Springe zum Inhalt

Wie Audi die Feinde der Meinungsfreiheit unterstützt

Von Vera Lengsfeld

Seit Mittwoch gestern wissen wir, dass der Volkswagen-Konzern „Exklusionslisten“ führt. Das hat eine Mitarbeiterin des Unternehmens ganz unbefangen ins Feld geführt, als der bekannte Journalist und Achse-Autor Henryk Broder anfragte, warum Audi umgehend auf eine anonyme Denunziation auf Twitter reagiert.“  Wörtlich:
„Vielen Dank für diesen Hinweis! Derartige Anzeigen werden automatisiert ausgespielt und wir haben keinen Einfluss auf die Platzierung. Wir werden den Fall jedoch prüfen und unsere Blacklist entsprechend überarbeiten“.

Auf Broders irritierte Nachfrage, wer denn die Ehre hätte, auf einer solchen Blacklist zu stehen, kam folgende Antwort: "Sie verstehen sicherlich, dass wir jegliche Hinweise überprüfen, die uns erreichen. Und genau das behalten wir uns auch in diesem Fall vor: Eine Prüfung des Mediums auf dem Anzeigen für unser Unternehmen ausgespielt werden. Und die stetige Überarbeitung unserer Inklusions- und Exklusionslisten für Werbeanzeigen“.

So läuft das also inzwischen im besten Deutschland. Der Denunziant ist nicht mehr der größte Schuft im ganzen Land, sondern ein strenger Hinweisgeber, dem man umgehend gehorcht, auch wenn er anonym bleibt. Denunziation als staatsbürgerliche Pflicht kennt man bisher aus Diktaturen, in einer Demokratie gilt dagegen die Unschuldsvermutung und anonyme Denunziationen bleiben unbeachtet, weil sie als verächtlich angesehen werden.

Als vor 30 Jahren das Spitzelsystem der DDR aufflog, war ganz Deutschland entsetzt und man hielt die Ostdeutschen für eine Spezies, die irgendwie anfällig für Verräterei und deshalb demokratieunfähig sei. Dabei mussten die Stasioffziere ihre IMs noch mühsam rekrutieren, sie ständig beobachten, sich heimlich mit ihnen treffen und sie bei Laune halten. Daneben gab es auch Denunzianten im eigenen Auftrag, aber die waren höchst selten und sie mussten das Licht der Öffentlichkeit scheuen.

Heute wimmelt es von selbsternannten Aufpassern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Öffentlichkeit von allen Abweichlern zu reinigen. Das wird nicht nur mit Wohlwollen von den Herrschenden und den Meinungsmachern begleitet, sondern geradezu herausgefordert und mutmaßlich mit Demokratie-Programmen finanziert, denn Niemand, der einer ordentlichen Arbeit nachgeht, kann sich stundenlang im Netz herumtreiben, um missliebige Bemerkungen zu entdecken und zu melden. Jeder Benutzer kennt inzwischen die Mitteilungen von Twitter, dass sein Tweet gemeldet, aber festgestellt wurde, dass sein Inhalt nicht gegen die AGBs verstößt, oder die Sperrungen – längere oder kürzere. Wobei man wie bei Kafka nicht weiß, was einem eigentlich vorgeworfen wird.

Wir haben Meinungsfreiheit, aber man muss, wenn man seine Meinung äußert und die nicht dem vorgegebenen Korridor entspricht, eben die Konsequenzen tragen. In diesem Sinne herrschte auch Meinungsfreiheit in der DDR und sogar in der Sowjetunion, nur sind die Konsequenzen heute nicht mehr ganz so drastisch. Wer unter Stalin auf der Exklusionsliste landete, endete im Gulag oder vor dem Erschießungs-Peloton, im Nationalsozialismus unter dem Fallbeil oder im KZ, in der DDR im Gefängnis, und heute wird er „nur“ noch öffentlich an den Pranger gestellt, als Person, mit der man besser keinen Kontakt haben sollte, gebrandmarkt, und/oder wirtschaftlich ruiniert.

Manchmal auch kriminalisiert, wie jener YouTuber, bei dem überraschend ein Rollkommando der Polizei morgens um sechs vor der Tür stand, die anschließende Wohnungsdurchsuchung nichts als die Waffen eines Jägers und Sportschützen zu Tage brachte, von denen dann aber in der Zeitung stand, es müsste überprüft werden, ob ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorliege.

In dem damit erzeugten Klima der Angst soll den Abweichlern die Lust vergehen, sich ihrer Meinungsfreiheit zu bedienen. Um ganz klarzumachen, worum es geht, hat der Verfassungsschutz, der inzwischen eher ein Regierungsschutz ist, einen neuen Beobachtungsgrund „Delegitimierung des Staates“ eingeführt, der alle Kritik an der Regierung verstummen lassen soll. Damit ist das demokratische Prinzip der „Checks an Balances“ außer Kraft gesetzt – eines der Erfolgsgehheimnisse des Westens.

Zurück zu VW und Audi. Die unfreiwillige Offenbarung einer Mitarbeiterin der Social Media-Abteilung zeigt, dass der dünne Firnis der Reeducation, die den Westdeutschen als Crashkurs in Demokratie nach dem Nationalsozialismus zuteilwurde, nicht nur Risse bekommen hat, sondern großflächig abblättert. Die wichtigste Lehre, dass man die Methoden der Totalitären scheuen muss, wie der Teufel das Weihwasser, ist so vollkommen vergessen, dass die Ungeheuerlichkeit von Exklusionslisten nicht nur nicht empfunden wird, sondern man scheint noch stolz darauf zu sein, dass man dem Zeitgeist so eifrig dient. Ein deutsches Unternehmen setzt einen jüdischen Autor auf eine solche Exklusionsliste – sollte das eigentlich nie wieder geschehen?

Wirklich überraschend ist das Verhalten von VW jedoch nicht. Wenn ein Automobilhersteller eifrig den Entschluss der Politik beklatscht, seine Produkte, mit denen er noch Weltmarktführer ist, zu verbieten, dann folgt er wieder einmal kritiklos einer Ideologie. Wahrscheinlich hofft er, dass alles schon nicht so heiß gegessen wird, wie es serviert wurde. Aber es hätte ihm eine Lehre sein müssen, dass er versucht hat, die politisch festgelegten und von ihm begrüßten Abgaswerte heimlich durch Tricksereien zu umgehen. Das hat nicht geklappt und nichts weist darauf hin, dass die Zerstörung des Individualverkehrs und damit die Abschaffung der Autoindustrie abgenickt und durch irgendeinen Trick verhindert werden könnte.

Völlig absurd ist, dass VW mit seinen Exklusionslisten genau diejenigen bekämpft, die eigentlich seine Verbündeten sind. Nur in offenen Gesellschaften mit Meinungsfreiheit kann Marktwirtschaft gedeihen. Auf dem Weg in die Kommando-Ökonomie, auf dem Deutschland immer schneller fortschreitet, ist für Unternehmen nichts zu gewinnen, auch wenn sie sich noch so servil in ein System von richtiger Haltung und Moral einfügen. Ja, sie verspüren Druck, aber statt sich diesem zu widersetzen, wollen sie lieber vermeiden, in den öffentlichen Verdacht einer „falschen“ Gesinnung zu geraten. Deshalb wird den Denunzianten, die Abweichler gern an den Pranger stellen, nachgegeben und ihnen damit eine große Macht gegeben.

Wollen wir wirklich in einer Gesellschaft leben, wo die Macht nicht vom Volk, sondern von den Denunzianten ausgeht? Das ist nämlich die Konsequenz, von der niemand sagen sollte, er hätte sie nicht voraussehen können.

Henryk Broders Appell und den vollständigen Mailwechsel mit Audi finden Sie hier:
https://www.achgut.com/artikel/und_vom_anfang_einer_ueblen_affaere
(vera-lengsfeld.de)

Der Feldzug gegen freie Medien nimmt an Schärfe zu

Von Cantaloop.

Sie wird dünn, die Luft der Freiheit – für viele regierungskritische Blogger, konservative Journalisten und weitere Influencer der Gegenöffentlichkeit: Das derzeitige politische System eines Neuen Deutschlands, das dank eines quasi-putschistischen Zusammenwirkens politisch-medialer Eliten, ihrer Steigbügelhalter in Justiz und Verwaltung, diverser NGOs und von Teilen der Wirtschaft dem Leviathan eines tiefen Linkstaats bedenklich nahekommt, holt zum Gegenschlag gegen seine publizistischen Feinde aus und geht über oftmals anonym wirkende Mittelsmänner massiv gegen Andersdenkende vor.

Nachdem diese Woche bereits Henryk M. Broders reichweitenstarker Blog „Achse des Guten” auf hinterhältigste Art und Weise wesentlicher Werbeeinnahmen, etwa von Audi, verlustig ging und sich nun ernsthaft um ihre Existenz sorgen muss (da half nicht einmal Broders systemkonform-servile Ankündigung, ab sofort nicht mehr für die „Weltwoche“ und anderen Medien zu schreiben, die auch „Putinisten“ zu Wort kommen ließen), berichtet heute nun auch der Journalist Boris Reitschuster von Schikanen: Ihm wurden willkürlich und anlasslos sämtliche Paypal-Konten gesperrt. – über die er sich dank Unterstützung seiner Leserschaft bisher maßgeblich finanziert hat – denn Werbung gibt es, auch wegen informeller Boykotte, auf seiner Seite sowieso praktisch nicht mehr.

„Zivilgesellschaftliche“ Sabotage
Wir erinnern uns: Reitschuster – der lange Jahre in den Diensten von „Focus” stand – wurde unlängst schon von der Bundespressekonferenz ausgeschlossen, weil er „die falschen Fragen“ stellte; dies bezeichnenderweise sogar auf Betreiben seiner eigenen Kollegen vor allem der schreibenden Zunft, die diese Ungeheuerlichkeit mit Begeisterung und gespielter Gleichgültigkeit schulterzuckend zur Kenntnis nahmen. Sie selbst sind ja nicht betroffen, weil sie auf der Seite des Mainstreams stehen. Noch nicht, jedenfalls.

Vielen ehemals enorm reichweitenstarken Internet-Blogs des bürgerlich-liberalen Spektrums wurde und wird bereits durch Shadow-Banning und linke Sabotageaktionen ihre Arbeit zur Hölle gemacht. „Zivilgesellschaftliche“ Aktivisten, teilweise staatlich aus den Haushaltstitel im „Kampf gegen Rechts“ alimentiert, wenden sich direkt an werbetreibende Firmen und Konzerne und machen sie hinterrotzig-freundlich darauf aufmerksam, dass ihre Reklame auf angeblichen „Coronaleugner-”, „Nazi-” oder „Hass-Seiten“ erscheine. Eine objektive Begründung dieser haarsträubenden Anschuldigungen erfolgt selbstverständlich dabei nie, sie wäre auch unmöglich, da es sich hier um nichts als eine gezielte Diffamierung missliebiger Meinungen handelt. Meist werden solche unterschwellig drohenden „Hinweise” an die Konzerne dann um die Vermutung ergänzt, ganz sicher habe das Unternehmen nichts davon gewusst, wo seine Werbung im Netz da erscheine, weshalb man ihm „die Gelegenheit geben“ werde, dies binnen einer Frist von typischerweise 14 Tagen zu korrigieren. Wenn man danach allerdings noch immer Anzeigen auf den fraglichen Seiten entdecke, müsse man von Vorsatz ausgehen.

