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Viktor Frankl und die tödliche Sinnkrise der westlichen Gesellschaften

Von MANFRED ROUHS

Viktor Frankl war ein Wiener Neurologe und Psychiater, geboren 1905. Seiner jüdischen Herkunft wegen deportierten ihn die Nazis erst ins Ghetto Theresienstadt und sodann über weitere Zwischenstationen nach Auschwitz. Er überlebte vier deutsche Konzentrationslager. 1946 wurde er Vorstand der Wiener Neurologischen Poliklinik und führte die Einrichtung bis 1971.

In dieser Zeit entwickelte Frankl die Theorie der Logotherapie und der Existenzanalyse. Er kam zu dem Schluss, dass Menschen stets versuchen, in ihren Erfahrungen und in ihrem Leben einen Sinn zu finden. In diesem Zusammenhang kritisierte er die materialistisch-dekadente Grundtendenz der westlichen Gesellschaften und zeigte deren tödliche Risiken auf.

Denn Viktor Frankl hatte eine bittere Erfahrung gemacht: Die Selbstmordrate unter jungen Menschen in der österreichischen Wohlstandsgesellschaft war bereits zu seiner Zeit höher als die Selbstmordrate bei den Lagerinsassen in Auschwitz. Wie konnte das sein?

Wer keine Bindungen hat und nicht weiß, wofür er lebt, wird kein Glück im Leben finden. Und im Zustand der Unreife möglicherweise dazu tendieren, es wegzuwerfen. Gott und Vaterland waren den Menschen 1945 verlorengegangen. An ihre Stelle trat die tosende Leere einer sinnfreien Konsumgesellschaft, von der wir heute, im 21. Jahrhundert, erleben müssen, dass sie sich freiwillig von fremden, beispielsweise orientalisch-muslimischen Lebensweisen, verdrängen lässt.

Im Jahr 1988 hielt Frankl auf dem Rathausplatz in Wien eine vielbeachtete Rede zum 50. Jahrestag des Anschlusses seiner Heimat an das Deutsche Reich. Dabei wandte er sich gegen Kollektivschuldvorwürfe. Er sagte:

„Meine Damen und Herren, ich hoffe auf Ihr Verständnis, wenn ich Sie bitte, zu dieser Stunde des Gedenkens gemeinsam mit mir zu gedenken:

Meines Vaters – er ist im Lager Theresienstadt zugrunde gegangen; meines Bruders – er ist im Lager Auschwitz umgekommen; meiner Mutter – sie ist in der Gaskammer von Auschwitz ums Leben gekommen; und meiner ersten Frau – sie hat im Lager Bergen-Belsen ihr Leben lassen müssen. Und doch muss ich Sie darum bitten, von mir kein Wort des Hasses zu erwarten.

Wen sollte ich hassen? Ich kenne ja nur die Opfer, aber nicht die Täter, zumindest kenne ich sie nicht persönlich – und ich lehne es ab, jemanden kollektiv schuldig zu sprechen.

Eine Kollektivschuld gibt es nämlich nicht, und ich sage das nicht erst heute, sondern ich habe das vom ersten Tag an gesagt, an dem ich aus meinem letzten Konzentrationslager befreit wurde – und zu der Zeit hat man sich wahrlich nicht beliebt gemacht, wenn man es gewagt hat, öffentlich gegen die Kollektivschuld Stellung zu nehmen. (…)

Der Nationalsozialismus hat den Rassenwahn aufgebracht. In Wirklichkeit gibt es aber nur zwei Menschenrassen, nämlich die ‚Rasse‘ der anständigen Menschen und die ‚Rasse‘ der unanständigen Menschen.

Und die ‚Rassentrennung‘ verläuft quer durch die Nationen und innerhalb jeder einzelnen Nation quer durch alle Parteien.

Sogar in den Konzentrationslagern ist man hie und da auf einen halbwegs anständigen Kerl unter den SS-Männern gestoßen – genauso wie auf den einen oder anderen Falotten und Halunken unter den Häftlingen. Ganz zu schweigen von den Capos.

Dass die anständigen Menschen in der Minorität gewesen sind und voraussichtlich auch bleiben werden – damit müssen wir uns abfinden.

Gefahr droht erst dann, wenn ein politisches System die Unanständigen, also die negative Auslese einer Nation, an die Oberfläche schwemmt. Dagegen ist aber keine Nation gefeilt, und in diesem Sinne ist auch jede Nation grundsätzlich holocaustfähig!

