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...man muss halt mit den Konsequenzen leben

Von WOLFGANG HÜBNER

Wie oft wird in Reden von Politikern und anderen der hohe Wert der grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit hierzulande hervorgehoben. Und selbstverständlich können ausgerechnet die weitgehend gleichgeschalteten Medien nicht oft genug darauf hinweisen, wie meinungsfrei sie doch im Vergleich zu autokratisch regierten Staaten seien. Aber die Realität ist eine andere im „besten Deutschland, das es jemals gegeben“ haben soll. Denn in dieser Realität gilt die Regel: Man kann gewiss alles sagen, muss allerdings wissen, dass das sehr unangenehme, manchmal sogar lebensgefährliche Konsequenzen haben kann.

Welche Folgen das für Menschen mit abweichender Meinung sein können, schildert das von dem Politologen Dr. Claus M. Wolfschlag herausgegebene Buch „Meinung – Pranger – Konsequenzen“ (296 Seiten) in 22 Fällen. Nicht alle davon sind so spektakulär und erschütternd wie die Geschichte der drei alternativen Gewerkschafter Jens Dippon, Oliver Hilburger und Andreas Ziegler. Doch jeder einzelne Fall dokumentiert, warum Meinungsfreiheit nur eine Phrase ist, wenn Diskriminierung, Strafen und auch brutale Gewalt drohen, wenn von ihr in unerwünschter Weise Gebrauch gemacht wird.

Um auf die drei Männer der alternativen ‚Gewerkschaft Zentrum‘ zurück zu kommen: Sie wurden am 16. Mai 2020 am Rande einer sogenannten Querdenker-Demonstration von kriminellen Antifa-Tätern angegriffen, wobei Ziegler lebensgefährlich verletzt wurde und nur knapp dem Tod entrann. Mit den erheblichen gesundheitlichen Folgen muss er seitdem leben. Dippon hat auf einem Auge die Sehfähigkeit bis auf einen kümmerlichen Rest verloren. Alle drei Opfer sind an der Gewalttat allerdings seelisch nicht zerbrochen und führen ihre Opposition gegen die von Kapital und Staat korrumpierten Gewerkschaften wie die IG Metall weiter.

Doch ganz werden die drei Männer den damaligen Schock nicht loswerden. Auch die Philosophin Caroline Sommerfeld, Mutter von drei Söhnen und verheiratet mit dem bekannten linken Germanisten Helmut Lethen, wird nicht vergessen, wie übel ihr und ihren Kindern ausgerechnet die sich so tolerant und fortschrittlich gebende Waldorfschule in Wien mitspielte, nachdem bekannt geworden war, dass Sommerfeld in rechten Publikationen Texte geschrieben hatte. Ähnliche Erfahrungen haben fast alle der 22 Personen gemacht, von denen Eigenberichte und Interviews in dem Buch zusammengefasst sind.

Als hilflos ausgelieferte Opfer sehen sich jedoch die wenigsten. Denn allein schon ihre Bereitschaft, dem Herausgeber die jeweiligen Erlebnisse zur Veröffentlichung anzuvertrauen, kann als Akt der Selbstbehauptung im und gegen den neuen Gesinnungsstaat gewertet werden. Insofern ist die Lektüre des Buches keineswegs nur deprimierend, sondern zeugt von dem Mut und der Charakterfestigkeit von Deutschen, die auf je verschiedene Art und Weise sich nicht ängstlich weggeduckt, sondern Widerstand geleistet haben.

Eine notwendige Anmerkung: Auch ich als Verfasser dieser Buchbesprechung bin mit meinen negativen Erfahrungen während meiner politischen Tätigkeit in dem Buch vertreten. Das auch deshalb, weil der Herausgeber ein langjähriger Freund von mir ist, der mich zur Mitarbeit motiviert hat. Ich hoffe, dass diese Tatsache niemanden vom Kauf des Buches „Meinung – Pranger – Konsequenzen“ abhalten wird. Erschienen ist es im Verlag Antaios (vertrieb@antaios.de) und kostet 23 Euro.

>> Claus Wolfschlag: „Meinung – Pranger – Konsequenzen“
(pi-news.net)

Der Krieg gegen die Juden

Von Lawrence Kadish

(Englischer Originaltext: The War on The Jews: Victims No More, Übersetzung: Audiatur Online)

Die Zeiten, in denen man Juden schikanieren konnte, ohne Angst vor Vergeltung, Rache oder Vergeltung zu haben, sind vorbei.

Fragen Sie doch die Hamas. Den Iran. Oder die Hisbollah. Oh, und wenn wir schon dabei sind, dann sollten wir auch die Antisemiten daran erinnern, die Klassenzimmer und Campus an Hochschulen gestürmt haben und Transparente schwenkten, die die Auslöschung Israels forderten.

Acht Monate nach dem blutrünstigsten Angriff auf die Juden seit dem Holocaust und trotz unvorstellbarer Hindernisse, die Israel in den Weg gelegt wurden – zuletzt von der Regierung Biden, die sich weigert, dringend benötigte Waffen zu liefern -, agiert das Land, das kleiner ist als der Staat New Jersey, weiterhin als Speerspitze der Demokratie. Diese Nation verteidigt nun den gesamten Westen und unsere gemeinsamen Werte der Freiheit gegen gut finanzierte Aggression, Terrorismus und Barbarei.

Das gilt auch für Europa. Anstatt "Danke" zu sagen, geben sich die Länder in Europa alle Mühe, einen fiktiven, korrupten und gesetzlosen "palästinensischen Staat" anzuerkennen, dessen Existenzberechtigung im Terrorismus liegt. Es ist keine Überraschung, dass in Deutschland am 13. April in Hamburg mehr als tausend Menschen durch die Strassen marschierten, um zu fordern, dass das Land ein islamisches Kalifat mit Scharia-Recht wird.

Und dann gibt es Menschen, die die Empörung über den Anschlag vom 7. Oktober erkennen. Die Schauspielerin Patricia Heaton erinnert die Welt daran:
«Man konnte die Body-Cam-Aufnahmen der Hamas sehen, auf denen sie genüsslich Menschen ermordeten, und ich war erstaunt und entsetzt, und dann schaute ich mich um, in der Annahme, dass die Kirchen ebenfalls entsetzt und empört sein würden, und ich hörte nichts. Ich hörte nur die Grillen. Also postete ich auf Instagram: Wenn du im Zweiten Weltkrieg ein Deutscher gewesen wärst, würdest du dann nicht hoffen, dass du ein Deutscher gewesen wärst, der seinen jüdischen Nachbarn beigestanden und sie versteckt hätte? Nun, heute ist deine Chance, und ich glaube immer noch daran.»

Für die neue Achse des Bösen im 21. Jahrhundert, Russland, China und Nordkorea, sind es die Vereinigten Staaten und Israel, die ihrer Weltherrschaft im Wege stehen. Wenn Israel in einem Propagandakrieg geschädigt werden kann, ist das aus ihrer Sicht umso besser.

Zynischerweise scheinen sie den Antisemitismus nicht aus tiefer Überzeugung einzusetzen, sondern nur, um ihre Gegner im Westen zu irritieren. Russland hat den Antisemitismus seit Jahrzehnten gefördert. Es war Russland, das die grausam verleumderische Fälschung «Die Protokolle der Weisen von Zion» schuf, die neben Hitlers «Mein Kampf» noch immer als antisemitische «Bibel» in vielen Haushalten des Nahen Ostens zu finden ist.

Wie der Historiker Guy Millière in Erinnerung ruft, waren es die Russen unter den Sowjets, die Israel als Verbündeten Amerikas und Stellvertreter des Westens ins Visier nahmen und sich gegen Israel wandten, indem sie eine palästinensische «Sache» fabrizierten und dann aktiv unterstützten, die zu einem Schleier der Legitimität werden sollte, hinter dem sich Terroristen verstecken konnten.