Perfide Maschen
Manche dieser „Wächter-Vereine“ belassen es nicht bei der unterschwelligen Drohung, sondern kündigen dann unverhohlen an, die Firma öffentlich als Unterstützer von „rechtsextremen”, „menschenfeindlichen” oder „rassistischen” Portalen im Netz anzuprangern. Einige von ihnen unterhalten sogar sogenannte „Charts“ oder „Walls of Shames”, wo die Firmen, die auf den indizierten Seiten werben, öffentlich bloßgestellt werden. Die meisten Unternehmen jedoch knicken einfach ein. Es ist wie zu Zeiten der Hexenverfolgung: Die bloße „Besagung“ reicht aus, und schon ist das Opfer verloren. Oft merken die betreffenden Blogs und Seitenbetreiber erst an plötzlich wegbrechenden Werbeeinnahmen, dass sie wieder einmal Opfer einer solchen Kampagne geworden sind.

All dies läuft im besten Deutschland mit subsidiärer, unverhohlener oder gar offener Unterstützung von Regierung und Justiz ab. Gerichte verweigern den Erlass von Unterlassungsverfügungen gegen die Urheber dieser Denunzierungen (sofern diese überhaupt zu ermitteln sind), und linke Politiker begrüßen dieses kriminelle „zivilcouragierte Engagement” noch explizit, deckt es sich doch mit eigentlichen Zielen von Netzwerk-Durchsetzungsgesetz oder anderen Maßnahmen gegen schwammige Gummibegriffs-Delikte à la „Hass im Netz“ oder „Desinformation”. Zudem gehen die Big Player, die das faktische Monopol über Werbevermarktung im Internet innehaben – allen voran Google – offensiv voran und machen überhaupt keinen Hehl aus ihrer Gesinnungszensur.

Was unter „Ausnutzung”, „Leugnung” oder Billigung fällt, ist dabei so lapidar und undefiniert, dass praktisch alles damit gemeint sein kann – und genau so verfährt Google denn auch: Auch auf Ansage wurden und werden Beiträge, in denen etwa lediglich auf die Korruption in der Kiewer Führung hingewiesen wird oder die sich kritisch mit den Waffenlieferungen auseinandersetzen, einfach „demonetarisiert“, was heißt, dass Google dort keine Anzeigen mehr ausliefert oder bereits ausgelieferte nicht mehr vergütet. Und wie üblich – und auch bei Facebook praktiziert – existiert bei diesem Konzernmoloch weder eine persönlich kontaktierbare Stelle mit realen Ansprechpartnern, es gibt keine echten Revisionsmöglichkeiten dagegen, Klagen wären allenfalls in den USA bzw. nach US-Recht möglich und wer sich mit Google anlegt, dem droht gleich der komplette Ausschluss von Google Adsense – was für viele das wirtschaftliche Aus bedeutet oder sie bei ihrer eigenen Leserschaft zu Bettlern macht, von deren Unterstützung sie fortan abhängig sind.

Neben diesen unsäglichen, im Prinzip grundgesetzwidrigen Zuständen macht aus noch der Staat missliebigen Wortführern das Leben schwer – durch angedrohter oder Beobachtung von Journalisten durch den Verfassungsschutzes. So wird den alternativen Medien – zum Teil aus nichtigen und völlig unplausiblen Gründen – sinnbildlich „der Stecker gezogen”. ARD, ZDF und die zunehmend von staatlichen Hilfen sowie NGO- und Milliardärsstiftungen abhängigen Print-Leitmedien dieses Landes befinden diesen Krieg gegen Dissidenten als eine gute, wichtige, demokratische Aktion – und genügend willfährige Denunzianten (neudeutsch: „Faktenchecker bzw. „Wahrheitsfinder”) finden sich stets, um diese schmutzigen Aktionen zu orchestrieren. An Petzen, Blockwarten und soziopathischen Subjekten mit verdorbenem Grundcharakter hat es in Deutschland ja bekanntlich noch nie gemangelt.

Linksextreme Blogs sind wohlgelitten
Wohlgemerkt: Wir leben in Zeiten, in denen Broders „Achse”, aber auch „Tichys Einblick” und andere Seiten offen und offiziell als „Rechtsaußen-Blogs“ geführt werden dürfen – während der lupenrein linksextremistische, stramm linksgrün-regierungstreue Propagandakanal „Volksverpetzer,“ eine der größten medialen Dreckschleudern überhaupt, mittlerweile selbst in wissenschaftlich-universitären Kreisen als zitierfähige Quelle gilt und sogar regelmäßig die vorderen Plätze auf den einschlägigen Ranking-Portalen belegt (auch wenn solchen Erhebungen stark zu misstrauen ist).

Tatsache ist, dass viele freiheitlich gesinnte Blogs schlagartig an Einfluss und Reichweite einbüßen, sobald die Schnüffler des Verfassungsschutzes sich ihrer „annehmen“ und fortan wie ein Damoklesschwert über Artikeln, Einschätzungen und Kommentaren schweben. Denn letztlich steht und fällt mit dieser unerwünschten staatlichen Aufmerksamkeit deren Integritätsstatus – und Finanzierung. Zudem ist die Verfolgung als latente Drohkulisse für alle Beteiligten absolut zermürbend und belastend. Schlimmer noch: Für alle nicht-linken Blogbetreiber gibt es fortan keine verlässlichen Rahmenbedingungen mehr. Denn was nicht mehr passt hierzulande, wird nicht länger einfach passend gemacht – sondern gleich verboten und eliminatorisch bekämpft. Von einer argumentativen Debatte kann schon überhaupt keine Rede mehr sein, die Ausgrenzung ins Toxische verbietet der „Konsens-“ und „Mehrheitsgesellschaft“ überhaupt jegliche inhaltliche Auseinandersetzung mit den vernichtungswürdigen, unwerten Plattformen. Nach dem Motto: wer gängigen Regierungs-Narrativen widerspricht, mit dem kann es keinen Konsens mehr geben.

Kein Grund zur Verzweiflung
Doch trotz all dieser düsteren Entwicklungen ist das niveaulose Gebaren noch lange kein Grund für lähmenden Defätismus auf Seite der Gegenöffentlichkeit. Im Grunde ist dies alles nämlich nichts Neues. Die unerträgliche Denunziations- und Melde-Kultur wurde bereits 2015 erfolgreich unter der damaligen Merkel-Ägide etabliert. Wir hatten lange Jahre, uns an das zu gewöhnen, was heute alltäglich geworden ist. Obwohl die, die es trifft, real bedroht sind, sehen wir diese zum Selbstläufer geratene Masche praktisch ständig. Viele haben sich daran auch unmerklich angepasst: Die Menschen in den sozialen Medien überwachen und zensieren sich mittlerweile selbst, machen sich gegenseitig fertig und zeigen sich an. Im großen Maßstab. Der Hass und die Spaltung hat womöglich historische Dimensionen erreicht. Ein Perpetuum Mobile der Destruktion. Eine linke Nummer.

Das alles läuft ab im selben Stil, den auch eine neue Generation von Parlamentariern, vornehmlich den Linksgrünen entstammend, handhabt. Nicht wenige von ihnen schreiben nahezu tagtäglich Strafanzeigen gegen unbescholtene Bürger, die lediglich von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen und Handlungen hinterfragen – obwohl dies vergebliche Liebesmüh‘ ist: Denn in diesen Kreisen wird keinerlei Kritik mehr akzeptiert, sei diese auch noch so berechtigt und formal korrekt vorgetragen. Wildgewordenen Hinterbänklern wie beispielsweise dem SPD-Listenplatz-Inhaber Helge Lindh (der wegen eines Vergleichs mit Kermit dem Frosch vor Gericht zog und so seine berühmten 15 Minuten Ruhm erlangen wollte) ist keine Schäbigkeit, Gemeinheit und Hinterlist abgründig genug, und sie missbrauchen die ihnen von Steuerzahler zugestandenen Privilegien und Ressourcen schamlos. Die Intoleranz der Politiker und die zunehmende Nichtduldung und Verfolgung kritischer Medien sind zwei Seiten derselben Medaille.
Erstveröffentlichung: ansage.org
(beischneider.net)

Joachim Kuh (AfD):  „Transgender-Hype wird das Waterloo der Ampel“

Die Bundesregierung hat ihre „Eckpunkte zum Selbstbestimmungsgesetz“ vorgelegt, das es bereits 14-Jährigen ermöglichen soll, eine Geschlechtsumwandlung auch gegen dem Willen ihrer Eltern durch ein Gericht durchzusetzen. Dazu sagt der Sprecher der „Christen in der AfD“, MdEP Joachim Kuhs:

„Die Bundesregierung forciert den Transgender-Hype unter Jugendlichen, der von einer breiten Öffentlichkeit abgelehnt wird. Schwule, Lesben und Feministen sind sich mit Eltern, Christen, Moslems, Juden und Kinderschützern in diesem Punkt einig: Es darf keine Geschlechtsumwandlung von Minderjährigen ohne die Einwilligung der Eltern geben.

Wenn die Bundesregierung darauf besteht, dieses Thema durchzudrücken, wird sie ihr Waterloo bei den nächsten Wahlen erleben, denn keine Kraft der Welt ist so mächtig wie eine Mutter, die um ihre Kinder kämpft.

Das Selbstbestimmungsgesetz wird an seinen eigenen Widersprüchen scheitern, denn einerseits verbietet der Entwurf, überhaupt darüber zu reden, wenn jemand trans ist (per „Offenbarungsverbot“); andererseits verspricht es den Sportvereinen die freie Entscheidung darüber, weil sie wissen, dass ihr Vorhaben den Frauensport zerstören wird. Sie wollen uns hier ein X für ein U vormachen. Das wird nicht gut gehen.“
(pi-news.net)

Kommunismus: Aufhebung des Privateigentums, der Familie, für Weibergemeinschaft

Ihr entsetzt euch darüber, daß wir das Privateigentum aufheben wollen. Aber in eurer bestehenden Gesellschaft ist das Privateigentum für neun Zehntel ihrer Mitglieder aufgehoben, es existiert gerade dadurch, daß es für neun Zehntel nicht existiert. Ihr werft uns also vor, daß wir ein Eigentum aufheben wollen, welches die Eigentumslosigkeit der ungeheuren Mehrzahl der Gesellschaft als notwendige Bedingung voraussetzt.

