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(tutut) - Es gibt viele unangenehme Geräusche, manche von ihnen, wie der Lärm, müssen sogar vor den Menschen geschützt werden. Glaubenssache einer grünen Religion, deren Anhängerschaft längst die Kirchen überrundet hat. Es geht um Unerklärliches, wie es im "Lexikon des Unwissens" von Kathrin Passig und Aleks Scholz steht über Dingens, "worauf es bisher keine Antwort gibt". Beispielsweise "Unangenehme Geräusche", wo zur Einführung ein Jochen Schmidt zitiert wird: "Dass ich aus Angst vor dem Geräusch die Klospülung nicht mehr benutzte, stürzte unsere Ehe in eine Krise". So gut wie keine Folgen hat es, wenn Tempo-30-Schilder aufgehängt werden wie Gesslerhüte, aber wer schafft in dichtem hindernisbewehrten Verkehr schon 30? "Es gibt viele scheußliche Geräusche auf der Welt - manche Radiosender übertragen den ganzen Tag nichts anderes" , vom Animationsgedudel in manchen Supermärkten, das dem Ausgang zu eilen lässt, soll garnicht die Rede sein. Es erinnert sofort an Parteien, die mit Klimaschutz oder anderen Glaubensartikeln handeln. . "Wenn die Meinungen über dasRadioprogrammauch auseinandergehen,ist man sich über Gabelkratzen auf Porzellantellern oder Kreidequietschen auf Tafeln weitgehend einig: Bestimmte Geräusche verursachen fast allen Menschen Gänsehaut. Das Quieken aneinandergeriebener Styroporbecher oder Luftballons und das Surren des Zahnarztbohrers gehören ebenfalls dazu. Aber warum ist das so? Menschen können Geräusche bis etwa 20 Kilohertz wahrnehmen, und es sind die hochfrequenten Geräuschanteile, die bis vor kurzem gern verdächtigt wurden, Abschau zu erregen: Es handle sich um eine Schutzreaktion, weil diese hohen Frquenzen auf Dauer das Gehör schädigen könnten". Bei dem Ruf nach Tempo 30, regiert der Bauch über den Kopf, Schilder wirken auf Schildbürger beruhigend. "Wie Lynn Halpern, Randy Blake und Jim Hillenbrand 1986 in einer Studie zu diesem Thema herausfanden, werden solche Geräusche jedoch nicht erträglicher, wenn man den hochfrequenten Anteil herausfiltert. Tatsächlich scheinen eher die niedrigen bis mittleren Frequenzen zwischen 3 und 6 Kilohertz Gänsehaut auszulösen". In Frankreich hat bereits ein Gericht so für Anlieger von Windrädern geurteilt, während in Deutschland fanatische Ideologie über Wissenschaft und Recht zu stehen scheint. "Mit zwanzigjähriger Verspätung erhielten die drei Forscher 2006 für ihre aufopferungsvolle Arbeit den Anti-Nobelpreis 'Ig Nobel Prize' fürden Fachbereich Akustik. Dem Schutrz des Gehörs dient die Reaktion also wohl eher nicht". Die drei Wissenschaftler stellten die Frage, und das betrifft alle Tarzanrufe aus dem grünen Dschungel: "Ob diese Geräusche ihre menschlichen Hörer an Primaten-Warnrufe oder Raubtiergeräusche erinnern und die Reaktion daher angeboren sein könnte". Die Antwort, ob Tempo 30 einer Primatentheorie entstammt, bleibt offen. Als die ersten Züge fuhren, rechneten Mediziner ab Tempo 30 mit Tod. Es werden die gleichen sein wie die Tester, Impfer und Maskenträger. Nach der Meinung von Hillenbrand "ist es weniger das Geräusch als der Anblick, der den Widerwillen auslöst". Wer vom Fahrrad herab aufs Auto nieder schaut, fängt dessen Abschaffung mit Bewegungsstopp an. Ein britischer Akustikprofessor fand heraus, dass Erbrechen auf Platz 1 der unangenehmsten Geräusche liegt", wer findet manche Politik nicht zum Kotzen, "gefolgt von Mikrofonfeedback, vielstimmigem Babygeschrei und einem schrillen Quietschton. "Frauen reagieren in den meisten Fällen empfindlicher als Männer". Erklärt das höhere Frequenzen der Geräusche von Grünen? Wer führt bei ihnen das quietschfidele Wort oft ohne Sinn und Verstand? Der Brite ist nun auf der Suche nach dem angenehmsten Geräusch der Welt. Das Geschrei

eines nun Ex-Botschafters der Ukraine gehört zweifellos zu den unangenehmsten Geräuschen, und man fragt sich, warum der weiterhin Aufmerksamkeit von kriegsfreundlichen Medien genießt, mit Forderungen eines Landes, das sein wirtschaftlich Dritte-Welt-Niveau durch besondere Frechheit eines aggressiven Bettlers ausgleicht: "Ukraine fordert das Zehnfache an Militärhilfe - Ex-Botschafter Andrij Melnyk wünscht sich allein von Deutschland 35 Milliarden Euro - Vizeaußenminister Andrij Melnyk sagte, die Partner im Westen sollten endlich aufhören, künstliche rote Linien für ihre Unterstützung zu ziehen. Vielmehr sollten sie ein Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Waffenlieferungen an die Ukraine ausgeben". Die leisten sich sogar einen Vize- oder sollte man sagen, Witzeaußenminister. Dabei kann die Welt noch ganz in Ordnung sein. "Osterspaß lockt Massen ins Freilichtmuseum ...Beim 'Osterspaß für Familien' lockten traditionelle Spiele, Mitmachaktionen und frühlingshafte Stimmung zahlreiche Besucher ins Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck. In der Stallscheune Haberstenweiler konnten die Kinder unter fachkundiger Anleitung mit Naturmaterialien kunstvolle farbige Brisilleneier färben. Davor lud eine Station zum Eierwerfen in einen großen Weidenkorb ein, während auf der Wiese nebenan alte Osterspiele wie Eierwettlauf, Eierlaufen und Eierkullern viel gefragt waren". Botin unterm Dreifaltigkeitsberg widmet sich der Nachbarschaft: "Mittendrin - 20 Jahre gelebte Fürsorge: Ein Dorf zeigt, wie Pflege menschlich geht - Im Seniorenzentrum Aldingen trägt ein außergewöhnlich starker Freundeskreis den Alltag – bis zur Rikscha-Fahrt für Bewohner". Obwohl - auch Chinesen fahren lieber Auto und entsprechende deutsche Führungsidustrie an die Wand. Kollegin vergibt Streicheleinheiten an den Nachwuchs: "Jugendhilfe - Aus zwei Mitarbeitern sind 30 geworden: Ihr Start-up wächst rasend schnell - Mit einem selbst sanierten Haus und sechs Jugendlichen fing alles an. Was fünf Jahre später aus 'Priokid' geworden ist, können die beiden Gründerinnen selbst kaum glauben". Noch eine nachösterlihe Frauensachem wer legt denn die Eier? "'Deutschland sucht den Superstar' - 'Sie waren eiskalt zu mir': Beim DSDS-Casting läuft alles anders, als eine junge Frau erwartet hat - Ob sie weiterkommt, entscheidet die Jury: Constance Dizendorf ist beim Casting von 'Deutschland sucht den Superstar' dabei. Doch gleich zu Beginn f'ießen die Tränen. Am Ostersamstag war es soweit: Die 22. Staffel von 'Deutschland sucht den Superstar', kurs DSDS, ging an den Start. Kandidaten aus dem ganzen Bundesgebiet treten dabei an, um die Jury von sich und ihren Gesangskünsten zu überzeugen. Im großen Finale am 9. Mai entscheidet sich dann, wer Deutschlands nächster Superstar wird. Überraschend mit dabei: Die 19-jährige Constance Dizendorf aus Tuttlingen". Daheim ist's gar nicht super: "Donaubrücke - Monatelang wurde diskutiert, gerechnet und sogar ein Rückzieher geprüft. Jetzt beginnen die Arbeiten an der Donaubrücke in Tuttlingen. Für Verkehrsteilnehmer bedeutet das zeitweise harte Einschnitte". Eigentlich muss niemnd über eine Brücke entkommen:

"Ostermarkt überzeugt mit viel Liebe zum Detail - Vor allem das Kunsthandwerk am Tuttlinger Ostermarkt 2026 sorgte für viel Aufmerksamkeit bei den Besuchern...Mit dem Ostermarkt hat sich am Samstag der Marktplatz in Tuttlingen in eine lebendige Frühlingskulisse verwandelt. Mit beeindruckender Vielfalt und viel Liebe zum Detail lockte er viele Besucher an, die vor allem die vielen künstlerischen Produkte bestaunten. Die Aussteller hatten von filigranen Handarbeiten bis hin zu aufwendig gestalteten Dekorationsstücken alles im Gepäck". Was das Volk draufhat, kann es seinen Vertretern auch zeigen: "Hier tanken Sie in Baden-Württemberg am günstigsten – mit einem Trick lässt sich sogar noch was sparen - Während die Rückreisewelle Baden-Württemberg fest im Griff hat, klettern die Spritpreise. Wir zeigen Ihnen, in welchen Regionen zwischen Allgäu und Schwarzwald Sie noch sparen können – und wo die absolute Preis-Falle lauert". Sucht Deutschland die Superverarschung? Auf zum Manöver als regoerte noch immer der Absolutismus: "Bayerische Seenschifffahrt startet bei Kaiserwetter". Wollen sie den Wilhelm wiederhaben? Er wäre wohl alternativlos: "'Der schlechteste Bundeskanzler' - Rücktrittsflorderungen gegen Merz nach dessen Osterbotschaft" und ein Jüngerer soll was richten: "Partei-Urgestein Wolfgang Kubicki will eine FDP 'ohne ideologischen Firlefanz'". Glaubenssachen für die Hasen?

Tage der offenen Baustelle
Stuttgart 21: Mehr als 82.000 Besucher schauen sich die Baustelle über Ostern an
Zum zehnten Mal fanden die "Tage der offenen Baustelle" inzwischen statt. Die Veranstalter zeigen sich zufrieden. Die Frage, wann das Projekt abgeschlossen sein wird, bleibt offen..
(swr.de.Nicht ganz dicht? Wann gab es je so viele offene Baustellen in THE LÄND?)

