Wehrdienst gegen die Wand gesetzt
Von RAINER K. KÄMPF
Deutschland in der Defizitfalle. Im Allgemeinen geht man ja davon aus, daß Mangelwirtschaft ein originäres Problem der sozialistischen Planwirtschaft wäre. Jetzt stellt sich heraus, daß in Deutschland ein eklatanter Mangel zu verzeichnen ist, obwohl, trotz eines strammen Linkskurses der Republik, noch marktwirtschaftliche Strukturen vorherrschen.
Wir reden hier vom Mangel an Rechten. Also, jetzt nicht juristisch verbriefte Rechte. Die gibt es tatsächlich, auf dem Papier. An denen mangelt es wirklich nicht, an der Umsetzung vielleicht, aber das ist ein anderes Thema.
Das Verteidigungsministerium der Bundesrepublik Deutschland erlebt derzeit einen Erweckungsmoment. Das Aha-Erlebnis: die Nummer, den Wehrdienst gegen die Wand setzen zu müssen, weil es an Rechten fehlt. Die nämlich sind Basisvoraussetzung für eine funktionierende effiziente Landesverteidigung. Vaterlandsliebend, patriotisch, stolz und ausgeprägt männlich, in der Gemeinschaft einer solchen Truppe auf die Fahne zu schwören. Wobei es genau da schon anfängt. Die schwarz-rot-goldene Flagge, bisher eher zähneknirschend geduldet als stolz getragen, mutierte in der woken Republik zum Sinnbild einer latent untergeschobenen nationalsozialistischen Gesinnung. Wer mit den Symbolen Deutschlands sympathisierte, galt per se als verdächtig.
Das System Bundesrepublik erntet, was es gesät hat. Über Jahrzehnte wurde den Generationen die DNA-Sequenz gekappt, die heute so gebraucht würde. Die Sequenz, die es uns ermöglichen sollte, das Land mit nationalem Stolz verteidigen zu wollen. Diejenigen jedoch, die sich deutsche Werte bewahrt haben, erschauern bei dem Gedanken, ihre Knochen hinzuhalten für eine entwertete woke Regenbogengesellschaft.
Eine militärische Konfrontation könnte die Bunte Republik niemals überstehen. Und das gewiß nicht wegen des Mangels an Waffen.
(pi-news.net)
