Springe zum Inhalt

Wenn Medien zu Angst und Hass treiben

Krieg hat sich immer nur für den Sieger ausgezahlt

Von PROF. EBERHARD HAMER

Die Corona-Krise hat unsere Gesellschaft gespalten. Eineinhalb Jahre lang haben Lauterbach und seine virologische Paniktruppe täglich in den Medien Panik verbreitet, die Krankheit würde zu Massentod, Masseninfektion und zum Zusammenbruch des Gesundheitssystems führen (Lauterbach: „Eine Million Tote erwartet“). Panikhandlungen wie der Lockdown nach chinesischem Vorbild zerstörten die Wirtschaft, Homeoffice die Büros und Versammlungsverbote das gesellschaftliche Miteinander, obwohl gleichzeitig Gedränge in Bus und Bahn geduldet wurden.

Mit den Panikmeldungen sollte Angst in der Bevölkerung verbreitet werden und ist eine Angstgesellschaft entstanden. Die Menschen hatten so viel Angst vor Corona, dass
der gesellschaftliche Verkehr untereinander abgebrochen wurde, also endgültige Trennungen daraus folgten,
selbst innerhalb der Familien erbitterter Streit über die Frage entstand, ob man geimpft sein müsse oder nicht,
die Geimpften mit Ungeimpften nichts mehr zu tun haben wollten, sie sozial ausgrenzten,
andererseits die Ungeimpften ihre Ausgrenzung durch die Geimpften nicht hinnahmen und Proteste organisierten.

Treiber dieser Angstpanik waren nicht nur die Regierung, sondern mehr noch die von der Regierung mit acht Milliarden Zwangsgebühren und zusätzlichen Corona-Zuschüssen bezahlten Staatsmedien, die jeden Tag vorrangig Corona-Meldungen, Corona-Angst und Impfwerbung verbreiteten.

Seit dem 24. Februar 2022 – dem Beginn des Krieges in der Ukraine – haben die gleichen Medien, die bisher die Angst vor Corona betrieben haben, auf Hasspropaganda gegen Putin und Russland umgestellt. Seitdem trommeln staatlicher Rundfunk, Fernsehen und Presse Hass gegen Putin und Russland, verlangen Strafmaßnahmen, Sanktionen, Waffenlieferungen und dass unsere Politiker sich wie die anderen NATO-Funktionäre in die Prozession für Fototermine bei Selenski einreihen sollten. Dass dieser neue Propaganda-Held den Bundespräsidenten wegen seines „früheren Verständnisses für Russland“ aus der Prozession ausgeladen hatte, wurde von den deutschen Medien nicht etwa für unverschämt kritisiert, sondern sogar mit Verständnis kommentiert.

Unsere Politiker, die vorher billige Energieversorgung aus Russland für uns organisiert haben (Schröder, Schwesig), wurden nun von der atlantisch gesteuerten Propaganda als Putin- und Russlandfreunde, also als Kumpane hassenswerter Menschen und Völker, verfolgt. Dabei haben sie nur pflichtgemäß deutsche Interesse zu verfolgen versucht und nicht den neuen Trend mitgemacht, die billige russische Energie in Deutschland für teure amerikanische auszutauschen, also unsere bisherige Wohlstandsbasis billiger Energie aus befohlenem Hass und zum eigenen Schaden gegen Russland zu opfern.

Künstler wurden, nur weil sie Russen waren, entlassen (Musikdirektor in München) oder durften nicht mehr auftreten (Anna Netrebko).

Der von den Medien erregte Hass gegen Putin und Russland geht inzwischen so weit, dass selbst unsere hervorragend integrierten Russlanddeutschen nun diffamiert, wieder ausgegrenzt und beschimpft werden.

Auf Befehl der USA wird nun von allen NATO-Staaten russisches Vermögen enteignet, sogar Privatvermögen russischer Bürger (wie nach 1939 alles deutsche Eigentum in der Welt). Der korrupte Selenski tönt, dass er damit „die Ukraine wieder aufbauen“ wolle.

Die Medien verbinden alle Russlandmeldungen mit Hasszusatz: es wird nicht mehr von Krieg, sondern von „Putins verbrecherischem Angriffskrieg“ und nicht mehr von Russland, sondern von dem „kriegslüsternen Russland“ oder nicht mehr von Armeen, sondern von der „verbrecherischen russischen Armee“ einerseits und von der „heldenhaften ukrainischen Armee“ andererseits gesprochen. Immer wird ein Negativum beigefügt, damit die Bevölkerung auf Hass eingestimmt wird. Der in Politik und Medien der Welt allanwesende Komiker Selenski und sein früherer unverschämter Botschafter in Deutschland dagegen wurden zu Stars hochgejubelt, ihre steigenden Ansprüche nach Geld und Waffen für selbstverständlich, dagegen das vorsichtige Zögern des Bundeskanzlers für unverantwortlich dargestellt.

