilch etc. des Endverbrauchers, sprich Mensch, empfindlich zu messen. Dank der gerade in den letzten Jahrzehnten geradezu revolutionär verfeinerten analytischen Methodik, ist es heute problemlos möglich, diese Komponenten sogar in extrem niedrigen Konzentrationen von Mikrogramm/pro Milliliter/Liter/Gramm/Kilogramm = μg/mL/L/g/kg oder auch Nanogramm/pro Milliliter/Liter/Gramm/Kilogramm = ng/mL/L/g/kg zu detektieren. Zum besseren Verständnis dieser für den Laien oft genug nicht ganz verständlichen Angaben sei deshalb hinzugefügt: 1 μg/mL/L/g/kg = 1 Millionstel Gramm in 1 Milliliter/1 Liter/1 Gramm/ 1000 Gramm, 1 ng/mL/L/g/kg = 1 Milliardstel Gramm in 1 Milliliter/1 Liter/1 Gramm/1000 Gramm.

Es ist unschwer erkennbar, wie unglaublich niedrig letztendlich die wirkliche Konzentration an Zielkomponenten in der sie umgebenden Matrix ausfällt. Als Matrix wird übrigens der Stoff bzw. das Material bezeichnet, in welchem man die Menge der interessierenden Verbindung misst. Dazu ein Beispiel: Wenn in irgendeinem Produkt, z. B. in einem kg Äpfel oder Birnen eine Konzentration von 126 μg/kg irgendeines mutmaßlichen „Schadstoffes“ gemessen wird, dann ist die gesuchte Komponente im Produkt zu 0.000126 % darin enthalten.Leider bezieht man sich immer wieder auf die in diesem fiktiven Beispiel anscheinend hohe Zahl von 126, vergisst jedoch auf welches Volumen bzw. Gewicht sich diese Angabe bezieht. In fast so gut wie allen Beispielen dürften sich die gesundheitlichen Folgen als weitestgehend unbedenklich erweisen.

Der Bluff der Zahlen
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich noch ausgezeichnet an den von Prof. Dr. Christoph Rüchardt (1929 – 2018), ehemaliger Lehrstuhlinhaber Organische Chemie I der Universität Freiburg, vor vielen Jahren im Audimax gehaltenen Vortrag mit dem Titel „Die Chemie und ihre Gifte“ und wies darin auf die unglaublichen Fortschritte der Analytischen Chemie hin. Um die Leistungsfähigkeit der modernen Analytik zu demonstrieren benützte er das fiktive Beispiel, dass es damit sogar möglich sei, nur ein einziges bestimmtes Maiskorn in einem ganzen Güterwaggon voller ähnlicher Maiskörner von den restlichen zu unterscheiden. Vor gar nicht allzu langer Zeit war die Bestimmung derartig geringer Probenmengen überhaupt noch nicht möglich, aber leider lassen sich viel zu viele Menschen von den „reinen“ Zahlen bluffen und damit verunsichern, ohne sich jedoch ernstlich Gedanken gemacht zu haben, auf welches Volumen bzw. Gewicht man sich bezieht. Angst und Panik in völlig unangemessener Weise zu verbreiten, wie es GreenPeace, BUND, Umwelthilfe und die Grünen etc. seit Jahren offenbar mit wachsendem Erfolg tun, erweist sich allerdings als genauso wenig hilfreich als die völlige Verharmlosung des Problems, anhand dessen eine sachliche Diskussion von vorn herein zum Scheitern verurteilt ist.

Natürlich ändern sich die Essgewohnheiten einer stetig wachsenden Bevölkerung in Abhängigkeit vom Lebensstandard und je höher dieser nun einmal ist, desto größer ist auch das Bedürfnis, nach außen hin nur makelloses Obst und Gemüse, wie z. B. oberflächlich Schorf- und fleckfreie, große und glänzende Apfel, Birnen, Pfirsiche, Aprikosen etc. zu verzehren und sich kaum noch mit den weniger „ästhetischen“, zuweilen auch etwas mickrig aussehenden Früchten aus Streuobstwiesen o. ä. zufrieden zu geben. Aber, da alles nun einmal seinen Preis hat, u. a. auch auf Kosten der Umwelt, so erhält man sein „ideal konfiguriertes“ Obst eben nur dann, wenn eine entsprechende Vorbehandlung erfolgte. Ähnliches gilt, zumindest rein preislich gesehen, auch für Produkte aus biologischem Anbau, die logischerweise auch ihren etwas „höheren“ Preis haben.

„Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“
Insofern steuert das allgemein beobachtete Konsumverhalten maßgeblich auch die eingesetzte Menge an vom zahlenmäßig ständig steigenden Endverbraucher nur allzu oft so verfemten Insektizide/Pestizide, Herbizide und Konservierungsmittel. Dieser echauffiert sich zwar ständig über „vergiftete“ Lebensmittel, meidet jedoch vehement die nach außen hin weniger ästhetischen, jedoch unbehandelten Produkte oder die teureren Produkte biodynamischen Ursprungs. Oft genug wird man dabei an das Sprichwort „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“, erinnert. Deshalb sei nochmals in aller Deutlichkeit festgehalten, dass es die Masse der Konsumenten ist, welche in erster Linie darüber entscheidet, wie viel potenzieller „Schadstoff“ sich in den von ihnen verzehrten Lebensmitteln befinden darf oder auch nicht. An dieser Stelle sei allerdings auch darauf hingewiesen, dass ohne synthetische Zusätze diese große Zahl an Menschen heutzutage niemals mehr vollständig ernährt werden könnte. Hätte es Fritz Habers geniale Entdeckung nicht gegeben, hätten bereits im 20. Jahrhundert viele hundert Millionen Menschen den Hungertod erleiden müssen.

Natürlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass mit der Anwendung dieser Substanzen, die, zugegebenermaßen beileibe nicht immer völlig harmlos sind, sich zu einem großen Teil aber auch als gut biologisch abbaubar erweisen, sorgfältig und sparsam umgegangen wird. Aktuell gerät das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat mehr und mehr ins Kreuzfeuer der Kritik und es bedarf deshalb eigentlich besonders sorgfältiger Studien, um dessen mutmaßliches Risikopotenzial in seriöser Weise abschätzen zu können.

Verteufelungskampagnen
Als völlig danebengegriffen erscheint mir jedoch, wenn in einer Serie der Öffentlich Rechtlichen ein angeblich durch Glyphosat verursachter Vergiftungsfall postuliert wird. Man sollte von den Staatsmedien eigentlich mehr Verantwortungsgefühl, Zurückhaltung und Sensibilität erwarten dürfen. Eine von vornherein nur einseitig auf das Ziel angelegte Kampagne zur Verteufelung ohne zwingende Beweise dafür vorzulegen, führt nur noch mehr in eine Sackgasse. Leider sehe ich unter diesen Voraussetzungen auch keinerlei Möglichkeit zu einem konstruktiven Dialog zwischen Befürwortern und Gegnern der Applikation von Glyphosat, wobei zu erwarten ist, dass letztere so oder so ideologisch-emotional zu sehr aufgewühlt in eine solche Diskussion eintreten werden.

Aber auch das mittlerweile seit Jahren weitgehend aus dem Handel gezogene Dichlordiphenyltrichlorethan, besser bekannt unter dem Namen DDT, welches durch das Stockholmer Abkommen von 2004 nur noch zur Bekämpfung von krankheitsübertragenden Insekten wie z. B. den Überträgern von Malaria Verwendung findet, hat sicherlich mehr Nutzen als Schaden bewirkt. Denn ansonsten hätte der Chemiker der damaligen J. R. Geigy AG in Basel, Paul Hermann Müller (1899 – 1965), nicht im Jahre 1948 den Nobelpreis für die Entdeckung von DDT als sogenanntes „Kontaktgift“ erhalten.