Ihr werft uns mit einem Worte vor, daß wir euer Eigentum aufheben wollen. Allerdings, das wollen wir. Von dem Augenblick an, wo die Arbeit nicht mehr in Kapital, Geld, Grundrente, kurz, in eine monopolisierbare gesellschaftliche Macht verwandelt werden kann, d.h. von dem Augenblick, wo das persönliche Eigentum nicht mehr in bürgerliches umschlagen kann, von dem Augenblick an erklärt ihr, die Person sei aufgehoben.

Ihr gesteht also, daß ihr unter der Person niemanden anders versteht als den Bourgeois, den bürgerlichen Eigentümer. Und diese Person soll allerdings aufgehoben werden. Der Kommunismus nimmt keinem die Macht, sich gesellschaftliche Produkte anzueignen, er nimmt nur die Macht, sich durch diese Aneignung fremde Arbeit zu unterjochen.

Man hat eingewendet, mit der Aufhebung des Privateigentums werde alle Tätigkeit aufhören, und eine allgemeine Faulheit einreißen. Hiernach müßte die bürgerliche Gesellschaft längst an der Trägheit zugrunde gegangen sein; denn die in ihr arbeiten, erwerben nicht, und die in ihr erwerben, arbeiten nicht. Das ganze Bedenken läuft auf die Tautologie hinaus, daß es keine Lohnarbeit mehr gibt, sobald es kein Kapital mehr gibt.

Alle Einwürfe, die gegen die kommunistische Aneignungs- und Produktionsweise der materiellen Produkte gerichtet werden, sind ebenso auf die Aneignung und Produktion der geistigen Produkte ausgedehnt worden. Wie für den Bourgeois das Aufhören des Klasseneigentums das Aufhören der Produktion selbst ist, so ist für ihn das Aufhören der Klassenbildung identisch mit dem Aufhören der Bildung überhaupt. Die Bildung, deren Verlust er bedauert, ist für die enorme Mehrzahl die Heranbildung zur Maschine.

Aber streitet nicht mit uns, indem ihr an euren bürgerlichen Vorstellungen von Freiheit, Bildung, Recht usw. die Abschaffung des bürgerlichen Eigentums meßt. Eure Ideen selbst sind Erzeugnisse der bürgerlichen Produktions- und Eigentumsverhältnisse, wie euer Recht nur der zum Gesetz erhobene Wille eurer Klasse ist, ein Wille, dessen Inhalt gegeben ist in den materiellen Lebensbedingungen eurer Klasse.

Die interessierte Vorstellung, worin ihr eure Produktions- und Eigentumsverhältnisse aus geschichtlichen, in dem Lauf der Produktion vorübergehenden Verhältnissen in ewige Natur- und Vernunftgesetze verwandelt, teilt ihr mit allen untergegangenen herrschenden Klassen. Was ihr für das antike Eigentum begreift, was ihr für das feudale Eigentum begreift, dürft ihr nicht mehr begreifen für das bürgerliche Eigentum.-

Aufhebung der Familie! Selbst die Radikalsten ereifern sich über diese schändliche Absicht der Kommunisten. Worauf beruht die gegenwärtige, die bürgerliche Familie? Auf dem Kapital, auf dem Privaterwerb. Vollständig entwickelt existiert sie nur für die Bourgeoisie; aber sie findet ihre Ergänzung in der erzwungenen Familienlosigkeit der Proletarier und der öffentlichen Prostitution.

Die Familie der Bourgeois fällt natürlich weg mit dem Wegfallen dieser ihrer Ergänzung, und beide verschwinden mit dem Verschwinden des Kapitals. Werft ihr uns vor, daß wir die Ausbeutung der Kinder durch ihre Eltern aufheben wollen? Wir gestehen dieses Verbrechen ein.

Aber, sagt ihr, wir heben die trautesten Verhältnisse auf, indem wir an die Stelle der häuslichen Erziehung die gesellschaftliche setzen. Und ist nicht auch eure Erziehung durch die Gesellschaft bestimmt? Durch die gesellschaftlichen Verhältnisse, innerhalb derer ihr erzieht, durch die direktere oder indirektere Einmischung der Gesellschaft, vermittelst der Schule usw.? Die Kommunisten erfinden nicht die Einwirkung der Gesellschaft auf die Erziehung; sie verändern nur ihren Charakter, sie entreißen die Erziehung dem Einfluß der herrschenden Klasse.

Die bürgerlichen Redensarten über Familie und Erziehung, über das traute Verhältnis von Eltern und Kindern werden um so ekelhafter, je mehr infolge der großen Industrie alle Familienbande für die Proletarier zerrissen und die Kinder in einfache Handelsartikel und Arbeitsinstrumente verwandelt werden.

Aber ihr Kommunisten wollt die Weibergemeinschaft einführen, schreit uns die ganze Bourgeoisie im Chor entgegen. Der Bourgeois sieht in seiner Frau ein bloßes Produktionsinstrument. Er hört, daß die Produktionsinstrumente gemeinschaftlich ausgebeutet werden sollen, und kann sich natürlich nichts anderes denken, als daß das Los der Gemeinschaftlichkeit die Weiber gleichfalls treffen wird.

Er ahnt nicht, daß es sich eben darum handelt, die Stellung der Weiber als bloßer Produktionsinstrumente aufzuheben. Übrigens ist nichts lächerlicher als das hochmoralische Entsetzen unserer Bourgeois über die angebliche offizielle Weibergemeinschaft der Kommunisten. Die Kommunisten brauchen die Weibergemeinschaft nicht einzuführen, sie hat fast immer existiert.

Unsre Bourgeois, nicht zufrieden damit, daß ihnen die Weiber und Töchter ihrer Proletarier zur Verfügung stehen, von der offiziellen Prostitution gar nicht zu sprechen, finden ein Hauptvergnügen darin, ihre Ehefrauen wechselseitig zu verführen.

Die bürgerliche Ehe ist in Wirklichkeit die Gemeinschaft der Ehefrauen. Man könnte höchstens den Kommunisten vorwerfen, daß sie an Stelle einer heuchlerisch versteckten eine offizielle, offenherzige Weibergemeinschaft einführen wollten. Es versteht sich übrigens von selbst, daß mit Aufhebung der jetzigen Produktionsverhältnisse auch die aus ihnen hervorgehende Weibergemeinschaft, d.h. die offizielle und nichtoffizielle Prostitution, verschwindet.

Den Kommunisten ist ferner vorgeworfen worden, sie wollten das Vaterland, die Nationalität abschaffen. Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben. Indem das Proletariat zunächst sich die politische Herrschaft erobern, sich zur nationalen Klasse erheben, sich selbst als Nation konstituieren muß, ist es selbst noch national, wenn auch keineswegs im Sinne der Bourgeoisie.

Die nationalen Absonderungen und Gegensätze der Völker verschwinden mehr und mehr schon mit der Entwicklung der Bourgeoisie, mit der Handelsfreiheit, dem Weltmarkt, der Gleichförmigkeit der industriellen Produktion und der ihr entsprechenden Lebensverhältnisse.

Die Herrschaft des Proletariats wird sie noch mehr verschwinden machen. Vereinigte Aktion, wenigstens der zivilisierten Länder, ist eine der ersten Bedingungen seiner Befreiung.

In dem Maße, wie die Exploitation des einen Individuums durch das andere aufgehoben wird, wird die Exploitation einer Nation durch die andere aufgehoben. Mit dem Gegensatz der Klassen im Innern der Nation fällt die feindliche Stellung der Nationen gegeneinander.

Die Anklagen gegen den Kommunismus, die von religiösen, philosophischen und ideologischen Gesichtspunkten überhaupt erhoben werden, verdienen keine ausführlichere Erörterung.

Bedarf es tiefer Einsicht, um zu begreifen, daß mit den Lebensverhältnissen der Menschen, mit ihren gesellschaftlichen Beziehungen, mit ihrem gesellschaftlichen Dasein, auch ihre Vorstellungen, Anschauungen und Begriffe, mit einem Worte auch ihr Bewußtsein sich ändert?

Was beweist die Geschichte der Ideen anders, als daß die geistige Produktion sich mit der materiellen umgestaltet? Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse.
(Aus "Manifest der Kommunistischen Partei" von Karl Marx und Friedrich Engels)

 

 