Ostermarsch in Ulm
"Es ist aktueller denn je, für den Frieden auf die Straße zu gehen"
Hunderte Menschen haben am Montag am traditionellen Ostermarsch in Ulm von der Wilhelmsburgkaserne zum Münsterplatz teilgenommen..
(swr.de. Aber bitte nich in Ukraine und Iran.)

Friedensproteste
Ostermärsche: Demonstrationen für Frieden und Abrüstung
(swr.de. Krieg in Südbaden?)

Familienmitglied statt Osterlamm
Johnny und Fred haben Glück: Verstoßene Lämmer finden Zuhause in Haigerloch
Die beiden Lämmer wurden von ihren Müttern nicht angenommen. Deshalb hat Manuela Lang aus Haigerloch sie aufgezogen. Seitdem hat sich ihr Alltag komplett verändert. .
(swr.de. Hier landeten auch mal die deutschen Atomforscher.)

Dorfbewohner ergreifen Eigeninitiative gegen Unterversorgung
"Euphorie im Ort" - Boxtal baut sich seinen Dorfladen selbst
In Freudenberg-Boxtal entsteht ein Dorfladen in Eigenregie. Am Neubau mitten im Ort packen alle Generationen mit an. Mit dem Zukunftsprojekt geht ein Ruck durch das Dorf. .
(swr.de. Wer kauft Boxtal?)

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NACHLESE
Artemis-Crew auf dem Weg zur Erde:
Ihr kehrt als Helden zurück!
Jeremy Hansen. Reid Wiseman. Christina Koch. Victor Glover. Vier Namen, die für immer in den Geschichtsbüchern stehen werden. Die Crew der Artemis 2 hat sich mit ihrer Mond-Mission schon jetzt unsterblich gemacht. Jetzt sind die Astronautin und ihre drei Kollegen auf dem Weg zurück zur Erde. Sie kehren als Helden auf unseren Planeten zurück...
(bild.de. Muss denn alles übertrieben werden? Millionen sind allein in Deutschland hinterm Mond.)
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Wissen, das was schafft
Aus dem britischen Moralkodex
WISSENSCHAFT : "[1] fachliches Können und Sorgfalt zur Grundlage Ihres wissenschaftlichen Arbeitens zu machen und dafür zu sorgen, dass die eigenen Fertigkeiten und die von Mitarbeitern stets dem neuesten Stand entsprechen.
[2] Schritte zu unternehmen* um schlechte wissenschaftliche Praxis und Verstöße gegen die Professionalität zu verhindern sowie Interessenkonflikte offenzulegen.
[3] ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, inwiefern Forschung auf der Arbeit anderer aufbaut und diese zugleich beeinflusst, sowie die Rechte und den Ruf anderer zu respektieren.
[4] zu gewährleisten, dass die eigene Arbeit rechtmäßig und gerechtfertigt ist.
[5] etwaige negative Auswirkungen der eigenen Forschungsarbeit auf Menschen, Tiere und die Umwelt zu minimieren und ggf. stichhaltig zu begründen.
[6] danach zu streben, die Herausforderungen der Wissenschaft für die Gesellschaft zu diskutieren sowie die Hoffnungen und Bedenken anderer ernst zu nehmen.
[7] andere nicht bewusst in Bezug auf wissenschaftliche Erkenntnisse irrezufuhren bzw. zu verhindern, dass andere irregeführt werden, sowie wissenschaftliche Fakten, Theorien oder Interpretationen ehrlich und genau darzustellen und zu prüfen".

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DAS WORT DES TAGES
„Der Mann war zuvor mit dem Fahrrad an der Gruppe vorbeigefahren und hatte sich ihr dann zu Fuß wieder genähert“, sagte ein Polizeisprecher. Dann habe er die Frau unvermittelt angegriffen und auf sie eingestochen.
(apollo-news.de)
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Goldreserven im Fokus
Frankreich holt Gold aus USA heim – und Deutschland zögert
Paris zentralisiert seine Reserven und erzielt Milliarden. In Deutschland wächst zugleich die Debatte über Zugriff und Sicherheit im Ausland gelagerten Goldes. Die Banque de France hat ihre letzten in New York gelagerten Goldbestände abgezogen. Laut "Mining.com" handelte es sich um 129 Tonnen, rund fünf Prozent der gesamten Goldreserven. Die Barren wurden nicht physisch zurücktransportiert, sondern in den USA verkauft und durch neue Goldkäufe in Europa ersetzt..
(focus.de. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Frankreich ist ein souveränes Land.)

Sie wollen die Energiezukunft künftiger Generationen versenken
Von Fritz Vahrenholt • Die gegenwärtigen Energiewender berufen sich bei ihrer Politik gerne auf ihre Sorge um künftige Generationen. Doch ausgerechnet sie sind es, die verhindern wollen, dass die Nachgeborenen über ihre Energieversorgung selbst entscheiden und den gegenwärtigen Irrsinn revidieren können. NRW-Ministerpräsident Wüst will heimische Kohlevorräte für 100 Jahre jetzt sogar mit Rheinwasser fluten. .
(achgut.com. Nach ihnen die Sündenflut, kommunistische.)

Blick zurück – nach vorn
Blackbox KW 14 – Das Schweigen der Lämmer
Von Stephan Paetow
Da haben sie uns wieder ein paar schöne Ostereier ins Nest gelegt: von Spritpreisbremsen bis Republikfluchtgesetz. Die Lämmer schweigen weiter...
(Tichys Einblick. Bäh!)

Laut Studie
Mit 49 Jahren sind Menschen am emotionalen Tiefpunkt
..Es ist ein weit verbreiteter Gedanke: Im Laufe des Lebens gibt es immer wieder Höhen und Tiefen. Eine Studie hat nun eine konkrete Zahl genannt, die als „Höhepunkt“ des Unglücklichseins angesehen werden kann.
Laut einer Untersuchung des britischen Wirtschaftswissenschaftlers Professor David G. Blanchflower des Darmouth College in den USA, die im Journal of Economic Behavior & Organization veröffentlicht wurde, erlebten die Teilnehmenden aus 40 europäischen Ländern, den USA, und 168 weiteren Ländern weltweit mit 49 Jahren den tiefsten Punkt ihres Lebensglücks...
(focus.de. Wer vorher stirbt, lebt auch nicht mehr.)

Von Nachkriegs-Tristesse bis Windrad: Warum ist Deutschland nicht mehr schön?
Von Georg Etscheit • Man kann nur darüber spekulieren, was der Verlust der Städte bis 1945 in den Köpfen und Seelen der Deutschen angerichtet hat. Über diesen Aspekt des Traditionsverlustes wurde in der „Stadtbilddebatte“ gar nicht gesprochen..
(achgut.com. Ohne Rädchen durchgedreht.)

Die da oben sehen die unten nicht mal
Böswillig oder Nichtskönner oder beides zusammen? Entscheidend ist, "was hinten rauskommt"
Die Mittags-Regel an Tankstellen senkt den Preis nicht, sondern provoziert den Höchstpreis. Böswillig oder Nichtskönner oder beides zusammen? Entscheidend ist, "was hinten rauskommt" (Kohl). Wie soll eine Merz-Regierung die Energiekrise managen, die sich selbst im Zustand der Dauerkrise befindet?
VON Fritz Goergen
(Tichys Einblick. Blöd ausgelaufen.)

Stefanie Hubig
Justizministerin will Schwarzfahrer entkriminalisieren
Justizministerin Hubig (SPD) will Schwarzfahrer nicht mehr ins Gefängnis schicken. Solche Ersatzfreiheitsstrafen würden erhebliche Ressourcen binden und jährlich 200 Millionen Euro kosten..
(Junge Freiheit. Wer?)

Wirtschaftspolitik
Wie wir den Klima-Wahn jetzt beenden
Die angebliche Rettung des Klimas kommt uns immer teurer zu stehen – ohne messbare Erfolge. Es ist höchste Zeit, dass Deutschland mit einer radikalen Umkehr neue Maßstäbe setzt. Ein Kommentar von Holger Douglas.
(Junge Freiheit. Neuen Verstand braucht das Land.)