Dafür sprechen nicht zuletzt die aufsehnerregenden Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen auf dem Gebiet der Psychologie- Forschung, die wir einem Amerikaner verdanken. Sie sind unter der Bezeichnung ‚Milgram-Experiment‘ in die Geschichte eingegangen.

Wollen wir nur aus alledem die politischen Konsequenzen ziehen, sollten wir davon ausgehen, dass es im Grunde nur zwei Stile von Politik gibt oder vielleicht besser gesagt nur zwei Typen von Politikern: die einen sind nämlich diejenigen, die da glauben, der Zweck heiligt die Mittel, und zwar jedes Mittel, wenngleich es Mittel gibt, die selbst den heiligsten Zweck zu entweihen vermöchten. Und es ist dieser Typus von Politikern, dem ich zutraue, trotz des Lärms um das Jahr 1988 die Stimme der Vernunft zu hören und die Forderung des Tages, um nicht zu sagen des Jahrestages, darin zu sehen, dass alle, die guten Willens sind, einander die Hände entgegenstrecken, hinweg über alle Gräber und hinweg über alle Gräben.“

Wer heute versucht – beispielsweise im Zusammenhang mit der Diskussion über die AfD -Auschwitz für die Tagespolitik zu instrumentalisieren, sollte Viktor Frankl lesen, innehalten und bedenken, dass sich notwendig gewordene politische Veränderungen nicht durch die Verteufelung ihrer Träger aufhalten lassen.

(pi-news.net)

Austausch sämtlicher Werte

Von DR. HANS HOFMANN-REINECKE

Die Wege vom Säugling zum Erwachsenen sind so vielfältig wie die Entstehung von Wolken am Sommerhimmel: keine zwei sind gleich. Und dennoch bilden sich bei der einen Großwetterlage einmal die beliebten Kumulus-Wolken, die wie strahlend weiße Wattebäusche im Himmel schweben, und unter anderen Bedingungen verdecken dann graue Stratuswolken den Sonnenschein.

Das Neugeborene ist der perfekte Egoist. Die anderen müssen sich um all seine Bedürfnisse kümmern, um seine Ernährung, seine Verdauung und die bequeme Ruhelage. Er lernt dann schnell das eine oder andere ohne fremde Hilfe zu verrichten, und irgendwann ist er so weit, dass er sogar Dinge tun kann, die für andere von Nutzen sind. Er geht dann zur Schule, vielleicht auf eine Universität, und schließlich ist er so nützlich geworden, dass man ihn für seine Leistungen bezahlt. Davon kann er dann sich und bald eine Familie ernähren. Er ist jetzt erwachsen.

Nehmen wir an, er ist Zahnarzt geworden und schreibt für seine gezogenen oder reparierten Zähne Rechnungen. Seine Assistentin, die sich um die Termine kümmert, stellt ihre Arbeit den Patienten nicht in Rechnung. Sie bekommt ein Gehalt vom Chef. Der erbringt die direkte Leistung, sie arbeitet in der Verwaltung. Beides ist notwendig für das Geschäft, wobei Ersteres anspruchsvoller und anstrengender ist als Letzteres – jedenfalls bei meinem Zahnarzt.

Nicht jeder wird Zahnarzt, nicht jede wird Assistentin. Die Wege vom Säugling zum Erwachsenen sind so vielfältig wie die Entstehung von Wolken am Sommerhimmel: keine zwei sind gleich. Und dennoch bilden sich bei der einen Großwetterlage eher die beliebten Kumulus-Wolken, die wie strahlend weiße Wattebäusche im Himmel schweben, und unter anderen Bedingungen verdecken dann graue Stratuswolken den Sonnenschein.

Ich möchte hier untersuchen, wie der Zeitgeist – gewissermaßen die gesellschaftliche Großwetterlage – in der Vergangenheit und heute den menschlichen Entwicklungsprozess in Deutschland geprägt hat.

Zwei Großwetterlagen
Mein Alter erlaubt es mir, die beiden Intervalle 1950-1975 und 2000-2025 zu vergleichen. im ersten Zeitraum waren Adenauer, Erhard, Kiesinger, Brandt und Schmidt Kanzler. Historiker werden feststellen, dass damals die „Voraussetzungen für die Existenz einer freiheitlich-demokratischen Ordnung, welche diese nicht selbst schaffen, sondern nur schützen kann (Frei nach Carlo Schmid 1949)“ … durchaus gegeben waren. Das hatte damit zu tun, dass damals die christliche Ethik im Hintergrund omnipräsent war, auch wenn Katholiken und Protestanten einander nicht immer wohl gesonnen waren. Man war zwar nicht unbedingt religiös, aber man bemühte sich, „anständig“ zu sein. Auf dieser Basis hat die politische Arbeit damals das Wirtschaftswunder ermöglicht.

