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Auf der Geisterbahn?

Peak Tieck im Bellevue

Von RAINER K. KÄMPF

Es ist der Hauch des Gruseligen. Die beklemmend schauerliche Schönheit des Empfindens sich ganz dezent aufstellender Härchen. Als Kinder lebten wir das in der Geisterbahn aus und später drifteten die ganz Harten zur Horrorfraktion.

Beide Varianten jedoch gewähren die Sicherheit, dem Dämonischen nicht ausgeliefert zu sein. Im Normalfall ist das gut so und zeugt von einer mentalen Grundresilienz der Anhänger gespenstigen Anmuts.

Gefährlich wird es dann, wenn Grenzen überschritten werden und die Sucht nach dem unheildrohenden Schrecken epidemisch wird.

Schenkte man den kartelltreuen und -hörigen Medien Glauben, könnte der Eindruck entstehen, die Deutschen hätte es kollektiv erwischt. Sozusagen der kognitive Super-GAU einstiger Schwarmintelligenz.

Der Fakt ist folgender: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine glanzlose Zeit abgerissen und macht die Bleibe im Bellevue frei. Am 30. Januar 2027 wird die vorher ausgekungelte Besetzung der Rolle bekanntgemacht und eine weitere Staffel der Tragödie geht an den Start.

So weit, so schlecht.

Der deutsche Dramatiker Ludwig Tieck (1773–1853) erkannte damals schon, was uns heute auf die Füße fällt. Ständig und immer öfter:

„Wo der Teufel nicht selbst hin will, schickt er ein Weib.“

Damit steht und fällt so ziemlich alles. Schauen wir uns im Deutschland des 21. Jahrhunderts um, können wir nur konstatieren, daß Tieck von begnadeter Weitsicht beseelt war.

Wenn alles so laufen sollte wie vom Establishment angedacht, wird uns Unheil infernalischen Ausmaßes drohen. Es sieht so aus, als steuern wir unaufhaltsam darauf zu. Sozusagen der Peak Tieck.

Es mag gar nicht so unwahrscheinlich klingen, als könnten wir uns später an die gute alte Steinmeierzeit erinnern wollen.
(pi-news.net)

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