Alles in allem, so hoffe ich, darf mit Fug und Recht angenommen werden, dass wohl jeder Landwirt sich seiner Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt durchaus bewusst ist. Aus diesem Grunde dürfte er sowohl aus reinen Kostengründen als auch aus Gründen des eigenen Verzehrs seiner Produkte heraus, den Einsatz seiner „Mittelchen“ auf das absolut Nötigste beschränken. Allerdings wird er aber auch so viel davon aufbringen müssen, um seine Existenzgrundlage nicht durch schlechte Ernteerträge zu untergraben. Der kluge und verantwortungsbewusste Bauer betreibt so oder so Fruchtwechsel und schont damit sowohl seinen Geldbeutel als auch die Umwelt.

„Die Dosis macht das Gift“
Aber zum Trost der Skeptiker sei nicht nur das altbekannte Sprichwort „Nichts wird so heiß gegessen wie gekocht“ zitiert, sondern man möge sich auch an die Worte von Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt unter dem Namen „Paracelsus“ (1493 - 1541) halten, der sagte „Die Dosis macht das Gift“. Dies bedeutet nichts anderes als dass eine geringe Dosis heilsam, eine höhere hingegen schädlich, d. h. toxisch sein kann.

Bei allem Lamento über das angeblich viel zu viele „Gift“ in Boden, Wasser und Luft sei jedoch festgehalten, dass trotz dieser angeblich damit verknüpften ach so gravierenden gesundheitlichen Einschränkungen die Bevölkerung dieses Planeten dennoch wächst und wächst und wächst und deren Zahl ohne diese immer und immer wieder verteufelten „Zusatze“ beileibe längst nicht so hoch ausgefallen wäre, als ohne Anwendung derselben.

Verharren wir doch noch ein wenig bei den Folgen einer immer mehr zunehmenden Düngung unserer Äcker und Felder sowohl mit Stickstoff- und Phosphatdünger als auch mit Herbiziden und Insektiziden / Pestiziden. Man erhält eben nichts zum Nulltarif und es gilt wie auch bei allen Arzneimitteln die Feststellung, dass man angesichts einer immer größeren Erwartungshaltung unseren Lebensmitteln gegenüber eben auch die Nebenwirkungen in Kauf nehmen muss, um den gewünschten Effekt erzielen zu können. Dennoch wird kaum jemand seiner Gesundheit und seines Lebenswillens wegen auf die Einnahme von angeblich so schädlichen Medikamenten verzichten, wobei trotz der teilweise nicht zu verhindernden unerwünschten Effekte die Bevölkerung sich nicht etwa vermindert, sondern im Gegensatz dazu eben drastisch erhöht hat.

 

Überbevölkerung und Konsumgewohnheiten
Die Überbevölkerung wirkt sich aber nicht nur auf die Ernährung und den Zugang zu frischem, durch Schadstoffe wenig belastendem Wasser als einem entscheidenden Eckpfeiler allen Lebens aus, sondern erfasst auch eine ungeheure Vielzahl an Konsumgewohnheiten, welche sich nachteilig für Natur und Umwelt auswirken. Diese werden sich als umso anspruchsvoller erweisen je besser sich das Ernährungsangebot an die Menschen entwickelt und parallel dazu, je größer dann sowohl auch der Lebensstandard als auch die künftigen Erwartungen an ihn veranschlagt werden müssen.

„Ökologischer Fußabdruck“
Damit kommen wir noch kurz zum sogenannten „Ökologischen Fußabdruck“, wie er im Werk von Friedrich Schmidt-Bleek mit dem Titel „Grüne Lügen“ mit dem Untertitel „Nichts für die Umwelt. Alles fürs Geschäft – wie Politik und Wirtschaft die Welt zugrunde richten“ (Ludwig Verlag München, 2014) zum Ausdruck kommt. Das darin auf den Seiten 266 - 287 enthaltene umfangreiche Tabellenmaterial sei den Klimafetischisten einmal mehr wärmstens ans Herz gelegt, ebenso der Inhalt der Seiten 90 - 92, in denen dargelegt wird, dass die „CO2-Vermeidungsindustrie“ der Umwelt mehr schadet als nützt. Interessant auch der Einschub auf Seite 93, dass die moderne Landwirtschaft sogar bis zu 20 Mal mehr Energie erfordert als sie in Form von Nahrungsmitteln erzeugt. Die Reihe ließe sich beliebig erweitern, würde jedoch den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Deshalb sei lediglich auf die Lektüre dieses bemerkenswerten Werkes verwiesen. Aber auch in diesem Fall lässt sich das geflügelte Wort zitieren, dass bestimmte Leute nur das lesen was sie wollen, aber nicht das, was sie eigentlich lesen sollen.