Das andere Land, das den Judenhass orchestriert, ist China, das in den letzten Jahren von einem guten Freund Israels – möglicherweise wegen eines Hafens am Mittelmeer in Haifa und wegen der Beschaffung von High-Tech-Informationen – dazu übergegangen ist, das Land zu dämonisieren. Dies geschieht erfolgreich über die äusserst beliebte App TikTok, die allein in den Vereinigten Staaten etwa 150 Millionen Nutzer hat – das ist etwa die Hälfte der US-Bevölkerung von 336 Millionen -, vor allem unter Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren.

Laut Danielle Pletka vom American Enterprise Institute hat "keine Plattform antisemitische Phrasen, israelfeindliche Propaganda und falsche Narrative so aggressiv verbreitet wie das chinesische Unternehmen TikTok".

Es ist keine Überraschung, dass die jüngste Generation von Studenten mit antisemitischer Propaganda gefüttert wird. Aber sie müssen nicht ins Internet gehen. Viele ihrer Professoren haben sich an den Protesten beteiligt und sind zu "nützlichen Idioten" geworden, wie die sowjetischen Spionagemeister ihre Dummköpfe zu nennen pflegen.

Mehrere Milliardäre wie Bill Ackman, Ken Griffin, Robert Kraft, John Huntsman Jr., Leslie und Abigail Wexner, Len Blavatnik und Ross Stevens, um nur einige zu nennen, haben Spenden in zweistelliger Millionenhöhe an ihre Alma Mater zurückgezogen. Allein Harvard hat Berichten zufolge im Kampf gegen den Antisemitismus mehr als 1 Milliarde Dollar an Spenden verloren.

Es muss für viele so ärgerlich sein, dass die Juden, die weniger als 1 % der Weltbevölkerung ausmachen, anstatt Opfer zu bleiben und sich auf Opferrolle und Almosen zu verlassen, sich stattdessen entschieden haben, Sanddünen, Wüsten und von Malaria heimgesuchte Sümpfe zu akzeptieren und den Staat Israel auszurufen. Hier kämpften sie gegen fünf einmarschierende arabische Armeen, die sie am Tag ihrer Gründung vernichten wollten, und schafften es dann durch harte Arbeit, sie zu einer blühenden Technologiemacht und stolzen Demokratie zu machen. Doch hier ist die Botschaft für den Rest der Welt, der Pogromen, Inquisitionen, dem Holocaust und dem Massaker vom 7. Oktober bisher gleichgültig gegenüberstand: Die Juden spielen nicht länger das Opfer. Wenn ihr uns angreift, werden wir das nicht einfach so hinnehmen.

(Lawrence Kadish ist Mitglied des Vorstands beim Gatestone Institute. Quelle: Gatestone Institute)

(tutut) - Ist das jetzt eine Krise oder die nächste Katastrophe, wenn  Christen angeblich in Deutschland in der Minderheit sind? Ist jedes Vereinsmitglied von 360 000 des FC Bayern, des größten Sportvereins der Welt,  ein Fußballer, gar ein aktiver? Linksgrün könnte zwar eine Kirche sein, aber ist eine Behauptung, "Unabhängige Zeitung für christliche Kultur und Politik" zu sein, etwas Christliches, also nun Verkündigungsblatt einer religiösen Minderheit? In seiner "kritischen Kirchengeschichte" , "Abermals krähte der Hahn", schreibt Karlheinz Deschner zur Moral der Kirche, die inzwischen vom galoppierenden Moralismus nicht zu trennen ist: "In der Tat, wenn der erste Weltkrieg mit zehn Millionen Toten und der zweite Weltkrieg mit fünfundsiebzig Millionen Toten kein sittliches Unrecht waren - und die christlichen Kirchen riefen ja auf allen Seiten, auch auf Seite der Kommunisten, unermüdlich zu diesen Kriegen auf -, warum sollte dann ein Krieg mit hundert oder fünfhundert Millionen oder noch mehr Toten ein sittliches Unrecht sein? Unsittlich ist für die Katholische Kirche nichts, was in ihrem Sinne geschieht. Der Bischof Bornewasser von Trier,  der 1933 'aufrechten Hauptes und festen Schrittes' ins Nazireich eintrat, um ihm 'zu dienen mit dem Einsatz aller Kräfte unseres Leibes und unserer Seele', forderte  auch noch während des Nazikrieges seine Gläubigen auf, alle ihre 'inneren und äußeren Kräfte'  einzusetzen. 'Wir müssen jedes Opfer tun, das die Situation von uns verlangt'. Das hielt der Trierer Bischof ohne Zweifel fürmoralisch. Als aber die katholische 'Trierische Landeszeitung' 1962 ein Bild mit der Schauspielerin Claudia Cardinale veröffentlichte, schloß sie deren tiefes Dekolleté mittels Retusche bis zum Hals. Das ist die Moral der Katholischen Kirche". The same procedure beim aktuellen Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Es war schon immer so. "Für den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, sowie für die Schaffung der H-Bombe verwendeten sich in der amerikanischen Führung überzeugte evangelische und katholische Christen. Und vor dem am 5.8.1945 von der Südseeinsel Tinian aus erfolgten Start des amerikanischen Flugzeugs, das Hiroshima bombardierte, sprach ein christlicher Geistlicher ein Gebet - zum Schutz der Besatzung des Bomenflugzeugs. 'Allerheiligster Vater, der Du die Gebete  jener erhörst, die Dich lieben, wir bitten Dich, denen beizustehen, die sich in die Höhen Deines Himmels wagen und den Kampf zu unseren Feinden vortragen ... Wir werden im Vertrauen auf Dich weiter unseren Weg gehen...' Am 6. August 1945 um 8.30 Uhr explodierte die Bombe 66 m über dem Shima-Krankenhaus bei einer hitzeentwickklung von 50 Millionen Grad. Das Ergebnis sah so aus:

Einwohnerzahl am Katastrophentag: 250 000, 150 000stationierte Sodatenund Fremde. 400 000. Tote (einschl. der Toten bis 1950): 282 000, Nach der niedrigsten Variane: 170 000. 'Wir werden im Vertrauen auf Dich weiter unseren Weg gehen...'.  Um die Gunst der amerikanischen Regierung zu gewinnen, hat der Vatikan niemals den Atombombenangriff auf Japan verurteilt, ebensowenig wie die Anwendung der Bakterienbombe".  Und werden  nun die Kirchen Raketen gen Russland segnen, welche die USA in Deutschland aufstellen wollen, damit eine Revanche nicht die Kavallerie, sondern die Indianer trifft? Wo ist sie hin, die Erinnerungskultur, kann niemand mehr etwas mit den Gräbern und Eisernen  Kreuzen anfangen, die auch auf Panzern prangen und auf Flugzeugen, selbst auf denen einstige grüne Pazifisten um die Erde jetten, wenn nicht gar im verbotenen "Lärmschutz" von Frankfurt nach Luxembourg? "Ampel verteidigt Stationierung von US-Raketen - Scholz verweist auf massive Aufrüstung Russlands. Zustimmung auch von CDU-Experte Kiesewetter. Moskau droht mit neuer Atomdoktrin". Seit dem 2. Weltkrieg haben die USA viele Kriege angefangen, aber keinen gewonnen. Was fällt hierzu einem von der "Apis" ein, das sind Altpietisten, ganz ohne Sonntagsläuten, aber unter  dem Leidbalken von "christlicher Kultur und Politik" als Streu unter lokalem "Bockmist": "Das goldene 'M' - Man sieht es schon von weitem: an vielen Orten leuchtet uns das goldene 'M' entgegen. Selbst die Kleinsten rufen begeistert: 'Da gibt’s McDonald’s!'" Und nun der Direktflug aus der Kurve: "Lange bevor es die amerikanischen Schnellrestaurants gab, sagte Jesus zu seinen Nachfolgern: 'An euerer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ (Johannes 13,35)". Christentum to go?  Nicht bei ihnen, als "Meine Heimat" selbstgebastelt: "Karibische Ferienwoche im Altenzentrum St. Josef Spaichingen - Das diesjährige Motto: 'Ab in die Karibik'". Genügt ihnen   der "Primtalsommer nicht" begeitet von Gutmenschen und Erdogans Islam noch nicht in, aber neben dem Gewerbemuseum, das mals als Bildungszentrum im antiken Sinne diente und innen im schönsten Saal der Stadt König und Königin sowie den größten Sohn in der Stadtgeschichte verewigt hat, an den bis heute noch nicht einmal eine Sackgasse erinnert, was Lahr immerhin  einem Philipp Jakob Siebenpfeifer widmet im Gegnsatz zu Homburg/Saar, wo dem Veranstalter u.a. des  Hambacher Festes auf Schritt und Tritt im ehrenden Gedenken begegnet werden kann. Die Alten unterm Dreifaltigkeitsberg aber machen diesen: "Die Anwesenden setzten sich um die Trommelgruppe im Kreis und erhielten alle ein Musikinstrument, um gemeinsam zu musizieren. Alle stimmten mit Rasseln, Klanghölzern, Kokosnussschalen und anderen Rhythmusinstrumenten mit ein. Die vielen Instrumente wurden vom Kindergarten St. Franziskus in Spaichingen ausgeliehen. Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle für das Ausleihen. Am Donnerstag bereisten die Bewohner die Insel Hawaii. Zum Mittagessen gab es 'Hawaiianisches Geflügelcurry' und Ananasquark. Nachmittags wurde im Innenhof ausgelassen mit dem 'Duo Safran' gefeiert, getanzt und gelacht und leckere Cocktails genossen. Zum Abschluss wurden gemeinsam im Innenhof noch frisch gebackene Toasts Hawaii verspeist. Die Reise endete am Freitag bei unserem Karibischen Grillfest mit Cocktails und musikalischer Umrahmung .." Nun ja, das passiert selbst wohl einer Außenminsterin, wenn sie Hunderttausende Kilometer von Ort zu Ort fliegt, dann ist die Südsee eben Karibik. Hauptsache katholisches Spaichingen. Wie's den Alten geht, erzürnt gerade den Mann mit der Schwarzen Maske, der sich bis heute noch nicht coronaaufgearbeitet und entschuldigt hat als vermeintlicher Leserbeschützer sozusagen im Regierungsauftrag. . An der Leidplanke macht er den Wecker: "Aufstehen gegen Altersarmut - Die Tatsachen sind niederschmetternd. Rund 60 Prozent der Rentner und Rentnerinnen in Deutschland erhalten weniger als 1200 Euro netto vor Steuern gesetzliche Rente, jeder dritte Betroffene sogar weniger als 750 Euro. Auch wenn viele Senioren privat vorgesorgt haben, bleibt dies in einem Wohlstandsstaat wie unserem ein Skandal. Und stellt die Gesellschaft vor Herausforderungen, die weit über das Finanzielle hinausgehen". Wer ist denn verantwortlich als "Wir" und "Uns", etwa Rumpelstilzchen?  Einfalt in Vielfalt im Hier und Jetzt, Journalismus war einmal. "Die Instrumente liegen auf dem Tisch, jetzt müssen sie sinnvoll zusammengefügt werden. Doch da

beginnen die Probleme". Also lassen wir das, Hauptsache mal wieder was geschrieben, das niemand juckt. Die Natur:  "Wetterextreme wirken sich auf die Landwirtschaft aus". Der Mann aus Meck-Pomm klärt auf: "Warum die Vier-Tage-Woche ein Wohlstandskiller wäre - Ist die Vier-Tage-Woche eine gute Idee? In jedem Fall sollten sich die Deutschen von den Griechen eine Scheibe abschneiden". Noch 'ne Scheibe gefällig? "Sag mir, wo die Bienen sind! - Vögel und Menschen arbeiten bei der Honigernte gut zusammen, wie Beispiele aus Afrika zeigen. Wie dort beide Seiten von diesem Teamwork profitieren". Fürs Wochenend gestochen. Der Hororfilm. Sie kommen und sind schon da: "Riesen-Ameisen auf dem Vormarsch im Südwesten - Im badischen Kehl machte sie Schlagzeilen. Doch die invasive Ameisenart Tapinoma magnum ist auch schon andernorts in Baden-Württemberg unterwegs". "Schweizer Japankäfer-Kolonie breitet sich aus - Nach neuen Funden des gefräßigen Japankäfers in der Schweiz nahe der Grenze - darunter eine größere Kolonie - ist die deutsche Seite in Alarmbereitschaft". Nur sie nicht: "Faeser will Grenzkontrollen nach der Europameisterschaft lockern - Es ist das Thema: die illegale Migration. Die wurde während der EM durch Grenzkontrollen eingedämmt – doch jetzt ist das Fußballfest vorbei. Was passiert jetzt an den Grenzen?" Was wohl? Wie immer: nichts. Einladung zur  Invasion. "Die Zahlen sind eindeutig und lassen aufhorchen: 22.000 Polizeibeamte haben in den vergangenen Wochen während der Fußball-Europameisterschaft Deutschlands Außengrenzen gesichert. Es ist der größte Einsatz in der Geschichte der Bundespolizei. Dabei haben die Beamten nach Aussagen aus dem Innenministerium vom 7. bis zum 27. Juni 4659 unerlaubte Einreisen registriert". In Frankreich haben 30 000 Polizisten das Wahlergebnis versucht zu sichern. Mich hat niemand in den letzten Wochen bei deutsch-französischen  Grenzpassagen kontrolliert. Schreiben, was ist! Übrigens, es muss nicht Karibik oder Südsee sein: "Die Tagespflege ist Teil des Altenzentrums St. Josef in Spaichingen und verfügt über eigene Räumlichkeiten sowie eine Gartenterrasse. Auf dem Außengelände gibt es einen besonderen Sinnesgarten. Er lädt dazu ein, sich intensiv auf das Erleben aller Sinne vom Riechen über das Fühlen bis zum Hören einzulassen. Dadurch machen Tagesgäste nicht nur wertvolle, neue Erfahrungen mit ihrem Körper, sondern sie können auch einfach mal entspannen und die Natur auf sich wirken lassen. Die Umgebung bietet dabei alles, was das Stadtleben prägt: Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Marktplatz und Arztpraxen. Der Zentrumsnähe stehen jedoch auch Ruhe und die unmittelbare landschaftliche Schönheit gegenüber. Die Stadt selbst krönt der 'Dreifaltigkeitsberg', das beliebte Wahrzeichen mit barockem Interieur, Wallfahrtskirche und benachbartem Kloster". Nahblick auf Zentralparkplatz und Feuerwehrhaus nicht zu vergessen.

Dieser Beitrag erschien durch Kooperation mit STUTTGARTER ZEITUNG
Finanzielle Polster aufgebraucht
In reichem deutschen Landkreis ist der Einzelhandel massiv bedroht – das sind die Gründe
Laut Statistik glänzt der Landkreis Böblingen mit einer hoher Kaufkraft und liegt damit an der Spitze der Region Stuttgart, deutschlandweit auf Platz 19. Doch trotzdem kämpfen viele stationäre Einzelhändler um ihre Existenz – vor allem auf dem Land.
Eine aktuelle Untersuchung der IHK-Bezirkskammer Böblingen beleuchtet die komplexe wirtschaftliche Lage im Kreis Böblingen. Dabei zeigt sich: Obwohl die Einwohner über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen und damit eine hohe Kaufkraft verfügen, kämpft der Einzelhandel mit existenziellen Problemen...Marion Oker, Leitende Geschäftsführerin der IHK-Bezirkskammer Böblingen, sagt: „Positive Statistiken und Zahlen sind das eine, die Situation für viele Händler aber etwas anderes.“ Ein spürbarer Rückgang der Kaufbereitschaft in Kombination mit der wachsenden Konkurrenz aus dem Online-Handel setzt viele stationäre Einzelhandelsbetriebe unter erheblichen Druck, so die IHK-Chefin. „Die finanziellen Polster sind bei vielen Betrieben aufgebraucht, jede Belastung stellt eine echte Gefährdung der Existenz für die Unternehmen dar“, warnt Oker. Die Konsequenzen sind fatal: Immer mehr Geschäfte müssen schließen, was zu erhöhten Leerständen in den Innenstädten führt. ..
(focus.de. Böblingen ist überall. Wer Bürger aussperrt, erntet Leergut.)