Dabei hätten wir keineswegs, wie Selenski behauptet, „aus der Historie eine besondere Schuld und deshalb Verpflichtung“ zur Kriegsteilnahme auf Seiten der Ukraine, sondern umgekehrt im Sinne von Scholz besondere Vorsicht vor jeder Kriegsteilnahme zu üben. Denn Putin hat Scholz ganz klar gemacht, dass wir keinen Friedensvertrag mit Russland hätten, sondern nur Waffenstillstand. Wenn dieser nun durch Kriegshandlungen von uns gebrochen würde, sind wir automatisch wieder im Krieg. Die Vorsichtshaltung von Scholz ist deshalb die verantwortlichste Haltung unserer derzeitigen politischen Führung, nämlich Deutschland nicht wieder in einen Krieg hineinziehen zu lassen.

In einer Konferenz des Mittelstandsinstituts Niedersachsen zum Ukraine-Krieg standen sich zwei Meinungen fast unversöhnlich gegenüber:
Die eine Seite argumentierte moralisch, verlangte weitere Strafmaßnahmen gegen Russland, weil es den Krieg angefangen habe und völkerrechtswidrig in die Ukraine einmarschiert sei. Sie hoffte durch die Strafmaßnahmen entweder auf das Einlenken Russlands und Putins oder jedenfalls wie Baerbock auf „eine dauerhafte Schädigung Russlands“, also Eskalation zum Weltkrieg.
Die andere Seite stellte die Frage, was uns Deutsche der Krieg in der Ukraine überhaupt anginge und glaubte nicht, dass durch Strafmaßnahmen, sondern nur durch Verhandlungen und Deeskalation der Krieg beendet werden könne. Die deutsche Beteiligung am Krieg sowie Wirtschaftssanktionen seien kontraproduktiv, weil sie uns selbst am meisten schädigten (dauerhafte Energiepreisverteuerung, Stopp des Außenhandels mit dem wichtigsten Rohstofflieferanten Europas). Sie sah die mehr als drei Milliarden deutschen Zahlungen und die deutschen Waffenlieferungen für den Ukraine-Krieg als unseren Interessen zuwidrige Konfrontation und zu riskante Kriegsteilnahme an.

Die Frage spitzte sich hinterher dahin zu, ob eine Regierung deutsches Geld überhaupt für fremden Krieg in fremdem Interesse zahlen darf oder dies Veruntreuung am deutschen Bürger und Zahler sei (denen dafür Opfer abverlangt und wichtigere Staatsaufgaben wie die Sanierung der maroden Infrastruktur vorenthalten würden).

Trotz anfangs heftiger Diskussion konnte zumindest darüber Einigkeit erzielt werden,
dass der von Medien moralisch geschürte Hass niemals zu rechtfertigen sei, wie dessen Wirkungen bereits zeigen,
dass wir nicht zur Verfolgung fremder Interessen (USA, NATO) unsere eigenen vernachlässigen und sogar schädigen dürften
und dass Mäßigung im Sinne von Scholz nicht nur wegen unserer besonderen Völkerrechtssituation (nur Waffenstillstand), sondern auch aus langfristigem Interesse richtig sei, denn irgendwann sei der Krieg zu Ende und hätte man mit dem größten Rohstoffbesitzer Europas wieder über Lieferungen zu verhandeln.

Wenn man selbst schon einmal erlebt hat, wie im zweiten Weltkrieg und danach ein von den Kriegsgegnern erzeugter Hass der Welt gegen Deutschland 70 Jahre lang gedauert hat, müsste gerade uns Deutschen daran gelegen sein, nicht wieder solchen Hass – auch nicht aus angeblich moralischen Gründen – entstehen zu lassen oder auch nur mitzumachen.

Warum verbreiten unsere Medien Hass, statt zum Frieden und zu Verhandlungen beizutragen? Warum unterstützen sie Hasspolitiker, statt Mäßigungspolitiker? Welche Macht lenkt diese Medienfunktionäre zu ihrer Hasskampagne? Warum lassen wir uns dies aber auch gefallen? Warum kommen Friedensstimmen und Ausgleichsbemühungen nicht zu Wort?

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine ist unstreitig moralisch und völkerrechtlich nicht zu rechtfertigen, auch wenn Selenski schon vorher ständig verkündet hat, er wolle „den Donbass und die Krim zurückerobern“. Es liegt nicht in deutschem Interesse, wenn der Krieg länger dauert, noch weniger, wenn er nach den Vorstellungen der USA „lange dauern wird“. Für Deutschland wächst die Gefahr, in einen Weltkrieg hineingezogen zu werden mehr als für jedes andere Land mit jeder neuen Sanktion und jeder Kriegsunterstützung (Waffenlieferungen, Militärausbildung, Luftraumüberwachung zugunsten des ukrainischen Militärs u.a.), weil wir uns, sobald Russland dies als „Kriegshandlungen“ wertet, in einem dritten Weltkrieg befinden.

Ökonomisch ist Deutschland bisher schon größter westlicher Verlierer am Ukraine-Krieg. Die moralischen Aufrüster haben Wirtschaftssanktionen durchgesetzt, die uns jetzt und auf Dauer sogar mehr schädigen als Russland. Ob unsere jetzt dazu Beifall klatschende Bevölkerung dies auch noch bejubelt, wenn sie durch steigende Energie- und Lebensmittelpreise und -knappheit bei galoppierender Inflation als Folge dieser Maßnahmen die eigene Verarmung zu spüren bekommt, dürfte spannend werden.

Krieg hat sich immer nur für den Sieger ausgezahlt, nie für die Hilfstruppen und Helfer.
(pi-news.net)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.