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Wo bleibt die Männerquote?

111 000 Lehrkräfte in BW - Frauenanteil an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen bei 74,4 %

(tutut) - Zum "Weltlehrertag" meldete das Statistische Landesamt eine sehr bedenkliche Entwicklung: Von rund 111 000 Lehrkräften an allgemeinbildenden öffentlichen und privaten Schulen in Baden-Württemberg sind 74,4 % Frauen. Frau stelle sich vor, das Verhältnis wäre umgekehrt. Im Land herrschte Weltuntergangsstimmung und der Ruf nach verändertem Grundgesetz. Was diese Riesenfrauenübermacht an Schulen bedeutet, anteil bedeutet, das sollten sich auch Nichtpädagogen vorstellen können. Männer und Frauen sind eben nicht gleich, außer vor dem Gesetz. Insgesamt waren im letzten Schuljahr rund 86 % aller Lehrkräfte (95  731 Personen) an öffentlichen und fast 14 % (15 267 Personen) an privaten allgemeinbildenden Schulen beschäftigt.

In derPressemitteilung heißt es: "Der Frauenanteil an den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen ist im Vergleich zum Vorjahr geringfügig angestiegen und betrug 74,4 % (71 210 Personen). An den privaten Schulen ist dieser mit 66,5 % (10 157 Personen) gleichgeblieben. Die höchsten Frauenquoten sind bei den öffentlichen und privaten allgemeinbildenden Schulen an Grund- und Werkreal-/Hauptschulen2 (86,3 bzw. 75,1 %) und SBBZ3 (80,6 bzw. 72,1 %) zu verzeichnen. Den niedrigsten Anteil machen Frauen bei den öffentlichen Schulen an Schulen besonderer Art mit 60,3 % und an Gymnasien mit 62,3 % aus. Bei den Schulen in freier Trägerschaft waren die Frauenanteile ebenfalls an Gymnasien mit 58,9 % sowie an Freien Waldorfschulen mit 62,9 % am geringsten.

Der Großteil der Lehrerschaft an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen unterrichtete mit 31 562 Personen an Grund- und Werkreal-/Hauptschulen (33 %) und mit 24 989 Personen an Gymnasien (26,1 %). An den privaten allgemeinbildenden Schulen dagegen lehrten die meisten Lehrkräfte an SBBZ (5 505 Personen oder 36,1 %) und an Gymnasien (3 942 Personen oder 25,8 %).

An öffentlichen allgemeinbildenden Schulen hatte im Schuljahr 2020/21 etwas weniger als die Hälfte (44,4 %) der Lehrkräfte (42 459 Personen) einen vollen Lehrauftrag. Dies sind 0,4 % mehr Lehrkräfte als im Vorjahr. 36 412 Lehrerinnen und Lehrer waren mit mindestens der Hälfte der Regelpflichtstunden tätig. Hier wurde ein Plus von 2,4 % festgestellt, womit deren Anteil auf 38 % angestiegen ist. Die Zahl der sonstigen Lehrkräfte ging weiter um 1,4 % auf 16 860 Personen zurück (17,6 %).

Damit waren 55,6 % aller Lehrkräfte an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Teilzeitstellen oder als sonstige Beschäftigte tätig. Bei den privaten allgemeinbildenden Schulen waren im letzten Schuljahr 5 995 Lehrerinnen und Lehrer vollzeitbeschäftigt. Damit nahm zwar ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % zu, deren Anteil blieb jedoch weiterhin mit 39,3 % deutlich geringer als bei den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen (44,4 %). Weitere 40,7 % der Lehrerschaft an allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft (6 214 Personen) waren teilzeitbeschäftigt. Das sind 229 Personen (3,8 %) mehr als im Vorjahr. Die restlichen 20 % bestanden aus sonstigen Beschäftigten, deren Zahl um 3,9 % auf 3 058 Personen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. (2 Ohne Grundschulen im Verbund mit einer Gemeinschaftsschule. 3 Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren, vor 2015 Sonderschulen.)

 

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