Energiepolitik ist diskussionswürdig
Eine Analyse der Abkehr von Steinkohle und der Fortführung der Braunkohle
Von David Cohnen
Mein Anliegen ist es ausdrücklich nicht, bereits vielfach diskutierte Positionen zu wiederholen oder abschließend zu bewerten. Vielmehr möchte ich eine alternative Perspektive aufzeigen und einen Denkanstoß geben, der dazu anregen soll, die damaligen Entscheidungen sowie deren langfristige Folgen aus einem erweiterten Blickwinkel zu betrachten.
Der Text versteht sich daher als Beitrag zur Diskussion und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll zur weiteren Auseinandersetzung mit den dargestellten damaligen wie heutigen Fragestellungen anregen.
- Einleitung
In den 1960er-Jahren verfügte die Bundesrepublik Deutschland über eine der energieautarksten Volkswirtschaften der industrialisierten Welt. Über 80-85 % des gesamten Primärenergieverbrauchs wurden durch heimische Kohle gedeckt, bestehend aus:
Steinkohle (ca. 70 %)
Braunkohle (ca. 10-15 %)
Diese Struktur war das Ergebnis einer über ein Jahrhundert gewachsenen Energie- und Industriepolitik, die auf inländische Ressourcen, regionale Wertschöpfung und technologische Entwicklung setzte.
Die politische Entscheidung ab Mitte der 1960er-Jahre, die deutsche Steinkohle zurückzufahren und stattdessen Ölimporte massiv auszubauen, stellt einen der tiefgreifendsten Strukturbrüche der deutschen Wirtschaftsgeschichte dar.
Während die Steinkohle systematisch abgebaut wurde, blieb die Braunkohle als Energieträger erhalten und wurde technologisch weiterentwickelt.
Diese asymmetrische Entwicklung wirft grundlegende Fragen auf:
War die Abkehr von der Steinkohle ökonomisch notwendig?
Welche Rolle spielte die Braunkohle als stabilisierender Faktor?
Und welche langfristigen Folgen hatte die Entscheidung für die deutsche Gesellschaft und Energiepolitik?
- Energieautarkie in den 1960er-Jahren: Die Rolle von Steinkohle und Braunkohle
2.1 Energieanteile
Die Energiebilanz der Bundesrepublik um 1960 zeigt:
| Energieträger | Anteil am Primärenergieverbrauch |
| Steinkohle (deutsch) | ca. 70 % |
| Braunkohle | ca. 10-15 % |
| Öl | ca. 20 % |
| Gas | < 5 % |
| Kernenergie | 0 % |
Damit war Deutschland zu über 80 % energieautark - ein Wert, der im internationalen Vergleich außergewöhnlich hoch war.
2.2 Bedeutung der Braunkohle
Die Braunkohle war ein zentraler Bestandteil dieser Autarkie:
extrem niedrige Förderkosten
Tagebau statt Tiefbau
regionale Konzentration (NRW, Sachsen, Brandenburg)
direkte Verstromung ohne lange Transportwege
politisch stabile Verfügbarkeit
Sie wurde - anders als die Steinkohle - nie abgeschafft, sondern bis heute genutzt.
- Kostenstrukturen: Steinkohle und Braunkohle im Vergleich
3.1 Steinkohle (deutsch)
Die realen Förderkosten deutscher Steinkohle lagen in den frühen 1960er-Jahren bei:
ca. 6 ct/kWh
(inklusive aller realen Produktionskosten und staatlicher Stützungsmaßnahmen)
Dieser Wert ist der konsistente, belastbare Arbeitswert, der in unserer Analyse verwendet wird.
3.2 Braunkohle
Die Braunkohle war der mit Abstand billigste Energieträger:
Förderkosten: 3-5 DM pro Tonne
Subventionen: 0,5-1 DM pro Tonne
Heizwert: ca. 2.000 kWh pro Tonne
Reale Kosten:
⭐ 0,1-0,15 Cent pro kWh
(inkl. aller Subventionen, ohne Ewigkeitskosten)
Damit war Braunkohle 30- bis 50-mal billiger als deutsche Steinkohle und 20- bis 40-mal billiger als Öl.
- Technologische Entwicklungspotenziale
4.1 Kohlekraftwerke
Die Wirkungsgrade stiegen kontinuierlich:
1950: 25-30 %
1965: 35-38 %
1980: 40-42 %
2020: 45-47 % (z. B. Datteln 4)
Moderne Kraftwerke wie Datteln 4 zeigen, dass Kohleverstromung heute:
hocheffizient,
emissionsarm,
technologisch ausgereift
sein kann.
4.2 Bergbau
Die Produktivität im Steinkohlebergbau stieg 1950-1970 um 60 %.
Mit Automatisierung, Robotik und digitaler Steuerung wäre der deutsche Bergbau heute:
hochautomatisiert
kosteneffizient
sicher
konkurrenzfähig
Die Annahme, deutsche Steinkohle sei „unrettbar teuer“, war technologisch nicht zwingend.
- Die politische Entscheidung für Öl: Ein riskanter Kurswechsel
5.1 Motive
Ab 1963 leitete die Bundesregierung eine „Anpassungspolitik“ ein:
Steinkohle zurückfahren
Ölimporte massiv ausbauen
Begründung:
Öl sei billiger
Öl sei moderner
Diese Argumentation war kurzfristig, oberflächlich und risikoblind.
5.2 Preisvolatilität des Öls
Die Ölkrisen 1973 und 1979:
Preissteigerungen von 300-400 %
Rezessionen
Massenarbeitslosigkeit
Milliardenverluste
Die volkswirtschaftlichen Schäden überstiegen die Einsparungen durch billiges Öl um ein Vielfaches.
5.3 Importabhängigkeit
Mit dem Öl wurde Deutschland abhängig von:
OPEC
instabilen Regionen
geopolitischen Konflikten
Diese Risiken existierten bei Kohle nicht.
- Gesellschaftliche Folgen der Abkehr von der Steinkohle
6.1 Arbeitsplatzverluste
1957: 607.000 Bergleute
1990: 80.000
2018: 0
6.2 Strukturbruch im Ruhrgebiet
Verlust der industriellen Basis
Abwanderung
kommunale Verschuldung
Verfall ganzer Stadtteile
Identitätsverlust
6.3 Wohlstandsverlust
Das Ruhrgebiet war in den 1950ern eine der reichsten Regionen Europas.
Heute gehört es zu den strukturschwächsten.
- Die verpasste Chance: Energieunabhängigkeit durch Kohle
Hätte Deutschland:
Steinkohle modernisiert
Braunkohle weiterentwickelt
Kohleveredelung (Fischer-Tropsch) ausgebaut
moderne Kraftwerke gebaut
dann wäre Deutschland heute:
energieautark
preisstabil
geopolitisch unabhängig
wirtschaftlich stärker
sozial stabiler
Die Braunkohle zeigt, dass Kohle nicht abgeschafft werden musste - sie wurde nur selektiv abgeschafft.
- Schlussfolgerung
Die Abkehr von der deutschen Steinkohle kann im historischen Kontext als:
- ökonomisch möglicherweise kurzsichtig,
- technologisch teilweise voreilig,
- gesellschaftlich mit erheblichen Folgen verbunden,
- sowie energiepolitisch mit Risiken behaftet
bewertet werden.
Vor diesem Hintergrund lässt sich argumentieren, dass die fortgesetzte Nutzung der Braunkohle darauf hindeutet, dass Deutschland grundsätzlich in der Lage gewesen wäre, eine stabile und vergleichsweise kostengünstige Energieversorgung auf Basis heimischer Ressourcen aufrechtzuerhalten.
Hätte man die Kohlenutzung im größeren Umfang weiterentwickelt – wie es bei der Braunkohle in Teilen geschehen ist – hätte Deutschland unter Umständen:
- ein höheres Maß an Energieunabhängigkeit erreicht,
- stabilere Energiepreise aufweisen können,
- Teile der sozialen Verwerfungen im Ruhrgebiet abmildern können,
- sowie eine breitere industrielle Basis bewahren können.
Die Abkehr von der deutschen Steinkohle erscheint somit weniger als zwingende ökonomische Notwendigkeit, sondern eher als das Ergebnis politischer und wirtschaftlicher Abwägungsprozesse, die mit erheblichen Unsicherheiten verbunden waren.
Im Ergebnis könnte argumentiert werden, dass Deutschland eine stabile, heimische und technologisch entwicklungsfähige Energiequelle teilweise aufgegeben und durch stärker importabhängige Alternativen ersetzt hat.
Die langfristigen wirtschaftlichen, sozialen und energiepolitischen Auswirkungen dieser Entscheidung prägen – im größeren Zusammenhang betrachtet – die deutsche Energiepolitik bis heute.
- Volkswirtschaftliche Bewertung: Die verlorene Wertschöpfung einer nicht genutzten Energieautarkie
Die energiepolitische Entscheidung, die deutsche Steinkohle ab den 1960er‑Jahren zurückzufahren und stattdessen Ölimporte massiv auszubauen, hatte nicht nur technologische und gesellschaftliche Folgen, sondern auch erhebliche volkswirtschaftliche Konsequenzen. Die Frage, welche gesamtwirtschaftlichen Vorteile Deutschland gehabt hätte, wenn die Energie‑Wertschöpfung im Inland verblieben wäre, lässt sich anhand mehrerer ökonomischer Dimensionen analysieren: direkte Steuereffekte, indirekte Wertschöpfung, Importsubstitution und makroökonomische Stabilität.
9.1 Direkte Wertschöpfung und Steuereffekte
Der Steinkohlebergbau beschäftigte 1957 rund 607.000 Menschen, die Braunkohle weitere 70.000–90.000. Selbst unter Berücksichtigung technologischer Rationalisierung wären langfristig 300.000–400.000 direkte Arbeitsplätze im Steinkohlebergbau realistisch gewesen.
Ein durchschnittlicher industrieller Arbeitsplatz erzeugt – inflationsbereinigt – 15.000–20.000 € jährliches Steuer‑ und Abgabenaufkommen (Lohnsteuer, Sozialbeiträge, Konsumsteuern).
Konservativ gerechnet ergibt dies:
300.000×15.000=4,5 Mrd. €/Jahr
Über einen Zeitraum von 50 Jahren:
4,5 Mrd.×50=225 Mrd. €
Allein durch direkte Steuern und Abgaben der Beschäftigten.
9.2 Indirekte Wertschöpfung
Der Bergbau erzeugt traditionell einen hohen Multiplikatoreffekt. Jeder Arbeitsplatz im Bergbau schafft 2–3 indirekte Arbeitsplätze in:
- Maschinenbau
- Stahlindustrie
- Logistik
- Energieanlagenbau
- Dienstleistungen
Damit wären 600.000–900.000 zusätzliche Arbeitsplätze stabil geblieben. Bei einem konservativen Steueraufkommen von 10.000 € pro Arbeitsplatz und Jahr ergibt sich:
700.000×10.000=7 Mrd. €/Jahr
Über 50 Jahre:
7 Mrd.×50=350 Mrd. €
9.3 Importsubstitution und Zahlungsbilanz
Deutschland importiert heute jährlich:
- 50–60 Mrd. € an Öl
- 30–40 Mrd. € an Gas
- 5–10 Mrd. € an Steinkohle
Hätte Deutschland die heimische Steinkohle modernisiert und die Braunkohle weiter genutzt, wären 80–100 Mrd. € pro Jahr an Energieimporten entfallen.
Selbst wenn man nur ein Drittel dieser Summe der Steinkohle zurechnet:
30 Mrd. €/Jahr
Über 50 Jahre:
30 Mrd.×50=1,5 Billionen €
Dies ist der größte volkswirtschaftliche Effekt: Die Energie‑Wertschöpfung wäre im Inland geblieben, statt ins Ausland abzufließen.
9.4 Makroökonomische Stabilität und Krisenvermeidung
Die Ölkrisen 1973 und 1979 verursachten in Deutschland:
- massive Rezessionen
- Produktionsausfälle
- steigende Arbeitslosigkeit
- milliardenschwere staatliche Stützungsmaßnahmen
Die volkswirtschaftlichen Schäden beider Krisen zusammen werden auf 100–140 Mrd. € geschätzt. Eine stabile, kohlebasiert autarke Energieversorgung hätte diese Krisenwirkungen erheblich abgeschwächt.
9.5 Gesamtschätzung der verlorenen Wertschöpfung
Addiert man die konservativen Werte:
- Direkte Steuereinnahmen: 225 Mrd. €
- Indirekte Steuereinnahmen: 350 Mrd. €
- Importsubstitution: 1.500 Mrd. €
- Vermeidung von Krisenschäden: 100 Mrd. €
ergibt sich:
⭐ Gesamtvolkswirtschaftlicher Verlust: ca. 2,2 Billionen Euro
(über 50 Jahre, konservativ geschätzt)
Realistisch – unter Berücksichtigung von Zins‑ und Wachstumseffekten – liegt die Größenordnung eher bei 3–4 Billionen Euro.
Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Abkehr von der Steinkohle nicht nur ein energiepolitischer, sondern ein makroökonomischer Einschnitt historischen Ausmaßes war.
- Schlussfolgerung
Die Analyse legt nahe, dass Deutschland in den 1960er‑Jahren über eine nahezu einzigartige Energieautarkie verfügte, die auf der Kombination aus Steinkohle und Braunkohle beruhte. Während die Braunkohle aufgrund ihrer extrem niedrigen Kosten und hohen Verfügbarkeit weiter genutzt wurde, wurde die Steinkohle politisch zurückgefahren – trotz technologischer Entwicklungspotenziale und trotz ihrer strategischen Bedeutung für Versorgungssicherheit und volkswirtschaftliche Stabilität.
Die langfristigen Folgen dieser Entscheidung sind erheblich: Der Verlust hunderttausender Arbeitsplätze, der Strukturbruch im Ruhrgebiet, die Abhängigkeit von volatilen Weltmärkten und ein volkswirtschaftlicher Schaden in Billionenhöhe.
Hätte Deutschland die Kohlenutzung konsequent modernisiert und weiterentwickelt, wäre das Land heute mit hoher Wahrscheinlichkeit:
- energieautark,
- preisstabil,
- geopolitisch unabhängiger,
- industriell stärker,
- und gesellschaftlich stabiler.
Die historische Entscheidung gegen die Steinkohle war damit nicht nur ein energiepolitischer Richtungswechsel, sondern ein tiefgreifender volkswirtschaftlicher Verlust, dessen Auswirkungen bis heute spürbar sind.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die übergeordnete Frage, ob die Geschwindigkeit energiepolitischer Transformationen – damals wie heute – im Einklang mit der notwendigen Sorgfalt und Weitsicht steht.
Mut, nicht Leichtsinn
Warum Netanjahu und Trump beim Iran recht hatten
Von Ahmed Charai
(Englischer Originaltext: Courage, Not Recklessness: Why Netanyahu and Trump Were Right on Iran - Übersetzung: Martin Christen)
Am 7. Oktober wurde Israel nicht nur angegriffen. Es sollte gebrochen werden.