Es läuft vieles dumm im Lande Deutschland. Trotzdem besteht kein Grund, Dummen recht zu geben, weil sie die Mehrheit sind und Politik wie deren Medien hinter sich haben. Trotzdem ist Klima Klima und muss aus täglich gegebenem Anlass  als das gesehen und verstanden werden, was es ist und nichts anderes.  Jeder Punkt auf der Erde hat sein eigenes Klima. Alles sonst ist vom Übel und bedenklicher  Tsunami eines bedrohlicher werdenden Bildungsprekariats.  Deutscher Wetterdienst: "Das Klima ist definiert als die Zusammenfassung der Wettererscheinungen, die den mittleren Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem mehr oder weniger großen Gebiet charakterisieren. Es wird repräsentiert durch die statistischen Gesamteigenschaften (Mittelwerte, Extremwerte, Häufigkeiten, Andauerwerte u. a.) über einen genügend langen Zeitraum. Im allgemeinen wird ein Zeitraum von 30 Jahren zugrunde gelegt, die sog. Normalperiode, es sind aber durchaus auch kürzere Zeitabschnitte gebräuchlich“.
Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1838., S. 615-617: Klima (das) eines Ortes nennt man die allgemeinen Witterungsverhältnisse desselben, welche im Temperaturwechsel, in Winden, Regen, Schnee, Gewittern u.s.w. sich äußern. Von dem Klima hängt dann die ganze äußere Erscheinung eines Ortes ab. Der Pflanzenwuchs, die Thierwelt, selbst die Beschaffenheit des Menschen und die Art, wie seine Lebensweise eingerichtet ist, sind in den verschiedenen Klimaten gänzlich verschieden. Man kann die Ursachen, welche die klimatische Beschaffenheit eines Ortes bedingen, in allgemeine und besondere eintheilen, insofern die letzteren nicht an allen Orten der Erde thätig sind. Die wichtigste der allgemeinen Ursachen ist die geograph. Breite, die Entfernung von dem Äquator; denn es ist bekannt, daß die Hitze unterhalb des Äquators und in der Nähe desselben am heftigsten ist, von da ab aber nach den Polen durch alle Wärmegrade in die heftigste Kälte übergeht. Mit dieser von der Breite abhängigen Verschiedenheit der Temperatur hängt dann auch die Verschiedenheit im Verlauf der Jahreszeiten (s.d.) innig zusammen und während in den Polargegenden Schnee und Eis nie verschwindet, sind dieselben in den Äquatorialgegenden völlig unbekannt. Von nicht viel geringerm Einflusse auf das Klima eines Ortes ist dessen Erhebung über den Meeresspiegel. Wenn man einen sehr hohen Berg ersteigt, so durchwandert man allmälig die verschiedensten Klimate. Während vielleicht am Fuß des Berges niemals das Wasser zu Eis erstarrt, herrscht am Gipfel desselben ein ewiger Winter. Auch der Pflanzenwuchs zeigt an Bergen diesen Wechsel der Klimate. Es ist eine bekannte Thatsache, daß wir bei Besteigung eines hohen Berges diejenigen Pflanzen nach und nach treffen, auf welche wir ebenfalls bei einem weitern Vordringen nach den Polargegenden stoßen. Besondere Eigenthümlichkeiten zeigt das Klima der Hochebenen, d.h. der Ebenen, welche sich in einer bedeutenden Höhe über dem Meeresspiegel hinziehen. Hier wechseln, besonders wenn jene Ebenen in Gegenden liegen, welche vermöge ihrer geogr. Breite eine höhere Temperatur haben, verhältnißmäßig sehr warme Tage mit sehr kalten Nächten und nur selten erheben sich Regenwolken bis über diese Ebenen. So liegt z.B. Quito unter dem Äquator, und doch sinkt hier der Thermometer zuweilen bis unter 0°, weil das Land 8000 F. über dem Meere liegt. Die dritte allgemeine Ursache der klimatischen Beschaffenheit ist die Beschaffenheit des Bodens. In sandigen Gegenden zieht sich die atmosphärische Feuchtigkeit schnell in den Boden, der dennoch eine fortwährende Trockenheit zeigt. Bei größerer Ausdehnung solcher Sandgegenden verdunstet niemals Wasser von dem Boden in die Luft und es können daher auch keine wässerigen Niederschläge, kein Regen, erfolgen. Auf diese Weise entstehen die Wüsten, in denen auf die Länge kein Thier und keine Pflanze mit wenigen Ausnahmen existiren kann. Mitten in diesen Wüsten liegen aber Stellen, welche einen sehr üppigen Pflanzenwuchs zeigen, die Oasen. Es sind diese solche Stellen, wo sich unter dem Sande ein festes Gestein befindet, welches das Tiefersinken des atmosphärischen Wassers hindert, sodaß dieses sich sammelt und vereint mit der herrschenden Wärme das blühendste Leben mitten in der Einöde hervorruft. – Außer den angegebenen Ursachen wirken nun aber bei jedem einzelnen Orte auf der Erde eine Unzahl von Einzelnheiten, welche der Umgebung desselben angehören, auf das Klima desselben. Am wenigsten ist dieses auf dem Meere, besonders in größerer Entfernung von den Küsten der Fall. Aus diesem Grunde zeigt auch das Klima über dem Meere eine größere Regelmäßigkeit, indem nicht allein weniger und nur allmälige Wechsel vorkommen, sondern auch eine fast völlige Abhängigkeit von der geogr. Breite stattfindet. Auf dem Lande sind die besondern Ursachen zuweilen ebenso mächtig oder noch mächtiger als die allgemeinen. Berge, namentlich Bergketten, kühlen die Luft ab, sammeln die Feuchtigkeit aus der Atmosphäre und theilen dieselbe dem Lande in Quellen und Bächen mit und bestimmen die Richtung der Winde, halten wol auch gewisse Winde von den unter ihnen liegenden Gegenden völlig ab. Man findet in Norwegen Thäler, welche gegen Süden gerichtet und übrigens vor allen andern Winden geschützt sind; in denselben herscht ein so mildes Klima, daß selbst die feinern Obstsorten zur Reise gelangen. In engen Thälern sind die Gewitter heftig, lang anhaltend und oft wiederkehrend, weil die tief gehenden Wetterwolken von den Bergwänden nicht fortgelassen, sondern zurückgeworfen werden. Die Winde selbst sind von sehr verschiedenem Einfluß auf das Wetter, je nachdem sie über weit ausgebreitete Ebenen oder über Gebirge, oder endlich über das Meer kommen. Küsten und Inseln haben ein eigenthümliches Klima, indem sie fast dieselbe Regelmäßigkeit und Gleichförmigkeit des Klimas zeigen, wie das sie umgebende Meer. Überdies sind ihnen Stürme, Nebel und zum Theil Überschwemmungen eigenthümlich. Von bedeutendem Einfluß auf das Klima sollen auch große Waldungen sein, sodaß die ganze klimatische Beschaffenheit von Ländern, welche mit Waldungen bedeckt sind, verändert wird, wenn man diese ausrottet. – Das Klima einzelner Länder erleidet in Jahrhunderten keine Veränderung. Eine Menge von Thatsachen bezeugen aber, daß in noch längern Zeiträumen allerdings sehr bedeutende Veränderungen in dem Klima der meisten, wahrscheinlich aller Gegenden der Erde vorgegangen sein müssen. Man hat in kalten Gegenden Versteinerungen von Pflanzen und Thieren gefunden, welche einst hier gelebt haben müssen, die aber ihrer natürlichen Beschaffenheit nach nur in warmen, ja heißen Gegenden existiren können. Diese großartigen Veränderungen haben unstreitig darin ihren Grund, daß die Erde ihre Stellung auf ihrer Bahn verändert. Deutschland muß nach der Erzählung der Alten einst ein weit rauheres Land gewesen sein als gegenwärtig, und man sieht den Grund dieser Veränderung in dem Anbau des Bodens und der Ausrottung der Wälder. Des Einflusses, welchen das Klima auf die ganze organische Welt ausübt, wurde im Allgemeinen schon gedacht. Nur der Mensch scheint unter allen Himmelsstrichen fortkommen, sich an ein ihm von Geburt fremdes Klima gewöhnen oder sich akklimatisiren zu können; doch sind auch ihm die zunächst um die Pole liegenden Gegenden unzugänglich. Man hat viele Versuche gemacht, aber noch Niemand ist es gelungen, in die Nähe des Nordpols, noch weniger in die des Südpols zu gelangen. Die Kälte ist hier unerträglich. Das Ende der nördlichen Gegenden, in denen es Menschen Jahre lang ausgehalten haben, ist Spitzbergen. Der bekannte Reisende und Naturforscher Scoresby war mehre Mal während des Sommers hier, traf aber nur einmal eine Temperatur von etwas über 7° R. Gewöhnlich ist die Temperatur höchstens 1° R. Je weiter man gegen die Pole vordringt, desto mehr verschwindet die Mannichfaltigkeit der Thier- und Pflanzenwelt, durch welche die Äquatorialgegenden sich auszeichnen. Jedes Klima hat seine eigenthümliche Thier- und Pflanzenwelt, aber während besonders die Pflanzen kalter Gegenden gut in warmen Ländern gedeihen und hier oft noch schöner und kräftiger sich ausbilden, kommen die Gewächse warmer Klimate gar nicht oder nur mit Hülfe der Kunst in den kalten fort. In den heißen Gegenden erreichen die Gewächse oft eine ungewöhnliche Größe, wie denn z.B. A. von Humboldt unter dem Äquator Feigenbäume fand, welche Stämme von 22 Fuß im Durchmesser hatten. Indem man mit der Bibel annimmt, daß alle Menschen von Einem Menschenpaare ursprünglich abstammen, muß man die großen körperlichen und auch geistigen Verschiedenheiten, welche die sogenannten Menschenracen zeigen, von dem schon Jahrtausende währenden Einfluß des Klimas der Länder ableiten, in welche die Menschen sich vertheilt haben. Bemerkenswerth ist auch, daß die Bewohner gewisser Gegenden, welche klimatische Eigenthümlichkeiten haben, von gewissen Krankheiten vorzugsweise heimgesucht werden. So findet man Hautausschläge, die Pest, das gelbe Fieber vorzugsweise in heißen Gegenden, den Weichselzopf in der großen Tatarei, in Siebenbürgen, Ungarn und Polen; Kakerlaken, Kretins in den engen Bergschluchten, namentlich der Alpengebirge; heftige Augenentzündungen in Ägypten. Einzelne Krankheiten sind aus fernen Gegenden nach Europa vorgedrungen, scheinen aber hier allmälig, sowie sie sich einbürgern, an ihrer ursprünglichen Heftigkeit zu verlieren. So kamen die Menschenpocken wahrscheinlich aus dem innern Afrika, die Masern aus Äthiopien, die Syphilis aus Amerika und die Cholera aus Ostindien.
Quelle:

(tutut) -  Wie das Klima in 50 Jahren wird, weiß jeder, seit jüngst sein Wandel entdeckt wurde. Wie wird das Wetter morgen? Dies kann nur Zeitung hinterher wissen, oder der Wetterfrosch in provinziellen Regionen, dessen High-Tech-Instrumente Regentropfen zählen  für das Lokalpresswerk, das den abgelaufenen Monat aktuell Revue passieren lässt. Wie wird der Juli?  Um den Umfragen zuvor zu kommen, jetzt ganz genau: Der Hundertjährige Kalender (100-jaehriger-kalender.com)  weiß, es wird wieder ein Wetter geben. Hundertprozentig! Nicht gewürfelt, gerührt oder geschüttelt: "01.–09. Kühle Tage, 12. Ein glühendheißer Tag, 13.–31. Eine große Hitze und kein Regen, es folgt eine große Dürre". Wer kennt keine große Dürre oder gar eine kleine Dicke? So leicht machen es sich Spruchbeutler aus dem Bauernleben nicht. Sie wollen schon ein bisschen mehr bieten und genauer sein, als die Wahrsager der Zeitungsumfragen. Horst Leisering stellt in seinen "Wetter-und Bauernregeln" den Juli  als "Der hitzige Monat" an den Pranger der vier Jahreszeiten. Der Name Juli entstand zu Ehren von Julius Cäsar. Sein Geburtsmonat , der zuvor Quintilis (derFünfte) hieß,  wurde im Jahre 44 v.Chr. umbenannt". Ob Scholz die Umbenennung von Juni auf Olaf schafft? "Der immerwährende, ganzheitliche Natur- und Wetter-Kalender"  von Bernhard Michels ist in seinen  Witterungsprognosen etwas präziser: "Vom1. bis 4. häufig Hochdrucklage mit warmem Wetter, 5. bis 11. häufig wechselhaftes Westwetter mit kühler Meeresluft undNiederschlägen, 12. bis 18. oft Hochdruckwetter mit sonnigheißen Temperaturen,19. bis 29. oft Regen und kühleMeeresluft, um den 22. auffällige Niederschlagsneigung. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 % folgt nach einem warmen Jakobitag (25.Juli) ein durchschnittlich zu kalter Januar. ("Genauso wie der Juli war, wird nächstes Jahr der Januar".) Etwa ab dem 30. Juli herrscht oft eine sonnige, warme und trockene Witterungslage, die 1-2 Wochen anhalten kann. Nach einem warmen Juli folgt zu zwei Dritteln der Jahre ein warmer September, besonders im Süden Deutschlands. Die bekanntesten Tage im Juli sind die "Hundstage", worunter allgemein eine Zeit mit" Hundehitze" verstanden wird. In Wirklichkeit geht es um Astrologie, der Hundsstern Sirius wird am Maul des "Großen Hundes" (23. Juli) sichtbar, und verschwindet wieder am 23. August. Heute entsprechen die Hundstage  etwa derZeit von Anfang  Juli bis Ende August. Es handelt sich um Tage, die über die Ernte entscheiden. "Hundstage hell und klar, zeigen an ein gutes Jahr, werden Regen sie begleiten, kommen nicht die besten Zeiten". Wie pflegt der Bayer zu staunen? "Hunds san's scho!" Nicht nur Kinder machen Märchen froh, sondern Erwachsene ebenso. "Pfeifst  du auf dem letzten Ton, melde dich krank und sag: Ozon".  Denn "Sporttage stehen in den Startlöchern".  "Kurz nach dem Stromausfall wittern Einbrecher ihre Chance - Stromausfall am Wochenende hatte teilweise bis in den späten Montag hinein Konsequenzen".  Dem Volontör ist nichts zu schwör.  Morgen erst wird Maria heimgesucht, aber im Rathaus war die Welt zu Ende: "'Wir hatten teilweise erst am Montagabend wieder vollen Zugriff auf unsere Mailserver und haben noch immer mit einem Datenverlust zu kämpfen', berichtet Larissa Menssen von der Stadtverwaltung. 'Durch den Stromausfall wurden unsere Server heruntergefahren', sagt sie. 'Als dann um 3.50 Uhr nochmal ein 21-sekündiger Ausfall passierte, fuhren unsere Server das ganze Wochenende nicht mehr hoch'. In der gesamten Zeit von Freitagnacht bis Montag ist es unklar, ob E-Mails auch bei der Stadt angekommen sind. Daher bittet die Stadt, Nachrichten, die in dieser Zeit verschickt wurden, sicherheitshalber ein zweites Mal zu senden". Wie viele Versuche ist Spaichingen wert?  Das Hospiz für die Region wohl nur einen, aber das Leben ist kein Biergarten, wo Bäume in den Himmel wachsen, auch kein Krankenhaus, wo Mensch geht ein und aus,  nun wird Luxus draus: "Im Pflegehotel können Angehörige Kraft tanken - 80 Apartments und 20 Tagespflegeplätze sollen am Gesundheitszentrum entstehen". Frau schwärmt, nicht immer fehlerfrei: "Auch wenn es noch einige 'Wenns' gibt: Das, was der Geschäftsführer der Gesundheitszentrum Spaichingen GmbH, Michael Osypka, Landrat Stefan Bär, Bürgermeister Markus Hugger sowie der Geschäftsführer der Geschäftsführer der Sozial Invest Spaichingen GmbH, Philipp Müller am Montag in der Stadthalle vorgestellt haben ist das konkreteste, was bisher zur Entwicklung des ehemaligen Krankenhausstandorts hin zum Gesundheitszentrum zu erfahren war. Von der Vorstellung, vielleicht ein Restchen 'Krankenhaus' zu erhalten, müssen sich die Bewohner des nördlichen Landkreises verabschieden. Vom Wunsch, dort für die Gesundheit und bei Krankheit einen Anlaufpunkt zu haben, aber nicht. im Gegenteil. Die Pläne für das Pflegehotel mit seinen drei Gebäuden Tagespflege, Präventions- und Therapiezentrum und rehabilitativer Kurzzeitpflege sind sehr konkret, jetzt ist die Stadt am Zug, einen Bebauungsplan aufzustellen und die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen". Georg Christoph Lichtenberg pflegte dies "Neue Blicke durch alte Löcher" zu nennen. Kann auch umgekehrt sein. Herrschaft, es sind Corona-Zeiten, es ist Krieg, Ukraine und die Welt kommen. Wer will da noch zögern und nicht zugreifen? Schnäppchen gibt es nicht immer wieder: "Der Kaufvertrag für das Gelände sei noch nicht unterschrieben, aber verhandelt. Der Kreistag hatte schon Grünes Licht für den Verkauf von 8200 Quadratmeter für je 100 Euro gegeben. Mit eingetragen worden sei eine verpflichtende Laufzeit für 20 Jahre. Die Betreiber, die auch anderswo weitere Pflegehotels nach dem Pilotprojekt Willingen bauten, hätten aber eine Einrichtung auf viele Jahrzehnte vor, so Müller. Trotzdem lässt sich der Kreis das Rücknahmerecht, falls doch etwas schief geht, vertraglich zusichern". So geht Politik und kann nicht anders! Der frühere EU-Häuptling Juncker aus Luxusburg pflegte zu sagen: "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt".  Nach dem Krankenhaus was Gesundes für den Kreis? "Zwar müssen die begleitenden Angehörigen ihren Aufenthalt im eigenen Apartment mit angegliederten Anwendungen selbst bezahlen, aber in Willingen sei, so Landrat Bär später, dieser Bereich immer ausgebucht. Der Bedarf sei riesig: 'Oft sind die Angehörigen physisch und psychisch kaputter als die gepflegten Angehörigen', so Müller. Wichtig sei deshalb die Ausstattung der 80 Apartments insgesamt zu 24 bis 34 Quadratmetern und einer hotelähnlichen Ausstattung, einem Gemeinschaftsraum, Hotelbuffet, Veranstaltungen, einer Küche für Kochseminare, einem Ruheraum in der Tagespflege und Lichttherapie, Salzgrotten, einem Sole-Sauerstoff-Raum und einem Bewegungsbad mit Lift sowie einer medizinischen Gerätetherapie, bei der die Geräte so digitalisiert sind, dass sie die Gesundheitsfortschritte auch objektiv messen können".  Spaichingen sehen und nicht sterben. Wer will da noch gesund sein und in Urlaub fliegen, wenn das Bodenpersonal bereitsteht. "Woher er gedenke, das Personal zu nehmen? fragte eine Zuhörerin".  Hat die etwa Zeitung gelesen darüber, dass Deutschland immer voller wird, aber die Arbeitenden ausgehen? "Mit Gastarbeitern gegen das Check-in-Chaos - Bundesregierung will Einsatz ausländischer Hilfskräfte an Flughäfen erleichtern - Einsatz könnte für Sommerferien zu spät kommen". Geheimnis des Glaubens.  "Die Erfahrung aus Willingen zeige, dass jede Woche Initiativbewerbungen eingingen..." Wer nicht will -in -Ingen, hat gehabt. Vergangenheit, Gegenwart, Lust auf Zukunft heißt das Zauberwort, mit dem schon so mancher Politiker sogar aus der Gegend gescheitert ist. Keine Frage des Geldes. "Wie sei das ganze  zu finanzieren? 'Es gibt keinen großen Geldgeber, der hinter uns steht“, sagte Müller. Die Finanzierung werde über eine große regionale Bank gesichert. Das wichtige sei hier das Knowhow, dass dieses Konzept ein Zukunftskonzept sei, das sich trage". Wo liegt eigentlich Willingen?  pflegehotel-willingen.de: "Wir freuen uns, dass Sie uns kennenlernen möchten. Modellhafte Kurzzeitpflege - Bundesweit einzigartig in dieser Form - Das Pflegehotel Willingen ist eine durch alle gesetzlichen und privaten Pflegekassen anerkannte Einrichtung, die zusätzlich zu den sonst üblichen Leistungen einer Kurzzeitpflegeeinrichtung auch täglich Rehabilitationsleistungen anbietet. Tagespflege und Tagespflege aktiv (Pflege, Betreuung und Rehabilitation) - ebenfalls Bundesweit einzigartig in dieser Form - Das Pflegehotel Willingen bietet Tagespflege an allen Wochentagen, also auch am Wochenende, von 8.00 Uhr bis 17.30 Uhr an. Auch die Angehörigen werden nicht alleine gelassen, sondern auf Wunsch beraten und angeleitet, damit sie ihren Alltag leichter bewältigen können. Anreise mit dem Auto - Verreisen Sie gerne mit dem eigenen Auto? Kein Problem. Direkt am Hotel stehen Parkplatze für unsere Gäste zur Verfügung. Während Ihres gesamten Aufenthalts parken Sie dort kostenlos. Für eine reibungslose Anfahrt geben Sie am besten folgende Adresse in Ihr Navigationssystem ein: 34508 Willingen/Upland, Zum Kurgarten 9.  Anreise mit dem Zug - Für Sie beginnt der Urlaub bereits im Zug? Wunderbar. Auch die Anreise mit dem Zug gestaltet sich ganz einfach, denn der Bahnhof Willingen liegt nur knappe 600 Meter vom Pflegehotel entfernt. Weitere mögliche Anreise-Bahnhöfe sind: der etwa 5 Kilometer entfernte Bahnhof Brilon-Wald oder der etwa 70 Kilometer entfernt liegende ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe.