Vergleich von 71 kreisfreien Großstädten
Städteranking: Deswegen lebt es sich in Ulm am besten
Ulm ist nach dem neuen Ranking der Beratungsgesellschaft "Prognos" die lebenswerteste Großstadt in Deutschland - noch vor München. In fünf Kategorien schnitt Ulm im Vergleich mit 70 weiteren kreisfreien Städten am besten ab..
(swr.de. Überall pfeifen Spatzen, auch um Ulm herum.)

Klare Ansage von Umweltforschern
Klimaziele in BW auf der Kippe? Hartes Gegensteuern nötig
Baden-Württemberg wird seine Klimaziele nach einer aktuellen Prognose führender Umweltforscher deutlich verfehlen. Grund für das vorausgesagte Scheitern sind demnach vor allem die immer noch viel zu hohen CO2-Emissionen im Verkehr und in der Landwirtschaft, die nur sehr langsam sinken. Die Studie für das Landesumweltministerium, an der das Fraunhofer-Institut in Karlsruhe und das Öko-Institut in Freiburg mitgearbeitet haben, liegt dem SWR vor. ..
(swr.de. Wer fragt schon die Frösche. Ahnunglos, aber verführend ins Linksgrüne.)

Zukunft des ZAKS
Gibt es doch noch Hoffnung für das Autismus-Therapiezentrum in Freiburg und Südbaden?
Malia ist sechs Jahre alt. Sie ist quirlig, aufgedreht, unruhig, aber auch sehr interessiert an manchen Dingen. Die Sechsjährige hat einen seltenen Gendefekt und ist Autistin. Schon das einfache Spielen mit Gleichaltrigen fällt ihr schwer, bedeutet Stress für das kleine Mädchen. Im Zentrum für Autismus-Kompetenz Südbaden (ZAKS) am Standort Freiburg geht sie seit mehr als zwei Jahren jeden Donnerstagmorgen in die Therapie, doch damit könnte schon in wenigen Wochen Schluss sein. So zumindest die Nachricht der vergangenen Wochen. Ein großer Schock für die betroffenen Familien und Mitarbeitenden. Über 13.500 Menschen haben seit dem eine Petition für den Erhalt der Einrichtungen unterschrieben. Tatsächlich könnte es jetzt doch wieder Hoffnung für die Therapie-Standorte geben...
(swr.de. Problemland?)

Umleitungen am Wochenende 12. bis 15. Juli
A8 bei Pforzheim am Wochenende in Richtung Stuttgart gesperrt
Die A8 und die B10 bei Pforzheim sind über das Wochenende, vom 12. bis 15. Juli 2024, in Fahrtrichtung Stuttgart gesperrt. Im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn werden die Brücken über der Enz und der B10 abgebrochen. Die A8 in Fahrtrichtung Karlsruhe ist laut der Autobahn GmbH Südwest befahrbar..
(swr.de. Wer muss da hin außer Rülke?)

Bahnstrecke zwischen Mannheim und Frankfurt wird fünf Monate lang saniert
Riedbahn-Sperrung ab Montag: Alle Infos zur Bahnstrecke
Die Riedbahn zwischen Mannheim und Frankfurt wird ab Montag (15. Juli) für fünf Monate gesperrt. Grund ist eine Generalsanierung der Strecke. .
(swr.de. Klappe zu.)

Halb so groß wie das Saarland
Bis 2027: Biosphärengebiet Schwäbische Alb wird deutlich größer
Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wird deutlich größer. Kommunen und Städte in den Landkreisen Reutlingen, Esslingen und im Alb-Donau-Kreis planen, weitere ihrer Flächen in das Schutzgebiet einzubringen. Somit wird Reutlingen als erste Großstadt einem UNESCO-Biosphärenreservat angehören. Auch Touristen-Hotspots wie Schloss Lichtenstein und die Bärenhöhle in Sonnenbühl kommen dazu..
(swr.de. Mehr Bio wird das Land die Alb ra.)

100.000 Fans erwartet
AC/DC spielen auf dem Hockenheimring
..Einstimmung für die Fans in Hockenheim: So hat die Band vor wenigen Tagen das Londoner Wembley-Stadion gerockt..
(swr.de. Wer gewinnt?)

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"Digital Services Act"
EU-Zensur gegen X: Musk kündigt „sehr öffentlichen Kampf“ an
Die EU habe Elon Musk angeboten, ihn in Ruhe zu lassen, wenn er auf X die Meinungsfreiheit einschränke - so behauptet es der X-Mehrheitseigner. Musk lehnte den Geheimdeal ab. Die EU-Kommission hat seit Dezember ein Verfahren gegen X wegen "illegaler Inhalte" eröffnet.
VON Matthias Nikolaidis
(Tichys Einblick. Meinungsfreiheit wäre ja Demokratie.)

„Mit Sicherheit prominentester Einwohner“:
Nagelsmann baut Millionen-Anwesen in Tirol - dort sorgt Feuerwehreinsatz für Trubel
In der österreichischen Gemeinde Fieberbrunn (Bezirk Kitzbühl) kam es am Donnerstag zu einem Feuerwehreinsatz. Dabei soll es sich um das neue Anwesen von Bundestrainer Julian Nagelsmann handeln...
(focus.de. Auf der Flucht, alles für Österreich?)

Wappnen für Extremwetter:
Die milliardenschwere Herkulesaufgabe, die Deutschland noch bevorsteht
Hitzewellen und Flutkatastrophen: Längst ist der Klimawandel auch in Deutschland angekommen. Bundesländer, Städte und Gemeinden müssen sich anpassen, und zwar dringend. Aber wie? FOCUS online Earth zeigt fünf Pionier-Ideen, die zum Vorbild für das ganze Land werden können..
(focus.de. Hercules hat ausgemistet.)

Zusatzraub Vermögenssteuer
Gier frisst Hirn
Von Don Alphonso
1996 wurde die Vermögenssteuer ausgesetzt, und seitdem zieht sie als untoter Zombie durch die Debatten. Man will Reiche verarmen – und das in einem Land, das nichts mehr als vermögende Bürger bräuchte. .
(welt.de. Welches Hirn? Warum wurden nicht all die Kommunisten nach Drüben geschickt?)