Das Massaker war nicht nur darauf ausgelegt, Unschuldige zu töten, sondern auch eine Botschaft zu übermitteln: dass Terror Israel demütigen, traumatisieren, isolieren und zum Rückzug zwingen könnte. In den Stunden und Tagen danach, inmitten von Szenen des Gemetzels, der Entführung und der nationalen Trauer, konnte man eine alte Fantasie zurückkehren hören. Viele Stimmen, offen oder leise, suggerierten, dass das Massaker der Beginn vom Ende Israels sei. Sie irrten sich.
Israel brach nicht zusammen. Es stand auf. Es begrub seine Toten, kämpfte um seine Geiseln und verkraftete einen Schock, der viele Nationen zerbrochen hätte. Doch Israel verstand auch etwas Wesentliches: Damit der 7. Oktober ein Grauen bleiben und nicht zum Vorbild werden würde, genügte es nicht, nur die Hand zu treffen, die das Massaker ausgeführt hatte. Die Quelle musste konfrontiert werden.
Einfluss durch Stellvertreter aufgebaut
Diese Quelle war nicht nur Gaza. Es war das System hinter Gaza: das Regime in Teheran, das seit Jahrzehnten eine regionale Infrastruktur des Terrors finanziert, bewaffnet, ausgebildet und ideologisch genährt hat. Der Iran hat seinen Einfluss nicht durch Diplomatie oder Entwicklung aufgebaut. Er baute ihn durch Stellvertreter, Milizen, Erpressung, sektiererische Kriegsführung und die gezielte Schwächung souveräner Staaten auf.
Deshalb war die Entscheidung von Premierminister Netanjahu zusammen mit Präsident Donald Trump, den Iran zu konfrontieren, kein Leichtsinn. Es war Mut.
Leichtsinn wäre es gewesen, den 7. Oktober hinzunehmen, von Resilienz zu sprechen und den Apparat, der eine solche Barbarei ermöglicht hatte, intakt zu lassen. Leichtsinn wäre es gewesen, die Henker zu bestrafen und dabei die Drahtzieher zu schützen. Leichtsinn wäre es gewesen, Teheran weiterhin glauben zu lassen, es könne Milizen bewaffnen, seine Nachbarn terrorisieren, Hauptstädte destabilisieren und dabei ohne Konsequenzen bleiben.
Netanjahu und Trump haben das Gegenteil bewiesen
Was stattdessen geschah, war das Gegenteil. Die politische Entscheidung war richtig. Die Strategie war klar. Und die militärischen Ergebnisse waren real. Die israelisch-amerikanischen Angriffe erzeugten nicht bloß Symbolik; sie reduzierten Kapazitäten, störten Befehlsketten, schwächten die Reichweite der Revolutionsgarden und zerstörten die Illusion, dass dieses Regime unantastbar sei. Zu lange hatten Irans Herrscher angenommen, dass Demokratien ewig zögern und Angst mit Besonnenheit verwechseln würden. Netanjahu und Trump haben das Gegenteil bewiesen.
Das ist bedeutsam, denn Mut in der Staatskunst wird oft missverstanden. Er ist keine Lautstärke. Er ist keine Impulsivität. Er ist nicht die Freude an der Eskalation. Mut ist die Bereitschaft zu handeln, wenn der Preis der Untätigkeit größer geworden ist als das Risiko des Handelns. Nach dem 7. Oktober war dieser Moment gekommen.
Sobald man diese Realität versteht, rückt die Hisbollah unweigerlich ins Zentrum der Argumentation.
Die Hisbollah ist nicht nur eine Bedrohung für Israels Nordgrenze. Sie ist eine regionale Krankheit. Die Hisbollah hat den libanesischen Staat als Geisel genommen, die libanesische Souveränität iranischen Interessen untergeordnet und das libanesische Volk dazu verdammt, die Kosten von Kriegen zu tragen, die es nicht gewählt hat. Sie hat ein stolzes arabisches Land in eine Plattform für Teherans Ambitionen verwandelt. Und ihre Bedrohung reicht weit über den Libanon und Israel hinaus.
Deshalb ist das breitere regionale Bild von Bedeutung. Die Aufdeckung von Netzwerken, die mit der Hisbollah und dem Iran im Golf in Verbindung stehen, ist eine Erinnerung daran, dass diese Bedrohung nicht lokaler Natur ist; sie ist transnational. Bahrain lebt seit langem im Schatten iranischer Unterwanderung. Die Vereinigten Arabischen Emirate sehen sich derselben Logik der Infiltration und Destabilisierung gegenüber. Marokko erkannte die Gefahr vor Jahren, als es die diplomatischen Beziehungen zu Teheran wegen der iranischen Unterstützung für die Polisario abbrach. Unterschiedliche Geografien, dieselbe Methode: eindringen, bewaffnen, radikalisieren und souveräne Staaten von innen oder durch Stellvertreter schwächen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate blieben standhaft. Bahrain blieb standhaft. Marokko schlug frühzeitig Alarm.
Diese Staaten verdienen mehr als Lob; sie verdienen strategische Unterstützung. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben jede Legitimität, ihre drei besetzten Inseln zurückzufordern. Marokko hat jede Legitimität, die internationale Anerkennung seiner Souveränität über die Sahara zu festigen. Und Bahrain – ein Königreich an vorderster Front, das standhaft blieb, als andere zögerten – verdient eine substanzielle wirtschaftliche und strategische Unterstützung, die der Last entspricht, die es getragen hat.
Diese Länder müssen für das anerkannt werden, was sie repräsentieren. Die Abraham-Abkommen waren nie bloß eine diplomatische Zeremonie. Sie waren eine strategische und zivilisatorische Wahl: eine Entscheidung für Modernität, Souveränität, Entwicklung und Frieden – gegen eine regionale Ordnung, die auf Milizen, Einschüchterung und dauerhaftem Krieg aufgebaut war. Dieser Konflikt hat diese Wahl nicht verändert. Er hat sie auf die Probe gestellt – und sie hat standgehalten. Das könnte eine der wichtigsten politischen Tatsachen sein, die aus diesem Krieg hervorgehen.
Die eigentliche Trennlinie im Nahen Osten ist nicht mehr die alte, die so viele aus Gewohnheit weiterhin aufsagen. Es sind vnicht einfach Araber gegen Israeli. Es ist die Trennlinie zwischen jenen, die funktionierende Staaten wollen, und jenen, die von zusammengebrochenen profitieren; zwischen jenen, die aufbauen, und jenen, die erpressen; zwischen jenen, die Ordnung, Wohlstand und Koexistenz wählen, und jenen, die permanente Revolution und Konflikt verherrlichen.
Israels Rolle in dieser Auseinandersetzung sollte ehrlich anerkannt werden.
Israel ist ein kleines Land in einer brutalen Nachbarschaft, und doch hat es souveräne Institutionen von außerordentlicher Widerstandsfähigkeit aufgebaut. Seine Stärke ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis von Disziplin, Exzellenz, technologischer Raffinesse, demokratischer Vitalität und einem tiefen Verständnis dafür, dass Überleben Ernst erfordert. Der Mossad, die IDF und Israels weitere Sicherheitsinstitutionen haben wiederholt bewiesen, was ein fähiger Staat leisten kann, wenn Geheimdienst, operative Exzellenz und politischer Wille zusammenkommen.
Doch Institutionen allein genügen nicht. Großartige Streitkräfte und großartige Geheimdienste können ihre Mission nicht erfüllen, wenn politische Führer zu zaghaft sind, um zu handeln. Deshalb ist Führungsstärke entscheidend. Netanjahu sollte in diesem Licht beurteilt werden. Er wählte nicht den Komfort. Er wählte die Verantwortung. Und Trump, was auch immer man von ihm in anderen Fragen halten mag, erkannte etwas, das viele andere nicht erkannten: Es gibt Momente, in denen Abschreckung nicht durch Reden, Konferenzen oder sorgfältig formulierte Illusionen wiederhergestellt werden kann. Sie muss durch Kraft wiederhergestellt werden.
Das ist kein Leichtsinn. Das ist Führungsstärke.
Das iranische Regime operiert derzeit unter einem prekären Zeitdruck. Das bedeutet nicht, dass es morgen verschwinden wird. Diktaturen überleben oft länger als erwartet. Aber etwas Grundlegendes hat sich verändert. Die Aura der Unausweichlichkeit ist gebrochen. Das Bild der Unverwundbarkeit ist zerstört. Die Angst hat begonnen, die Seiten zu wechseln. Das Regime besitzt noch immer Gefängnisse, Propaganda, Waffen und Fanatiker. Aber es besitzt nicht mehr denselben Mythos unantastbarer Macht.
Das nächste Kapitel muss daher mit Weisheit vorbereitet werden. Nicht gegen das iranische Volk, sondern mit ihm. Anstatt dem Iran gegenüber Hass zu hegen, sollten wir Hoffnung auf einen gewandelten Iran hegen. Das iranische Volk sind nicht die Mullahs. Sie sind die ersten Opfer eines Regimes, das ihre Zivilisation gedemütigt, ihre Freiheiten zertreten und die Größe ihrer Nation für Terror, Korruption und ideologischen Krieg verschleudert hat.
Nach dem 7. Oktober hatte Israel jeden Grund, in Trauer und Verteidigung gefangen zu bleiben. Stattdessen wählte es einen schwierigeren Weg: die Quelle des Terrors zu konfrontieren.
Das war kein Leichtsinn. Das war Mut.
Und die Geschichte mag noch festhalten, dass Israel, als so viele das Ende Israels voraussagten, stattdessen dazu beitrug, das Ende von Teherans Terrorordnung einzuleiten.
(Dr. Ahmed Charai ist Vorsitzender und Geschäftsführer von Global Media Holding, einem Verlags- und Rundfunkkonglomerat. Er ist außerdem ein Nahost-Politikberater in Washington, dessen Artikel in der New York Times, Politico, dem Wall Street Journal, The Hill, Foreign Policy, National Interest, der Jerusalem Post, Haaretz und weiteren Publikationen erschienen sind. Er ist Mitglied des Vorstands zahlreicher Denkfabriken, darunter der Atlantic Council, das Center for Strategic and International Studies, die International Crisis Group, das International Center for Journalists, das Foreign Policy Research Institute, das Center for National Interest und das Jerusalem Institute for Strategy and Security. Quelle: Gatestone Institute)
Abgetankt
Dem Wasserstoff geht die Luft aus
Von PETER WÜRDIG
Dem Wasserstoff geht die Luft aus, schon wieder! Dabei ist der Wasserstoff doch das ersehnte Wundermittel der Wendehälse, also für die von der Energiewende. Nicht umsonst wird Wasserstoff als der „Champagner der Energiewende“ bezeichnet. Nun, man kann in Champagner baden, man muss es sich nur leisten können, und das macht wohl einen Teil des Problems aus. Denn die Kosten sind am Ende dann doch so hoch, dass die Projekte nicht wirklich gelingen. Das war schon 2004 damals auf der Insel Utsira so. Dies ist die kleinste Insel von Norwegen, und Enercon, die bekannte Firma für Windmühlen aus Niedersachsen, hatte dort ein Projekt gestartet, um immerhin zehn(!) Haushalte komplett mit grünem Strom zu versorgen.
Der Wasserstoff wurde dabei als Speichermedium verwendet, um die Lücken der Versorgung auszugleichen, wenn der Wind nur so weht, wie er will und nicht wie er soll. Die Anlagen mussten dann aber schon nach zwei Jahren wieder komplett abgebaut werden, denn die Kosten waren aus dem Rahmen gelaufen. Und technische Probleme gab es auch noch, denn der Wasserstoff ist eben doch nicht so friedlich und geduldig, wie man sich das vorgestellt hatte.
Was ist also geschehen? „Das Münsterland verliert seine einzige Wasserstoff-Tankstelle.“ Darüber berichtet jetzt der WDR. Die Westfalen AG hat den Standort in Münster-Amelsbüren zehn Jahre lang betrieben, aber nie ausreichend Kundschaft erreicht. Da das Geschäft dauernd im Minus-Bereich verblieb, musste man nun aufgeben. Zuletzt tankten nur noch eine Handvoll Privatkunden regelmäßig in Münster. Bei den LKW-Fahrern sei der Zuspruch noch geringer gewesen. In Deutschland fahren derzeit etwa 250 Lastwagen mit Wasserstoff, im Pkw-Bereich gibt es immerhin noch 1800 Wasserstoff-Autos. Im Münsterland muss man sich jetzt nach einer Tankstelle in weiter Entfernung umsehen, oder man muss dann doch auf ein richtiges Auto umsteigen, also eines mit Benzin oder Diesel; die werden dort noch gut versorgt.
(pi-news.net)
Teheran, 1953
Der Putsch, der die Ölpolitik veränderte
Von Gastautor Shoumojit Banerjee
Der Iran-Krieg hat einen der schwersten Energieschocks in Jahrzehnten ausgelöst. Die fünfteilige Serie des Autors Shoumjit Banerjee beleuchtet entscheidende historische Momente, in denen Turbulenzen der Energiewelt den Verlauf der Geopolitik beeinflusst haben. Banerjee ist ein geschichtlich und kulturhistorisch außergewöhnlich versierter indischer Journalist, dessen Texte in ‚The Perfect Voice‘ (Mumbai) erscheinen. Wir danken ihm für freundliche die Genehmigung zu Übersetzung und Abdruck.
Ölfässer und Macht – Teil 2