Anreise mit dem Fahrdienst vom Pflegehotel Willingen - Sie können sich auch ganz bequem direkt von zu Hause abholen lassen. Wir berechnen pro gefahrenen Kilometer mit Ihnen im Auto 1,60 €. Natürlich sind unsere Fahrzeuge Rollstuhl- und Behindertengerecht. Bei Fragen hierzu rufen Sie uns gern an 0 56 32 - 98 93 0". Wo kriegt Spaichingen jetzt einen Kurgarten her, wenn dem geplanten Biergarten schon die Bäume fehlen? Wikipedia: "Willingen (Upland) - ist eine Gemeinde im Upland, dem nordöstlichen Teil des Rothaargebirges. Sie gehört zum nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg und grenzt direkt an den Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Die urkundliche Ersterwähnung Willingens geht auf das Jahr 1380 zurück. Höhe: 550 m,Fläche: 80,19 km², Wetter: 16 °C, Wind aus S mit 8 km/h, 91 % Luftfeuchtigkeit Postleitzahl: 34508, Bevölkerung: 6.344 (30. Juni 2009)".  Spaichingen muss kleiner werden.  Bloß nicht noch mehr Süden. "Italien ächzt unter der Hitze - Dem Urlaubsland machen Trockenheit und Waldbrände zu schaffen - Überschwemmungen in Österreich". Lieber frieren gegen Russland?  "Interview: 'Heizperiode um vier Wochen verkürzen' - Energiesparexperte Immanuel Stieß über energiefressendes Streaming, unnötiges Licht und gassparendes Heizen ohne Frieren". Heizer auf der E-Lok wissen Bescheid.  So wie Kommentarismus: "Der Dreiklang der Ampel - Die Finanzpolitik der Ampel beginne erst wirklich mit dem Bundeshaushalt 2023, sagte FDP-Finanzminister Christian Lindner sinngemäß, als er vor sechs Wochen seine Strategie erläuterte. ... Es ist der Dreiklang aus Disziplin, Energie und Sicherheit. Lindner musste die Schuldenbremse wieder in Kraft setzen - sonst könnte er nicht begründen, warum er in dieser Regierung mitmacht".  Welche Regierung? "Klimaschutz ist die zweite Säule der Regierungspolitik, erweitert um Energiesicherheit. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kann große Summen in den Ausbau der erneuerbaren Energien stecken. Gleichzeitig hat er die Mittel, um die Energieversorgung trotz des russischen Angriffs auf die Ukraine zu sichern".  Lacht da jemand? Es wird ihm schon vergehen, dem Volk. Hört es das Pfeifen aus dem dunklen Wald? "Klare Kante gegen Russland - Nato überarbeitet Konzept und sagt Ukraine Hilfe zu".  Was wäre Deutschland ohne Jeanne d'Arc aus der Provinz, zweifrauen widmen ihr eine ganze Seite: "'Wir haben uns zu sehr in Sicherheit gewiegt' - Pandemie, Krieg, Naturkatastrophen - Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erklärt, wie sie Deutschland krisenfest machen will - Die erste Frau an der Spitze des Bundesinnenministeriums: Nancy Faeser wechselte im vergangenen Jahr von der hessischen Landespolitik in den Bund. Seit 2019 ist die Juristin in Hessen SPD-Landesvorsitzende". Wollte sie nicht nach Willingen?  Kitsch as Kitsch can: "Bundesinnenministerin Nancy Faeser empfängt in einem Zimmer, das eigentlich ein Saal ist. Mittendrin ein riesiger Tisch, der eine intimere Gesprächsatmosphäre von vornherein ausschließt, an den Wänden hellbraune Holzvertäfelung. Dieses Interieur hat Nancy Faeser mit dem Amt übernommen".  Wenn Politik nicht kann, dann kann sie halt anders: "Land zieht Idee für Lehrer-Teilzeit zurück - Pädagogen hatten das Schreiben des Ministerpräsidenten und der Kultusministerin zuvor scharf kritisiert". Schöpfung geht anders, Gott wird staunen: "Naturnah umgestaltetes Gelände am Donauursprung ist eingeweiht - Das Wasser hat nun wieder mehr Platz und fließt durch deutlich schönere Umgebung - nach zwei Jahren naturnaher Neugestaltung des Donauursprungs bei Donaueschingen ist das Gelände nun eröffnet...  Es sei wichtig, dass Flüsse als Lebensräume für Fische und andere Tier- und Pflanzenarten naturnah gestaltet und auch als Erholungsgebiet für den Menschen erhalten würden, sagte Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) bei der Einweihung am Mittwoch".  Landespolitik hat immer überflüssig viel Zeit, denn EU und Bund machen ja alles selbst, jeden Tag grüßt er: "Kretschmann will den Klimaschutz beim Bauen in den Fokus rücken".  Ist da noch was? "Inflation weiter über Sieben-Prozent-Marke - Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket bremsen Preisauftrieb leicht - Ökonomen warnen". Schlimmer geht immer! "Gefahr aus dem All - Auf dieser Computeranimation wirkt der Asteroid enorm bedrohlich. Tatsächlich rasen zig Gesteinsbrocken durch das All. Tausende sind auf einem potenziellen Kollisionskurs zur Erde - und kommen glücklicherweise nicht hier an". Abwarten. Wenn der Strom aus- und der Asteroid  fällt, nützt keine Simulation und keine artikelte Leidplanke aus der Schreib-GmbH: "Kontinuierliche Herumpfuscherei - Ab dem Jahr 2035 sollen in Europa keine Verbrenner-Fahrzeuge mehr zugelassen werden. Ob Autos, die trotz Auspuff mit synthetischen Kraftstoffen klimaneutral unterwegs sein könnten, noch eine Chance erhalten, ist unklar. Dabei wäre es von immenser Bedeutung, dass Europa sich diesen Pfad nicht verbaut". Warum nicht gleich nach Willingen? Oder gar nach Spaichingen ins Pflegehotel? Einer geht noch: "Den Weg in einen klimaneutralen Straßenverkehr hat die EU mit ihrem Votum für einen Emissionshandel im Verkehr und der Gebäudewärme frei gemacht - das ist die eigentlich epochale Entscheidung der Luxemburger Verhandlungsnacht. Sie wird dafür sorgen, dass die Emissionen in diesen Bereichen genauso sinken wie im Energiesektor". Wie meinte der Juncker vom  Graf von Luxusburg? "Wenn es ernst wird, muss man lügen". Es war einmal ein Krankenhaus.  Hundstage.

Polizeieinsatz an drei Standorten der Hochschule Furtwangen wegen Drohmails
Furtwangen (ots) - Zu einem größeren Polizeieinsatz ist es am Mittwoch in Furtwangen, Schwenningen und Tuttlingen gekommen. Grund hierfür waren mehrere E-Mail-Nachrichten an die Hochschule Furtwangen, in der sich diffuse Aussagen und Bilder befanden, die als Drohungen verstanden werden konnten. Das Rektorat der Hochschule informierte deswegen die Polizei. Diese hatte an allen drei Standorten der Hochschule in Furtwangen, Villingen-Schwenningen und Tuttlingen Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen mit höherem Kräfteansatz angeordnet. Das Rektorat veranlasste ihrerseits die Schließung der Eingänge und die Überwachung des Zutrittes. Die Lehrkräfte und Studierenden wurden informiert. Parallel dazu nahm die Kriminalpolizeidirektion Rottweil die Ermittlungen zum Urheber der Nachrichten auf.
Mittlerweile steht fest, es handelt sich um einen ehemaligen Studenten der Hochschule aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Der 37-jährige Mann konnte am Mittag an seinem Wohnsitz von Beamten des Polizeipräsidiums Freiburg widerstandslos in Gewahrsam genommen werden. Die näheren Hintergründe, die zu den Drohnachrichten führten, sind noch nicht bekannt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei in dem Fall dauern an.Nach Rücksprache mit dem Rektorat der Hochschule findet der Schulbetrieb an allen Standorten wieder normal statt.
(Polizeipräsidium Konstanz)

Landkreis Tuttlingen
Flüchtlinge fair verteilen: Landrat sucht das Gespräch mit den Kommunen
Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sind rund 1500 Menschen in den Landkreis Tuttlingen geflüchtet. Auch durch die Unterstützung der Bevölkerung hat die Aufnahme und Unterbringung von vor allem Frauen und Kindern gut geklappt. Weil die Verwaltung in den nächsten Wochen mit weiteren Flüchtlingen rechnet, werden nun zusätzliche Gemeinschaftsunterkünfte in Neuhausen ob Eck und Geisingen hergerichtet...
(Schwäbische Zeitung. Liegt der Kreis gleich nebenan? Warum nicht erst informieren über Fakten über "Flüchtlinge" in Grundgesetz, Flüchtlingskonvention und Strafgesetzen? Man lernt nie aus! Gilt auch für einen Redaktionsleiter.)

Enorme Ernteausfälle: Landwirte wollen Krähenvögel häufiger abschießen lassen
Es ist der Albtraum eines jeden Landwirtes: Krähen auf den Feldern, die auf der Suche nach Nahrung die Aussaat zerstören. Rund 25.000 Euro Verlust beklagten die Landwirte in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr. Auch Landwirte im Kreis Tuttlingen sind betroffen. Ein Grund, weshalb der Bauernverband nun fordert, die Tiere zum Abschuss freizugeben. Und das, obwohl die Tiere eigentlich geschützt sind, wie Muriel Eikmeyer, Pressesprecherin des Tuttlinger Landratsamtes betont: „Sie stehen unter allgemeinem Schutz der EU-Vogelschutzrichtlinie und unter besonderem Schutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz“, sagt sie...
(Schwäbische Zeitung. Will frau darauf hinweisen, dass die Natur nur ein Gesetz kennt, das des Stärkeren? Wie wär's mit Quote?)

Nächtliches Feuerwerk bei Herrenknecht-Gala hat keine Konsequenzen
Viele Offenburger riss es aus dem Schlaf: Unternehmer Martin Herrenknecht feierte am Samstag Geburtstag – inklusive Feuerwerk um 1.20 Uhr. Ein Nachspiel soll das aber nicht haben, so Offenburgs OB. Er war selbst Gast. Offenburgs Oberbürgermeister Marco Steffens hat sein Bedauern über die Irritationen zum Ausdruck gebracht, die das Feuerwerk zur Feier des 80. Geburtstags des Unternehmers Martin Herrenknecht in der Nacht auf Sonntag in Offenburg ausgelöst hat. Das werde zu so später Stunde nicht mehr vorkommen, so der OB,..
(Badische Zeitung. Herrenknecht wird nur einmal 80.)

Großes Spektakel zur 48er Revolution
Mit einer Neufassung des Stücks "Vision Freiheit" beteiligt sich die Theaterakademie Offenburg an den Europawochen der Heimattage.
(Badische Zeitung. Von Revolution kann keine Rede sein. Was Menschenleben gekostet hat, ist kein Anlass für Folkloretheater. Warum nicht die "Offenburger Erklärung" veröffentlichen, oder hat der Verfassungsschutz was dagegen?)

Demografischer Wandel trifft Ortenau hart
Wo sind die Fachkräfte geblieben?
Industrie, Gastgewerbe oder Handwerk – in der Ortenau mangelt es an Arbeitskräften. Doch wo sind sie geblieben? Die regionale Wirtschaft trifft offenbar mit Wucht, worüber schon seit Jahrzehnten diskutiert wird – der demografische Wandel.
(Lahrer Zeitung. Ja, wo sind die Millionen vorwiegend illegal hereingeströmten und noch immer als "Asylanten" kommenden "Facharbeiter geblieben? KRÄTSCH will noch mehr davon. Wer verarscht hier wen?)

Ministerpräsident kritisiert FDP
Wegen Energiekrise: Kretschmann fordert zweijähriges Tempolimit auf Autobahnen
Um Energie einzusparen, kann sich BW-Ministerpräsident Kretschmann ein befristetes Tempolimit auf deutschen Autobahnen vorstellen. Amtskollege Söder aus Bayern widerspricht. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat angesichts der drohenden Energiekrise und der hohen Kosten für Sprit ein Tempolimit gefordert. "Das hätte unmittelbar Wirkungen, das ist sofort einsparend", sagte der Grünen-Politiker bei einer Diskussionsveranstaltung der "Süddeutschen Zeitung" in München. "Da mal über den Schatten zu springen, wenigstens für zwei Jahre, wäre mal eine Diskussion wert", sagte er an die Adresse des Koalitionspartners FDP im Bund, der sich gegen ein Tempolimit sperrt.
(swr.de. Täglich grüßt der KRÄTSCH. Hat er sonst nichts zu tun, als am grünen Turm von Babylon zu bauen und dumme Sprüche zu klopfen über eigenes Scheitern?)

"Der Bund lässt die Kommunen finanziell im Regen stehen"
BW-Migrationsministerin Gentges fordert mehr Bundesmittel für Geflüchtete
Das Ringen um die Kosten zur Versorgung der Geflüchteten aus der Ukraine hält an. Die BW-Migrationsministerin sieht dabei die Kommunen im Nachteil und fordert vom Bund mehr Geld.
(swr.de. Wann fordert sie die Justizministerin auf, Gesetze einzuhalten? Dass das Geld nicht vom Himmel kommt, sondern vom Steuerzahler erarbeitet wird, weiß sie nicht?)

