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Deutsche Steige

Aus dem Schritt fängt die Inflation erst an zu traben, dann zu galoppieren

Von PROF. EBERHARD HAMER

Am 25. März berichteten dem Mittelstandsinstitut Niedersachsen mehrere Handwerker aus unterschiedlichen Gegenden, dass ihnen ihre Großhändler eine Sofort-Preiserhöhung von ca. 20 Prozent angekündigt hätten. Die Kosten des Vormaterials durch gestiegene Energiepreise, Löhne, Bürokratie (Lieferkettengesetz), erhöhte Sozialabgaben zwingen die Händler zu Preiserhöhungen an die Handwerker bzw. Verbraucher.

Die Inflationstheorie geht schon immer davon aus, dass in maroden Staaten, die die Kraft zu Reformen nicht mehr aufbringen, die Preise steigen.
Steigende Steuern, Energiepreise, Bürokratiekosten und Produktpreise bringen schon jetzt unsere Konzerne dazu, ihren traditionellen Zulieferern zu kündigen und deren Lieferungen durch billigere ausländische Lieferanten zu ersetzen. Die Produktion flüchtet also ins Ausland und hinterlässt hier bei uns Firmeninsolvenzen und Arbeitsplatzabbau, weil unsere einheimischen Firmen die von der Politik verursachten Kosten nicht weitergeben können, ihre ausländische Konkurrenz diese Zusatzkosten aber nicht hat.

Die eigenen Kostenerhöhungen durch falsche Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie durch ideologischen Umweltwahnsinn verhindern das deutsche Arbeitskräftepotenzial für die deutsche Produktion, zwingen Betriebe zum Scheitern oder Flüchten und haben uns aus dem Boom in die Rezession getrieben.

Rezession treibt die Inflation
Zusätzlich haben alle Brandmauerparteien gemeinsam gegen die AfD die Schuldenbremse ausgehebelt, um eine Bio. Schulden aufzunehmen, mit denen zur Hälfte die Haushaltslöcher gestopft werden und zur anderen Hälfte eine unproduktive Rüstungsindustrie gesteigert wird, die weder Zukunftsinvestition noch Infrastrukturverbesserungen darstellt, sondern bestenfalls nur veraltet, im schlechteren Fall an die Ukraine verschenkt und verballert wird. Dass die Rezession nicht schärfer ausfällt, ist also nur der mit eigenen Schulden finanzierten Rüstungssteigerung zu danken.

Der Boom ist also durch die Summe der politischen Fehler oder ideologisch vorsätzlicher Vernichtung gekippt. Die Rezession treibt die Inflation, weil schließende Betriebe nicht mehr investieren, sondern ihr Sachvermögen und Arbeitsplätze abbauen, die zunehmenden Arbeitslosen nicht mehr produktiv Sozialprodukt schaffen, sondern umgekehrt vom Sozialsystem leben wollen und müssen. Sinkende Wertschöpfung trifft also auf steigende Sozialleistung.

Die Möglichkeiten einer Steuererhöhung sind nur noch begrenzt, weil die Toleranzgrenze für die Bevölkerung bereits erreicht ist. Der Regierung bleibt also nur die weitere Verschuldung. Nicht mehr für Zusatzausgaben, sondern schon für die laufenden Haushaltspositionen, insbesondere die steigenden Sozialanforderungen.

Flucht von Geld- in die Sachwerte
Zusätzliche Schulden sind aber im Gegensatz zur Merz-Lüge keine „Vermögensfonds“, sondern Zahlungsverpflichtungen, die die Geldmenge steigern und damit den Geldwert absenken und dennoch irgendwann eingelöst werden müssen.

Sobald die Menschen den in zunehmender Inflation liegenden Entwertungsbetrug merken, werden sie höhere Löhne verlangen (was die Kosten der Produktion wiederum steigen lässt) und von dem Geld- in die Sachwerte flüchten, was die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und damit dessen Entwertung noch beschleunigt.

Der Teufelskreis der galoppierenden Inflation fängt wie jetzt mit 20 Prozent-Preissteigerungen an. In den 1920er Jahren gab es dann Preissteigerungen bis über 100 Prozent. Das Geld verliert damit seine Knappheit, seinen Wertmesser und seinen Wert. Gewinner jeder Inflation ist der Staat durch höhere Steuereinnahmen und durch Entwertung seiner Schulden.

Jede Inflation löst mehrfachen Teufelskreis aus
Verlierer sind dagegen alle Unternehmen, die Preiserhöhungen im Markt nicht mehr durchsetzen können und alle Privatleute, die den Wert ihrer Löhne, ihrer Ersparnisse, ihrer Renten und ihrer Sozialansprüche verlieren.

Jede Inflation löst einen mehrfachen Teufelskreis aus: Anfänglich gering steigende Inflation beschleunigt sich durch weiteren Missbrauch bis zur galoppierenden Inflation, welche so viel Schäden in der Wirtschaft und Gesellschaft hervorruft, dass sie nicht mehr politisch gestoppt, sondern nur durch Währungsreform und Generalabwertung beendet werden kann. Die EZB und die Bundesbank peilen für diese Abwertung den Übergang vom Bargeldsystem zur digitalen Währung in 2029 an.

In der Zwischenzeit werden schwache und verantwortungslose Regierungen hemmungslos aus wachsenden Schulden („Vermögensfonds“) zu überleben versuchen, wird die Wirtschaft durch explodierende Inflation implodieren, die Arbeitslosenquote dramatisch steigen, der Staat die wachsenden Sozialkosten nur durch weitere Schulden bezahlen können und die Menschen generell verarmen.

Wunsch nach Diktatur?
Merkel und die Ampel haben dafür gesorgt, dass fast 20 Prozent „der in unserem Lande Lebenden“ in der allgemeinen Verarmung keine Alternative mehr haben und sich dann gewaltsam das holen, auf was sie nach den Versprechungen unserer Sozialindustrie Anspruch zu haben glauben. Bürgerkrieg ist also vorprogrammiert.

Die Reichen sind dann weg, das verarmte Proletariat geht dann wieder auf den Mittelstand los, der noch etwas hat, nicht wegkann und deshalb von den ausländischen Habenichtsen am meisten ausgeplündert wird.

1932 hatten die Deutschen in gleicher Situation nur die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub, zwischen Nationalsozialismus oder Kommunismus. Hoffentlich wird auch der kommende Zusammenbruch und die Wut der Bevölkerung über das Versagen der Demokraten (Brandmauer) nicht wieder zum Wunsch nach Diktatur führen.
(pi-news.net)

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