Der Staatsstreich, der den Schah wieder an die Macht brachte, verfestigte zugleich ein Erbe aus Ölpolitik und ausländischer Einmischung, das den Iran bis heute überschattet.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Persien ein im Niedergang begriffen, regiert vom alternden Kadscharen-Monarchen Mozaffar al-Din Schah Kadschar. Das Land verfügte kaum über Industrie, eine schwächelnde Staatskasse und eine Regierung, die zum Erzielen von Einnahmen zunehmend auf ausländische Konzessionen angewiesen war. Unter seinen Wüsten jedoch lag eines der größten Ölvorkommen der Welt – ein Vermögenswert, der die Aufmerksamkeit der Großmächte wecken und Persien in einen zentralen Schauplatz der globalen Energiepolitik verwandeln sollte.
William Knox D’Arcy
Die Geschichte begann 1901, als der Schah dem britischen Finanzier William Knox D’Arcy eine außergewöhnliche Konzession zur Ölförderung in weiten Teilen des Landes gewährte. D’Arcys Wagnis wäre nach Jahren kostspieliger Bohrungen in abgelegenem Gelände beinahe gescheitert. Erst 1908 war das Unterfangen von Erfolg gekrönt, als im Südwesten Persiens endlich Öl gefunden wurde. Das führte zur Gründung der Anglo-Persian Oil Company, aus der später die Anglo-Iranian und schließlich der moderne Energieriese BP hervorging.
Kronjuwel
Ihr Kronjuwel war die weitläufige Raffinerie in Abadan, die sich bis in die 1930er Jahre zur größten Raffinerie der Welt entwickelte, Zehntausende von Arbeitern beschäftigte und Rohöl verarbeitete, das Schiffe, Fabriken und Militärflugzeuge im gesamten Britischen Empire antrieb.
Die Raffinerie war so riesig, dass sie als Firmenstadt fungierte, komplett mit getrennten Wohnvierteln, die die Ungleichheiten zwischen ausländischen Managern und iranischen Arbeitern deutlich machten.
Im Jahr 1914, am Vorabend des Ersten Weltkriegs, übernahm die britische Regierung eine Mehrheitsbeteiligung an der Anglo-Persian Oil Company, um die Treibstoffversorgung der Royal Navy sicherzustellen, die von Kohle auf Öl umstellte. Diese Entscheidung band die britische Imperialmacht faktisch an das persische Öl. Von diesem Zeitpunkt an waren das Schicksal des Unternehmens und die Geopolitik des Nahen Ostens untrennbar miteinander verwoben.
Unterdessen trat Persien selbst in eine neue politische Ära ein. 1925 ergriff der ehrgeizige Offizier Reza Schah Pahlavi die Macht, beendete die Kadscharen-Dynastie und leitete ein Modernisierungsprogramm ein, das auch die Neuverhandlung der Bedingungen für die Tätigkeit ausländischer Unternehmen in den iranischen Ölfeldern umfasste.
Anfang der 1950er Jahre machte das iranische Öl etwa 40 Prozent der Produktion im Nahen Osten aus. Doch der durch dieses riesige Unternehmen geschaffene Wohlstand wurde ungleich verteilt. Für viele Iraner war die Anglo-Iranian Oil Company ein Symbol für ausländische Vorherrschaft und wirtschaftliche Ungerechtigkeit. Obwohl der Iran Lizenzgebühren und einen Anteil an den Gewinnen erhielt, argumentierten nationalistische Politiker, das werde Land ausgebeutet und seine Reichtümer kämen nur ausländischen Aktionäre zugute.
Während des Zweiten Weltkriegs blieb der Iran weitgehend im strategischen Einflussbereich Großbritanniens. Doch als sich der Kalte Krieg verschärfte, begann Washington, den Iran als entscheidende Front im Kampf gegen die sowjetische Expansion zu betrachten. Stalin hatte bereits während des Krieges den Norden des Iran besetzen lassen, und die USA befürchteten, dass das schwache und instabile Land unter den Einfluss Moskaus geraten könnte.
Wegweisendes Abkommen
In Washington war man zudem zunehmend der Ansicht, dass der Iran einen größeren Anteil an seinem Erdölreichtum verdiene. Der amerikanische Diplomat George McGhee, der gerade ein wegweisendes Abkommen über eine fifty-fifty-Gewinnbeteiligung zwischen Saudi-Arabien und dem von den USA unterstützten Konsortium Saudi Aramco aushandelte, argumentierte, dass die bestehenden Vereinbarungen mit Iran veraltet und politisch gefährlich seien.
In Nachkriegs-London war die Stimmung weit weniger entgegenkommend. Der mächtige Vorsitzende der Anglo-Iranian Oil Company, William Fraser, widersetzte sich dem Druck, das Abkommen des Unternehmens mit Teheran zu überarbeiten. Als harter, kompromissloser Manager erklärte Fraser die bestehenden Bedingungen für fair, weil er fürchtete, dass jegliche Zugeständnisse weitere Forderungen schüren würden. Derweil rangen in der britischen Regierung hochrangige Beamte wie Außenminister Ernest Bevin und später Anthony Eden darum, die diplomatischen Realität mit der strategischen Rolle des iranischen Öls für die fragile britische Nachkriegswirtschaft in Einklang zu bringen.
1950 löste das Abkommen mit den Saudis in der gesamten Öl-produzierenden Welt große Erwartungen aus. Wenn Saudi-Arabien die Hälfte der Gewinne aus seinem Öl beanspruchen könne, fragten iranische Nationalisten, warum sollte ihr Land dann weniger akzeptieren? Die Debatte schlug hohe Wellen. In Teheran betrachten Kritiker der Anglo-Iranian Oil Company die bestehende Vereinbarung zunehmend als Relikt imperialer Privilegien.
Das politische Klima wurde immer explosiver. Premierminister Ali Razmara, ein umstrittener Militäroffizier, lehnte die Verstaatlichung der Ölindustrie ab. Er argumentierte, dem Iran fehle das technische Know-how, um ein so komplexes Unternehmen zu führen. Seine Warnungen erwiesen sich als politisch fatal. Im März 1951 wurde Razmara, als er sich einer Moschee in Teheran näherte, von einem religiösen Extremisten ermordet. Sein Tod beseitigte das letzte große Hindernis für einen radikalen Politikwechsel.
Innerhalb weniger Wochen stimmte das iranische Parlament für die Verstaatlichung der Ölindustrie. Im Mittelpunkt stand der charismatische und exzentrische nationalistische Führer Mohammad Mossadegh. Von der Geburt her ein Aristokrat, war Mossadegh politisch ein Populist, der lange gegen ausländischen Einfluss im Iran gekämpft hatte. Er entwickelte sich rasch zum Helden der Verstaatlichungsbewegung.
Bald darauf folgte das Verstaatlichungsgesetz, das Großbritannien einen schweren Schlag versetzte. Abadan war nicht nur die größte Raffinerie der Welt, sondern auch ein Eckpfeiler der britischen Energieversorgung und finanziellen Stabilität. Doch London hatte wenig Optionen.
Unterdessen stieg Mossadeghs Popularität im eigenen Land sprunghaft an. Für Millionen Iraner hatte er einen historischen Akt der nationalen Befreiung vollbracht. Selbst als sich die wirtschaftliche Lage des Landes verschlechterte, die Ölexporte einbrachen und die Staatseinnahmen sanken, sahen viele Anhänger dieses Opfer als notwendig an, um die Souveränität des Iran zurückzugewinnen. Mossadegh selbst erklärte, das Öl könne auf unbestimmte Zeit im Boden bleiben, wenn dies der Preis für die Unabhängigkeit sei.
Hohe Einsätze
Doch die Krise veränderte die iranische Innenpolitik. Um an der Macht zu bleiben, stützte Mossadegh sich zunehmend auf die Mobilisierung der Massen, und nutzte das Radio, um seine Anhänger auf die Straße zu rufen.
Der Schah fühlte sich durch diese Ereignisse zunehmend an den Rand gedrängt. Obwohl er weiterhin der Monarch des Landes war, lag die tatsächliche Macht bei dem charismatischen Mossadegh und der ihn unterstützenden nationalistischen Bewegung.
Gleichzeitig wurden die geopolitischen Karten neu gemischt. Als Nordkorea im Juni 1950 in Südkorea einmarschierte, verwandelte sich der Kalten Krieg in einen offenen militärischen Schlagabtausch. Der Einsatz schoss in die Höhe. Westliche Politiker betrachteten die Ölvorkommen des Nahen Ostens nun als unverzichtbar für die globale Sicherheit. Die Möglichkeit, dass der Iran in Richtung Sowjetunion abdriften oder unter den Einfluss der kommunistischen Tudeh-Partei geraten könnte, alarmierte die politischen Entscheidungsträger in Washington und London.
Bis 1952 verschlechterte sich die iranische Wirtschaft rapide. Ohne ausländisches Fachwissen und Märkte wurde die verstaatlichte Ölindustrie ihre Produktion nicht los. Mossadeghs Basis begann zu bröckeln, als sich Konservative, Monarchisten und Teile des Militärs gegen ihn zu verbünden begannen.
Im Sommer 1953 beschlossen die Vereinigten Staaten und Großbritannien, heimlich einzugreifen. Die Operation mit dem Codenamen Ajax wurde gemeinsam von der CIA und dem britischen Geheimdienst organisiert. Ihr Einsatzleiter war Kermit Roosevelt, ein Enkel von Theodore Roosevelt, der im Juli 1953 heimlich in den Iran einreiste.
Roosevelt stand vor einer gewaltigen Herausforderung. Der Schah selbst war zögerlich und ängstlich. Da er überzeugt war, dass Mossadegh breite Unterstützung in der Bevölkerung genoss, bezweifelte der Monarch die Erfolgsaussichten. Roosevelt gelang es schließlich, ihn heimlich im Palast zu treffen, wobei er sich auf dem Rücksitz eines Autos unter einer Decke versteckte, um nicht entdeckt zu werden. Bei diesem Treffen überzeugte er den Schah, den Plan zu unterstützen.
Der Putsch begann Mitte August mit einem Erlass des Schahs, mit dem Mossadegh seines Amtes enthoben wurde. Doch der erste Versuch scheiterte schnell, als Mossadegh von der Verschwörung erfuhr und den Offizier verhaftete, der ihm den Erlass überbrachte. Regierungsanhänger strömten auf die Straßen, während der Schah zunächst nach Bagdad und dann nach Rom floh. Im Exil glaubte er, seine Herrschaft sei vorbei.
Auch in Washington ging man zunächst davon aus, dass die Operation gescheitert sei. Doch die Ereignisse in Teheran nahmen eine unerwartete Wendung. Am 19. August kam es in der Hauptstadt zu einer pro-Schah-Demonstration. Was als kleine Versammlung begann, wuchs rasch zu einer riesigen Menschenmenge an. Ringer, Gewichtheber und Straßenkünstler marschierten durch die Basare, mobilisierten Anhänger und prangerten Mossadegh an.
Als die Menschenmassen wuchsen, begannen wichtige Militäreinheiten die Seiten zu wechseln. Soldaten, die entsandt worden waren, um die Demonstranten zu zerstreuen, schlossen sich stattdessen ihnen an. Bald hatte sich das Blatt gewendet. Mossadegh flüchtete aus seiner Residenz und kletterte über eine Gartenmauer, während pro-Schah-Truppen die Kontrolle über die Hauptstadt übernahmen.
In Rom erhielt der Schah die Nachricht in einer Hotelsuite, in der er und seine Frau in banger Verbannung gelebt hatten. Ein Reporter einer Nachrichtenagentur eilte herbei und verkündete die Schlagzeile über Mossadeghs Sturz. Der Schah soll blass geworden sein, bevor er erklärte: „Ich wusste, dass sie mich liebten.“
Innerhalb weniger Tage kehrte er triumphierend nach Teheran zurück. Mossadegh wurde verhaftet, und General Fazlollah Zahedi neuer Premierminister.
Das politische Drama hatte tiefgreifende Folgen für die globale Ölindustrie. Obwohl der Schah seinen Thron zurückerobert hatte, konnte das alte, von der Anglo-Iranian Oil Company installierte System nicht einfach wiederhergestellt werden.
Stattdessen schmiedeten westliche Regierungen eine neue Vereinbarung. Ein Konsortium internationaler Ölgesellschaften – amerikanischer, britischer und europäischer – sollte die iranische Erdölindustrie gemeinsam betreiben. Die Anglo-Iranian würde zwar weiterhin beteiligt bleiben, das Unternehmen jedoch nicht mehr dominieren. Amerikanische Unternehmen, die zuvor vom iranischen Öl ausgeschlossen gewesen waren, erhielten nun einen bedeutenden Anteil.
Der Staatsstreich von 1953 zeigte, wie tief das Öl mit der globalen Machtpolitik verflochten war. Für den Iran sollten die Folgen noch Jahrzehnte nachwirken. Viele Iraner sahen den Sturz Mossadeghs als Inbegriff ausländischer Einmischung in die Angelegenheiten ihres Landes. Der dadurch ausgelöste Groll schwelte eine Generation lang unter der Oberfläche, bis er sich in der durch die Mullahs gekaperten Revolution 1979 Bahn brach.
(vera-lengsfeld.de)
127,3 Milliarden Euro Finanzierungsdefizit
Defizit steigt auf das Niveau von 2022, alle Ebenen betroffen
WIESBADEN – Im Jahr 2025 hat der Öffentliche Gesamthaushalt 6,0 % mehr ausgegeben und 5,2 % mehr eingenommen als 2024: Einnahmen von rund 2 081 Milliarden Euro standen Ausgaben von rund 2 208 Milliarden Euro gegenüber. Die Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung schlossen nach Abgrenzung der Finanzstatistiken mit einem Finanzierungsdefizit von 127,3 Milliarden Euro ab, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Das Defizit war 22,9 Milliarden Euro höher als 2024 und erreichte das Niveau des Energiekrisen-Jahres 2022. Damals zeigte jedoch einzig der Bund ein außerordentlich großes Defizit, das letztlich nicht in vollem Umfang zu höheren Schulden führte, weil weniger Kredite als geplant aufgenommen wurden. 2025 standen nun alle Ebenen im Minus. Bei den Gemeinden war das Defizit so groß wie noch nie.