Traditionen wurden geehrt, man trug sonntags etwas anderes als zur Arbeit, und katholische Kirchen standen Tag und Nacht für jedermann offen, ohne dass goldene Kelche oder silberne Leuchter verschwanden. Man hatte Respekt vor Autoritäten und gegenüber älteren Menschen. Es gab damals das, was heute so oft missbräuchlich heraufbeschworen wird: es gab eine „Zivilgesellschaft“, also eine Welt, in der die Menschen auch ohne Rechtsanwälte miteinander auskamen.

Der Weg vom Säugling zum Erwachsenen fand in vergleichsweise entbehrungsreicher Umgebung statt. Wer mit dem Fahrrad in die Schule wollte, musste sich selbst die Teile suchen und daraus eines zusammenbauen. Die entscheidende Motivation war der Wunsch nach Wohlstand, und der konnte nur durch „direkte Leistung“ erreicht werden. In Branchen wie Hoch- und Tiefbau oder Elektrotechnik können Probleme nicht durch elegante Sprüche gelöst werden, sondern nur durch Fachwissen, harte Arbeit und unerbittliche Logik. Natürlich fiel hier auch Verwaltungsarbeit an, die aber musste durch ein Minimum an Personal erledigt werden, das dadurch zu Höchstleistungen motiviert war. Das machte Deutschland zum Exportweltmeister im Automobil- und Maschinenbau. Die gesellschaftliche „Großwetterlage“ hatte das Wirtschaftswunder ermöglicht.

Klimawandel
Der Klimawandel von der ersten Epoche zur zweiten, ein halbes Jahrhundert später, ist gekennzeichnet durch den Austausch sämtlicher Werte. Christliche Tradition, Leistung und Disziplin wurden als Relikte der Nazizeit verdammt, und Oskar Lafontaine klärte uns 1982 auf, dass man mit Fleiß und Pflichtgefühl auch Konzentrationslager gebaut hat.

Laissez-faire war jetzt das Motto – für den Säugling in seinen Windeln, sowie für die Jahre danach. Wenn Mathe in der Schule zu anstrengend wurde, dann hat man es abgewählt, und wenn man für das Medizinstudium ein Einser-Abitur brauchte, dann bekam man das schon, nötigenfalls mit Hilfe eines Rechtsanwalts.

Das waren keine guten Voraussetzungen, um sich gegen direkte Leistungen auf dem inzwischen weit geöffneten Weltmarkt zu behaupten. Und so entstand die Erkenntnis, dass man auch in der Verwaltung bequem auf Kosten derer leben konnte, die noch direkte Leistung an den Mann brachten.

Personal für Verwaltung gab es genügend, nicht zuletzt dank der Parole, dass die Frau nicht an den häuslichen Herd gehört, sondern an die Uni und dann in den Aufsichtsrat. Und auch bei den sensiblen Männern hatte sich herumgesprochen, dass man leichter Karriere macht, wenn man irgend etwas mit Medien studiert, statt sich durch ein Ingenieursstudium zu quälen.

So entstand ein riesiger Markt, in dem die Anbieter kein Produkt feil hielten, für das man ihnen Geld gegeben hätte, dessen Protagonisten es aber gelungen war, sämtliche öffentlichen Verwaltungen von den ASTAs der Universitäten bis zu den Bundes- und EU-Ministerien unter ihre Kontrolle zu bringen. Es hatte sich eine Allianz von perfekten Egoisten gebildet, die nie wirklich erwachsen geworden waren.

Da konnte man nun nach Belieben neue „Arbeitsplätze“ schaffen und hilfreiche „NGOs“ finanzieren. Bewerber wurden auch nicht nach Qualifikation, sondern nach Gesinnung eingestellt. Da braucht man im Wirtschaftsministerium nicht zu wissen, was ein Konkurs ist und im Außenministerium nicht, wie weit weg die anderen Länder sind. Hauptsache, man ist woke.