Auf einen einfachen Nenner gebracht, besteht der Wunsch des Menschen darin, eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen bis hin zum E-Mobil, Solarpaneel oder auch der Flugreise u. v. a. mehr in Anspruch zu nehmen, die allesamt einen mehr oder weniger tiefen ökologischen „Fußabdruck“ in der Umwelt hinterlassen. Diesen „Ökologischen Rucksack“ gilt es aber dann mit sich herumzuschleppen und wie jeder Rucksack verursacht aber auch dieser im Laufe der Zeit eine Reihe von Problemen. Und je mehr Menschen an den dargebotenen Annehmlichkeiten partizipieren wollen, desto größer wird sich dieser „Fußabdruck“ oder das Gewicht des „Ökologischen Rucksacks“ bemerkbar machen. Leider dürften sich die meisten dieser „Fußabdrücke“ angesichts einer bereits spätestens gegen Ende des Jahrhunderts zu erwartenden Weltbevölkerung von mehr als 11 Milliarden Menschen als zusehends irreversibel erweisen, sofern sich zwischenzeitlich nicht doch noch tiefgreifendere Veränderungen in positiver Richtung abzeichnen.

Wo bleibt der Schrei im Regenwald?
Man greife da nur einmal den Amazonasregenwald als Beispiel heraus, der völlig zu Recht nicht nur die grüne Lunge, sondern auch der größte Wasserspeicher der Erde ist und deshalb maßgeblichen Einfluss auf alle Wetterphänomene weltweit ausübt. Allerdings schrumpft dieser jedoch seit vielen Jahren per anno um ca. 42‘000 Quadratkilometer, d. h. die Fläche der Schweiz. In zehn Jahren wäre damit eine Fläche größer als die der Bundesrepublik Deutschland betroffen, in 50 Jahren gingen dann mehr als ein Drittel des ca. 6 Millionen Quadratkilometer umfassenden größten Waldgebietes der Erde unwiderruflich verloren, denn aus ökogeographischen Gründen wird jeder Versuch einer beabsichtigten Wiederaufforstung krachend scheitern. Und dies alles, um nicht nur den McDonalds Rindern genügend Weideflächen zur Verfügung zu stellen, sondern auch den Anbau von Soja zu intensivieren, um den enorm wachsenden Bedarf an Futter- und Nahrungsmitteln für eine ungebremst weiterwachsende Bevölkerung zu decken. Da spreche einer noch von Nachhaltigkeit und „Klimaschutz“. Hat man diesbezüglich jemals einen Aufschrei der Grünen und Ökostalinisten vernommen? Ich kann mich leider nicht daran erinnern.

In Borneo wurde bereits jetzt ein Drittel des gesamten Waldes zugunsten der Anpflanzung von Ölpalmen zur Kraftstoffgewinnung vernichtet, von der Zerstörung des Lebensraums vieler seltener Pflanzen und Tiere ganz zu schweigen. Wie sagte doch vor ca. 10 Jahren der frühere Erzbischof von Freiburg, Robert Zollitsch, in einer Pfingstpredigt treffenderweise: „Volle Tanks und leere Teller“. An diesem, vergleichsweise einfachen Beispiel erkennt man sofort den gewaltigen ökologischen Fußabdruck, den wir mit diesem Raubbau an der Natur hinterlassen. Dass dieser, wie wir bereits jetzt schon fast alljährlich spüren können, sich auch verhängnisvoll auf die globalen Wetterbeobachtungen auswirken wird, dürfte offensichtlich auf der Hand liegen. Mit dem Schreckgespenst des „Klima-Killers“ CO2 hat all das nur wenig bzw. überhaupt nichts zu tun.