Im Vergleich zu 2024 hat sich die Finanzierungslücke beim Bund um 34,5 Milliarden Euro vergrößert, bei den Gemeinden um 7,1 Milliarden Euro. Ihr Defizit verringern konnten die Länder (um 9,5 Milliarden Euro) und die Sozialversicherung (um 9,2 Milliarden Euro).
Die Einnahmen blieben beim Bund nahezu unverändert (+0,6 % auf 572,6 Milliarden Euro), während die Ausgaben um 6,1 % auf 658,0 Milliarden Euro stiegen. Das ergibt für den Bund ein Defizit von 85,4 Milliarden Euro. Hierin spiegelt sich auch die politische Entscheidung, zur Ausgabenfinanzierung des Bundes stärker auf Schuldenaufnahmen zurückzugreifen. Dies führte zu den "Bereichsausnahmen“ im Bundeshaushalt und den komplett kreditfinanzierten Extrahaushalten für Bundeswehr sowie Infrastruktur und Klimaschutz.
Die Einnahmen der Länder stiegen um 5,2 % auf 572,1 Milliarden Euro, die Ausgaben um 3,3 % auf 580,8 Milliarden Euro, das Defizit betrug 8,7 Milliarden Euro. Gut drei Viertel dieses Defizits vereinten allein die Stadtstaaten auf sich. Ein Überschuss ergab sich in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bayern (mit dem höchsten Plus von 1,5 Milliarden Euro).
Die hohen Defizite bei den Stadtstaaten spiegeln sich in den Flächenländern auf der Ebene der Kommunen. Hier ging die Einnahmen-Ausgaben-Schere noch weiter auseinander als 2024. Ein Einnahmenzuwachs um 4,1 % auf 391,4 Milliarden Euro und ein Ausgabenzuwachs um 5,6 % auf 423,3 Milliarden Euro ergaben ein Defizit von 31,9 Milliarden Euro.
Die Gesamteinnahmen der Sozialversicherung stiegen um 8,3 % auf 936,1 Milliarden Euro, darunter die Beitragseinnahmen um 9 % auf 771,5 Milliarden Euro (unter anderem wegen der Erhöhung der Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung). Die Ausgaben stiegen um 7,2 % auf 937,5 Milliarden Euro, daraus resultiert ein Defizit von 1,3 Milliarden Euro.
Darlehen zur Stützung der Sozialversicherung, mehr militärische Beschaffungen
Dämpfend auf die Ausgaben des Bundes wirkte die 2025 eingeführte Buchungspraxis für Bundeswertpapiere. Die Zinsausgaben gingen auch deswegen gegenüber 2024 um 6,0 Milliarden Euro (+14,1 %) zurück.
Die höheren Ausgaben des Bundes sollten unter anderem die Sozialversicherung stabilisieren. So erhielt die Rentenversicherung einen um 6,5 Milliarden Euro höheren Zuschuss als 2024. Darlehen erhielten die Bundesagentur für Arbeit (1,4 Milliarden Euro), die Krankenversicherung (2,3 Milliarden Euro) und die Pflegeversicherung (0,5 Milliarden Euro). Für Investitionen in die Schienenwege stellte der Bund der Deutschen Bahn ein Darlehen über 3 Milliarden Euro zur Verfügung. Zum gleichen Zweck erhielt die Bahn 5,3 Milliarden Euro zur Erhöhung des Eigenkapitals, das waren 3,1 Milliarden mehr als 2024. Hinzu kam der Anstieg der militärischen Beschaffungen: Hierfür gab der Bund 39,0 Milliarden Euro aus (+23,4 %).
Militärische Beschaffungen werten die Finanzstatistiken im Einklang mit dem deutschen Haushaltsrecht als laufende Sachausgaben, nicht als Investitionen. Die typischen Sachinvestitionen (Ausgaben für Bauten und für den Erwerb von Sachvermögen) stiegen 2025 bei Gemeinden und Ländern nur moderat (+3,5 % beziehungsweise 2,6 %), beim Bund stiegen sie um 10,5 %. Statistisch zeigten die kreditfinanzierten Mittel aus dem erst gegen Ende 2025 errichteten "Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz“ noch keine deutlichen Effekte.
Methodische Hinweise:
Die Angaben beziehen sich auf vorläufige Ergebnisse der Kern- und Extrahaushalte der vierteljährlichen Kassenstatistik. Sie weichen ab vom Finanzierungssaldo des Staates in Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 2010), an dem sich die Einhaltung des Referenzwertes des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts (Maastricht-Defizitquote) bemisst (vergleiche Pressemitteilung Nr. 60 vom 25. Februar 2026). Die Abweichungen sind in methodischen Unterschieden begründet.
Für die kaufmännisch buchenden Extrahaushalte des Saarlands lagen keine Ergebnisse für das 4. Quartal 2025 vor. Daher wurden die Daten des 3. Quartals 2025 zur Bildung des Jahresergebnisses in das 4. Quartal übernommen.
Wegen der Einführung des Deutschlandtickets und der damit verbundenen größeren Abhängigkeit von öffentlichen Zuweisungen wurden ab dem 2. Quartal 2023 etwa 440 Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) als Extrahaushalte in den Öffentlichen Gesamthaushalt einbezogen. Das Hinzurechnen der Ausgaben und Einnahmen dieser Einheiten sorgte für Sondereffekte. Mit dem Übergang auf das Berichtsjahr 2025 sind Vorjahresvergleiche wieder uneingeschränkt möglich.
(Statistisches Bundesamt)
Gefragt
Wofür kriegen Politiker eigentlich ihr vieles Geld?
Jenseits von Siebenbergen

