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War’s das also?

Kulturen kommen, aber sie verschwinden auch wieder

(tutut) - Es hat in der Geschichte der Menschheit große Reiche gegeben, die ganz plötzlich verschwunden sind. Einfach so. Rätsel für Archäologen und Historiker. Unter Erdhügeln in der Wüste liegt die erste große Stadt der Menschheit. Und da soll Deutschland heilig sein und ewig leben? Ein Stecknadelkopf im Nadelkissen von Mutter Erde. BRD, Bundesrepublik Deutschland,  Buntrepublik von Deppen? Wer soll sie aufhalten? Niemand hat die Absicht, ihnen Mauern in den Weg zu legen, wenn sie sich  einmauern und aus Angst vor dem Tod lieber sich selbst Sterbehilfe leisten, bevor die Natur Tribut fordert.

Die Bedienungsanleitung gab es schon immer, seit von den Bäumen herabgestiegen wurde, Gustave le Bon hat sie nur aufgeschrieben. Und so wurde er der Erklärer der Massenseele und Begründer der "Massenpsychologie", ohne deren Kenntnis, bewusst oder unbewusst, kein Politiker Populist und damit erst Politiker werden kann. Volksnah. Denn ohne an der Haustür zu klingeln, kriegt auch der Staubsaugervertreter keinen Staubsauger los. Und erst wer beim Volk läutet, wird es, weil lästig, auch los.

Gustave le Bon, 1895 in "Psychologie der Massen": "Allein durch die Tatsache, Glied einer Masse zu sein, steigt der Mensch mehrere Stufen von der Leiter der Kultur hinab". Eine Frau von der SPD hat es doch erklärt, hat es niemand mehr verstanden? Die seinerzeitige Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), Tochter türkischer Gastarbeiter, inzwischen von einer CDU-Politikerin ohnen irgendwelchen Abschluss ersetzt.  Aydan Özoguz: "Eine spezifisch deutsche Kultur ist jenseits der Sprache schlicht nicht identifizierbar, schon historisch haben eher regionale Kulturen, haben Einwanderung und Vielfalt unsere Geschichte geprägt. Globalisierung und Pluralisierung von Lebenswelten führen zu einer weiteren Vervielfältigung von Vielfalt“.

Schon die Debatte über eine Leitkultur, nach ihrer Ansicht ein "ideologischer Kampfbegriff", hält Özoguz aber für obsolet: "Sobald diese Leitkultur aber inhaltlich gefüllt wird, gleitet die Debatte ins Lächerliche und Absurde, die Vorschläge verkommen zum Klischee des Deutschsein“. Kulturelle Regeln nannte sie "einem steten Wandel" unterworfen und müssten "permanent" ausgehandelt werden. "Fragen Sie mal Frauen, Mütter, Jugendliche, Homosexuelle oder Menschen mit Behinderungen, was sie von einer rechtlichen Konservierung einer Leitkultur der 1950er Jahre halten würden!“

Und so wird Deutschland täglich ausgehandelt, Schlagzeilen der Medien verraten, wie. "Innerhalb dieses Rahmens haben wir die Grundfreiheiten, nach der eigenen Fasson glücklich zu werden. Da darf es keine Rolle spielen, wer was glaubt, liest, hört oder anzieht“. Aydan Özoguz: "Einwanderern kann man keine Anpassung an eine vermeintlich tradierte Mehrheitskultur per se verordnen". Man dürfe Ausländern auch nicht unterstellen, sie benötigten "Nachhilfeunterricht“, weil sie außerhalb des hiesigen Wertesystems stünden.

Ist die deutsche Seele noch ein Seelchen oder ganz weg, Gustave le Bon? "Als Einzelner war der Mensch vielleicht ein gebildetes Individuum, in der Masse ist er ein Triebwesen, also ein Barbar. Er hat die Unberechenbarkeit, die Heftigkeit, die Wildheit, aber auch die Begeisterung und den Heldenmut ursprünglicher Wesen, denen er auch durch die Leichtigkeit ähnelt, mit der er sich von Worten und Vorstellungen beeinflussen und zu Handlungen verführen läßt, die seine augenscheinlichsten Interessen verletzen. In der Masse gleicht der ein-zelne einem Sandkorn in einem Haufen anderer Sandkörner, das der Wind nach Belieben emporwirbelt. Aus diesem Grunde sprechen Schwurgerichte Urteile aus, die jeder Geschworene als einzelner mißbilligen würde, Parlamente nehmen Gesetze und Vorlagen an, die jedes Mitglied einzeln ablehnen würde. Einzeln genommen waren die Männer des Konvents aufgeklärte Bürger mit friedlichen Gewohnheiten.

Zur Masse vereinigt zauderten sie nicht, unter dem Einfluß einiger Führer die offenbar unschuldigsten Menschen aufs Schafott zu schicken, brachen unter Außerachtlassung ihres eignen Vorteils deren Un-verletzlichkeit und verringerten ihre Schar. Nicht nur in seinen Handlungen weicht das Glied der Masse von seinem normalen Ich ab. Schon bevor es jede Unabhängigkeit einbüßte, haben sich seine Gedanken und Gefühle umgeformt, und zwar so, daß der Geizige zum Verschwender, der Zweifler zum Gläubigen, der Ehrenmann zum Verbrecher, der Hasenfuß zum Helden wird. Der Verzicht auf alle seine verbrieften Vorrechte, den der Adel in einem Augenblick der Begeisterung in der berühmten Nacht vom 4. August 1789 leistete, wäre sicherlich von seinen Mitgliedern als einzelnen niemals angenommen worden.

Aus den vorstehenden Beobachtungen ist zu schließen, daß die Masse dem alleinstehenden Menschen intellektuell stets untergeordnet ist. Hinsichtlich der Gefühle aber und der durch sie bewirkten Handlungen kann sie unter Umständen besser oder schlechter sein. Es hängt alles von der Art des Einflusses ab, unter dem die Masse steht. Das haben die Schriftsteller, die die Masse nur vom kriminellen Gesichtspunkt studiert haben, vollständig verkannt.

Gewiß ist die Masse oft verbrecherisch, oft aber auch heldenhaft. Man bringt sie leicht dazu, sich für den Triumph eines Glaubens oder einer Idee in den Tod schicken zu lassen, begeistert sie für Ruhm und Ehre, daß sie sich, wie im Zeitalter der Kreuzzüge, fast ohne Brot und Wasser zur Befreiung des göttlichen Grabes von den Ungläubigen, oder wie im Jahre 1793 zur Verteidigung des vaterländischen Bodens fortreißen läßt.

Gewiß ein unbewußtes Heldentum, aber durch solche Heldentaten vollzieht sich die Geschichte. Wollte man nur die mit kalter Überlegung ausgeführten Großtaten auf das Aktivkonto der Völker schreiben, so würden in den Weltannalen nur wenige verzeichnet sein..." Wie oft haben Barbaren schon Weltreiche verschwinden lassen? Was wäre ein Untergang Deutschlands gegen den Untergang des Römischen Reiches? War's das also? Im ZDF-Mehrteiler nach dem Roman "Unterleuten" von Juli Zeh über ein verstörtes Dorf im Windkraftwahn  hat ein bisher friedfertiger vogelschützender Gutmensch, der zum Berserker wird, die Erleuchtung:  "Ich weiß jetzt,  warum die  Leute Gewalt so toll finden: weil Gewalt funktioniert".

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