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NACHLESE
Tödlicher Streit in Berlin
Mann wird bei Parkplatz-Streit erstochen - versammelte Angehörige greifen Polizisten an
..Ein 37-jähriger Mann aus Kamerun ist in Berlin-Gesundbrunnen durch einen Messerstich tödlich verletzt worden. Das Opfer erlag im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagabend. Zuvor habe es Streitigkeiten auf offener Straße gegeben...Noch am selben Abend versammelten sich rund 50 Menschen in der Böttgerstraße - während der laufenden Ermittlungen. Es soll sich um Angehörige und Freunde des Opfers gehandelt haben. Die Männer, Frauen und Kinder wollten laut „Bild“ weiter in Richtung des Tatorts vordringen, was aber die Beamten bei der Spurensicherung behindert hätte. Daraufhin rückte eine Hundertschaft der Polizei mit Hunden an, um die Gruppe auf Distanz zum Tatort zu halten. Die Männer und Frauen warfen sich laut „Bild“ vor die Beamten, weinten, klatschten mit ihren Händen auf die Fahrbahn und riefen „Justice“ (Gerechtigkeit) und „Rassismus in Deutschland“..
(focus.de. Warum kommen solche Leute verbotenerweise ins "rassistische" Deutschland? Im offiziellen Polizeibericht wird die Herkunft verschwiegen. Soll jeder annehmen, das sei alles normal deutsch? Kann Berlin nicht für Ordnung sorgen mit dem vielen Geld aus dem Süden?)
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Retter des Abendlandes
Teil II: Der polnische König Jan Sobieski
Von SELBERDENKER
Für viele, die sich mit der Befreiung Wiens beschäftigt haben, sind die geflügelten Husaren der Königlichen Republik Polen-Litauen dafür Sinnbild geworden. Es waren gepanzerte Reiter, deren Hauptwaffe eine außergewöhnlich lange, jedoch leicht gebaute Lanze war. An den Sätteln ihrer Pferde waren häufig gefiederte „Flügel“ befestigt, die für eine imposante Erscheinung und für ein beeindruckendes Rauschen beim Angriff sorgten. Es muss auf die Belagerer einen furchterregenden Eindruck gemacht haben, als diese gewaltige polnische Kavallerie von den Hügeln des Kahlenbergs wie Racheengel mit voller Wucht auf sie zukam. Der polnische König Jan III. Sobieski hatte seinen Bündnispakt erfüllt, ihm war, unter diplomatischer Mitwirkung durch Marco d’Aviano, der Oberbefehl über das Entsatzheer erteilt worden. Sobieski führte den Angriff inmitten seiner Panzerreiter selbst an. Mit ihm ritt sein eigener Sohn. Der Verlauf der Schlacht vom 12. September 1683 führte zur Flucht der Osmanen. Wien war gerettet und der gewaltsame Vormarsch des Islam zunächst gestoppt. König Jan Sobieski ritt unter dem Jubel der Wiener in die befreite Stadt ein. Das Lager des besiegten Angreifers Kara Mustafa barg ungeheure Schätze, unter denen sich auch seltsame schwarze Bohnen fanden, die heute als Kaffee bekannt sind. Soweit die bekanntere Geschichte. Weniger bekannt ist das Bemühen Sobieskis, einen Bund gegen den Vormarsch des Islam zu schmieden. Neben Papst Innozenz XI., dem habsburgischen Kaiser Leopold I. und der Seemacht Venedig sollte auch Moskau sich diesem Bund, der „Heiligen Liga“, anschließen. Moskau war christlich. Auch Russen hatten das Joch islamischer Tataren erdulden und abschütteln müssen. Auch sie hatten Helden und Heilige aus dieser Zeit, die sich tief in die russische Seele eingebrannt hatten. Da wäre der russische Asket und Mystiker Sergius von Radonesch, ein Mönch, der zunächst einsam unter Bären und Wölfen in einer abgeschiedenen Gegend Russlands lebte, dort eine einfache Kirche baute, woraus schließlich ein Kloster entstand. Der heilige Sergius stellte Klosterregeln auf, lebte ein vorbildliches Leben der Askese und Bescheidenheit vor, ist Quelle unzähliger Legen und gilt heute als einer der Wegbereiter des russischen Mönchtums. Im Jahre 1380 kam der Moskauer Fürst Dimitrij Donskoj zum heiligen Sergius, um seinen Segen für die bevorstehende Schlacht gegen die Tataren zu erbitten. Der Sieg über die Tataren gilt als Schlüsselmoment des damals noch jungen moskowitischen Staates. Die Verehrung des heiligen Sergius überlebte selbst den bolschewikischen Terror Lenins. Seine Klöster werden bis heute gern besucht. Nach diesem kurzen Exkurs ins russische 14. Jahrhundert wieder zurück ins 17. Jahrhundert, nach Polen. Kurz: Jan III. Sobieski wollte Frieden mit Russland, um die christlichen Nationen in einem Bündnis gegen den gewaltsam eindringenden Islam zu einen. Der „Ewige Friede“ wurde Wirklichkeit. Der Friedensvertrag zwischen Polen-Litauen und dem Zarentum Russland wurde im Jahr 1686 in Moskau geschlossen. Russland trat der Heiligen Liga bei. Doch der Preis für Polen war hoch, was König Sobieski von einigen polnischen Historikern vorgeworfen wird. Er bedeutete den polnischen Verzicht auf weite Teile der Ukraine und auf Kiew. Wer Politik heute verstehen will, sollte auch die Geschichte betrachten. König Jan III. Sobieski wird als der Retter Wiens in Erinnerung bleiben. Ganz sicher hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass Europa nicht schon im 17. Jahrhundert an den Islam gefallen ist. In dem Bewusstsein gemeinsamer christlicher Identität hat er ein Friedensbündnis nationalen Interessen vorgezogen.
» Morgen der dritte und letzte Teil: Der „Herzog ohne Herzogtum“ Karl von Lothringen
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Linke denken in Gruppen, nicht in Individuen. Ihr Leben bestimmt die Gruppendynamik, deswegen ist der Mobilisierungsgrad bei Demos oder auch bei Wahlen wesentlich größer, als bei den Nicht-Linken. Liberale, Konservative (Nicht-Linke) betrachten sich nicht so als Teil einer Gruppe, sondern als Individuen. Sie erwarten von einem Staat nur die Kernaufgaben (Rechtssystem, Infrastruktur, minimaler Staat), aber keine „Lebensentwürfe“, etc. Sie wollen eigentlich nur vom Staat in Ruhe gelassen und nicht vom Staat ausgenommen werden. Individuelle Eigenverantwortung statt Nannystaat. Das Problem ist nicht die AfD, sondern das Bild, das von der AfD in den Mainstreammedien gezeichnet wird. Das Problem sind die Mainstreammedien, die falsche Bilder projizieren, die die Union als konservativ verkaufen oder die FDP als liberal. Würden die Medien korrekt berichten, wäre die linke Vorherrschaft schon lange Geschichte, doch leider ist der Drang in einen Medienberuf bei Linken wesentlich höher ausgeprägt, als bei Rechten.
(Leser-Kommentar, Tichys Einblick)
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Effizienter Grenzschutz
„Zurückweisungen von Schutzsuchenden nicht möglich. Aber es gibt andere Möglichkeiten“
Justizminister Marco Buschmann (FDP) bringt eine drastische Leistungskürzung für bestimmte Asylbewerber ins Gespräch, der für Kontroversen sorgen dürfte. Er verteidigt zudem den geplanten Steuerrabatt für ausländische Fachkräfte. Und erklärt, wie die Ampel effizienten Grenzschutz betreiibe. ..
(welt.de. Hohoho! Wer zeigt dem Jursten mal das Grundgesetz?)

Infrastrukturmaßnahmen
Lindner bremst bei Bahn- und Autobahn-Investitionen
(welt.de. Wohin mit seiner Rennlizenz und dem Jagdschein?)

Warnung vor Stolzmonat
Die Sonne lacht über diesen Verfassungsschutz
Ein Ende des bemerkenswert illiberalen Weges des Verfassungsschutzes ist nicht in Sicht, und dabei geht es nicht um einzelne Fehlentwicklungen, sondern um einen ganz grundlegenden Fehler im System. Es wäre angebracht, über die Abschaffung des Verfassungsschutzes in seiner jetzigen Form nachzudenken. .
(welt.de. Hinterm Mond. Genug gedacht, lasst Taten walten.)

AfD-Verbot
„Wie lange soll das Volk noch warnen?“
Die Vorbereitungen für einen AfD-Verbotsantrag des Bundestags laufen. Der Mann dahinter, Marco Wanderwitz (CDU), schärft bereits seine Argumente. In Dresden begegnet er Menschen, die sich ein Verbot sehnlichst wünschen – und auch denen, die sehr skeptisch sind. Immer wieder geht es um Gewalt..
(welt.de. Auf allen Augen blind? Grün gehört verboten, die 11 Prozent plus Block mit "cdu" regieren, nicht die AfD.)

