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"Wer wird Bürgermeister?"

Ein "erfahrener Verwaltungsfachmann" sollte es sein

Manchmal gibt's Dinge, die gibt es eigentlich nicht.
(tutut). Hat Spaichingen die Wahl, wenn es um den Bürgermeisterposten geht? Unter dem Titel "Wer wird Bürgermeister?" geht das "Taschenbuch Baden-Württemberg", herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Frage nach, wen die Bevölkerung sich als Bürgermeister wünscht. Antwort: Der Bürgermeister sollte "möglichst parteipolitisch unabhängig" und "Bürgermeister aller Bürger" sein, der "über den Parteien steht". In erster Linie müsse es ein "erfahrener Verwaltungsfachmann" sein.
Entsprechend sehe der Bürgermeister unter den Bedingungen der Volkswahl aus: "Zwar ist es heute mit zunehmder Gemeindegröße nahezu unmöglich, ohne die organisatorische und finanzielle Unterstützung einer Partei Bürgermeister zu werden, doch müssen die Parteien dem Unabhängigkeitsverlangen der Bürger Rechnung tragen und nominieren so in Baden-Württemberg eher partaipolitische Außenseiter, die am ehesten dem Kriterium des erfahrenen Verwaltungsfachmanns gerecht werden", heißt es in dem Artikel "Wer wird Bürgermeister?"
Allerdings seien dabei noch Unterschiede zwischen Baden und Württemberg festzustellen: "In Württemberg trifft man durchweg auf den ('unpolitischen') Fachbürgermeister, in Baden gelegentlich noch auf den 'politischen' Bürgermeister".
Ein Bürgermeister in Baden-Württemberg vereinigt laut dem Taschenbuch Baden-Württemberg in seinem Amt und seiner Person "die drei zentralen Führungsfunktionen":
*Er ist stimmberechtigter Vorsitzender des Gemeinderats und aller seiner Ausschüsse.
*Er ist Chef einer monokratisch strukturierten Verwaltung.
*Er ist Vertreter der Gemeinde nach außen.
Ale einziges Mitglied des Gemeinderates ist der Bürgermeister in allen Phasen des kommunalen Entscheidungsprozesses entscheidend dabei:
1. in der Phase der Entscheidungsvorbereitung,
2. in der Phase der Vorberatung und rechtsgültigen Entscheidung im Gemeinderat und
3.in der Phase der Entscheidungsausführung.
Der Bürgermeisterals Chef der Verwaltung hat den Mitgliedern des Gemeinderats zwei  entscheidende Vorzüge voraus: Er ist hauptamtlich für die Kommunalpolitik da, steht sozusagen als Profi den Feierabendspolitikern gegenüber. Und er er hat einen mehr oder weniger großen Apparat hauptamtlicher Mitarbeiter zur Verfügung, welcher ihm zuarbeitet oder entsprechend seinen Anweisungen in seinem Namen handelt. Dies verschafft einem Bürgermeister und seinen wichtigsten Mitarbeitern, den Amtsleitern, einen großen Informationsvorsprung.

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