„Klima-Killer" CO2
Allerdings, immer wenn unseren zahlreichen Weltuntergangspropheten nichts anderes mehr einfällt, wird die Aufmerksamkeit des Interesses auf eben diesen sogenannten „Klima-Killer CO2 gelegt. Zu diesem Zweck habe ich einmal den ausschließlich „menschengemachten“ CO2-Ausstoss durch gegenwärtig 7.6 Milliarden Menschen auf der Erde näherungsweise abgeschätzt und kam auf einen Wert von sage und schreibe 1‘318‘204‘800 Tonnen/Jahr. Bezieht man die Berechnungen von Thilo Sarrazin (siehe „Feindliche Übernahme“, Seite 488 – 491) mit ein, so würde sich im Jahre 2100 ein Wert von 1‘942‘617‘600 Tonnen pro Jahr ergeben. Der Schlüssel zu Berechnung ist am Ende des Beitrages dargestellt.

In diesen Angaben sind jedoch die durch die Tierwelt, Vulkanausbrüche etc. verursachten Beiträge zur CO2-Emission noch gar nicht enthalten. Dabei ist allerdings auch noch zu berücksichtigen, dass das durch die zahlreichen Vulkaneruptionen pro Jahr ausgestoßene CO2 sogar noch ein Vielfaches des durch die menschliche Atemabluft freigesetzten „Klima-Gases“ betragen kann und vermutlich auch betragen wird, das ebenso freigesetzte, noch viel gefährlichere Schwefeldioxid nicht einmal inbegriffen. Was nützt also die in dem kleinen und im globalen Umfeld recht unbedeutenden Deutschland ins Auge gefasste Reduzierung der CO2-Emission bis 2050 um ca. 50 % (der Anteil Deutschlands an der weltweiten CO2-Emission beträgt keine 2 %) angesichts dieser riesigen Mengen an völlig unvermeidlichem „inhärentem“ Kohlendioxid weltweit, dessen Menge wir von vorn herein niemals begrenzen können, es sei denn durch eine drastische Abnahme der Weltbevölkerung. Die milliardenschwere „Klima-Mafia“ reibt sich bei so viel Dummheit nur noch genüsslich die Hände. Die Grünen und ihre Millionen an „Followern“ vom Greta Thunberg Zuschnitt sollten nur einmal ehrlich sein und die Hintermänner und Profiteure ihrer Klimalügen benennen.

Mensch - Umwelt - Natur
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien jetzt noch einige Fakten eingefügt, die aufzeigen sollen, wie sich letztendlich eine immer weiter nach oben entwickelnde Zahl an Menschen auf diesem Planeten auf Umwelt und Natur auswirkt. Denn, je mehr Menschen auf der Welt sich immer weniger Raum zum Leben miteinander teilen müssen, desto mehr ändern sich die folgenden Begleitumstände:
Immer mehr landwirtschaftliche Flächen verschwinden. Als Folge davon werden die noch verbleibenden Flächen einer umso intensiveren Bewirtschaftung unterzogen, mit noch mehr Düngung und Aufbringen von Herbiziden und Insektiziden, um auch eine auch weiterhin explosionsartig zunehmende Bevölkerung ausreichend zu ernähren.
Aus der durch die globale Abnahme, zweckentfremdete Nutzung und gleichzeitig intensivere Bearbeitung der restlichen landwirtschaftlich nutzbaren Flächen, sowie durch Abholzung der Wälder folgt eine drastische Einschränkung des Lebensraumes für bedrohte Pflanzen und Tiere. Das Artensterben ist in der Tat gravierend, wie sich jedermann leicht überzeugen kann. Auch mir fiel auf, dass sich die Zahl der Singvögel gegenüber noch vor wenigen Jahrzehnten überdimensional vermindert hat. Ich sah die letzte Blaumeise vor mehr als zwei Jahren, aber auch die Zahl der Kohlmeisen, Amseln, Schwalben, Schmetterlinge, befindet sich beständig auf dem Rückzug. Schwalben benötigen Fluginsekten als Nahrungsgrundlage, die sie immer weniger antreffen. Grund dafür dürfte zutreffender Weise wohl die immer intensiver betriebene Landwirtschaft sein.

