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Widerstand der Berufstätigen wächst

Die wichtigste Botschaft der Wahl im Osten

Von WOLFGANG HÜBNER

Es ist nicht alles anders nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg. Das war auch nicht zu erwarten. Gleichwohl sitzt der Schock im politisch-medialen Komplex tiefer als öffentlich zugestanden. Die Existenz einer politischen Partei, die sich nicht in das deutsche Machtkartell einordnen will (und darf!), ist ein gefährlicher Stolperstein für jene Kräfte, die mit rücksichtsloser Veränderung der Bevölkerungsstruktur, heuchlerischer Hypermoral, Genderideologie und Klimademagogie den National- und Sozialstaat zu zerstören drohen. Ob diese Kräfte wissentlich handeln oder Getriebene ihrer Verblendungen sind, ist unwichtig, weil im realen Leben nur das Resultat zählt.

Ein bedeutender Anteil der Wähler in den beiden östlichen Bundesländern will sich dieser Zerstörung nicht aussetzen. Es sind aber nicht die ganz jungen und auch nicht die alten Wähler, die sich vorrangig mit ihren Stimmen dem Machtkartell verweigern, sondern markant diejenigen, die mitten im Berufsleben stehen, also die Kosten für Schulen, Universitäten, Asylanten und Renten tagtäglich erarbeiten. Schulschwänzaktionen für die „Greta-Religion“ und „Omas gegen Rechts“ mögen für Medienrummel sorgen. Verweigerungsaktionen der arbeitenden Bevölkerung hingegen können Staat und Gesellschaft in den Grundfesten erschüttern.

Es gibt keinerlei Garantie, dass sich diese Verweigerung – ob im Westen, ob im Osten – immer auf Wahlentscheidungen beschränken wird. Und schon gar nicht ist das garantiert in ökonomisch unsicherer werdenden Zeiten. Aus einem Funken kann in unserer Zeit total vernetzter Kommunikation blitzschnell ein Steppenbrand entstehen, aus Verweigerung Widerstand. Deshalb muss der aktiv im Berufsleben stehende Anteil der Bevölkerung von den derzeit Mächtigen um jeden Preis bei Laune gehalten werden. Das wird aber gerade beim deutschen Wirtschaftsmodell eines extrem hohen Export- und Außenhandelsanteils immer schwieriger werden. Denn weder in den USA noch in China herrscht Kaufpflicht für „Made in Germany“.

Die berufstätigen Männer (und weniger Frauen), die in Sachsen und Brandenburg die AfD gewählt haben, sind in der Mehrzahl noch keineswegs konkret von Arbeitslosigkeit bedroht oder von nackter Existenzangst gepeinigt. Doch sie spüren sehr deutlich, dass etwas grundlegend falsch läuft in Deutschland. Und sie glauben immer weniger den korrumpierten Existenzen in Politik und Medien, die ihnen das Gegenteil einzutrichtern versuchen. Dass dieses Sensorium für Gefahr in den östlichen Landesteilen einstweilen noch besser entwickelt ist, schließt Lernprozesse der Berufstätigen im Norden, Westen und Süden Deutschlands nicht aus. Jeder Entlassene oder Zwangskurzarbeiter der Autobranche kann nämlich ganz rasch verstehen, was und wer ihm schadet.

Die wichtigste Botschaft der Wahl ist deshalb nicht der Erfolg einer mit geradezu allen Mitteln bekämpften Partei, sondern wer für diesen Erfolg ganz wesentlich gesorgt hat: Bedeutende Teile der arbeitenden, produktiv wertschaffenden, steuerzahlenden Menschen in der deutschen Gesellschaft. Das sind die echten „Gefährder“ der jetzigen Machtverhältnisse!

Doch ohne sie geht es nicht, geht nichts. Das ist ein echtes Dilemma des Machtkartells, das sich selbst in hundert Talkshows von Will, Maischberger und Lanz nicht wegdiskutieren lässt. Für alle Patrioten in Deutschland ist diese Botschaft aus Sachsen und Brandenburg hingegen der Patentschlüssel für Erfolge nicht nur bei Wahlen, sondern auch auf den Straßen, in den Betrieben und überall da, wo sich die begegnen, die Deutschland und sich selbst nicht aufgeben wollen.
(pi-news.net)

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