Während das Bundeswirtschaftsministerium unter Ludwig Erhard einst mit 650 Mitarbeitern auskam, um das Wirtschaftswunder zu organisieren, braucht man heute 2200, um die Wirtschaft zu ruinieren. Und auch den 25.000 in der Verwaltung der Bahn gelingt es nicht, die Züge pünktlich ankommen zu lassen. Gut, früher war das einfacher, da gabs noch keine Computer.

Aber wie solle man mun all diese Tausende von Verwaltungskräften entlohnen? Die Assistentin des Zahnarztes hatte ja den Doktor im Rücken, der von seinen Patienten Geld bekam. Natürlich bezahlen alle Regierungen ihr Personal durch Steuern. Doch das mathematische Verhältnis der Steuerzahler zu den Empfängern muss irgendwie stimmen. Gut, je weniger Steuerzahler, also je weniger Personen direkte Leistung erbringen, desto mehr müsste man jedem einzelnen abnehmen, um das Heer in den Verwaltungen zu bezahlen. Genau das macht man heute. Und wenn das nicht reicht, dann macht man Schulden. Wie wird das enden?

Eine solch stabile bedrückende Wetterlage kann nur durch ein kräftiges Gewitter mit Blitz und Donner bereinigt werden. Dann haben wir wieder blauen Himmel mit den hübschen weißen Wölkchen.

(Der Bestseller des Autors „Grün und Dumm“ und andere seiner Bücher sind bei Amazon erhältlich. Weitere Artikel und Kontakt zum Autor bei www.think-again.org)
pi-news.net)

 Jung wird gegen Alt ausgespielt

Von Albrecht Künstle

- Das hat Tradition – Corona-Hype - „Klimakatastrophe“ …
- Keine Aufbaulasten mehr, Geld für die Altersvorsorge übrig
- Was wird mit der Demographie-Angst bezweckt?

Welches perfide Spiel wird mit der Jugend getrieben?
Welcher Teufel reitet eigentlich unsere Medien und herrschende Kreise der Wirtschaft und Politik? Es war vor fünf Jahren im Jahr 2020, als eine Corona-Hysterie inszeniert wurde. Kinder wur-
den ihren Großeltern entfremdet, die Enkel würden sie im Fall des Kontakts mit ihnen evtl. auf dem Gewissen haben, weil die Alten im Fall einer Corona-Infektion als Todgeweihte galten. Wir Alten haben das Coronajahr leidlich überstanden; erst die beiden Folgejahre 2021 und 22 forderten mit den Impforgien ihren Tribut. Doch viele Jugendliche trugen von der umfänglichen Isolation von Schule und Freunden bleibende Schäden davon, sagen namhafte Psychologen, Lehrer und betroffene Eltern.

Als der Corona-Spuk vorbei war, wurde die alte Leier wieder aufgefrischt, die Lebensweise der älteren Generation würde den Nachkommen steigende Meeresspiegel und vielerlei Katastro-
phen bescheren. Auch wenn sich die Prognosen der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts als falsch herausstellten, wird der Jugend weiterhin vermittelt, dass die Prophezeiungen trotzdem zutreffend wären, wenn wir weiterhin CO2 emittieren würden – was wir mit jeden Atemzug tun. Das Schüren von Angst geht so weit, dass sich einige Spezies als „letzte Generation“ betrachten.

Es ist nicht so, wie wir denken sollen
Nun sind unsere Renten an der Reihe, welche die junge Generation einmal finanziell strangulieren würden. Tagein tagaus müssen wir uns anhören, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner aushalten müssten. Unser Rentensystem sei faktisch ein finanzielles Todesurteil für die Jugend. In einem meiner letzten Artikel widerlegte ich die Fließband-Behauptungen anhand der erhaltenen statistischen Kurzfassung der Deutsche  Rentenversicherung. Dabei hob ich der besseren Vergleichbarkeit wegen auf das Bezugsjahr nach der Wiedervereinigung ab.
Nachdem nun die 300seitige Langfassung https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Statistiken-und-Berichte/statistikpublikationen/rv_in_zeit-
reihen.pdf eingetroffen ist, beschränke ich mich nachfolgend auf die Entwicklung der letzten zehn Jahre, gegenüber den neuesten Zahlen. Eins vorweg: „Immer weniger Beitragszahler“ ist
eine beharrliche Lüge. Und der Zuwachs an Rentnern liegt unter dem Zuwachs der Beitragszahler!