Immer mehr Monokulturen
Enorme Zunahme der Monokulturen (z. B. Mais, Soja, Palmöl), sei es zur völlig zweckentfremdeten Herstellung von Biogas und Agrotreibstoffen oder auch zur Fütterung der für den Fleischkonsum benötigten Rinder, Schweine etc. Übrigens ist Mais bis heute immer noch Ernährungsgrundlage Nr. 1 von ca. 125 Millionen Mexikanern. Darüber hinaus ist allgemein bekannt, dass die Verbreitung von Schädlingen gerade durch die Monokulturen extrem gefördert wird, welche dann im Umkehrschluss wiederum den Einsatz umso größerer Mengen an Herbiziden und Insektiziden bedingt, welche dann Boden und Grundwasser belasten und auf diese Weise in unseren Organismus zurückkehren. Ein regelrechter Circulus Vitiosus.

Stetig schrumpfende, für die Erzeugung des lebensnotwendigen Sauerstoffs via „Klima-Killer CO2“ dringend benötigte Waldgebiete, daneben auch Gefahr durch Lawinen und Felsstürze in den Hochgebirgen durch Abholzen der Bann- und Schutzwälder zugunsten von neuen Transportanlagen in die dortigen Skigebiete. Man kann es auch so ausdrücken: Je mehr Möglichkeiten zur Absorption des Klima-Killers in Form von grünen Pflanzen zur Verfügung stehen würde, desto mehr „Killer-Molekül“ würde dann in lebenserhaltenden Sauerstoff umgewandelt. Eigentlich logisch, oder etwa nicht ?

Immer größere Probleme bei der Entsorgung von Müll, der ja leider mehr und mehr in den Ozeanen landet, dort die Flora und Fauna extrem belastet und letztendlich, wie bereits oben schon diskutiert, in die Nahrungskette zurückkehrt, ferner auch die zunehmenden Probleme der Trink- und Abwasserbehandlung, die zu einem nicht unerheblichen Teil bereits heute schon überfordert ist.

 

Landschaftsversiegelung
Weiter ansteigende Versiegelung der Landschaft durch noch mehr Wohnraum, verbunden mit einer Zunahme des Individualverkehrs, dem Bau neuer Straßen und Zufahrtswege mit noch mehr Lärm und Verminderung der Lebensqualität, dadurch auch Gefahr von Hochwasser durch die eingeschränkten Abflussmöglichkeiten bei langanhaltendem Starkregen. Den Grünen, die ja der ungebremsten Zuwanderung das Wort reden, sei deshalb zugerufen: noch mehr Klima-Killer CO2 und NOx. Wo bleibt da die Ehrlichkeit?

Landschaftverschandelung
Zunehmende Verschandelung der Landschaft durch den Bau von noch mehr Windkraftanlagen. Man bedenke in diesem Zusammenhang auch, wie groß die dafür zu rodenden Waldgebiete sind, welche vor allem für die Zufahrt der schweren Transportfahrzeuge benötigt werden, vom verschandelten Landschaftsbild sowie den negativen Auswirkungen auf die Tier- und Vogelwelt ganz zu schweigen.Nicht zuletzt sei aber auch auf die Belastung der ökologisch so sensiblen Troposphäre durch den stark zunehmenden Flugverkehr hingewiesen.

Linksgrüne Klima-Lügenmärchen
Die links-grünen Lügenmärchen mit dem Klima - die Umwelt spielt augenscheinlich nur noch eine Nebenrolle - werden sich über kurz oder lang als fatal erweisen und die Volkswirtschaft auf eine harte Probe stellen. Erst kürzlich las ich, welch horrende Rechnung von mehr als 100 Milliarden Euro uns die Grünen für diesen grünen Klima/Ökoschwachsinn präsentieren werden, ein Betrag, der natürlich, wie sollte es anders auch sein, in den Taschen der Klima-Mafia eventuell sogar auch noch steuerfrei (?) verschwinden wird. Und das wird leider erst der Anfang sein. Irgendwann wird dieses Lügengebäude in sich zusammenbrechen, aber ob dieses Land dann international noch konkurrenzfähig sein wird, steht in den Sternen. Ich zitiere zu diesem Zweck nur allein die Kosten des für das Jahr 2038 projektierten Kohleausstiegs, mit dem sich dummerweise die demonstrierende „Jugend“ offenbar noch nicht auseinandergesetzt hat.