Martina Binnig, Gastautorin
Opfergaben für die EU-„Klimastadt“-Missionare
Die EU missioniert acht deutsche Städte für ihre „Klimastadt-Kapitalplattform“. Nimmt man ernst, was diese EU-Mission zu Papier gebracht hat, werden deren Bürger dafür spürbare Opfer bringen müssen..
(achgut.com. Wie enden manche Sekten?)

Volker Seitz
Russland und China in Afrika: Neue Mächte, altes Kolonialmuster?
Klartext über die Lage in Afrika, wo Russland und China ähnlich wie die alten Kolonialmächte ihren Einfluss ausbauen, kann man in einem aktuellen Interview lesen..
(achgut.com. Die Britenmund Franzosen nicht vergessen und die Amis, aber Deutschland büßt fürdie Sünden dieser verrückten Welt.)

Legitimationskrise der Demokratie
Volksfront in Frankreich. Krise des Bürgertums im gesamten Westen
Von Wolfgang Herles
Was geschieht, wenn die Mitte erodiert, zeigt Frankreich. Die wahre Tragik vieler europäischer Demokratien besteht im Zusammenbruch der Mitte. Die neue Volksfront in Frankreich hat viele Freunde im neobiedermeierlichen, postdemokratischen Deutschland. Ein klares Zeichen politischer Dekadenz..
(Tichys Einblick. Wo ist bei Achterbahnen die Mitte, die haben nur einen Anfang und ein Ende.)

Wird Roland Philippi zweites Bauernopfer?
Personalchaos im Bildungsministerium nach der Fördergeld-Affäre
Von Josef Kraus
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) – eine der schwächsten Besetzungen im Ampel-Kabinett – hat ihr Haus nicht im Griff. Nach der aus ihrem Amt geschassten Susanne Döring gerät nun auch der designierte neue Staatssekretär ins Zwielicht..
(Tichys Einblick. Bundesunbildung braucht kein Minsterium.)

Universität Lübeck
„Sexdiversity“-Projekt kostet Steuerzahler 13 Millionen Euro
An der Universität Lübeck startet ein „Sexdiversity“-Forschungsprojekt. Ziel: Beweisen, daß es mehr als zwei Geschlechter gibt. Doch den Forschern geht es mehr als gesellschaftwissenschaftliches Gender-Gaga..
(Junge Freiheit. Grüne Hansel statt Hanse?)

Österreich
Grünen-Spitzenkandidatin Schilling gibt Lügen über Journalist zu
Die grüne EU-Abgeordnete Lena Schilling aus Österreich unterschreibt ein Papier, in dem sie zugibt, schädigende Gerüchte über einen Journalisten erfunden zu haben. Bereits im Wahlkampf fiel die damalige Spitzenkandidatin auf..
(Junge Freiheit. Passt scho als Neue zum EUdSSR-Scheinparlament.)

Symbolpolitik
Am Ende des Regenbogens
Herrschaft braucht Machtsymbole, um ihren Dominanzanspruch zu untermauern. An prominenter Stelle läßt sich in Berlin bestaunen, wie diese sich im Lauf der Zeit wandeln. Und über allem strahlt der Regenbogen. Ein Kommentar von Julian Theodor Islinger. .
(Junge Freiheit. Under the Bridge.)

Landtagswahl
Brandenburger CDU-Spitzenkandidat räumt Suff-Fahrt mit E-Roller ein
In der Pampa geht „Tanken“ auch mit E-Scootern – dachte sich der brandenburgische CDU-Landeschef Jan Redmann. Nun gerät seine Trunkenheitsfahrt in die Medien..
(Junge Freiheit. Hat er keinen Verbrenner?)

Bestens in der Politik vernetzt
Staatlich ausgebildeter Vorzeige-Imam schockiert mit Graue Wölfe-Symbolik
Eigentlich gilt Ender Cetin als Vorzeigemoslem. Gebildet, tolerant und um interkulturelles Verständnis bemüht. Gleich zwei Bundespräsidenten machen ihm die Aufwartung. Doch dann tauchen Fotos von einem türkischen Fanmarsch auf. .
(Junge Freiheit. Wie sagt's Grünkäppchen der Großmutter?)

Die Maulkorbpolitik der ökosozialistischen Warlords

Von CONNY AXEL MEIER

Deutschland soll also wieder amerikanische Atomwaffen auf seinem Gebiet stationieren. Die älteren Leser werden sich an die Zeiten erinnern, als vorgrüne Friedensaktivisten, bezahlt unter anderem von der „DDR“, gegen die Nachrüstung mit Pershing II und Cruise Missiles demonstrierten. Nur heute demonstriert niemand.

Es gibt nämlich keine Staatssicherheitsbehörde mehr, die linke „Demonstranten für den Frieden“ bezahlt. Nicht in Wiesbaden, wo das amerikanische Hauptquartier die Stationierung von Truppen, Waffen und die Entsendung von Soldaten in die Ukraine koordiniert. Auch nicht andernorts in wahrnehmbarem Ausmaß. Die Warlords haben jetzt das Sagen. Die ökosozialistischen Parteigänger folgen brav bei Fuß und folgen ihnen blind in den Untergang.

Drehen wir das Rad der Geschichte um 27 Jahre zurück. 1997 befand sich Westeuropa an der Spitze seiner bisherigen wirtschaftlichen Entwicklung, die Wiedervereinigung Deutschland schritt voran. Regierungskritik war noch erlaubt. Damals berichtete die Tagesschau:
Paris, 27. Mai 1997: Feierliche Unterzeichnung der Nato-Russland-Grundakte. Für den Gastgeber, den französischen Präsidenten Jacques Chirac, ist dies der Höhepunkt der diplomatischen Annäherung von West und Ost seit 1990: „Unser Abkommen ist ein Erfolg für Russland, für die NATO, für Europa. Vor allem aber ist es ein Erfolg für den Frieden – und eine große Hoffnung für unsere Völker.“

„Die NATO und Russland betrachten einander nicht als Gegner“

Heute, über ein Viertel Jahrhundert später, ist es das Papier nicht mehr wert, was damals vereinbart wurde. Vergessen und verbrannt. Minsk I und Minsk II? War da was? Hat Scholz sicher vergessen. Vor allem will sich heute kaum mehr ein Politiker an frühere Abmachungen und Friedensmechanismen erinnern. Es zählen nur noch Aufrüstung, Waffen aller Art und Ausweitung zu einem Weltkrieg. Warum? Weil ihr Versagen auf politischer Ebene weltweit für einen Wechsel sorgen wird. Ein Weltkrieg könnte dem zuvorkommen und wird daher ausdrücklich von gewissen Kreisen gewünscht.

Der NATO-Gipfel in diesen Tagen ist eine Kriegserklärung an alle Menschen weltweit, die den Frieden dem Krieg vorziehen. Wer seinen Mund nicht hält und stattdessen Frieden will, kriegt einen Maulkorb verpasst. Sollen die Ukrainer doch alle sterben. Das ist uns egal. Die Hauptsache, wir retten die Bodenschätze der Ukraine für Blackrock & Co.

Diese Maulkorbpolitik zieht sich durch die ganze EU. Die ganze EU? Nein! Ein kleines Land in der EU wehrt sich gegen die Kriegstreiberei und will Frieden an seiner Grenze in der Ukraine. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán setzt sich ungefragt ins Auto und fährt fast 1000 Kilometer nach Kiew, Roger Köppel von der Schweizer Weltwoche im Schlepptau. Das gleiche taten viele EU-Funktionäre und Regierungsmitglieder der EU-Staaten vorher auch. Nur sprachen jene hauptsächlich davon, wie viele Waffen und wieviel Geld sie zur Verlängerung des Krieges dort noch verpulvern werden.