Gelesen 7. 4. 26

(tutut) - Während Kulturen gegeneinander immer feste druff zielen, feiern sie weiter den Untergang des Abendlandes mit dem Austausch der eigenen Zivilisation gegen invasive Kräfte mit Suppenkasperei statt natürlicher Intelligenz. "'In den fünfziger Jahren mahnte Lester Pearson, die Menschen seien auf dem Weg in ein Zeitalter, wo unterschiedlche Zivilisationen lernen müssen, nebeneinander in friedlichem Austausch zu leben, voneinander zu lernen, die Geschichte, die Ideale , die Kunst und Kultur des anderen zu studieren, einander gegenseitig das Leben zu bereichern'", schreibt Samuel P. Huntington am Ende seines Schlußkapitels ( "Der Westen, die Kulturen, 'Zivilisation'") von "Kampf der Kulturen". An Umvolkung mit Entreicherung haben er und andere damals, 1996, wohl noch nicht gedacht. "'Die Alternative auf dieser kleinen, übervölkerten Welt heißt Mißverständnis, Spannung, Kampf und Katastrophe'. In der heraufziehenden Ära sind Kämpfe zwischen Kulturen die größte Gefahr für den Weltfrieden, und eine auf Kulturen basierende internationale Ordnung ist der sicherste Schutz vor einem Weltkrieg. Die Zukunft des Friedens und der Zivilisation hängt davon ab, daß die führenden Politiker und Intellektuellen der großen Weltkulturen einander verstehen undmiteinander kooperieren. Im Kampf der Kulturen werden Europa und

Amerika vereint marschieren müssen oder sie werden getrennt geschlagen. In dem größeren Kampf, dem globalen 'eigentlichen Kampf' zwischen Zivilisation und Barbarei sind es die großen Weltkulturen mit ihren großen Leistungen auf dem Gebiet der Religion, Kunst und Kultur, der Philosophie, Wissenschaft und Technik, der Moral und des Mitgefühls, die ebenfalls vereint marschieren müssen, da auch sie sonst getrennt geschlagen werden". Die schlagen sich schon selbst, denn Politik, welche die Macht hat, zieht auch die Strippen, an denen alle wie die Puppen nach Befehl tanzen. Meist nur eine Frage des Geldes, ob jemand alle seine bisherigen angeblichen unveräußerlichen Werte fahren lässt oder nicht.

Arbeiten bis November
B10 gesperrt: Die Geislinger Steige bei Amstetten wird saniert
Die B10 zwischen Geislingen und Amstetten wird ab Dienstag gesperrt. Die Geislinger Steige muss instand gesetzt werden. Die Arbeiten dauern ein halbes Jahr..
(swr.de. Ausgestiegen.)

"Super-El Niño"
Droht ein Hitzesommer in BW? Was wir tun können
Hitze, Starkregen, Dürre - Droht ein neuer Rekordsommer? Ein mögliches "Super-El Niño" sorgt derzeit für Besorgnis. Hat das Auswirkungen auf Baden-Württemberg? Wie bereiten wir uns auf Hitzesommer vor?.
(swr.de. Ohne Katastrophe geht THE LÄNDLER nicht ins Bett.)

Traditionelle Motorradsegnung am Ostermontag
Hunderte Biker holen sich in Laimnau den Segen für die Motorradsaison
In Laimnau (Bodenseekreis) haben sich am Ostermontag rund 500 Biker den Segen für die Motorradsaison geholt. Die Motorräder segnet der Pfarrer traditionell im Vorbeifahren. .
(swr.de. Fuhr Jesus nicht in einem fort?)

Autoarmes Konzept stößt an Grenzen
Parkplatzmangel sorgt für Frust in Heilbronns Neubauquartieren
In Heilbronn sollten die Quartiere Hochgelegen und Neckarbogen für weniger Autos und mehr Lebensqualität stehen. Doch das grüne Konzept wird für viele Bewohner zum täglichen Frust..
(swr.de. Seit wann ist grüner Kommunismus Lebensqualität?)

Feuerwehr muss ausrücken
Nach Streit: Mann legt Feuer vor Heilbronner Nachtclub
Offenbar ist ein vorausgegangener Streit eskaliert: Ein Mann hat versucht, vor der Tür eines Heilbronner Nachtclubs einen Brand zu verursachen..
(swr.de. Käthchens Frust?)

Mehr als nur Nachbarn
Bezahlbar wohnen durch Gemeinschaft? Ein Projekt aus Tübingen
In Tübingen entstehen neue Wohnformen: kleiner privat, mehr gemeinsam. Projekte wie „HEck-Pilot“ zeigen, wie Wohnen bezahlbar und sozial wird..
(swr.de. Nannte man das früher nicht Familie und Horde?)

Kriege als zentrales Thema
Osterbotschaften: Kirchen in BW rufen zu Solidarität mit Leidenden auf
Die Angst als "ständiger Begleiter": Die Kirchen in BW zeichnen ein düsteres Bild der Gegenwart - und appellieren in ihren Osterbotschaften dennoch an die Zuversicht der Menschen..
(swr.de. Was ist mit Frieden?)

Traumstrecke für Auto- und Motorradfahrer
Silvretta-Hochalpenstraße bleibt jahrelang gesperrt
Sie ist eine der Panoramastraßen durch die Alpen, doch Autofahrer werden nicht so schnell wieder auf ihr fahren: Die Silvretta-Hochalpenstraße wird umfangreich abgesichert..
(swr.de. Wäre sie fahrbar, wäre es kein Traum.)

