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Warum fasten?

Es regieren ja schon die Trottel in unserer Zeit

(gh) - Weniger ist nicht mehr. In einer Zeit, da die Trottel regieren oder mindestens die Mehrheit bilden, muss nicht auch noch Fasten ausgerufen werden.  Etwas, das Kirchen am wenigsten gekannt haben. Wer aber sind die Trottel unserer Zeit? Weiß KI wenigstens dies, was wäre sie denn ohne sie. "Der Ausdruck 'Trottel unserer Zeit' ist kein feststehender Fachbegriff, wird jedoch in der aktuellen Kultur und Literatur in verschiedenen Kontexten verwendet: Literatur: Der Autor Jan Faktor veröffentlichte 2022 den Roman „Trottel“, für den er den Wilhelm Raabe-Literaturpreis erhielt. Das Buch ist eine autobiografisch gefärbte Abrechnung mit dem Leben in Prag und Ost-Berlin und nutzt den Begriff „Trottel“ als ironische Selbstbezeichnung eines Außenseiters. 

Psychologie: In der Sozialpsychologie beschreibt der Trotteleffekt (Sucker Effect) ein Phänomen, bei dem Menschen ihre Leistung in Gruppen reduzieren, um nicht als „Trottel“ von anderen ausgenutzt zu werden, die sich weniger anstrengen. Kultur & Medien: Der Satiriker Kurt Krömer nutzt in seinem Podcast „Feelings“ oft humorvolle Bezeichnungen wie „Tick, Trick und Trottel“. Historisch und etymologisch wurde der Begriff im 19. Jahrhundert von einer medizinischen Bezeichnung (für Kretinismus) zu einer allgemeinen Schmähung für ungeschickte oder einfältige Menschen.

Suchst du nach einer bestimmten Personengruppe, einem spezifischen Buchtitel oder einer gesellschaftskritischen Analyse? Sie hat's verstanden. Welche Rolle also spielen Trottel in unserer heutigen Gesellschaft? "In der modernen Gesellschaft und Soziologie erfüllen 'Trottel' oder Menschen, die scheinbar unlogisch oder tölpelhaft agieren, oft unbeabsichtigt wichtige Funktionen. Hier sind die zentralen Rollen:

1. Der soziale Kleber durch Überlegenheit - Wenn jemand einen Fehler macht, der als „dumm“ wahrgenommen wird, stärkt das das Gemeinschaftsgefühl der Beobachter. Es entsteht ein Wir-Gefühl durch die Abgrenzung zum Fehlverhalten des Einzelnen. Psychologisch gesehen steigert das den Selbstwert der Mehrheit (Abwärtsvergleich). 2. Das Korrektiv und der 'Hofnarr' - In starren Systemen oder Firmenhierarchien stellen Menschen, die sich nicht an die (oft komplizierten) Regeln halten, den Status Quo infrage. Sie decken durch ihr Scheitern oft auf, wie absurd oder überladen bestimmte Prozesse sind.
In der Literatur spielt der 'edle Trottel' (wie Don Quijote) die Rolle desjenigen, der die Wahrheit ausspricht, die sich Kluge nicht zu sagen trauen". Was wäre Don Quijote heute ohne linksgrüne Trottelei mit ihren Windmühlen. "3. Katalysatoren für Innovation - Der Übergang zwischen einem 'Trottel' und einem Genie ist oft fließend. Wer Dinge 'falsch' macht, entdeckt zufällig neue Wege. Viele Erfindungen basieren auf Fehlern, die ein 'Experte' niemals begangen hätte, weil er die Regeln zu gut kennt.

4. Unterhaltung und Entlastung - In der Aufmerksamkeitsökonomie (Social Media, Reality-TV) dienen Fehltritte der Unterhaltung. Das 'Scheitern' anderer wirkt entlastend für den eigenen Leistungsdruck. Es erinnert uns daran, dass Perfektion nicht der Normalzustand ist. 5. Komplexitätsreduktion - In einer immer komplizierteren Welt fungieren vereinfachende (und oft falsche) Sichtweisen als Ankerpunkte. Auch wenn diese Positionen oft als 'töricht' abgetan werden, zwingen sie die Gesellschaft dazu, ihre eigenen Argumente besser zu schärfen und zu erklären". Wäre heutige Politik ohne Trottel überhaupt denkbar? "Das ist eine ebenso amüsante wie berechtigte Frage, die schon Philosophen und Politologen seit Jahrhunderten umtreibt. Rein funktional betrachtet, ist die Antwort ein klares: Schwer vorstellbar.

