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„Volkstrauertag“ mit Prinz Charles

Der Prinz von Wales steht bei der Zentralen Gedenkstunde im Bundestag im Mittelpunkt

(tutut) - Wäre in Frankreich oder Großbritannien denkbar, dass ein deutscher Bundespräsident die Gedenkrede zur Erinnerung an die Kriegstoten hält? Nein. In Deutschland ist nichts unmöglich. Ein Verein, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, macht es möglich und meldet: "Seine Königliche Hoheit, der Prinz von Wales, ist der Gedenkredner bei der Zentralen Veranstaltung zum Volkstrauertag am 15. November im Bundestag. Sie wird vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge organisiert und teilweise per Videobeitrag präsentiert.

Von 13.30 Uhr an überträgt das ZDF an diesem Sonntag live aus dem Plenarsaal. Es ist das erste Mal, dass ein Mitglied der Königlichen Familie an der zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Deutschland teilnimmt. Allerdings hat der Prinz von Wales enge persönliche Beziehungen zu Deutschland – auch durch sein Elternhaus. Mehr als 30 Mal war er schon zu Gast und spricht selbst gut deutsch. Seine Bereitschaft, die Rede zu halten, zeigt, dass ihm das gemeinsame Gedenken wichtig ist.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte den Prinzen von Wales auf Anregung des Volksbundes hin eingeladen. In der Gedenkstunde soll das alliierte Engagement gewürdigt werden: bei der Befreiung Europas von der NS-Besatzung sowie beim Wiederaufbau, der Re-Demokratisierung und späteren Wiedervereinigung Deutschlands. In der Kriegsgräberfürsorge wie auch in vielen Begegnungs- und Bildungsprojekten mit historisch-politischen Inhalten arbeiten die deutsche und die britische Seite eng zusammen – auf Länderebene und weltweit".

Ist es Aufgabe Deutschlands, einer Befreiung Europa von Deutschen zu gedenken, wenn es um die toten Deutschen geht, die Opfer der Kriege wurden? Irgendwas läuft schief in diesem Land. Der 8. Mai 1945 war für Deutschland keine Befreiung, daran haben die Besatzungsmächte nie einen Zweifel gelassen. Weiter im Text des Vereins: "Wolfgang Schneiderhan, Präsident des Volksbundes, hält die Begrüßungsansprache. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Schirmherr des Volksbundes, spricht das Totengedenken. Zum Programm gehören neben der Gedenkrede inhaltliche Impulse junger Menschen aus Großbritannien, Israel, Moldawien und Deutschland. Das Musikkorps der Bundeswehr und eine Solistin begleiten die Veranstaltung musikalisch.

Jedes Jahr legt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den inhaltlichen Fokus im Plenarsaal auf bestimmte historische Gedenktage und Themen. 2020 – 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges – sind es die deutsch-britischen Beziehungen, die sich von der Feindschaft in beiden Weltkriegen zu Freundschaft und Zusammenarbeit entwickelt haben". Das ist auch wieder so eine Sonntagsrede weit weg von der Realität. Charles de Gaulle hat es auf den Punkt gebracht: "Staaten haben keine Freunde, nur Interessen“. Warum hat Großbritannien die EU verlassen?

"Die Generalsekretärin des Volksbundes, Daniela Schily, erklärte dazu: 'Dieses Jahr ist für uns alle herausfordernd. Dass Prinz Charles sich dennoch bereitgefunden hat, zum Volkstrauertag zu sprechen, ist ein besonderes Zeichen der in die Zukunft gerichteten Versöhnung zwischen unseren Völkern. Die Briten sind 1945 als Sieger gekommen, aber als Freunde geblieben'“. Wie meinen?

Nun knickt heute die ganze Veranstaltung auch noch vor Corona ein: "Aufgrund der Corona-Pandemie werden in diesem Jahr weitaus weniger Gäste im Plenarsaal dabei sein können – die aktuellen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen geben den Rahmen vor. Die Feierstunde am 15. November ab 13.30 Uhr wird live vom ZDF übertragen und ist außerdem auf Phoenix und im Bundestagsfernsehen zu sehen. Vorab beleuchtet der Volksbund die deutsch-britische Zusammenarbeit in einem kurzen Hörfunk-Beitrag.

Aktion Vergissmeinnicht
"Das deutsch-britische Gedenken begleitet der Volksbund zum Volkstrauertag mit einem besonderen Symbol, bei dem Vergissmeinnicht und Mohnblumen (Poppys) im Mittelpunkt stehen. Diese Blüten in Blau und Rot schmücken einen Kranz, der in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche errichtet wird. Vergissmeinnicht sind in Deutschland, Mohnblumen in den Commonwealth-Staaten Symbolblumen für das Gedenken an alle Kriegstoten".

Wer mag das erfunden haben? Nicht zu vergessen die Kornblume in Frankreich für das Gedenken an die Kriegstoten, in Deutschland wird sie von manchen linken Geschichtsvergessenen als "Rechts" verteufelt, war sie doch mal die Lieblingsblume von Preußenkönigin Luise. Deutschland hat keine Symbolpflanze, es müsste wohl die Eiche sein und nicht das Vergissmeinnicht, denn diese Blüte galt im Dritten Reich als diskretes Erkennungszeichen der Freimaurer, was es auch heute noch ist.

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