Wieder Schienenersatzverkehr wegen Problemen
Bahn steht vor Rätsel: Zugräder verschleißen auf der Schwarzwaldbahn schnell
(swr.de. Was können sie noch, außer nichts?)

Ampel stellt Plan für Selbstbestimmungsgesetz vor
Menschen sollen ihr Geschlecht leichter ändern können
(bild.de. 60 zur Auswahl. Wer blickt's noch.)
Immer mehr Männer leiden unter Migräne
(swr.de. Das kommt davon.)

Ein Fünftel der Beamtenstellen im Wohnungsbauministerium unbesetzt
(swr.de. Wozu? Der Chef baut doch jetzt alles allein.)

++++++

Diäten steigen
Sattes Gehaltsplus im Bundestag: Scholz verdient jetzt mehr als 30.000 Euro
Die Diäten der Abgeordneten im Deutschen Bundestag steigen zum 1. Juli an. Dann gibt es für jeden Mandatsträger 14.906,68 Euro - ein plus von 310,40 Euro. Auch der Kanzler profitiert davon. Er durchbricht die nächste Schallmauer.
(focus.de. Womit haben sie sich das erdient?)

Der Staat versteckt 80 Prozent seiner Schulden – und sprengt das Sozialsystem
Deutschlands Schuldenlast ist infolge der Ukraine-Krise gestiegen. Das wahre Ausmaß der Verschuldung ist aber noch weit größer, wie aktuelle Berechnungen zeigen. Die Pläne der Ampel verschärfen das Schuldenproblem noch. Leidtragende sind vor allem die Jungen.
(welt.de. Wann merkt das Volk, dass es der Staat ist? Wenn Jugend nicht arbeiten will für Geld, dann hat sie auch keins. Andere haben es sich verdient zum Angucken, bevor es geraubt wird.)

============
NACHLESE
Corona-Sommerwelle
Lauterbach will vierte Impfung und Maskenpflicht in Pflegeheimen
Gesundheitsminister Karl Lauterbach drängt angesichts der Corona-Sommerwelle auf eine Masken- und Testpflicht für Besucher in Pflegeheimen. Zudem sollte die vierte Impfung forciert werden, „sonst haben wir in den nächsten Wochen erhebliche Ausbrüche zu erwarten“...
(welt.de. Warum nicht mehr kleine Sommerlöcher? Gebt's ihm doch, erfüllt seinen Willen, sonst quengelt er um jeden Stich. Glaubt der tatsächlich seinen Scheiß? Gegen was ist eigentlich diese "Impfung"? Gegen politische Pandemie ist keine Wirkung zu erkennen. Leser-Kommentare: "Wann wird diese Personalie endlich von der Bildfläche verschwinden? Es ist mittlerweile unerträglich". "Den Herrn Lauterbach muß doch endlich einmal jemand stoppen. Wie lange soll der denn noch sein Unwesen treiben. Das Thema sind ja wohl im Moment die auffallend häufig auftretenden Nebenwirkungen. Aufarbeitung tut Not. Sofort. Den kann man doch nicht einfach so weitermachen lassen. Die einzige Frage die sich mir noch stellt, Einzeltäter oder Verschwörer. Lasst endlich die Alten in Ruhe!")
=============

Einzelfall: Abgetrennter Kopf vor Bonner Landgericht gefunden
Von MANFRED ROUHS
Im „besten Deutschland aller Zeiten“ rollen schon seit Jahren Köpfe. Bekannt ist, wer die Opfer sind. In Bonn lag vor dem Landgericht am 29. Juni 2022 das abgetrennte Haupt eines 44-jährigen Obdachlosen. Auf einem Friedhof in Koblenz fanden Ermittler im Jahr 2018 die enthauptete Leiche des 59-jährigen Obdachlosen Gerd Michael Straten. Die Polizei sucht nach Parallelen zwischen beiden Verbrechen. Im Bonner Fall wurde ein 38-Jähriger Tatverdächtiger festgenommen. Er saß regungslos neben dem Kopf und unternahm keinen Fluchtversuch. Der Mann, über dessen Nationalität die Polizei keine Angaben macht, ist genau wie das Opfer obdachlos, zudem aber wegen Drogendelikten polizeibekannt. Die Auswahl der Opfer schließt einen – wie auch immer – organisierten Hintergrund der Taten offenbar aus. Trotzdem sind Rückschlüsse auf ein Problem möglich, das über jeden einzelnen bedauerlichen Einzelfall hinausgeht: Im Juli 2021 starb ein 54-jähriger Obdachloser nach Messerstichen auf einer Parkbank in Hannover. Ebenfalls im Juli 2021 massakrierte ein 22-Jähriger Somalier in einer Obdachlosenunterkunft im Bayerischen Wald einen 52-jährigen Mitbewohner mit 111 Messerstichen und schnitt ihm den Kopf ab. Er hatte bei der Tat Stimmen gehört, wurde für verrückt erklärt und in der Psychiatrie weggesperrt. Einen Monat später stirbt ein 35-jähriger Mann in einer Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft im nordrhein-westfälischen Greven durch Messerstiche eines 25-jährigen Afghanen. In einer Obdachlosenunterkunft in Sigmaringen stirbt im März 2022 ein 28-jähriger Mann durch Messerstiche. Und, und, und … Die Messerkultur wird uns noch alle umbringen. Es ist zum Fürchten!
(pi-news.net)
*************
DAS WORT DES TAGES
All das was in den westlichen einstigen freien Demokratien und insbesondere im Merkeldeutschland geschieht, das Framing, die Lügen, die Augenwischerei, die Umdeutung, die Vergewaltigung der Sprache, das Canceln, der offene und versteckte Rechtsbruch, der Zwang, die Diffamierung, die Korruption, die Medienmafia – all das ist auch ein Attentat auf unsere Kultur, auf die Freiheit, auf die Grundlagen allen demokratischen Zusammenlebens!
(Leser-Kommentar, Tichys Einblick)
**************

Wettlauf um Flüssiggas
Kanada ist die neue deutsche Hoffnung in der Gaskrise
Die Bundesregierung will die Gasversorgung diversifizieren und offenbar verstärkt auf Kanada setzen. Dort freut man sich und ist bereit zu helfen. Zuvor muss allerdings ein großes Problem gelöst werden. Zudem hat Deutschland gierige Konkurrenz.
(welt.de. Scheinheilige. Warum nicht das eigene Gas fördern?)

Corona-Ursprung
„Das ist schon ein sehr, sehr seltsamer Zufall“
Hat ein Laborunfall in Wuhan die Corona-Pandemie ausgelöst? Der Genetik-Professor Günter Theißen hält das für möglich. Im WELT-Interview erklärt er, warum er die Gegenargumente von Virologen wie Christian Drosten schwach findet – und weshalb er mit brisanten Enthüllungen rechnet.
(welt.de. Ohne Märchenwald keine Zeitung.)

Roger Letsch
Energieminister eingemauert im Denk-Iglu
Ein gerade erschienenes Interview mit dem niedersächsischen Energieminister Olaf Lies zeigt, dass wir nicht auf die Kompetenz der Politiker bei der Lösung der aktuellen Energie-Probleme hoffen sollten.
(achgut.com. Politiker können alles, weil sie nichts können müssen.)

(Symbolbild)

Heldenverehrung
Claudia Roth will mehr Frauen in Walhalla
Es gibt zu wenige Frauen in Walhalla. Das sagt jedenfalls Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne). Allerdings meint sie damit nicht die Ruhmeshalle für die gefallenen nordischen Krieger, wo diese an der Festtafel von Göttervater Odin zechen. Nein, der Grande Dame der Grünen geht es um die Gedenkstätte im Landkreis Regensburg.
(Junge Freiheit. Rein mit ihr.)

Zum Biden-Rapport nach Elmau

Von PROF. EBERHARD HAMER

Schon vor fünf Jahren war der amerikanische Präsident Obama der „Star von Elmau“. Sein Nachfolger Biden hat das G7-Treffen zur Befehlsausgabe gesteigert – wie eine Kolonialmacht die Aufgabenverteilung an seine Kolonien.

Bundeskanzler Scholz wurde schon vorab vorgeladen und wusste, weshalb: Die Erhöhung der deutschen Beiträge an die amerikanische Rüstungsindustrie. Er hat offenbar auch geliefert, denn Biden war mit ihm zufrieden.

Ein weiterer schon vor der Konferenz verkündeter Beschluss war der von Biden verlangte Boykott russischer Goldverkäufe, „um Russland zu schaden“, in Wirklichkeit, um Russland die Verwertung seines Goldschatzes zur Liquiditätssicherung zu versperren. Gegen diesen Beschluss gab es zwar Murren der Teilnehmer, aber keinen offenen Widerstand, nur – vor allem französische – „Bedenken“.

600 Milliarden Dollar-Paket für Investitionen
Am wichtigsten für Biden war aber der dritte Beschluss, den er auch schon vor der Konferenz verkündete: Die G7 sollen ein 600 Milliarden Dollar-Paket für Investitionen in den Entwicklungsländern zur Verfügung stellen, damit die Einflussnahme Chinas auf Entwicklungsländer im Zuge der Seidenstraße gebremst und überboten werden könne. Die Finanzspritze wurde zwar auch mit dem Ukraine-Krieg begründet, hat aber damit überhaupt nichts zu tun, sondern lediglich damit, das in Finanznot geratene Dollarimperium international wieder in die Offensive zu bringen, mit Hilfe des Geldes unabhängige Staaten zu neuen Kolonien des Dollarimperiums zu machen.

John Perkins war jahrelang einer der Spitzenagenten der US Agency for International Development (USAID), der betrügerisch optimistische Entwicklungsgutachten für die Vergabe von Krediten an Entwicklungsländer anfertigte, um diese Länder so mit Krediten vollzupumpen, dass sie damit unter die wirtschaftliche Herrschaft der USA gerieten (Dollarimperium).

