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"Stabiles Niveau im Handwerk"

Neujahrsempfang mit Diskussionsrunde in Spaichinger Stadthalle

Die Stadtkapelle Spaichingen umrahmte den Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft Tuttlingen in der Spaichinger Stadthalle musikalisch.
(tutut). Es war so etwas wie eine feierliche Afterworkparty, mit der die Kreishandwerkschaft Tuttlingen ihren Neujahrsempfang zelebrierte. Die Spaichinger Stadthalle war am Freitagabend, den 11. Januar, gut besucht von Vertretern aus Handwerk, Wirtschaft, Schulen, Banken, Politik, öffentlichem Leben,als Kreishandwerksmeister Armin Schumacher aus Spaichingen nicht nur eine guter Bilanz ("Stabiles Niveau") für das abgelaufene Handwerkerjahr zog.

Das Gestühl war wesentlich älter und sehr stilvoll, auf dem die Diskussionsteilnehmer Platz nahmen.
Der besondere Clou des von der Spaichinger Stadtkapelle umrahmten Neujahrsempfangs war eine Diskussionsrunde. Sie konnte vielleicht als sanfter Aufgalopp des Bundestagswahljahrs im Kreis angesehen werden, in erster Linie aber markierte sie politische, wirtschaftliche und kommunale Standorte, welche aufgrund der Beteiligung von nur CDU- Und FDP-Politikern nicht sehr kontrovers verlief. Moderiert vom Spaichinger  Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher gaben FDP-MdB Staatssekretär Ernst Burgbacher, MdB Volker Kauder, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, FDP-MdL Leo Grimm, Landrat Stefan Bär, der Präsident der Handwerkskammer Konstanz, Gotthard Reiner, und Kreishandwerksmeister Armin Schumacher zur Problemen und Projekten sowie zur aktuellen Politik in Kreis, Land und Bund Statements ab.
Landrat Bär sieht den Kreis "voll Zuversicht und mit Optimismus" ins Jahr 2013 gehen. Prosperierende Betriebe, Vollbeschäftigung und Gemeinden, denen es gut gehe und damit auch dem Kreis, dies sei die Situation. Herausforderungen würden vor allem die demographischen Veränderungen mit sich bringen. Diese würden sich auch auf den Nachwuchs in der Wirtschaft auswirken.
Einig waren sich Burgbacher und Kauder darin, dass im Zuge der Energiewende finanzielle Anreize geschaffen werden müssten,welche es aber gelte, im Laufe der Zeit zurückzufahren, was nicht einfach sei. Verwiesen wurde darauf, dass bei den Subventionen für alternative Energien z.B. für Solarstrom eine 20-jährige Garantie gegeben worden sei. Laut Kauder fließen rund 40 Prozent aller Subventionen für Solarstrom nach Bayern. Leo Grimm bedauerte die Schwierigkeiten, welche bei notwendigen Projekten zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur auftauchten. Während im 19.Jahrhundert ein ganzes Schienenennetz aufgebaut worden sei,müsste es doch heute möglich sein, wenigstens einen Bahnhof zu schaffen. Grimm bedauete, dass so wenige Sebständige den Weg in die Politik wagten. Gotthard Reiner  bezeichnete die Energiewende als "gewaltige Herausfordetung".Hierzu seien Rahmenbedingungen notwendig auch in Form von Förderungen. Da seien die Banken wichtige Partner. .

Gotthard Reiner, Präsdent der Handwerkskammer Konstanz, MdL Leo Grimm (FDP). Spaichingens Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher, Moderator, (oben von links), Landrat Stefan Bär, MdB Staatssekretär Ernst Burgbacher, MdB Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion, (unten,von links), Mitte: Kreishandwerksmeister Armin Schumacher.
Laut Armin Schumacher lief es 2012 gut im Bau- und Ausbaugewerbe. Am bedeutendsten war dabei die Modernisierung von Wohngebäuden. Geringfügig zurückgegngen seien dagegen die Umsätze beim Handwerk für den gewerblichen Bedarf. Armin Schumacher: "Jedoch ist die Stimmung nach wie vor positiv".
Viele Betriebe hätten investiert in Ausstattung oder Infrastruktur. Auch zusätzliche Einstellungen von Mitarbeitern hätte es in abgeaufenen Jahr gegeben. In einzelnen Bereichen fehle es weiterhin an Facharbeitern.
Die Betriebe legten weiterhin ihr Augenmerk auf die Ausbildung. "Wir sind heute froh über jeden qualifizierten Bewerber", betonte der Kreishandwerksmeister. Aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen müsse künftig mit weniger Lehrlingen gerechnet werden. Nicht nur leistungsstarken Jugendlichen ermögliche das Handwerk den Schritt ine ine berufliche Zukunft, sondern auch schwächeren Schülern. Um drohenden Fachkäftemangel zu begegnen,müssten alle Potenziale auf dem Arbeitsmarkt erschlossen werden.

Kulinarische Handwerkskunst war, was den Empfang als Büffet abrundete. Es servierte die Segelfliegergruppe Spaichingen-Aldingen.
Die Stärken dieses Wirtschaftsbereichs würden gerade seit drei Jahren durch eine besondere Imagekampagne herausgestellt. Einzelne Betriebe gingen auch dazu über, fundierte Bildungspartnerschaften mit allen Schultypen aufzubauen und auszuweiten. Fatal sei ein Trend zur Akademisierung. Außerdem müsse ein mangelnder Bildungsstand vieler Schulabgänger beklagt werden. Schumacher ging auch auf Aktivitäten der Kreishandwerkerschaft im abgelaufenen Jahr ein.