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Vom Regen in die Traufe?

Der Zauberer entpuppt sich als Zauberlehrling -  Spaichingens neuer Bürgermeister übt wohl noch

Zwischen Friedhof (unten) und Bahn in derNähe der ehemaligen Stadtgärtnerei (unten) und einer KZ-Gedenkstätte (links) will Spaichingen ein Dorf aus acht Containern bauen für 64 Menschen, vorwiegend Ausländer, was den Steuerzahler  rund 800 000 Euro kosten soll. (Plan der Stadt  plus Ergänzungshinweise)

 (tutut) - Der König ist tot, es lebe des Kaisers neue Kleider. Einen Zauberer glaubten Grüne und CDU-Filiale Pro und schließlich auch CDU-Resterampe nach Spaichingen unter Begleitgedöns des Lokalblatts nach Spaichingen gerufen zu haben. Den Dorfbürgermeister von Immendingen mit den zwei Herzen, einem schwarzen und einem grünen, denn Farbenblindheit herrscht schon lange in der CDU. Vor allem auch in der einstigen heimlichen Landeshauptstadt unterm Dreifaltigkeitsberg. Dass der Mann als Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag vorher schnell noch mithalf, das Spaichinger Krankenhaus zu schließen und der Kreisstadt Tuttlingen damit Exklusivität in der Gesundheitsversorgung sicherte trotz warnenden Gutachtens, änderte nichts am Wahltriumpf gegen den 16 Jahre im Rathaus unter manchen Vorbehalten in der Bürgerschaft waltenden Amtsinhaber. Die  CDU hatte ihn einst geholt, wollte ihn schon 2012 loshaben  und hob hierzu den Kreisvorsitzenden in den Ring,  allerdings vergebens. Stattdessen verlor die CDU mit dem Titelverteidiger nun nicht nur ihren Stimmenkönig im Kreistag,  sondern auch ein Mitglied.

Nun sollte Markus Hugger, weiter wohnhaftig bleibend in Hintschingen von Immendingen, alles neu und besser machen. Die Jubelschreie im linksgrün schillernden Monopolorgan vom hingebenden Stil alter Intelligenzblätter unter einer heimlichen Rathaussprecherin nehmen kein Ende, obwohl aufmerksamen Bürgern nicht entgangen sein dürfte, dass der Zauberer nur ein Zauberlehrling zu sein scheint, der noch übt. Auch Wahlen können vom Regen in die Traufe führen.

Wie die Tiger waren sie, die im Schatten des alten Bürgermeisters noch vergebens versuchten, Sonnenschein zu erhaschen, zur großen Abrechnung mit Hilfe der Gemeindeprüfungsanstalt gesprungen und dann quasi auf dem Bettvorleger gelandet. Was hatte der Alte doch alles am Gemeinderat vorbei angestellt und ausgegeben, auch mangels der Aufsicht der sich nun zum Rächer  aufspielenden Kontrolleure. Es bewahrheitet sich mal wieder, wer mit einem Finger auf einen anderen zeigt, drei gegen  sich selbst behält.

100 000 oder 150 000 Euro habe der frühere Bürgermeister für die Stadt verwendet, am Gemeinderat vorbei in den letzten paar Jahren? Wenn so was nicht zu toppen geht! Schwarz auf Weiß kann das nachgelesen werden auf der Vorlage für die Sitzung des Technischen Ausschusses überein Containerdorf am kommenden Montag. Das heißt könnte, wenn der Bürgermeister sich an die Gemeindeordnung hielte, wonach Sitzungseinladungen mitsamt Vorlagen im Internet termingemäß veröffentlichte, wie es sich gehört. Eigentlich kann der angesagte Tagesordnungspunkt gar nicht abgehandelt werden, weil den Räten diese Vorlage verpätet zuging. Niemand hat ausgelernt, wer aber das höchstmögliche Gehalt gleich zu Anfang bekommt, der muss auch liefern!

Warum geht es? Spaichingen wird um ein Dorf für Ausländer und Obdachlose erweitert, die auf zum Teil tausende Kilometer langen Wegen durch mehrere Länder hier gelandet sind, wo sie nach Recht und Gesetz nicht sein dürften.Nun sind sie halt mal da bzw.werden erwartet, da scheint der Bürgermeister mehr zu wissen als andere, und nun baut die Stadt zwar kein Schloss, aber eine Siedlung am Friedhof. Der  Laie staunt, der Fachmann hofft aufs Geschäft wie auch die Sozialindustrie der Kirchen, die sich schon eingerichtet hat. Waren alle Gemeinderäte eingeweiht? Der Bürgermeister rechnete jüngst 90 Prozent an seiner Seite vor. In der Vorlage, für den , der dem BM folgen kann, steht alles genau  bis zum letzten Euro, was diese Anschaffung die Spaichinger kostet.