Ungarn liefert keine Waffen, kein Geld und stellt keine Soldaten dafür ab. Ungarn will dort endlich Frieden. Als Orban auf seiner Friedensmission auch gleich noch Putin in Moskau, Xi in Peking, die Turkstaatenkonferenz in Aserbaidschan, den NATO-Gipfel in Washington und Donald Trump in Florida besuchte, war es den Warlords in Brüssel und Berlin eindeutig zu viel. Was wollen sie tun? Ein Attentat organisieren, wie gegen den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico? Und gegen Donald Trump auch gleich mit? Beide lassen sich nicht anders stoppen. Das wäre aber zu offensichtlich! Trotzdem hat dieses Szenario Fürsprecher in den Regierungszentralen der EU und im Weißen Haus.

Vorerst begnügen sich die Warlords aber mit Maulkorberlassen und Erklärungen. Der Orban hat uns nicht um Erlaubnis gefragt. Ob der das denn alles machen darf? Wo kämen wir denn dahin, wenn jemand die Brüsseler Bürokraten nicht vorher um ihre Zustimmung ersucht?

Und vor allem: Orban ist sowieso ein Quertreiber, der weg muss. Wenn es mit Wahlen nicht geht, dann eben mit Erpressung und Einschüchterung. So denkt die vereinigte ökosozialistische Volksfront. Es hat aber bisher nicht funktioniert. Warum also sollte es jetzt anders werden, zumal Ungarn bis Ende des Jahres den Ratsvorsitz der EU hat? Da können sie soviel boykottieren, schimpfen und drohen, wie sie wollen. Der Krieg ist kein Wunschkonzert. Er folgt seinen eigenen Realitäten. Wer diese nicht wahrhaben will, steht im Schatten des Kriegsgeschehens.

Das, was Orbán in den letzten zehn Tagen für den Frieden getan hat, das hätten Macron, Scholz, Biden und Stoltenberg schon lange tun sollen. Und wo war der sogenannte Außenbeauftragte der EU, Josep Borell, die ganze Zeit? Was hat der gemacht? Nichts! Lieber will man denen Maulkörbe anlegen, die nach einem Ausweg aus dem selbstverschuldeten Dilemma suchen. Und lieber beschimpft man die einzige parlamentarische Opposition in Deutschland, die AfD.

Die Maulkorbanleger dürfen nicht erfolgreich sein. Im Großen nicht und im Kleinen auch nicht. Machen wir weiterhin, trotz Zensur und Verfolgung, unseren Mund auf. Schreiben wir für den Frieden und gegen ökosozialistische Bevormundung an. Lassen wir uns nicht einschüchtern. Nicht von den Inlandsgeheimdiensten und nicht von den Bütteln des zunehmend totalitären Regimes. Bleiben wir frei!
(pi-news.net)

Minderwertigkeitskomplex  des heutigen polit-medialen Personals

Von Gastautor Hans Hofmann-Reinecke

Wann immer im polit-medialen Raum das sensible Thema Kolonialismus anklingt, ist es obligatorisch, diese Epoche als Hölle für die unterjochten Länder zu beschreiben und die Kolonisatoren als Unmenschen anzuklagen. Obwohl Deutschlands Rolle als Kolonialmacht vergleichsweise zurückhaltend war, verpasst die heutige Regierung keine Gelegenheit, sich für die Sünden der Urgroßväter in „Deutsch Südwest Afrika“ zu entschuldigen und Buße zu tun.

Bevorzugte Termine beim Bürgeramt
In Berlin passiert ja einiges, und so könnte es sein, dass ein wichtiges Ereignis Ihrer Aufmerksamkeit entgangen ist. Am 02.12.2022 um 12:00 Uhr fand in Mitte die feierliche Enthüllung neuer Straßenschilder statt. Dabei wurde die Lüderitzstraße endlich in Cornelius-Fredericks-Straße umbenannt. Die Öffentlichkeit wurde per Pressemitteilung korrekt und deutsch-humorlos informiert: „Die neu installierten Straßenschilder werden mit Erläuterungsschildern versehen sein. Die Geschichte der so Gewürdigten wird online detailliert nachzulesen sein. Anwohnende werden rechtzeitig informiert und bekommen für die kostenlose Änderung von Dokumenten bevorzugt Termine beim Bürgeramt.“

Durch diesen von Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin initiierten Akt demonstrierten die Damen ihre Courage und profunde Geschichtskenntnis. Ganz besonders aber zeigten sie Verantwortungsbewusstsein für die Untaten der Kolonialzeit, derer ihre Urgroßväter beschuldigt werden. Aber dennoch: wo wird die Geschichte des durch die Umbenennung entwürdigten Adolf Lüderitz „detailliert nachzulesen sein“? Warum wurde er entehrt? Wo erfahren wir etwas über den 1834 Geborenen, zu einer Zeit also, als sein Vor- und Nachname noch unverfänglich waren?

Wie der Zufall es will, fand exakt 6 Monate nach dem historischen Akt in Berlin eine andere Enthüllung statt, und zwar 9000 km weiter südlich, in Namibia. Dort wurden am Strand der nach dem Geschmähten benannten Stadt acht überlebensgroße Skulpturen aufgestellt. Jede hat die Form eines Schriftzeichens und sie buchstabieren den Namen des Gründers der Stadt: LÜDERITZ. Bitte beachten Sie das dokumentarische Foto (unten) mit einer ansehnlichen Bürgerin der Stadt im gelben Dress.

Die Geschichte des Entwürdigten
Etwas mehr erfahren wir über den Mann in „Oysters, Architecture and History“, der Broschüre der Stadt: „… Aber erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts fand (die Stadt) Lüderitz ihre wahre Berufung als geschäftiger Handelsposten. Walfang, Robbenjagd, Fischerei und Guano-Ernte florierten an diesem Küstenabschnitt. Im Jahr 1883 nahm eine Siedlung offiziell Gestalt an, als Heinrich Vogelsang das Land für den deutschen Unternehmer Adolf Lüderitz sicherte. Nachdem Letzterer bei dem Versuch umgekommen war, von der Mündung des Oranje-Flusses zurück zu seiner Ansiedlung zu segeln, wurde zu seinen Ehren das Gebiet in „Lüderitzbucht“ umbenannt. Mit der Entdeckung von Diamanten im Jahr 1908 erlebte die Stadt dann einen phantastischen Aufschwung; aber ihr Schicksal änderte sich im Ersten Weltkrieg, als Deutschland 1915 die Kontrolle über seine Kolonie verlor und Südafrika die Macht übernahm.“

Die Stadt hatte in den 110 Jahren seither offensichtlich keinen Grund, ihren Namen zu ändern, und auch deutsche Straßennamen blieben erhalten. Die Herren Moltke, Bismarck, Schuckmann, et al. grüßen nach wie vor stolz von den Straßenschildern. Ja, es gab da mal Überlegungen, historische afrikanische Persönlichkeiten zu Ehren kommen zu lassen, aber die verschiedenen Stämme konnten sich da auf niemanden einigen. So entschied man sich, es bei den deutschen Honoratioren zu lassen.

Sündenstolz
Die Empörung über historische deutsche Sünden in Afrika ist nicht nur bei den Damen der Stadtverwaltung von Berlin-Mitte anzutreffen, sie ist obligatorisch, wann immer im polit-medialen Raum das sensible Thema Kolonialismus gestreift wird. So leitete das ZDF Landesstudio Brandenburg am 23. April 2024 einen Bericht über ein durchaus fragwürdiges deutsches Projekt zur Gewinnung von „Grünem Wasserstoff” an Namibias Küste mit folgenden Worten ein: “Noch heute erinnert das Stadtbild (von Lüderitz) an die durch Gewalt und Völkermord gekennzeichnete deutsche Kolonialzeit”.

Wie bitte? Lüderitz ist eine freundliche Kleinstadt in der Wüste, deren vielfältige Einwohnerschaft sehr gut untereinander auskommt. Vielleicht war die Information des Autors über die Stadt anfangs auf die üblichen Schlagworte beschränkt. Aber dann hätte er, der ja anders als sein Kollege Claas Relotius sicherlich vor Ort gewesen ist, erkennen müssen, dass diese Aussage unrichtig und im höchsten Grade taktlos ist. Und wenn er sich wirklich um deutschen Schaden für Namibia Sorgen machen würde, dann hätte er besagtes Wasserstoff-Vorhaben etwas gründlicher analysiert und die enormen Risiken für die Bevölkerung des Landes aufgezeigt, anstatt es in höchsten Tönen zu loben.

