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Versteht Spaichinger CDU immer nur Bahnhof?

Die Gymnasiumserweiterung kostet, was sie kostet


Der an der Rückseite der Schule geplante zweistöckige Anbau des Gymnasiums.
(tutut). Die Rechnung ist zwar einfach, die Spaichinger CDU hat aber offenbar ihre Probleme damit. Zweifellos könnten die Ausgaben für das Projekt wohl bis auf Null zurückgefahren werden. Dann müsste zur Enttäuschung der Schule auf zusätzliche Räume verzichtet werden. Dass die ursprüngliche Schätzung der Kosten niedriger liegt als die Kostenberechnung, kommt häufig vor. Sie ändert aber nichts daran, dass der Gemeinderat nun demnächst nicht aufhebt, was die CDU hat aufschieben lassen,. Nämlich die Vergabe der ausgeschriebenen Arbeiten.
Was die CDU mit offensichtlicher künstlicher Aufregung erreichen wollte, außer das Projekt weiter hinauszuschieben, nachdem sie es schon im verlorenen Bürgermeisterwahlkampf gebremst hatte durch Vorschläge zur Berücksichtigung der Volkshochschule im Anbau, ist schleierhaft. Schafft es die einst Spaichingen dominierende Partei einfach nicht, ihre hausgemachten Probleme zu lösen, weil die als verantwortlich gefragten Personen selbst das Problem sind? Es scheint so.
Das Gymnasium war sicher das falsche Objekt parteiischer Rechthaberei, denn den Schülern nützt das Muskelspiel der CDU im Rat am wenigsten. An der Sache ändert sich schon gar nichts. Die Verwaltung hatte dem Gremium mitgeteilt, dass die Erweiterung laut Architekt Joachim Bühler 1,8 Millionen  Euro kosten werde. Da im Haushalt hierfür 1,35 Millionen Euro vorgesehen sind, müssen noch 450 000 Euro hinzugefügt werden. Das soll durch den Haushalt 2013 geschehen.
In diesem Zusammenhang weist Bürgermeister Schuhmacher den Vorwurf der Täuschung durch die CDU zurück. Mal abgesehen davon, dass keine Fraktion daran gehindert wird, sich faktenkundig zu machen, das gehört nun mal zur Aufgabe eines Gemeinderats genauso wie die Lektüre von Sitzungsvorlagen, welche sich seltsamerweise einzelne Ratsmitglieder oft schenken, hat es im Zusammenhang mit der Gymnasiumserweiterung verschiedene Überlegungen von Varianten gegeben.
Da es sich, egal wie hoch die Kosten letztlich ausfallen werden, um ein vom Land genehmigtes und bezuschusstes Vorhaben handelt, darf angenommen werden, dass es sich um kein Wolkenkuckucksheim  handelt, sondern um ein auf Raum und Kosten kontrolliertes Schulbauprojekt.  Um dessen genaue Kostenplanung geht es nun. Sicher kein Anlass für  einen Kampf gegen Windmühlen, zumal laut Verwaltung jetzt auch noch Kosten für eine neue Heizung eingerechnet worden seien.
Die Fraktionsvorsitzenden seien vom Architekten in einem Gespräch detailliert informiert worden. Hat's der CDU-Fraktionsvorsitzende vielleicht nicht verstanden, so wie er vermutlich bis heute nicht verstanden hat, warum er nicht zum Spaichinger Bürgermeister gewählt worden ist?  Will die Spaichinger CDU darin fortfahren, immer nur Bahnhof zu verstehen, auch wenn der Zug längst abgefahren ist?