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Was Hänschen lernt …

GEZ- Indoktrination der Kleinen made by BR

Von Gastautor Josef Hueber

Wie die zwangsfinanzierte „Demokratieabgabe“ zu politischer Indoktrination von Kindern verwendet und zweckentfremdet wird. Damit sie morgen genau das denken, was heute politisch korrektes Denken ist.

KINDGERECHTE MEDIENARBEIT IST MÖGLICH
Das gibt es auch: Bildungsarbeit an den Kleinen, die so gut durchdacht und informativ ist, dass Kindern und selbst Erwachsenen Wissen und Unterhaltung in bester Kombination geboten wird: Die Sendung mit der Maus. Lach- und Sachgeschichten. Man erfährt Interessantes zur Herstellung von Alltagsgegenständen, wie z.B. Streichhölzern oder Zahnpastatuben. Immer wieder etwas aus dem Bereich Technik – oder für den Geschichtsunterricht, altersgerecht, sprachlich und inhaltlich. Beispiel: Eine Dokumentation über das Leben von Familien mit Kindern in der unmittelbaren Nachkriegszeit.

KLARO: MEINUNG OHNE VERSTÄNDNIS – IM GLEICHSCHRITT POLITISCHER KORREKTHEIT
In der globalisierten Welt ohne nationale Grenzen genügt es allerdings nicht mehr, Kindern zu lebensnahen Themen Kenntnisse zu vermitteln und sie auf witzige Weise gleichzeitig zum Lachen zu bringen. Schließlich kann man nicht früh genug damit beginnen, sie mit der großen Politik im In- und Ausland zu konfrontieren. Wenn die Schulpimpfe lieber heute als morgen bei Fridays-for-Future mithüpfen und ihre unverdauten politischen und ökologischen „Kenntnisse“ zur Rettung der Welt vorführen sollen, dann muss man ihnen rechtzeitig das gedankliche Rüstzeug, resp. den ideologischen Baukasten, zur Verfügung stellen. Besser gesagt: einimpfen.

Das leistet KLARO, die Nachrichtensendung des Bayerischen Rundfunks (BR), angeblich von Kindern gemacht, zweifelsfrei für Kinder gedacht. Was dabei herauskommt sind Übungen im Gleichschritt politisch stromlinienförmigen Denkens nach dem Motto: Hänschen heute indoktrinieren, von Hans morgen profitieren.

KLARO – WIE ES GEMACHT WIRD
KLARO, der Podcast, wird (nach Aussage des Senders) zusammengestellt von Kindern, während der Sendung begleitet von „Experten“, die schwierige Themen politisch korrekt simplifizieren und so den kindlichen Hörern das Gefühl vermitteln, die komplizierte Wirklichkeit von Umwelt, nuklearer Bedrohung, Konfliktherden im Nahen und Fernen Osten und und und zu verstehen und beurteilen zu können. Die Macher der Sendung fahren an bayerische Grundschulen über Land, so sie sich dafür beworben haben, und machen Nachrichten für die Kids, lassen sie von ihnen auch sprechen. Ganz süß, wie sich die Kleinen mit manchen (unverstandenen) Wörtern schwer tun, und noch süßer, wenn sie – heimattümelnde Zutat der Sendung – zwischendrin mal so richtig in Dialekt verfallen.

DAS SELBSTVERSTÄNDNIS VON KLARO – HILFESTELLUNG ZU SELBSTSTÄNDIGEM DENKEN?
KLARO ist, nach Selbstauskunft „ein Format von Kindern für Kinder“, um die Welt der Erwachsenen zu verstehen. Dies sei enorm wichtig, weil „Kinder mit der Nachrichtenwelt der Erwachsenen aufwachsen.“ Sprache, Meldungen und Bilder in den Nachrichten für Erwachsene, so erfahren wir, „sind nicht für die Kinder“. Deswegen wolle man die „Sprache der Kinder“ zum Zug kommen lassen, indem sie sich „mit ihren Worten einbringen können“. (Das Eingeständnis, dass sich Kinder „für ganz andere Dinge“ interessieren, dürfte unbeabsichtigt eingeflossen sein.)

Die gesellschaftliche Bedeutung von selbstgebauten Nachrichten für Kinder liege darin, dass die Radiomacher vom BR eine „Gesellschaft wollen, die mitdenkt.“ Denn: „Kinder müssen ihre Gegenwart gestalten können, um später vielleicht in der Zukunft leben zu können, die sie für sich dann auch weitergestalten können.“ Und weiter: „Wenn man Kindernachrichten macht, muss man sich auf ihre Ebene begeben. Man darf nicht von oben herab ihnen die Welt erklären wollen, weil Kinder auch sehr wohl ihre Meinung zu bestimmten Themen haben und gute Kenntnisse [!], wenn sie sich für Themen interessieren. Deswegen ist es auch wichtig, dass wir Kinderthemen haben und keine Themen vorgeben. Uns ist wichtig, dass es Kinderthemen sind in KLARO.“

Wer Kinder liebt, tut sich schwer zu widersprechen. Wenn er aber reinhört, was Kinder so von sich geben, was man sie in KLARO plappern lässt, wird schnell seine Meinung ändern.