Der wahre Grund
Nicht Liebe zu den vermeintlich ausgebeuteten Völkern steht hinter den übertriebenen Schuldgefühlen, die zu zeigen uns bei jeder Gelegenheit durch den Zeitgeist abverlangt wird. In Wahrheit entspringt diese Obsession dem kollektiven und durchaus begründeten Minderwertigkeitskomplex des heutigen polit-medialen Personals. Sie wissen, dass sie Deutschland enormen Schaden zugefügt haben, dass sie das Land in einem Jahrzehnt in fast jeder Hinsicht heruntergewirtschaftet haben, dass es dank ihrer Entscheidungen von Nummer Eins auf „ferner liefen“ abgerutscht ist. Und dass sie ihren Aufgaben nicht annähernd gewachsen wären, auch wenn sie tatsächlich das Beste für Deutschland wollten. Um trotzdem als „gut“ dazustehen, wird nun ein Personenkreis als undiskutierbar „schlecht“ inszeniert. Wären die nicht schlecht, dann wäre man selbst nicht gut.

Um zu dem verfemten Kreis zu gehören, muss man männlich, weiß, pflichtbewusst und erfolgreich sein – egal aus welchem Jahrhundert. Adolf Lüderitz entspricht diesem Profil sehr gut. Dass die vermeintlichen Opfer deutscher Geschichte all das vielleicht gar nicht so sehen, interessiert dabei nicht. Die sehen manche Elemente des deutschen Erbes vielleicht sogar als Gewinn. In einem Fotoband über Namibia stolperte ich kürzlich über ein originelles Foto: Eine Band von Blasmusikern unterschiedlichster Hautfarben paradiert auf der Straße. Und welche Musik sie spielen, das ist auf dem Banner über ihren Köpfen zu lesen: „OB KAISERREICH, OB REPUBLIK, WIR SPIELEN DEUTSCHE MARSCHMUSIK“ – na bitte, Frau Berlin-Mitte.

Und noch etwas: seit mehr als einem halben Jahrhundert ist Afrika vom Kolonialismus befreit. Haben es die afrikanischen Länder inzwischen zu Wohlstand und Sicherheit gebracht? Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Afrikaner fliehen zu Tausenden nach Europa und suchen Schutz bei den ehemaligen Unterdrückern.
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Dieser Artikel erscheint auch im Blog des Autors Think-Again. Der Bestseller Grün und Dumm, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich.
(vera-lengsfeld.de)

Unsere Schlagwortsprache ist zur Zeit ein bißchen gedunsen

Von Kurt Tucholsky

Das Wort ist seit etwa zehn Jahren in die Umgangssprache eingegangen: "menschlich". – Herr Kulicke sagt: »Ich habe eine Enttäuschung an ihm erlebt – menschlich.« – Und: »Wie ist er menschlich?« Das ist so zu erklären:

Deutschland ist, wie seine Sprache in tausend Einzelheiten anzeigt, so verfachlicht, in Berufskategorien eingeteilt, ständisch schematisiert, daß es immer besonders hervorgehoben werden muß, wenn jemand den andern nicht ›als‹ Kommunalbeamten ansieht, sondern als das, was er wirklich ist. Die Fiktion, jemand könne nur ›dienstlich‹ etwas tun, jemand habe überhaupt den Anspruch, nur sachlich und fachlich gewertet zu werden, rächt sich bitter: sie treibt den Wesensgehalt scheinbar aus dem Menschen aus, aber er kommt fürchterlich zurück, und meist verborgen. Was eine herrliche Gelegenheit ist, Verantwortungen von sich abzuwälzen, sich hinter den Dienst zu verkriechen und wesenlose Schemen eine Verantwortung tragen zu lassen, die das Individuum zu tragen zu feige und zu charakterlos ist.

Wie so viele Fachwörter der falschen Innerlichkeit heißt das Wort "menschlich" in Wirklichkeit etwa: ›und überhaupt und so‹ – denn eine exakte Bedeutung ist da nicht zu finden. Die Entdeckung eben dieses Menschlichen hinter dem Fachwerk der Berufseitelkeiten ist lustig genug – vollkommen irreal und in Wahrheit nicht vorhanden. Der zweite Bürgermeister tut sich etwas darauf zugute, nur Beamter im Dienst zu sein und nichts als das – das "Menschliche" holt er in Mußestunden hervor und zu ganz besonders schönen Anlässen – dann heißt dergleichen ›human‹. Es ist die ehemals preußische Furcht darin, alles Menschliche sei von vornherein verdächtig, unangemessen, ungehörig – und es wird darum verjagt wie Singvögel von einem Kasernenhof.

Unsere Schlagwortsprache ist zur Zeit ein bißchen gedunsen – "menschlich" ist eine der zahlreichen Beulen, die zu verarzten wären. In diesem modernen Seelenjargon ist soviel schwerer Augenaufschlag, so viel falsches Drama, so viel Romankram. Die Trivialität kleidet sich heute so schön bunt und apart, daß nichts Apartes übrig bleibt – Originalität ist zum Schluß eine banale Mode, die ja auch manchmal darin bestehen kann, um Gottes willen nicht originell zu sein.

»Sie ist menschlich schon sehr fein . . . « (man beachte das scheußliche ›schon‹, das wie eine falsche Perle in der Kunstseide dieses Satzes blinkt). Natürlich ist sie ›menschlich‹ sehr fein – wie denn: Welch Unfug, durch solche Adverbia alles kastenmäßig einzuordnen! Aber das trägt man so. Und es ist recht beliebt.

Das wäre ja nun nichts als ein Aufputz billiger Waren durch ein billiges Goldfädchen, wenn sich die Fabrikanten nicht gar so bedeutend vorkämen, so geschwollen, so kompliziert, so seelisch verwickelt. Und sind doch nur armselige Straßenhändler von Massenartikeln.

In der Industrie hat man das längst heraus; eine gute, brauchbare Ware täuscht kein falsches Material mehr vor, das ist vorbei – und täuscht vor allem nicht vor, eine Handarbeit zu sein. Wir wissen, daß die Handarbeit für den Luxus oder die Liebhaberei reserviert ist; wir andern haben uns im täglichen Leben mit Massenfabrikaten zu behelfen, nein: uns ihrer zu bedienen – und Aufgabe der Industrie ist es, diesen Massenartikel, so ornamentlos, so sauber, so glatt, so billig und so praktisch wie möglich herzustellen. Ford.

Aber im Seelischen haperts. Da wird ›menschlich‹ gemogelt. Da spukt das gute alte Handwerk, das schlechte alte Handwerk, Biedermeier, falsche Individualisation, kleine Eigenarten zu eins fünfzig und der ganze Humbug einer Privatseele. In summa: der Mensch zu dieser Zeit ist in Mitteleuropa noch nicht geboren – er hinkt den Ereignissen um ein betrübliches nach. Schade – er wäre ›menschlich‹ höher zu werten, wenn er seine Zeit und sich selbst begriffe.

Die unerbittliche Wirtschaft nivelliert erbarmungslos; die Leute wohnen schon unverlogener, besonders in Deutschland; sie disponieren mit ihrem Geld genau der harten Wirklichkeit entsprechend. Die Rache des Individuums, das sich vergewaltigt fühlt, wirft sich aufs "Menschliche" und will mit aller Gewalt, bockend, zurück. Vergebens. Es wird nach vorn gerissen, es muß, es muß.

Hoffen wir, daß die "Menschlichen" des Jahres 1980 soweit sind, wie die Welt aus dem Jahre 1926. Dann wäre sie sachlicher und weniger unmenschlich.