Im Einzelnen:
Die Anzahl der Beitragszahler wächst schneller als die Anzahl der Rentner
Von 2013 zu 2023 stieg die Zahl der aktiv Versicherten Beitragszahler von 36.193.892 auf 40.114.022, was 10,8 Prozent (!) ausmacht – nix „immer weniger“. Im letzten Jahr betrug der
Zuwachs nur noch ein halbes Prozent, was der schwächeren Nachfrage nach Arbeitskräften geschuldet ist. An dieser Stelle auch zum Anteil der ausländischen aktiv Versicherten. Im gleichen
Zeitraum von zehn Jahren stieg ihr Anteil von 11,1 auf 21,2 (!) Prozent. War dies dem Lockruf von Merkel zu verdanken? Mitnichten, denn nach Staatsangehörigkeiten werden die arbeitenden Ausländer von 1.107.078 Türken angeführt, gefolgt von 865.497 aus den Balkanländer, 629.911 Polen, 344.660 Italiener, 197.001 Griechen und 101.749 Spaniern angeführt. Syrer, Afghanen, Afrikaner usw. tauchen in der Auflistung der Seite 27 nicht auf.

Allerdings stieg auch die Zahl der Rentner, wobei die Rentenzugänge im Jahr 2024 um rund 24.000 abnahmen. Die „Passiv Versicherten“, also die Rentner, nahmen im Zeitraum 2013 – 2023 von 16.777.990 auf 18.374.343 zu, was einem Zuwachs von 9,5 Prozent entspricht. Das ist zwar nicht wenig, aber dieser Zuwachs liegt 1,3 Prozentpunkte unter dem Zuwachs der Beitragszahler.

Falls der Zuwachs hauptsächlich im Niedriglohnbereich stattfindet, belastet das die Rentenversicherung nicht, weil kleinere Beiträge auch niedrigere Renten entsprechen. Übrigens werden auch
für geringfügig Beschäftigte volle Beiträge abgeführt. Das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern beträgt aktuell rund 2,18 zu 1, vor zehn Jahren 2,16 zu 1. Anlass zur Panik? Aber künftig solle ein Rentner von nur noch einem Beitragszahler unterhalten werden? Vielleicht, wenn sich die Jugend von den vielen Weltuntergangspropheten verunsichern lässt und sich dem Babystreik anschließen – aus Protest gegen wen und was, oder aus echt verinnerlichter Angst vor der Zukunft?

Wie lauten seriöse Prognosen der weiteren Lebenserwartung?
Die Zahl der Rentner hängt auch vom Rentenzugangsalter und der Bezugsdauer ab. Ersteres hat sich durch die Heraufsetzung der Rentenaltersgrenze deutlich erhöht und die Rentenbezugsdauer stagniert seit 2021 bei 20,5 Jahre. Es ist nicht mehr so, dass die Menschen jedes Jahr um fast einen Monat älter werden. Das Sterbealter stagniert fast, über die Gründe darf spekuliert
werden. Und wie sieht das Lebensende perspektivisch aus? Darüber gibt die „fernere Lebenserwartung“ Auskunft. Diese wird statistisch in 5jahres-Kohorten angegeben, maßgebend ist das Alter 65, etwa bei Rentenbeginn. Den Zenit der weiteren Lebenserwartung wurde gemäß der „Sterbetafel im Jahr
2018/20“ mit 17,78 Jahren bei Männern erreicht. Sie fiel 2021/23 aus bekannten Gründen auf 17,41 weitere Lebensjahr zurück und lag 2022/24 mit 17,56 Restjahren immer noch unter dem
Wert von vor fünf Jahren. Bei Frauen ist derselbe Trend festzustellen, allerdings etwa drei Jahre später. Also liebe Junge, habt keine Angst, euere Alten sterben früh genug. Ihr müsst nur aufpassen, dass euch ein Krieg nicht wieder zurückwirft.
Von der südbadischen Regionalzeitung wird meine folgende Zuschrift ignoriert „Es reißt immer mehr ein, dass amtierende Regierungen auch Angelegenheiten vorweg beschließen wollen, die eigentlich Sache der Nachfolgeregierung wären. So auch jetzt wieder, obwohl die Amtszeit des 21. Bundestags im Jahr 2029 endet, aber diese vorschreiben will, welches Rentenniveau auch 2031 ff. in der Amtszeit des 22. Bundestags gelten solle.
Für ein Rentenniveau von nur 48 Prozent müssen wir uns eigentlich im internationalen Vergleich schämen. Auch andere Länder haben demographische Probleme und zahlen trotzdem höhere Renten. Die Rückkehr auf ein Rentenniveau von 50 Prozent wäre angemessen und finanzierbar.

