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Wer anderen eine Grube gräbt?

Gibt Spaichinger Baufhofleiter seinen Job auf?

Die Würfel sind gefallen?
(tutut). Der Stoff reicht nicht für einen Spaichinger "Fall Bauhof". Den versuchte zwar ein Lokalblatt unter Zitierung von Gerüchten und untermalt von Leserbriefen über ein paar Wochen herbeizuschreiben. Am Ende war daraus wohl ein "Fall Regina Braungart" geworden, denn so heißt die verantwortliche Redakteurin. Zu mindestens zwei Fällen scheint das Ganze aber zu reichen. Der erste endete als Todesfall eines Bauhofmitarbeiters. Der zweite wird wohl zum Abfall des Bauhofleiters von seinem Posten sein.
Der acht Wochen nach ersten Veröffentlichungen über angebliche Misshandlungen durch Arbeitskollegen an unheilbarer Krankheit gestorbene Bauhofbeschäftigte löste bei einigen durch Fakten wenig belasteten Spaichingern Gefühlsaufwallungen aus und brachte andere Mitarbeiter des Bauhofs in Misskredit. Letztlich zielten Verdächtigungen und Vorwürfe in Richtung Bürgermeister.
Nun aber muss die Angelegenheit mindestens für gewöhnlich schlecht Informierte eine Wendung genommen haben. Durch einen Termin beim Arbeitsgericht. Der Leiter des Bauhofs machte den Versuch, sich gegen eine Abmahnung des Bürgermeisters zu wehren. Dabei handelte es sich um Pflichtverletzung im Rahmen des Führungsverhaltens.
Für die Vorsitzende Richterin in der anberaumten Güteverhandlung, so ließ sie durchblicken, waren die Vorwürfe, sollten sie sich bestätigen, auf jeden Fall abmahnungswürdig. Da auf den Bauhofleiter aber im Zusammenhang mit dem Fall des angeblich misshandelten Untergebenen möglicherweise Unannehmlichkeiten zukommen können, was seine Verantwortlichkeit betrifft, vermutlich ist dies von ihm oder seinem Prozessbevollmächtigten oder von beiden erkannt worden, wurde dem Spaichinger Bürgermeister ein Gesprächsangebot gemacht. Ziel ist die Auflösung des Arbeitsverhältnisses des Bauhofleiters, welcher bereits seit mehreren Wochen krankgeschrieben ist. Fällt die Angelegenheit jetzt unter die  Rubrik „Wer anderen eine Grube gräbt“?
Nun kommt es darauf an, ob beide Seiten unter Stillschweigen sich auf den Abgang des Bauhofleiters einigen. Dem dürfte es dabei um die Gesichtswahrung gehen. Möglicherweise wird dabei vielleicht auch noch über eine Abfindung verhandelt, was in die Entscheidung des Gemeinderats fiele.
Die ganze Verhandlung vor dem Arbeitsgericht war in rund zehn Minuten erledigt. Ein interessanter Aspekt am Rande war auch das Publikum, zum Teil wohl zu den üblichen Verdächtigen aus dem Dunstkreis der angeheizten Gerüchteküche zählend. Sozusagen als Überraschungsgast dürfte der frühere Bauamtsleiter zu werten sein.