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NACHLESE
Heimattage
Fastnachtsvortrag mit Werner Mezger: Wenn der Narr mit dem Tod tanzt
Professor Werner Mezger hat in Oberkirch über die kulturellen Wurzeln der Fastnacht gesprochen. Sein Fazit: Hinter Masken und Schellen steckt mehr als Feierlaune – es geht um Leben und Tod. .
Badische Zeitung. Vor alle, für den Osterhasen ein Problem.)
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Die Geldwaschmaschine Ukraine im Auftrag der EU
Von CONNY AXEL MEIER
Es lässt sich in wenigen Worten erklären: Die ukrainische Korruptionsmafia hat die USA als Selbstbedienungsladen benutzt – und die EU-Bürokraten machen alle fleissig mit! Und wer hat es erfunden? Die US-Demokraten mit Joe Biden und seinem Strippenzieher Barack Obama. Mit Milliarden Dollar und schierer Boshaftigkeit wollten sie Donald Trump verhindern und die Wiederwahl Bidens befördern. Als der Plan schiefging, sollte Kamela Harris dafür sorgen, dass der „Deep state“ seine Macht nicht einbüßt. Nun ist es zu spät. Die an die ukrainischen Machthaber gelieferten Waffen landen teilweise auf dem Schwarzmarkt und ihre Villen in den Vereinigten Arabischen Emiraten verlieren derzeit massiv an Wert.
Tulsi Gabbard deckt auf
Die Herrin über die US-Geheimdienste, die Direktorin des „Office of National Intelligence“ (ODNI, „Büro des Direktors der nationalen Nachrichtendienste“), Tulsi Gabbard, hat es nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die europäischen Propagandamedien berichten darüber nicht. FreeSpeech_on_X schreibt: Ukrainische Beamte planten ganz offen, Hunderte Millionen US-Steuergelder über NGOs, Subunternehmer und US-Firmen in Bidens Wahlkampfkasse zu schleusen. Kalkül: „Bis es auffliegt, ist das Geld weg – und ein Demokrat im Weißen Haus deckt alles zu.“ Genau das gleiche Schema läuft jetzt auf EU-Ebene – nur noch dreister. Die korrupten EU-Bürokraten rund um Ursula von der Leyen nutzen die Ukraine als perfekten Kanal, um sich selbst zu bereichern und politisch Einfluss zu nehmen. Milliarden an EU-Steuergeldern fließen nach Kiew – angeblich für „Hilfe“, „Reformen“ und „Wiederaufbau“. In Wahrheit verschwinden sie in denselben Strukturen wie bei den US-Demokraten: Über NGO-Netzwerke, dubiose Subunternehmer und „zivilgesellschaftliche“ Projekte, die letztlich in die Taschen der Brüsseler Elite und ihrer Verbündeten wandern. Während in Kiew Energoatom-Skandale mit 100 Millionen Dollar Kickbacks explodieren, Minister zurücktreten und enge Selenskyj-Vertraute in Korruptionsnetzwerke verwickelt sind, drängt Ursula von der Leyen weiter auf neue Milliarden-Darlehen und „Reparations“-Kredite aus eingefrorenen russischen Vermögen. Die EU fordert zwar scheinheilig „Anti-Korruptionsreformen“ – setzt aber gleichzeitig die Zahlungen fort, sobald der nächste Skandal halbwegs unter den Teppich gekehrt ist. Das ist kein Versehen. Das ist System. Noch perfider: Der Einfluss auf demokratische Wahlen. Genau wie die US-Demokraten die Ukraine als Geldwäscheinstrument nutzten, um eigene Kampagnen zu finanzieren, instrumentalisieren Brüsseler Eliten dieselbe korrupte Ukraine (und ihre NGO-Netzwerke), um in EU-Mitgliedstaaten Wahlen zu beeinflussen.
Jüngstes Beispiel: Ungarn
Viktor Orbán und die ungarische Regierung werfen ihnen offen vor, dass EU-finanzierte NGOs und Kräfte aus Kiew/Brüssel die Opposition (Tisza-Partei und Péter Magyar) unterstützen, um eine pro-Ukraine-Regierung zu installieren – die dann mehr Geld, Waffen und Sanktionen durchwinkt. Ausländische Finanzierung über NGOs, „Demokratieprojekte“ und verdeckte Kanäle sollen souveräne Wahlen kippen. Das ist keine „Unterstützung der Zivilgesellschaft“, sondern Wahlmanipulation mit Steuergeldern der europäischen Bürger. Die Rechnung ist immer dieselbe: Krieg verlängern bedeutet mehr Hilfsgelder und mehr Möglichkeiten zur Bereicherung und politischer Einflussnahme, um Kritiker wie Orbán als „korrupt“ oder „russlandfreundlich“ zu diffamieren, während die eigene Korruption (Pfizergate, Qatargate-Nachwehen, fehlende Transparenz bei Milliarden-Deals) unter dem Deckmantel der „Solidarität mit der Ukraine“ verschwindet.
Genug ist genug
Die Ukraine ist kein Partner – sie ist ein korruptes Proxy-Instrument für transatlantische und Brüsseler Machtspiele. Kein Cent mehr aus US- oder EU-Steuergeldern, solange nicht jeder Euro lückenlos nachgewiesen wird und die NGO-Kanäle zur Wahlbeeinflussung trockengelegt sind. Die wahren Feinde Europas sitzen nicht in Moskau, sondern in den selbstbereichernden Eliten in Brüssel und Kiew, die den Krieg als Goldesel missbrauchen. Zeit, den Geldhahn endgültig zuzudrehen. Für echte Souveränität, Transparenz und gegen diese grenzüberschreitende „Grift-Mafia“. Es bleibt zu hoffen, dass die Niederlage der sogenannten Demokraten bei der US-Präsidentschaftswahl und die Wahl Donald Trumps diesem kriminellen Treiben ein Ende setzt. Die ungarische Marionette der EU-Kakistokraten, der „Wanzen-Peter“ Magyar, wird, entgegen dem Wunschdenken und der uneingeschränkten Unterstützung seiner Brüsseler Herren, die Parlamentswahlen am 12. April trotzdem verlieren. Magyars Hauptunterstützer in Berlin, der Bundeskanzler der zweiten Wahl, wird am Sonntag nach Ostern im Kanzleramt hoffentlich in die Tischkante beißen, obwohl Merz „den Druck auf Ungarn erhöhen“ will. Das für seinen Liebling, den Frauenschläger Magyar, bereitgestellte Bargeld im Wert von über 70 Millionen Euro, vermutlich für den Wahlkampf, wurde auf der angeblichen Durchreise erstmal von den ungarischen Behörden beschlagnahmt, bis der Besitzer klar benannt wird. Das wird vorerst nicht geschehen. In ganz Ungarn sind im Übrigen derzeit bis in die letzten Dörfer bezahlte Wahlhelfer in Mercedes-PKWs mit Münchner Kennzeichen unterwegs, um die einsilbige Wahlpropaganda („Orban ist korrupt“) unters Volk zu bringen. Woher wohl das Geld kommt? Es wird ihnen nicht helfen, weder der EU, noch dem Wanzen-Peter, noch dem Clown in Kiew und erst recht nicht den unter dem Krieg leidenden Menschen. Der Geldwaschmaschine in Brüssel muss endlich der Stecker gezogen werden.
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Der erste Mensch war nicht der letzte Affe.
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Betrügerisches Spiel
Die Deutschen verarmen im wahrsten Sinne des Wortes
Über die Hälfte der deutschen Zinszahlungen auf die Staatsschulden fließt ins Ausland. Es droht eine Zinsfalle, aus der es kaum noch einen Ausweg gibt. Ein Kommentar von Thorsten Polleit..
(Junge Freiheit. So billig war Deutschland noch nie, da sind zwei Weltkriege nix dagegen.)

Intelligenz
„Dümmer“ als vorherige Generationen – der beunruhigende Verfall in der Gen Z
Die Gen Z sei die „erste Generation der modernen Geschichte“, deren kognitive Fähigkeiten hinter die der Vorgänger-Generation zurückfielen, warnt ein US-Neurowissenschaftler. Auch andere Forscher kommen zu alarmierenden Befunden – etwa zum Alzheimer-Risiko...
(welt.de. Alles wieder auf A wie Affe?)

Deutschland unter Merz
Konsequente Zerstörung statt Aufbruch und Neuanfang
Die Politik in Deutschland ist geprägt von einem beispiellosen Abbruchs- und Zerstörungsprogramm. Sie vernichtet die wirtschaftlichen Grundlagen, den Wohlstand und die Sicherheit des Landes.
VON Roland Tichy
(Tichys Einblick. Generation M, denn das Z ist ja russisch und verboten?)

Die aufgehende Erde
Von Ulli Kulke • Gerade blicken Menschen wieder vom Mond aus auf unseren Heimatplaneten. Die Ersten, die einen „Erdaufgang“ genießen konnten, waren Frank Borman, Bill Anders und Jim Lovell in der Raumkapsel von Apollo 8 im Jahr 1968, ein gutes halbes Jahr vor der ersten Mondlandung. Das Bild wurde zu einer Ikone des Umweltgedankens...
(achgut.com. Umwelt oder Unwelt, wo ist der Unterschied, wie mag der Iran von hinterm Mond assehen?)

Netz als ID-Verifikationszone
Politik will Jugendliche aus Social Media drängen - aber Belege für etwaigen Nutzen fehlen
Die Politik drängt unter Vorwänden auf ein Social-Media-Verbot für Jugendliche, kann für den behaupteten Nutzen aber selbst keine belastbaren Studien vorlegen. Dahinter steht das übliche Spiel aus Kontrolltrieb, Doppelmoral und dem Versuch, das Netz Schritt für Schritt in eine ID-Verifikationszone für jedermann zu verwandeln.
VON Redaktion
(Tichys Einblick.Wäre ja noch schöner, wenn Kinder dem Merz die Ohnmacht aus der Hand nehmen.)

Daniel Günthers Vorstoß
Die Zucker-Krieger: Politik ohne Realitätsbewusstsein
Von Gastautor Detlef Brendel
Daniel Günther will das, was Cem Özdemir nicht erreicht hat: eine bundesweite Zuckersteuer. Sein Vorstoß demonstriert Volksnähe. Eine auf den ersten Blick sinnvolle Maßnahme gegen kindliches Übergewicht ist ein populäres Thema, das von ideologisch getriebenen NGOs bis zu orientierungslosen Eltern Zustimmung findet. Fakten spielen dabei keine Rolle. .
(Tichys Einblick. Faxen schlagen Fakten, vor allem, wenn Nordländer vom Süden gesponsert werden.)

Geschlechterverhältnis Mann und Frau – Etwas fault im Inneren
Der „Fall Fernandes“ legt frei, was längst brodelt: Zwischen Männern und Frauen wächst ein tiefes Misstrauen. Konservative brauchen darauf dringend eine vernünftige Antwort..
(Junge Freiheit. Nix verstehn?)