Dazu bedarf es zwar einer Beitragserhöhung von jetzt 18,6 auf über 20 Prozent – was es schon gab. Im Moment beträgt die Belastung für die Beschäftigten 13,3 Prozent, nämlich 9,3 Prozent in
die Gesetzliche Rentenversicherung und 4 Prozent für Riesterverträge (seit 2010 zwischen 10 und 11 Mio.). Letztere entwickelten sich zu einem Milliardengeschäft (https://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/das-milliardengeschaeft-mit-der-riester-rente-154506.php?vc=nl&vk=154506) für die Versicherungswirtschaft und Fondsanbieter (jährlich werden rund 2,6 Mrd. Zulagen vom Fiskus an sie überwiesen), für die Riester-Sparer nicht mehr un-
bedingt. Die Riesterrente konnte sich bei der Rendite bis 2005 sehen lassen, jetzt nicht mehr.

Künftige Finanzierung der Rentenversicherung
Effektiver wäre es, bei Verzicht auf das Riester-Sparen die Arbeitnehmerbeiträge zur Rentenversicherung auf 12 Prozent festzusetzen und die Arbeitgeberbeiträge bei 10 Prozent zu deckeln. Mit 22 Prozent Beiträgen von den Bruttoverdiensten wäre die Gesetzliche Rentenversicherung auf viele Jahre hinaus ausfinanziert und würde auf gesunden Beinen stehen.
Ist der heranwachsenden Generation eigentlich bewusst, welche Belastung die Nachkriegsgenerationen auf sich nehmen mussten? Die Familien unterhielten mehr Kinder als heute, mit kaum
einer Unterstützung, außer Kindergeld. Wir sparten uns das letzte vom Mund ab, um einmal in eigenen Wänden wohnen zu können. Diese Belastung muss die heutige Generation nicht mehr
aufbringen, weil ihnen unser sauer abgestottertes Wohneigentum vererbt wird. Wenn sie sich in keinen Krieg hineinziehen lassen, brauchen sie nicht wieder Aufbaulasten wie nach dem 2. Welt-
krieg tragen, und haben genügend für die eigene Altersvorsorge übrig. Aber Kinder haben sie nur noch die Hälfte, weil sie lieber „leben wollen“. Die jetzt arbeitende und künftige Generation haben
es leichter als früher und können problemlos höhere Beiträge zur Altersversorgung (und Pflegeversicherung) aufbringen. Was soll das Gejammere von der „Generationengerechtigkeit“?

Kapitalgeckte Renten statt solche der Gesetzlichen Rentenversicherung?
Wenn die junge Generation aber glaubt, „kapitalgedeckte“ Renten seien nachhaltiger, kann sie nach unserem Ableben, wenn sie in Berlin alleine den Ton angeben, gerne ihr Glück versuchen.
Ihren Volkswirtschaftsstudenten sei aber zuvor empfohlen, einmal die Entwicklung der Entstehung des Volkseinkommens anzuschauen. Der Anteil der Löhne und Gehälter am Volkseinkom-
men, die Basis für die Beitragseinnahmen der Rentenversicherung und die Größe des zu verteilenden Kuchens nimmt zu. Die übrigen Einkommen, darunter die aus Kapitalvermögen, die Basis zur
Finanzierung „kapitalgedeckter“ Altersvorsorge, nimmt dagegen ab. Eine Aktienhausse hält nicht ewig an, lehrten uns die Jahre 2008/09. Aber Nachrechnen scheint in unseren Universitäten nicht
mehr großgeschrieben zu werden.
Anmerkung für die BZ-Redaktion: Ich war einige Zeit freier Mitarbeiter für das Thema Altersversorgung im Wirtschaftsteil und war ein ausgewiesener Fachmann für Betriebliche Altersversor-
gung.“ Soweit der Wortlaut meines verschmähten Statements an die Badische Zeitung. Doch die Kampagne der Medien, sei es im Rundfunkt oder durch die Presse, fruchtet offensichtlich. Das vom HDI-Versicherer erhobene „Vertrauensranking“ kommt zum Ergebnis, dass sich das Vertrauen in die Alterssicherung seit 2021 ins Gegenteil verkehrt hat. Ohne eigene Wertung: 28 Prozent vertrauen Wertpapieren, privaten Lebens- und Rentenversicherungen 21 Prozent, Betriebsrenten immerhin 19 Prozent, der Gesetzlichen Rentenversicherung aber nur noch 17 (!) Prozent. Das ist das Ergebnis der jahrelang betriebenen Delegitimierung des Hauptstandbeines der Alterssicherung. Dahinter kann eigentlich nur die Macht des Finanzkapitals stecken, wozu nicht nur Black-Rock gehört. Es liegt an der Jugend, ob sie deren Politik mehr Vertrauen schenkt als „Alten Hasen“ im Metier Altersversorgung.
Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophy-
laktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.
Dieser Artikel ist ohne „KI“ ausschließlich mit Künstle-Intelligenz erstellt; zuerst erschienen bei https://ansage.org