Dieser beläuft sich auf mindestens 40 Milliarden Euro und jeder Monat früher würde sich als exponentiell teurer erweisen, wofür, wie sollte es anders auch sein, der Steuerzahler selbstverständlich zur Kasse gebeten wird, also demnächst auch die heutzutage Pippi-Langstrumpf Gretchen so begeistert zujubelnde „Jugend“. Man könnte es auch so formulieren. Man steigt aus der Kohle aus, die „Kohle“ machen jedoch derweil andere, mafiösen Strukturen angehörende Hintermänner. Wie sagt doch ein unserem früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder nach seinem Abschied aus dem Amt und dem Eintritt in die russische Gazprom in den Mund gelegtes Wort „Gas für’s Volk, die Kohle für mich“. Sollte er diese Redewendung tatsächlich gebraucht haben, dann alle Achtung, er war damit zumindest ehrlich.  Die Klimaneurotiker und Apokalyptiker sollten sich einmal etwas näher mit den Milankovic-Zyklen befassen, über die im Internet zahlreiche Beiträge zu finden sind.

Allerdings ist es eben leichter, auf den eigenen Intellekt zu verzichten und sich statt dessen lieber auf die seltsamen Lehren des Potsdamer Klimapapstes Schellnhuber zu beziehen, dem als kleines Anhängsel des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC = Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) jedoch lediglich die Aufgabe zufällt, dessen abstruse Ideen nur noch „mundgerecht“ aufzubereiten.

Sie alle sollten sich allesamt hinter die Ohren schreiben, dass für Wetter und Klima in erster Linie die Aktivitäten auf der Sonnenoberfläche verantwortlich sind. In zweiter Linie führen jedoch aber auch in stetig zunehmendem Maße „menschengemachte“ Veränderungen zu negativen Auswirkungen für Klima und Natur, die künftig umso gravierender ausfallen werden je mehr wir mit unserer Umwelt Raubbau betreiben wie gegenwärtig. Allerdings hat dieser Raubbau aber auch einen Namen und der heißt, schlicht und ergreifend, Überbevölkerung mit all ihren Konsequenzen. Ja, man ist geneigt, sich auf die Überbevölkerung als die Mutter allen Übels zu beziehen, wie es bereits in Überschrift zu Teil 1 dieses Beitrags treffend zum Ausdruck gebracht wurde.

Berechnungsschlüssel für den Anteil an durch den Menschen erzeugtem CO2:
Ca. 20‘000 Atemzüge pro Tag bei einem Erwachsenen mit zwischen 400 und 600 mL pro Atemzug (Ø = 500 mL). Bei 4 % CO2 in der Atemluft = 40 mg/L errechnen sich 20 mL pro Atemzug, was bei 20‘000 Atemzügen/Tag x 20 = 400‘000 mL = 400 L CO2/Tag, mit ρ = 1.98 g/L = 792 g = 0.792 kg/Tag entspricht. Auf 7,6 Milliarden Menschen bezogen sind dies 0.792 kg/Tag x 7‘600‘000‘000 = 6‘019‘200‘000 kg/pro Tag x 0.6 (willkürlicher Faktor, der berücksichtigt, dass Kinder weniger CO2 emittieren) = 3‘611‘520‘000 kg/Tag x 365 = 1‘318‘204‘800‘000 kg/Jahr = 1‘318‘204‘800 Tonnen/Jahr an durch die Atemabluft des Menschen produziertem CO2, ohne den Beitrag der Tierwelt und CO2-Emissionen durch Vulkane etc., Bezogen auf 11.2 Milliarden Menschen im Jahr 2100 entsprechend den Daten von Thilo Sarrazin in „Feindliche Übernahme“ (Seite 488 – 491) ergeben sich dann 11.2 Milliarden im Jahr 2100/7.6 Milliarden heute x 1‘318‘204‘800‘ Tonnen/Jahr = 1‘942‘617‘600 Tonnen pro Jahr.

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