Wenn es so wäre, aber alles sieht so aus, als übte hier ein Zauberlehrling im Spaichinger Rathaus, der als Zauberer angekündigt wurde. Mischen,.Mischen, Mischen, alle Karten auf der Hand, welche soll's denn sein? Hoppla, jetzt liegen sie  durcheinander. Üben macht keinen Meister. Noch einmal: "Neuplanung zur Umsetzung und Wiedermontage einer 2-geschossigen Containerwohnanlage...(für Wohnsitzlose, Flüchtlinge, Bedürftige und sozial Schwache)." Die steht noch in Mühlheim. Also musste nur noch ein Fundament vorbereitet werden. Da Politik vom Ende her gedacht werden muss, woran eine Kanzlerin immer wieder erinnert, es dann aber vergisst, beginnt nun in Spaichingen ein Schreckensgemälde nach Zahlen.

"Bei der gründlichen und ordnungsgmäßen Prüfung des Bauantrages durch unsere Baurechtsbehörde wurde festgestellt, dass die Containerwohnanlage in der bisher geplanten Version die aktuellen Brandschutzbestimmungen nicht erfüllt. In einem Gespräch...bezüglich einer Ertüchtigung hin zu dernotwendigen Feuerwiderstandsklasse ergaben sich in einer groben Kalkulation hierdurch Mehrkosten in Höhe von über 400 000 €".

Hoppla, nun fällt ein Groschen. "Diese Mehrkosten sind nach Ansicht der Verwaltung für das Projekt so nicht tragbar. Die Verwaltung hat deshalb 3 alternative Aufstellvarianten der Containerwohnanlage ausgearbeitet, die die Auflagen zum Brandschutz durch die reduzierte Gebäudegröße,die Eingeschossigkeit und die reduzierte Personenzahl pro Gebäude erfüllen". Klingt wie Zauberei, entspricht aber eigentlich nicht grüner neuer Landbesiedlung von Hoch- statt Einfamiienhäusern wegen Flächenverbrauchs. Das neue Schilda am Spaichinger Friedhof - werden bei Beerdigungen Schranken geschlossen? - nimmt in der kleinsten Version 48 Personen auf, in der größten 64, das wären acht Container, dazwischen lägen sechs Container für 56 Insassen. Bisher war an 50 Leute gedacht worden.

Nun wird gezaubert, zumindest versucht. Mischen, Mischen. Mischen. Heureka, die Vorlage hat's: "Bislang wurden vom Gemeinderat .. € 100 000 für die Tiefbauarbeiten und.. € 231 714,81 fürdie Umsetzung der Containerwohnanlage genehmigt...in der Gemeinderatssitzung vom 21.6.2021 wurde der Gemeinderat über die aktuelle Kostenentwicklung zu dem bisherigen Projekt in Höhe von 462 242, 22 € informiert. Die Mehrkosten für die alternativen Aufstellvarianten resultieren vor allem aus den zusätzlichen Küchen und Bädern aus der baurechtlichen Forderung von 2 barrierefreien Bädern sowie den weiteren Tiefbaumaßnahmen (Gebäudeanschluss mit Wasser, Abwasser, Strom etc.)"

Karten auf den Tisch, das kommt hinten raus auf dem Hamburger Fischmarkt, pardon: im Rathaus am Marktplatz: 842 596 Euro oder 817 031,05 oder 787 866. Muss ein Spaßvogel sein, der da 5 Euro ausrechnet. Wer sich mehr gönnen möchte für Fremdenbescherung, kann auch, so wird vorgerechnet, für 50 Leute neue zweigeschossige Container aufstellen für 1,5 bis 1,8 Millionen plus Tiefbau und Infrastruktur oder für3 bis 5 Millionen einen Neubau errichten bei zweijähriger Planungszeit.

Da in der Vorlage offenbar der Zweck inzwischen aus den Augen verloren wurde - worin liegt der eigentlich außer in  Dritte-Welt-Rettung durch Einwanderung? - empfiehlt die Verwaltung schließlich die größte Containerlösung für vorgerechnet  787 866. €. Platz für 64 Personen. Kannitverstan? Werden Koffer`schon gepackt? Falls der Technische Ausschuss zustimmt, muss dann noch der Gemeinderat Ja sagen.

Übrigens: Spaichinger Wirtschaft und Arbeit reißt Euch am Riemen! Fällig wird "eine weitere überplanmäßige Auszahklung von rund 438 000 €. Einsparungen an anderer Stelle sind derzeit nicht auszumachen". Eben erst hat die Gemeindeprüfungsanstalt die Finanzwirtschaft der Stadt über den Klee als vorbildlich gelobt. Da war noch der alte Bürgermeister verantwortlich. Neue Besen kehren bekanntlich besser. Wie heißt's in Goethes Zauberlehrling?

In die Ecke,
Besen, Besen!
Seids gewesen.
Denn als Geister
ruft euch nur zu seinem Zwecke,
erst hervor der alte Meister.

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