(tutut) - Bestsellerautor Ryan Holiday bringt in seinem Buch "Der tägliche Stoiker" den Unterschied zwischen  gestern und heute deutlich zum Ausdruck: "Den Stoikern blieb glücklicherweise die Informationsflut erspart, die heute vorherrscht. Sie hatten keine sozialen Medien, keine Zeitungen, kein Fernsehen, um überreizt zu reagieren. Aber selbst damals fand ein undisziplinierter Mensch genug, um abgelenkt  zu werden und sich zu ärgern". Holiday greift ein Zitat des Philosophen auf dem Kaiserthron auf, von Marc Aurel: "Wie befriedigend ist es, erchreckende oder unbequeme Vorstellungen auszublenden und zu verdrängen, um sofort seinen Seelenfrieden zu finden". Mit dem Ausblenden hapert es heute, das funktioniert erst mit dem Tod, selbst von  Wichtig-Wichtig-Menschen, die schnell in den Fluten des Gestern versinken, noch ehe sie  den Weg aller Gewesenen gegangen sind. Der Autor erklärt: "Eine gewisse Ignoranz gehörte durchaus zur Denkweise der Stoiker. Publilius Syrus' Sinnspruch bringt dies gut zum Ausdruck: 'Gehe immer allem aus dem Weg, was dich wütend macht'. Das bedeute:

Wende deine Gedanken von den Dingen ab, die dich provozieren. Wenn man der Meinung sei, dass politische Diskussionen am Esstisch zu Streitereien führten, warum beharre man darauf, darüber zu sprechen? Wenn einem die Lebensentscheidungen der Geschwister ärgerten, warum höre man nicht auf, darauf herumzuhacken, warum meine man, dass einem das etwas angehe? Dasselbe gelte für viele andere Sachen, die einem Ärger bereiteten. "Es ist kein Zeichen von Schwäche, dem aus dem Weg zu gehen. Es ist vielmehr Zeichen eines starken Willens. Versuche dir zu sagen: 'Ich weiß, wie ich normalerweise in solchen Situationen  reagiere, und ich werde es diesmal nicht so machen'". Frieden und Gelassenheit würden die Folgen sein. Entscheidend ist, wer die Wurst hat. Die einen gewinnen Umfragen und haben nichts zu sagen, der andere sagt viel und tut nichts, obwohl er sollte. "Regierung Merz noch unbeliebter als die 'Ampel'“. Schrumpfköpfe am Amazonas? Leidplanken überall: "Lange Gesichter nach Belém - Die Weltklimakonferenz droht zu einer Ansammlung der immer gleichen Muster zu werden. Es gibt Streit um Austragungsorte, als stünde ein sportliches Großereignis an. Zehntausende Teilnehmer reisen aus aller Welt zu einer Konferenz. Sie diskutieren einige Tage über Begriffe, die außerhalb ihrer Blase kaum einer vorher kannte, es gibt Zusagen in Milliardenhöhe, und am Ende zeigen sich vor allem Europäer und Klimaschutzorganisationen öffentlich enttäuscht". Wenn die wüssten, was Klima ist! "Enttäuschende Ergebnisse beim Klimagipfel der Blockaden", warum nicht gleich so: "Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva möchte nach der umstrittenen Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über die Amazonas-Metropole Belém und der Versöhnung der beiden Politiker die deutsche Küche probieren. 'Wenn ich in Deutschland ankomme, esse ich Sauerkraut', sagte Lula bei einer Pressekonferenz am Rande des G20-Gipfels in Südafrika". Dem Kanzler warf Lula vor, gedanklich nicht in Belém anwesend gewesen zu sein. "Er kam nach Brasilien, aber sein Kopf blieb in Berlin".