Hier sind drei Gründe, warum 'Trottel' (oder zumindest das, was wir dafür halten) ein fester Bestandteil des politischen Ökosystems sind: Repräsentation: Demokratie hat den Anspruch, das gesamte Volk abzubilden. Da die statistische Normalverteilung der Intelligenz nun mal auch das untere Ende einschließt, muss sich dieses Ende zwangsläufig auch in den Parlamenten wiederfinden. Ein Parlament nur aus Hochbegabten wäre streng genommen nicht repräsentativ.
Die Macht der Vereinfachung: Komplexe Probleme erfordern oft nuancierte Lösungen. 'Trottel-Politik' besticht jedoch durch radikale Vereinfachung und lautstarke Parolen. In einer schnelllebigen Medienwelt gewinnt oft derjenige, der die komplizierte Welt in einen fehlerhaften, aber griffigen Satz presst. Das Dunning-Kruger-Effekt-Dilemma: In der Politik braucht es ein massives Selbstbewusstsein, um Entscheidungen für Millionen von Menschen zu treffen. Der Dunning-Kruger-Effekt besagt, dass gerade weniger kompetente Menschen dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten maßlos zu überschätzen. Das führt dazu, dass sie sich eher für Ämter bewerben als reflektierte Zweifler". Wundert sich da noch jemand über die Dunninger-Umfahrung, wenn deren Einweiher heute Bundesinnenminister ist?
"Fazit: Ohne die 'Trottel' wäre Politik vermutlich sachlicher, aber auch wesentlich stiller – und wir hätten beim Stammtisch deutlich weniger zu lachen.

Möchtest du das Thema eher aus einer psychologischen Perspektive (warum wählen wir sie?) oder aus einer historischen Sicht (war das früher auch schon so?) vertiefen?" Also die Frage, welche auch zu den aktuellen Wahlen niemand stellt. Warum wählen wir Trottel, Namen werden wegen aktueller Werbung hier nicht verraten. "Dass wir oft Politiker wählen, die objektiv ungeeignet erscheinen oder entgegen unseren eigenen Interessen handeln, liegt selten an mangelnder Intelligenz, sondern an tief verwurzelten psychologischen Mechanismen und gesellschaftlichen Strukturen. Hier sind die zentralen Gründe, warum wir oft 'gegen uns selbst' entscheiden:

1. Psychologische Fallfallen (Cognitive Biases) - Unser Gehirn nutzt Abkürzungen, um komplexe politische Entscheidungen schnell zu treffen. Diese führen oft zu Fehlurteilen: Bestätigungsfehler (Confirmation Bias): Wir suchen gezielt nach Informationen, die unsere bestehende Meinung stützen, und ignorieren Fakten, die ihr widersprechen. Sympathie vor Kompetenz: Wähler entscheiden oft basierend auf emotionaler Verbundenheit oder dem Gefühl, der Kandidat sei „einer von uns“, anstatt fachliche Qualifikationen zu prüfen. Wiederholungseffekt (Repetition Bias): Was wir am häufigsten hören, halten wir eher für wahr – ein Effekt, den Populisten durch ständige Wiederholung einfacher Parolen nutzen.
2. Wahl gegen das eigene Interesse - Studien zeigen, dass Menschen, insbesondere aus der unteren Mittelschicht, oft Parteien wählen, deren Programm ihnen wirtschaftlich schaden würde.Identitätspolitik: Kulturelle Werte oder die Zugehörigkeit zu einer Gruppe (z. B. „wir gegen die Eliten“) wiegen für viele schwerer als konkrete wirtschaftliche Vorteile. Angst und Kontrolle: Populismus nutzt die Angst vor Kontrollverlust (z. B. durch Migration oder Globalisierung), um Wähler zu binden, auch wenn die vorgeschlagenen Lösungen ineffektiv sind.
3. Rationale Ignoranz und Ohnmachtsgefühl - Geringe Relevanz der Einzelstimme: Da die statistische Chance, mit der eigenen Stimme eine Wahl zu entscheiden, extrem gering ist (ca. 0,0017 %), investieren viele Menschen kaum Zeit in eine tiefgehende Recherche der Programme. Resignation: Viele wählen aus Protest oder aus der Überzeugung heraus, dass „die da oben“ ohnehin tun, was sie wollen. Dies führt dazu, dass radikale oder inkompetente Akteure als „Denkzettel“ gewählt werden.
4. Das Versprechen einfacher Lösungen - Komplexe Probleme erfordern komplexe Lösungen, doch diese sind schwer zu vermitteln. Charismatische Führung: In unsicheren Zeiten neigen Menschen dazu, charismatischen Personen zu folgen, die einfache Antworten auf schwierige Fragen geben, selbst wenn diese Antworten unrealistisch sind. Anti-Establishment-Narrativ: Das Gefühl, von einer 'Elite' betrogen worden zu sein, macht Wähler empfänglich für Kandidaten, die versprechen, das System zu stürzen – ungeachtet ihrer tatsächlichen Befähigung.
Zusammenfassend wählen wir nicht, weil wir „Trottel“ sind, sondern weil wir soziale Wesen sind, die auf Emotionen, Gruppenzugehörigkeit und einfache Narrative reagieren, wenn die Welt zu komplex wird".

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