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Will Fernsehzuschauer zu mündigen Bürgern erziehen

ARD-Moderatorin entlarvt deutsche Haltungs-Medien

Von BEOBACHTER

Panorama-Moderatorin Anja Reschke vom zwangsgebührenfinanzierten Rundfunk in Deutschland redete sich Ende Dezember im Schweizer Fernsehen um Kopf und Kragen. Öffentlich-Rechtliche Journalisten hätten einen erzieherischen Auftrag, sagte sie im Interview des Auslandsmagazins #SRFglobal (Video oben). Aufklären, informieren reicht ihr nicht.

Reporter Florian Inhauser hat Reschke bereits am 27. Dezember 2018 in einer Hamburger Buchhandlung interviewt. Er zitiert den Schweizer Verfassungsauftrag, wonach Radio und Fernsehen Ereignisse sachgerecht darstellen und die Vielfalt der Ansichten angemessen zum Ausdruck bringen. Worin unterscheidet sich nun die Schweizer Verfassung zum deutschen Grundgesetz?

Reschke, die hochgelobte Preisträgerin des Hans-Joachim-Friedrich-Preises, kommt ins Stottern: „Die Medienlandschaft ist dafür da, die Bürger zu einem mündigen Demokratie wählenden Bürger zu erziehen oder in die Lage zu versetzen, an Wahlen teilzunehmen. Das ist der Job.“

Der konsternierte Reporter fühlt sich an britische Umerziehungsmaßnahmen in der Nachkriegszeit erinnert. Da legt Reschke im wirren Stil nach (O-Ton): „Natürlich ist es nicht unsere Aufgabe, in eine Richtung zu erziehen, Du musst jetzt denken, Trump ist doof und Flüchtlinge alle toll. Nein, aber aufklären, dass man ein Bürger ist, der sich Gedanken macht, der mündig entscheidet und zwar mündig auf einer Basis…da bin ich wieder beim Grundgesetz“. Damit es auch jeder versteht, weshalb Reschke naziphob ist: „Ich möchte nicht, dass ich Bürger dazu erziehe durch meine Berichterstattung, dass sie nachher den Staat stürzen. Das wäre nicht im Sinne des Erfinders.“

Soweit man die kruden Gedankensprünge und -gänge der ARD-Power-Frau noch nachvollziehen kann, begründet sie den erzieherischen Auftrag aus der Presse-Lizenzvergabe durch die Besatzungsmächte. Soll laut Reschke heißen: Die Menschen aus einem Obrigkeits- und Propagandasystem dahin zu bringen, sie zu einem mündigen Bürger zu erziehen.

Allerdings sind inzwischen über 70 Jahre vergangen und die Deutschen in West und Ost haben längst zur Genüge Freiheitsdrang und Demokratiefähigkeit unter Beweis gestellt. Wozu und mit welchem Mandat will Reschke dann contra legem erziehen? Im Grundgesetz findet sich von „Erziehung“ expressis verbis kein Wort wieder. Auch in der Aufgabe und Funktion des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks heißt es lediglich: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat den verfassungsrechtlich vorgegebenen Auftrag, einen Beitrag zur individuellen und öffentlichen Meinungsbildung zu leisten und so zu einem funktionierenden demokratischen Gemeinwesen beizutragen.“ Erzieherischer Auftrag ist auch Fehlanzeige im deutschen Pressekodex.

Als großes Erziehungsprojekt mit moralischen Wertvorstellungen, politischen Überzeugungen und Indoktrination empfand sich nach dem Krieg nur das DDR-Fernsehen, um sozialistische Ideen massenhaft zu verbreiten. Vorher die Diktatur der Nationalsozialisten. Dieses Propaganda-Schema macht sich Anja Reschke zu eigen..
(pi-news.net)

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