Andere Weltbilder schaffen andere Stadtbilder
Von RAINER K. KÄMPF
Arm, sexy und messerscharf. Die Hauptstadt der Bundesrepublik in drei Wörtern. Wobei das mit dem sexy eher eine Frage der jeweiligen Vorlieben sein mag.
Messerscharf wurde Berlin, weil, so ein Ermittler der Polizei, sehr viele „Tatverdächtige ein anderes Weltbild haben.“ Das ist für jeden verständlich, da Berlin sehr viel Wert darauf legt, unkontrolliert weltoffen zu sein.
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Heute nun stellen manche Urberliner fest, daß andere Weltbilder das Stadtbild beeinflussen können und in diesem Fall für einen nachhaltigen Wandel schon jetzt gesorgt haben. Wer also das andere wollte, muß heute verkraften, was er bekommen hat.
Die Folge davon ist, daß das Messer dabei ein „Symbol für Wehrhaftigkeit und Stärke“ geworden ist. Sozusagen ein folgerichtig avanciertes Wahrzeichen der Stadt. Berlin liegt im Bundesdurchschnitt weit vorn, was Messerangriffe betrifft, nämlich 3599 im letzten Jahr.
Man sollte ehrlich sein: Arm und sexy wollten sie schon immer sein, die Berliner. Die latent obszöne Ruchlosigkeit in den Gassen ist zielgerichtet erarbeitet und wird als Qualitätsmerkmal gepflegt und verkauft.
Mit den Messern allerdings ist die Sache etwas anders gelagert. Das begreifen sogar einige Stadtbildingenieure und kamen auf die äußerst geistreiche Idee, Schilder anzupinnen. Schilder, die den dezenten Wunsch befördern, die zugereisten Weltbildträger der exotischen Provenienz mögen sich dementsprechend wohlwollend orientieren.
Hier war offensichtlich der abstruse Wunsch Vater des Gedankens, und dem erhofften Wohlwollen erteilten die zahlreichen Botschafter weltoffener Kultur eine klare Absage. Es war der Handel mit Zitronen.
Nun gucken sie in Berlin und rätseln. Wobei ein generelles Trageverbot für Messer genauso ein unausgegorener Schwachsinn ist wie die Nummer mit den Schildern. Es ist ja auch generell verboten, illegale Waffen zu tragen, gar zu besitzen, und trotzdem wird in Berlin geballert, was das Zeug hält.
Der Gedanke an harte Urteile ist zwar nicht von der Hand zu weisen, jedoch nicht primär zielführend, da ein Urteil, wenn überhaupt, erst nach der Tat gefällt werden kann.
Berlin könnte allerdings, nach dem Vorbild der Migrationsgesellschaft, ebenfalls ein Zeichen der Stärke setzen. In Form von harten ausnahmslosen Präventivmaßnahmen und einer Wehrhaftigkeit, die in jeder Hinsicht abschreckend wirkt. Sollte in dieser Hinsicht jemand auf die Idee kommen, die Stadt von der Diaspora messeraffiner Zuwanderung zu erlösen, könnte dies unter Umständen zu einer reversiblen Stadtbildentwicklung beitragen.
(pi-news.net)