EIN PAAR HÖRBEISPIELE VOM BÜFFETT DER KLARO-NACHRICHTEN

Bsp. 1: Greta Thunberg und das vermittelte „Sachwissen“ über den Klimawandel
„Greta Thunberg wird vorgeschlagen für den Friedensnobelpreis. Der Friedensnobelpreis ist die wichtigste Auszeichnung für Menschen, die sich für den Frieden einsetzen. Die hat die Aktion Fridays-for-Future gestartet, dann haben sich immer mehr Kinder mit ihr verbündet und streiken mit ihr immer am Freitag. Die Kinder wollen, dass die Erwachsenen den Klimawandelt stoppen. Klimawandel bedeutet, dass es auf der Erde immer wärmer wird. Ein Politiker hat gesagt, dass die Kinder aufhören sollen zu streiken und lieber in die Schule gehen sollen. Um den Klimaschutz sollen sich lieber die Profis kümmern. Und dann haben sich ganz viele Wissenschaftler gemeldet und [bayrisch – volkstümelnd!] „hamm gsoggt Mir hann die Profis und die Kinder hamm recht.“

Bsp. 2: Das vermittelte „Sachwissen“ über Trump
„Trump möchte, dass zwischen Mexiko und der USA eine Mauer gebaut wird, die aber Mexiko bezahlen soll. Die Mexikaner sind entrüstet, weil sie nicht wollen, dass die Mauer von ihnen bezahlt wird. Warum soll Mexiko die Mauer von Trump bezahlen?“

Der „Experte“ aus dem Off: „Donald Trump […] findet, dass zu viele böse Leute über die Grenze von Mexiko kommen, und er sagt, weil das schon so lange geht, brauchen wir die Mauer, und weil Mexiko schuld daran ist, sollen die die Mauer bezahlen. Die Regierung in Mexiko sagt aber, das machen wir nicht. Da sagt Trump, na gut, dann müsst ihr für alles, was ihr bei uns verkaufen wollt, eine Steuer zahlen, eine Art Strafe. Mit dem Geld, das wir damit einnehmen, bezahlen wir die Mauer.“

Fortsetzung Trump-Bashing: „Tausend Leute haben am Flughafen gegen Trump protestiert. [Einreiseverbot]. Sie haben auch Schilder gemacht, wo etwas gegen Trump drauf steht und auch Beleidigungen, das fand Trump natürlich nicht so gut.“

Der Experte verdeutlicht: „Präsident Trump hat erklärt, dass überhaupt keine Flüchtlinge mehr einreisen dürfen, egal, aus welchem Land sie kommen. Und dann hat er noch die meisten Bewohner von 7 Ländern ausgesperrt, in denen fast nur Muslime leben. Der Grund ist, dass Präsident Trump Angst hat, dass von dort Menschen nach Amerika kommen, die Anschläge verüben wollen. Trumps Kritiker sagen ‘So geht das nicht! Man kann nicht einfach alle Menschen aus einem Land oder die eine bestimmte Religion haben, verdächtigen, immer nur Böses tun zu wollen.’ Und deshalb gab es auch die Proteste. Aber Präsident Trump hat versprochen, dass er Amerika sicher machen will. Und genau das, so sagt er jedenfalls, das tut er jetzt.“

KLARO – INDOKTRINATION IM GEWAND DER AUFKLÄRUNG
Hört man gründlich in die Kindernachrichten rein, so bleibt unweigerlich eine Schlussfolgerung. Was Kindern als Hilfe zum Verständnis der täglich auf sie zukommenden Informationen geboten wird, ist das bekannte Fertigmenü aus Antiamerikanismus, Umwelt- und Klimaskandalen in allen Facetten, Technikskepsis und Verzichtsphilosophie – all das, was die Öffentlich-Rechtlichen an die „Erwachsenen“ Tag für Tag verfüttern. Die Zubereitung der Einheitskost für die Kleinen besorgen in KLARO die „Experten“, die so kommentieren, dass die Vorpubertären meinen zu verstehen, was sie nicht ansatzweise verstehen können.

Ist das verantwortungsvolle, bestbezahlte Medienarbeit im Sinne von Dienst an einer aufgeklärten, kritischen Gesellschaft?
(vera-lengsfeld.de)

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