„Die Econmic Hitman (EHM) sind hochbezahlte Experten, die Länder auf der ganzen Welt um Millionen Dollar betrügen, sie schleusen Geld von der Weltbank, der USAID und anderen ausländischen Hilfsorganisationen auf die Konten großer Konzerne und in die Taschen weniger reicher Familien, die die natürlichen Rohstoffe unseres Planeten kontrollieren. Die Mittel der EHM sind betrügerische Finanzanalysen, Wahlmanipulation, Bestechung, Erpressung, Sex und Mord. Ihr Spiel ist so alt wie die Macht, doch heute im Zeitalter der Globalisierung hat es neue und erschreckende Dimensionen angenommen.“

Unbegrenztes Geld der US-Hochfinanz
„Das ist die eigentliche Kompetenz der EHM: Wir bauen ein Weltreich auf, wir sind eine Elite von Frauen und Männern, die internationale Finanzorganisationen dazu benutzen, jene Bedingungen zu schaffen, mit denen andere Länder der Korporatokratie (Hochfinanz) unterworfen werden sollen und diese Korporatokratie beherrscht unsere größten Konzerne, unsere Regierung und unsere Banken. Wie unsere Pendants in der Mafia bieten wir, EHM, einen Dienst oder eine Gefälligkeit an. Das kann zum Beispiel ein Kredit zur Entwicklung der Infrastruktur sein, für Stromkraftwerke, Schnellstraßen, Häfen, Flughäfen oder Gewerbeparks. An den Kredit ist die Bedingung geknüpft, dass Ingenieurfirmen und Bauunternehmer aus unserem Land all diese Projekte bauen. Im Prinzip verlässt ein Großteil des Geldes nie die USA. Es wird einfach von Banken in Washington an die Ingenieurbüros in New York, Houston oder San Francisco überwiesen. Obwohl das Geld fast umgehend an Unternehmen zurückfließt, die zur Korporatokratie (dem Geldgeber) gehören, muss das Empfängerland alles zurückzahlen, die Schuldensumme plus Zinsen. Wenn ein EHM richtig erfolgreich ist, dann sind die Kredite so hoch, dass der Schuldner nach einigen Jahren seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Dann verlangen wir, wie die Mafia, unseren Anteil. Dazu gehört vor allem die Kontrolle über die Stimmen in der UNO, die Errichtung von Militärstützpunkten oder der Zugang zu wichtigen Ressourcen wie Öl oder die Kontrolle über den Panamakanal. Natürlich erlassen wir dem Schuldner dafür nicht die Schulden – und haben uns so wieder ein Land dauerhaft unterworfen.“

Das unbegrenzte Geld für solche Machenschaften hat die US-Hochfinanz durch die ihr gehörende FED. Es wird einfach neu gedruckt. „Geldschwemme ist die Macht, mit welcher die US-Hochfinanz die ganze Welt beherrscht, sich durch Kredite dienstbar macht und diejenigen, welche ihr Geld angenommen haben, zu dauerhaften Schulduntertanen werden lässt.“

167 Länder in wirtschaftliche Abhängigkeit gebracht
Mit dieser neuen Methode des Imperialismus, andere Staaten in Krediten zu ertränken und damit wirtschaftlich abhängig zu machen, haben die USA gleiches erreicht wie früher die Römer militärisch. Sie haben 167 Länder der Welt in wirtschaftliche Abhängigkeit gebracht, haben diese Abhängigkeit durch militärische Stützpunkte abgesichert und veranlassten immer internationale „Hilfsaktionen“ und „Rettungspakete“, wenn irgendwelche Schuldnerländer nicht nur überschuldet waren, sondern auch zahlungsunfähig wurden.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat China das US-System der Finanzeroberung mit zunehmendem Erfolg nachgemacht, vor allem in Afrika und Asien, und damit für die USA gefährlichen Welteinfluss gewonnen. Vor allem das Projekt „Seidenstraße“ soll mit chinesischen Krediten die Anlegerstaaten zu Großinvestitionen (für die Ausdehnung der chinesischen Wirtschaft) und in Abhängigkeit bringen.

Aus diesem Grunde hat Biden in Elmau seinen Satellitenregierungen zum 600 Milliarden-Opfer für die politische Gegenaktion gegen das Seidenstraßenkonzept verpflichtet. Es findet also inzwischen ein politischer Kampf zwischen den USA und China statt, die noch neutralen und vor allem die Rohstoffe besitzenden Staaten der Welt durch Aufdrängung von Krediten zu überschulden und damit in die finanzpolitische Abhängigkeit zu bringen.

Da aber die USA inzwischen nicht nur ein gefährliches Handelsbilanzdefizit, sondern auch Zahlungsbilanzdefizit (600 Milliarden Dollar) haben, die FED wegen Inflations- und Zinsproblemen in den USA gegen weitere Staatsfinanzierung steht, müssen nun die „Verbündeten“ die Mittel für den weiteren Kampf der USA gegen China und den Einfluss in der Welt aufbringen.

War das G7-Treffen in Elmau ein Erfolg?
Biden war ehrlich genug, bei seiner Erpressung zu sagen, wofür er das Geld braucht. Die Europäer dagegen waren feige genug, diese nicht in unserem Interesse liegenden und auf unsere Kosten gehenden Zahlungen zuzusagen. Hierin lag der zweite Erfolg Bidens in Elmau.

Pflichtschuldig wurde auch „Einigkeit zur Hilfe der Ukraine“ beschworen und dazu der Oligarch Selenski aus Kiew zugeschaltet. Biden versprach dann auch nicht nur höhere Militärhilfe, sondern dass Europa nach dem Krieg auch den Wiederaufbau der Ukraine finanzieren würde. Die EU-Präsidentin bestärkte dies pflichtschuldig.

War nun das G7-Treffen in Elmau ein Erfolg? Für die USA sowohl politisch als auch finanziell bestimmt. Für Europa wegen aller Zahlungsverpflichtungen weniger. Für Deutschland als den Hauptzahler am wenigsten.
(pi-news.net)

Randnotizen zur Rede des Bundespräsidenten in Kassel auf der diesjährigen documenta

Von Gastautor Josef Hueber

„Werbefahrt ist die euphemistisch verschleiernde Bezeichnung für eine organisierte Tagesreise (…) mit angeschlossener Verkaufsveranstaltung.“ (Wikipedia)

Bei der diesjährigen Kunstveranstaltung documenta fifteen in Kassel gab sich Bundespräsident Steinmeier in seiner Ansprache als Staatsprimus in Sachen Demokratie und Meinungsfreiheit, als Schirmherr für offenen Diskurs. Seine, will sagen des Redenschreibers, Rhetorik war, wie immer, im ursprünglichen Sinn des Wortes, blendend. Kratzt man aber am Lack der verbalen Gefälligkeiten, entpuppt sich der Ehrengast nicht als aufgeschlossen für politisch Unbequemes, sondern lediglich als Handlungsreisender in Sachen Regierungspolitik. Ein Bundespräsident jenseits der Parteipolitik für alle Deutschen? Er lieferte, geschickt eingekleidet, die gewohnte Polarisierung von Nicht-Gewünschtem und politisch Korrektem zu den Themen (woker) Geschichtsbetrachtung, grüner Umweltideologie, unsere Haltung zu Israel und Meinungsfreiheit.

Als Kostprobe eine Bemerkung zum Thema Demokratie und Meinungsfreiheit.

Der Skandal
Ein paar Worte zur Erinnerung. Die documenta , nach Steinmeier die „bedeutendste Ausstellungsreihe zeitgenössischer Kunst“, diesmal staatlich subventioniert mit 42,5 Mio Euro, erregte berechtigte Empörung durch die Installation des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi, die im riesigen Format teilweise schweinsgesichtige Fratzendarstellungen von Juden zeigte. Und zynisch das Machwerk auch noch „People’s Justice“ nannte. Es wurde zunächst schwarz verhängt, dann abgehängt. Wie zu erwarten: Entschuldigungen und Betroffenheiten von höchster politischer Ebene folgten. Es ist freilich naiv zu glauben, dass dieser Skandal, für den niemand die Verantwortung übernehmen will, ein „Versehen“ war und nicht absichtlich inszeniert, wie Peter Brenner im Morgenmagazin des neuen Alternativsenders Kontrafunk v. 25.Mai erläutert. Der Skandal des „antisemitischen Wanderzirkus Taring Padi“, bekannt für seine „Agitationskunst“, war „so vorhersehbar wie der Gang der Gestirne. Was man bewirkte: mit „geringstmöglichem Aufwand größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzielen.“ Das Ganze ein „Geschäftsmodell“.

Der Gewissenskonflikt
Der Einstieg in die Rede des Bundespräsidenten setzt den Akzent des Außergewöhnlichen. Er habe es sich „ nicht leicht gemacht“, die Entscheidung, ob er kommen oder es lieber bleiben lassen solle. Von seinem Gewissenskonflikt erfahren die andächtigen Zuhörer zum Schluss nochmal, weil doppelt genäht. Frage: Ob die Schwerarbeit der Entscheidung damit zusammenhing, weil jüdische Künstler nicht eingeladen wurden? Oder vielleicht, weil Juden in gekonnt nationalsozialistischer Manier von künstlerischen Vertretern aus Indonesien, der „ größten muslimischen Demokratie“ der Welt, beleidigt und bespuckt wurden? Gewissermaßen ein Schandfleck, dass dies nicht schon im Vorgeld verhindert wurde?

Rede und Realität – Gespräch und Debatte als Zerrbild
Zu den stets aufgewärmten Topoi bundespräsidialen Sprechens an die hier Lebenden (die sich mehrheitlich noch als Volk fühlen) gehört der Gedanke, Dialog und Streit seien das Lebenselexier der Demokratie. Mitgeliefert deswegen gleich die Warnung: Dialog und Streit keinesfalls im Muster Schwarz-Weiß-Denkens. „Viel zu viele Menschen machen es sich bei komplizierten Zusammenhängen inzwischen sehr einfach. Es gibt nur noch Schwarz oder Weiß, nur noch „Dafür” oder „Dagegen”, keine Differenzierung, auch kein gegenseitiges Verstehenwollen. Boykottieren statt diskutieren.“

Der geneigte Hörer stellt sich die Frage: Lebt der Bundespräsident nur in der Welt der öffentlich-rechtlichen Sender und der gedruckten Altmedien?

O-Ton: Man habe mit der „documenta fifteen“ die „Debatte über die globale Gegenwart“ vor Augen. Das große Verdienst der Kunst sei es, „ eine Gesellschaft mit sich selbst ins Gespräch bringen – ein Gespräch übrigens, das wir alle miteinander bitter nötig haben“.

Klingt gut. Wenn nur der Satz nicht weiter gehen würde. Was wir nämlich „bitter“ benötigen, so wird erklärt, ist ein „nach Aufklärung strebendes Gespräch, das in der Empörungslogik sozialer Medien und unter dem täglichen Bekenntnisdrang vieler Nutzer weniger gefördert als vielmehr unterdrückt wird.“

Fragen an den Redner
Die neuen, alternativen, sozialen Medien, die damit gebotene Möglichkeit, dem Mainstream in den Zuträgermedien zu widersprechen, das freie, unbehinderte Bekenntnis zu unbequemen Ansichten auf diesen Plattformen zur Sprache zu bringen – all das hat mit Aufklärung, mit dem Dialog in der Demokratie nichts zu tun? Und wer „unterdrückt“ eigentlich die freie Meinungsäußerung in Deutschland, ob von Bürgern, von Vertretern regierungskritischer Institutionen, von gesellschaftlichen Bewegungen oder unliebsamen Parteivertretern? Welche Gesetze und Gesetzesvorhaben sind dazu bereits in Kraft oder geplant? Wie ist der mediale und physisch- brachiale Umgang mit den als „Querdenkern“ Verunglimpften auf friedlichen Demonstrationen einzuordnen?

Fragen über Fragen. Es scheinen sich unterschiedliche Vorstellungen von Aufklärung und streitbarer Diskussionskultur in die oberen Stockwerke des Politikbetriebs eingenistet zu haben.
(vera-lengsfeld.de)