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Unangenehme Wahrheiten über den Coronavirus

Heinsberg: Zusammenbruch der medizinischen Versorgung nicht auszuschließen

Trotz aller regierungsamtlicher Durchhalte- und Beschwichtigungsversuche sind die Auswirkungen der von einem neuen Coronavirus verursachten COVID-19-Pandemie dramatisch. Und das nicht nur im fernen Wuhan in China oder nicht mehr so fernen Norditalien. Auch aus dem beschaulichen Kreis Heinsberg an der deutsch-niederländischen Grenze dringen immer mehr besorgniserregende Nachrichten. Bereits bei einer Zahl von unter 100 Infizierten droht laut eines Brandbriefes der kassenärztlichen Vereinigung und des Landrates Stephen Pusch der Zusammenbruch der medizinischen Basisversorgung im Kreis, wie aktuell Focus online berichtet:

*** Dort seien die drei vorhandenen Krankenhäuser durch vorgeschriebene Quarantäne-Auflagen „hochgradig behandlungsbehindert“, hieß es in einem internen Brief der Kreisstelle der kassenärztlichen Vereinigung und des Heinsberger Landrates Stephan Pusch. Die Belastung durch verunsicherte Patienten sei enorm. Ein „Zusammenbruch der medizinischen Versorgung an der Basis“ sei nicht mehr auszuschließen. Die „medizinische Situation im Kreis Heinsberg eskaliert und nimmt bedrohliche Ausmaße an“, heißt es in dem Brief weiter. Ein Zusammenbruch der medizinischen Versorgung an der Basis und in den Krankenhäusern sei nicht mehr auszuschließen. „Wir brauchen dringend Hilfe (…)“.***

Eine Lagebeschreibung, die sich mit zahlreichen Berichten in den sozialen Netzwerken deckt. Besonders aus dem Epizentrum der Erkrankungswelle im Kreis Heinsberg, der 11.000-Einwohner-Gemeinde Gangelt, dringen stark verunsicherte Stimmen. In ortsbezogenen Facebookgruppen beklagen zahlreiche Bewohner seit Tagen, dass es praktisch unmöglich sei, noch bei einem der wenigen offenen Arztpraxen vorgelassen zu werden. Gleichzeitig sollten sich Bürger, die sich auf COVID-19 testen lassen wollten, auch bei den Krankenhäusern telefonisch voranmelden, wo sie aber immer wieder abgewimmelt und vertröstet würden. Und unter der ebenfalls von den Behörden beworbenen Telefonnummer 116117, der bundesweiten Erreichbarkeit des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, sei zumeist überhaupt niemand mehr im Kreis Heinsberg zu sprechen.

Das alles wohlgemerkt bei weniger als 100 Infizierten in einer geographisch und demographisch überschaubaren Provinzregion. Auf was müssten wir uns in Deutschland erst einstellen, wenn es zu heftigen Ausbrüchen in Ballungsgebieten wie z.B. in China oder Norditalien käme? Ab welchen Fallzahlen würde wohl das Gesundheitssystem und öffentliche Leben auf breiter Fläche zusammenbrechen?

Es ist unter den meisten Experten inzwischen relativ unstrittig, dass COVID-19 wesentlich ansteckender und tödlicher als z.B. die Grippe ist. So sind bei Grippeepidemien Sterblichkeitsraten von 0,1 bis 0,2 Prozent normal, also ein bis zwei Personen auf 1000 Erkrankte. Dagegen werden bei COVID-19 aus Norditalien bei rund 2500 Infizierten bereits 79 Tote gemeldet, was einer Sterblichkeitsrate von über drei Prozent entspräche – fünfzehn bis zwanzigmal so hoch.

Dieser Befund korrespondiert im übrigen auch mit amtlichen Statistiken aus Wuhan, die dort eine örtliche Mortalitätsrate von über vier Prozent dokumentieren. Doch selbst wenn die Sterblichkeitsrate bei besserer medizinischer Versorgung der Patienten bei “nur noch” ein bis zwei Prozent liegen sollte, wie deutsche Lungenärzte annehmen, dürfte jedem klar sein, was uns blüht, wenn sich Covid-19 schnell ausbreitet und tatsächlich bis zu 70 Prozent der Deutschen infiziert würden.

Wie würde darauf wohl ein Staat und eine Nation im aktuellen Zustand Deutschlands reagieren? Trotz teils hämischer Berichte in den Mainstreammedien über die “chinesischen Corona-Verhältnisse”, die die Autorität des kommunistischen Regimes bei den Bürgern untergraben würden, kann man getrost davon ausgehen, dass China mit seinen drastischen Maßnahmen und der Quarantäne ganzer Millionenstädte die Seuche in den Griff bekommen wird und das chinesische Volk diese Bewährungsprobe halbwegs geschlossen übersteht.

Schaue man sich dazu im Vergleich hiesige Politiker wie den NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann oder sein Pendant auf Bundesebene, Jens Spahn, an. Noch nicht einmal fähig, primitivste Schutzausrüstung wie Masken und Ganzkörperanzüge für das medizinische Personal in ausreichender Zahl zur Verfügung zu stellen, geschweige denn mit dem Mut für notwendige, aber unpopuläre Maßnahmen beseelt. Traut wirklich irgendjemand solchen “Führungspersönlichkeiten” und den durch sie repräsentierten Behördenapparatschiks zu, im Ernstfall mobile Krankenhäuser mit tausenden Betten in 48 Stunden aufzubauen oder mit harter Hand die öffentliche Ordnung im Ausnahmezustand aufrecht zu erhalten?

Wer sollte für eine solche politische Führung freiwillig sein eigenes Leben zur Bewältigung der Krise riskieren wollen? Für welche übergeordneten Ideen oder Ideale wären Menschen hierzulande überhaupt noch zu solchem Opfermut bereit? Die medial wohlfeilen allgemeinen Solidaritätsfloskeln lösten sich schon bei den ersten leer gehamsterten Supermärkten und um Desinfektionsmittel beklauten Krankenhäusern in Luft auf …

Für die patriotische Opposition ist jetzt jedenfalls nicht die Zeit, stoisch und staatstragend die etablierten Politikversager in dieser Megakrise zu unterstützen. Vielmehr gilt es auch bei diesem Thema ehrlich aufzuklären und die Fehler der politischen Führung schonungslos offen zu legen. Die Bürger sollten wissen, in wessen Hand sie immer noch mehrheitlich ihr Schicksal – und im Zweifel sogar ihr Leben – gelegt haben.
(pi-news.net)

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