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Und wann streiken wir?

Gretas Kinderkreuzzug beherrscht die Straße

Von  GEORG S.

Wann streiken eigentlich wir gegen die Umvolkungspolitik? Wann ist denn unser „20. September“? Wieso ist unsere eigene Bewegung immer noch so unfähig, systematische Kampagnen zu organisieren? Wieso sind wir immer noch nicht in der Lage, unseren Protest öffentlich, regelmäßig und vor allem flächendeckend zu gestalten? Wieso hocken wir immer noch auf dem Sofa, und andere zeigen uns die lange Nase?

Deutschland wird umgevolkt, dieser Staat begeht an uns Deutschen ein gigantisches Unrecht: Es ist Protestzeit, aber niemand geht hin. Was ist eigentlich los mit uns? Wo bleibt denn unser Friday for Future? Glauben wir ernsthaft, es wird sich irgendetwas ändern, wenn wir alle paar Jahre bei der AfD unser Kreuzchen machen? Was sind wir nur für Hampelmänner!

Da setzt sich ein kleines Mädchen mit einem Pappschild vor das Parlament, und eine perfekt funktionierende linke Kampagnenindustrie macht daraus eine globale Protestbewegung, vor der man nur den Hut ziehen kann. So sieht professionelle Politik aus!

Und was läuft bei uns? Wann ist denn unser wöchentlicher Streiktag? Statt aus Pegida damals mit echtem Einsatz eine störrische, flächendeckende Widerstandsbewegung zu machen, haben wir uns 2014/15 von ein paar plärrenden Antifanten ins Bockshorn jagen lassen. Ein paar Mal „Widerstand!“ gebrüllt, das eigene Gewissen beruhigt, aber nach sechs Monaten war die Luft raus – mit so viel Laschheit ist in der Politik kein Blumentopf zu gewinnen. So macht man sich nur lächerlich, und das Establishment schlägt mit aller Brutalität zurück, kaum dass der letzte brav seine Stauffenberg-Fahne eingerollt hat. Und wie brutal dieses Establishment zuschlägt, haben wir im Herbst 2015 gesehen.

Noch schlimmer: Es fließt seit Jahren Blut in Deutschland, und wir sind bis heute nicht einmal in der Lage, einen regelmäßigen Gedenktag für die Toten, all die deutschen Opfer der Bunten Republik zu organisieren. Von Torsten Tragelehn bis Wilhelm L.: Es liegen wieder Leichen auf Deutschlands Straßen, aber wir gucken uns die nächste Demo aus der weiten Ferne per Livestream an – fehlt da nicht etwas die Verhältnismäßigkeit? Dieser Staat holt die Mörder per Schiffsladung nach Deutschland, und wir sind nicht einmal fähig, der Toten zu gedenken!

Über Gretas Kinderkreuzzug reißt so mancher seine Witze, aber dazu haben wir nicht das geringste Recht. Dieser Haufen nervender Bälger erteilt uns gerade eine Lektion in Politik für Anfänger. Gretas Truppe zeigt uns, dass es lohnt, sich zu organiseren, die eigenen Aktivitäten zu strukturieren, zu systematisieren und mit langem Atem am Ball zu bleiben. Die linke Kampagnenindustrie hat sich über Jahre mit Fleiß und Ausdauer ihr politisches Imperium aufgebaut, jetzt fährt dieses Imperium die Ernte ein. Wir hingegen haben faul auf dem Sofa gehockt und beim ersten bisschen Gegenwehr den Schwanz eingezogen. Für diese unverzeihliche Faulheit und Mutlosigkeit haben wir 2015 die Quittung bekommen, und wir bekommen sie noch immer jeden neuen Tag!

Wann machen wir eigentlich nicht mehr nur Pillepalle?
(pi-news.net)

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