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Wird jetzt weiter im Dreck gewühlt?

Wo bleibt das Bedauern über Verbreitung von Gerüchten?

Wer löst den Spaichinger Knoten?
(tutut). Ob dieses oder jenes Gericht zuständig oder nicht ist, mit juristischen Haarspaltereien wird nicht aus der Wet geschafft, was aus einer Gerüchteküche in Spaichingen serviert worden ist. Zuviele Köche verderben immer noch die Luft in der Stadt an der Prim. Ein Lokalblatt, das angetreten war, als hinkender Bote den Spaichingern das Gruseln zu lehren, ist als festgefahrener Karren auf dem Abstellgleis einer Geisterbahn gelandet. Dorthin ist anschließend auch noch der halbe Gemeinderat entgleist.
Während das Lokalblatt so tut, als ginge es das Ganze nicht an, was es seit November inszeniert hat,  und deshalb weiterhin "Haltet den Dieb!" schreit und im Grunde gegen eine Stadt anschreibt,  saß ein neunköpfiger Stamm der Spaichinger Tobistaner vor Gericht, obwohl der Wählerauftrag für die CDU-Fraktion und zwei versprengte Räte sicherlich anders lautetet.
Alle Neune hatte eine Brieffeindschaft zum Bürgermeister ins Landgericht versetzt. Der Richter gab dem Bürgermeister die Kugel in die Hand, der Wurf in die Vollen blieb allerdings aus. Ob auf anderen juristischen Bahnen nun weiter gekegelt werden muss, ist fraglich. Wichtig wird sein, dass sich die Mitglieder des Gemeinderats ihrer Verantwortung für die Stadt bewusst werden. Zum Spaichinger Strohhansel muss sich kein Streithansel gesellen.
Der Richter hat einen Vergleichsvorschlag gemacht, dessen Tenor beiden Seiten eigentlich erlaubt, das Gesicht zu wahren. Die Klägerseite hätte Genugtuung erfahren, die Beklagten einen Rückzieher gemacht. Auch wenn der vor fast einem Jahr  entschiedene Bürgermeisterwahlkampf alles geklärt hat, hat es der Unterlegene bis heute nicht geschafft, seine Niederlage einzugestehen und zu verkraften, weshalb die Spaichinger froh sein müssen, ihn nicht ins Rathaus gewählt zu haben. Dass sein kleines Häuflein von Anhängern mit ihm im Schmoll- und Grollwinkel verharrt, wird die Stadt weiterhin verkraften können. Wo aber bleibt das Bedauern über das Angerichtete aus einer Gerüchteküche?
Noch haben alle Neune die Gelegenheit, fußend auf dem Vorschlag des Richters wieder Normalität im Umgang miteinander herzustellen. Das seinerzeit angekündigte "neue Miteinander" kann ja wohl nicht bedeuten, dass der halbe Gemeinderat zur Apo wird. Was des Gemeinderats ist, hat im Gemeinderat stattzufinden und nicht außerhalb, schon gar nicht beispielsweise in einem Narrenblättle.
Was das Lokalblatt in die kleine Spaichinger Welt als  vermeintlichen Heißluftballon aufgelassen hat, ist als Kaltluftblase geplatzt. Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion scheinen die Begleitmannschaft gestellt zu haben für einen besonderen Fall an Unappetitlichem aus einer Gerüchteküche.
Ruhe ist jetzt der Bürger Pflicht in Spaichingen. Wer dies nicht erkannt hat und weiterhin mit Geschrei versucht abzulenken von Fakten und eigenem Fehlverhalten, hat verwirkt, ernst genommen zu werden. Ein Lokalblatt ist von journalistischen Wegen abgekomnmen, ein paar Gemeinderäte sind mitgegangen und haben sich dabei verrannt. Einem Bürgermeister kann kein Versagen untergeschoben werden in einem Fall, den es nicht gegeben hat. Allenfalls könnte ihm der Vorwurf gemacht werden, nicht sofort konsequent hart genug vorgegangen zu sein gegen das, was eine kleinen Clique offenbar im scheinbaren Namen von Kommunalpolitik  und  permamenter Bürgermeisterphobie angerichtet hat. Nun muss er tun, was ein Schultes tun muss: Souverän regieren und nicht reagieren auf mögliche weitere Provokationen.
Was der Richter zum Vergleich vorgeschlagen hat, könnte   d i e  Kuh vom Eis bringen. Andere Kühe, denen es zu wohl ist und die dort weiterhin herumschlittern, werden früher oder später einbrechen. Eine scheint dort bereits zu schwimmen, das Wasser bis über den Hals. Nur merkt sie es anscheinend immer noch nicht.
Hier ist der Text des richterlichen Vergleichsvorschlag, denn die Öffentlichkeit hat darauf einen Informationsanspruch, der den Spaichinger Primexpress von der Geisterbahn holen könnte, damit er dort nicht als Ringzug bis zum Ende aller Tage im Kreise mit seinem verlorenen Häuflein verkehrt:
"Die Antragsgegner erklären, dass die in ihrem offenen Brief vom 12.12.2012 enthaltene Äußerung in Bezug auf die Behauptung, Mitarbetter  des Spaichinger Bauhofs der Antragstellerin hätten einen Kollegen gefesselt und an einem Lastkran aufgehängt, Polizei und Staaatsanwaltschaft hätten diesen Vorgang bestätigt, ist so zu verstehen, dass Polizei und Staatsanwaltschaft wegen dieses Vorgangs ein Ermittlungsverfahren eingeleitet haben.
Sollte die in dem offenen Bnef enthaltene Äußerung so verstanden worden sein, dass Polizei und Staatsanwaltschaft den Vorgang als solchen bestätigt haben, wäre dies falsch gewesen und wird von den Antragsgegnern bedauert.
Die Antragsgegner werfen der Antragstellerin nicht vor, im Zusammenhang mit dem behaupteten Vorfall auf dem Bauhof untätig gewesen zu sein oder in sonstiger Weise ihre Pflichten verletzt zu haben
Die Antragsgegner verpflichten sich, den offenen Brief vom 12. 12. 2012 nicht mehr zu verbreiten
Die Kosten des Rechtsstreits werden gegeneinander aufgehoben".
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