Wer weiß, was die damit gemacht hätten. Das beste Sauerkraut gibt's sowieso im Elsass. D a s Weltproblem liegt ganz woanders: "Den Kampf gegen die gefräßigen Kormorane am Bodensee lassen sich die Projektpartner einiges kosten: Für auf drei Jahre angelegte Maßnahmen, die den Jagdvogel stoppen sollen, müssen rund 900.000 Euro berappt werden. 60 Prozent davon trage die EU, teilte das baden-württembergische Umweltministerium in der Antwort auf eine Landtagsanfrage der AfD-Fraktion mit".  Diese hat selbst ein Problem, macht dpa Stimmung fürs Kartell: "AfD setzt im Wahlkampf auf 'Stadtbild'-Streit - Die AfD bespielt mit ihrer Kampagne Unsicherheiten und Ängste in der Bevölkerung – und baut mit vagen Slogans auf Äußerungen des Kanzlers auf". Er ist auf Springprozession: "Söder schließt Kooperation mit AfD aus".  Nach dem Bumms dernächste Wumms: "Kein Ausstiegsplan für fossile Energien - 'Global Mutirão' lautet der Titel des übergreifenden Beschlusses Weltklimakonferenz in Belém. Der Name bezieht sich auf das Konzept der brasilianischen Indigenen eines gemeinschaftlichen Kraftakts. Dahinter verbergen sich allerdings recht magere Ergebnisse". Alles schrumpft. Mann mit der schwarzen Maske seitenlang: "Wo Glaube und Gastronomie zusammentreffen - Matthias Lasi aus Baiersbronn ist bundesweit der einzige Gastro-Pfarrer. Sterneköche und Servicekräfte stärken sich an seiner Seelennahrung". Mehr als "christlichenKultur und Politik". Ob sie nun das Zugfahren lernen, nachdem die Schweizer Stopp! gesagt haben?  "Neue Regionalzüge fahren bald nach Frankreich - Für Pendler zwischen Ostfrankreich sowie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gibt es bald moderne Züge und mehr Anschlüsse". Die Schweiz liefert dafür sowas: "Rheinmetall will globaler Rüstungs-Champion werden -
Der Konzern Rheinmetall ist bereits der wichtigste Partner der Bundeswehr. Künftig will er in allen zentralen Bereichen ein relevanter Akteur sein – zu Lande, zu Wasser, in der Luft, im Weltraum. Wie das gelingen soll... 'Dieser Text erschien zuerst in der Neuen Zürcher Zeitung'“. Drunter und drüber: "Netzagentur droht Post mit Strafen", "Black Friday - der große Kaufrausch und die Droge Rabatt". Nachdem ein Bürgerentscheid die rote Karte gezeigt hat, fragt Botin unterm Dreifaltigkeitsberg: "Interkommunales Gewerbegebiet auf dem Heuberg - worum geht es eigentlich?" Hierum - "Hangsicherung zwischen Gosheim und Böttingen günstiger als gedacht" oder darum: "Vortrag zu Therapie bei Brustkrebs". Vor dem Totensonntag hatten sie Töne: "Für das städtische Blasorchester ging es ganz nach oben - Am Samstagabend lud das Städtische Blasorchester zum Jahreskonzert in die Stadthalle ein. Von traditionell bis modern arrangiert, ging das Programm hoch hinau". In TUT. Noch höher liegt SPAI: "Ein Abend voller Klangmagie - Von Wagner bis Ragtime – die Stadtkapelle und ihr Dirigent Thomas Uttenweiler zeigten bei ihrem Herbstkonzert, warum sie seit Jahrzehnten ein eingespieltes Erfolgsensemble sind". Kleiner geht immer: "Miniaturwelten begeistern - Sie kommen nie aus der Mode und ziehen seit Jahrzehnten Jung und Alt gleichermaßen in ihren Bann: Modelleisenbahnen". Es weihnachtet: "Erst regiert das Chaos, dann folgt das Happy End - Am Wochenende war wieder Theaterzeit in Gosheim", "Kurse für Entspannung und Adventserlebnisse - Bei der Volkshochschule Spaichingen (VHS) gibt es in der Adventszeit noch einige Veranstaltungen, wie Workshops oder eine Fahrt mit dem Planwagen", "Das Gewerbemuseum Spaichingen bietet aktuell eine besondere Ausstellung, die Besucher in die Welt vergangener Kinderzimmer eintauchen lässt. Unter dem Titel 'Im Kinderzimmer wird’s orange' präsentiert die Sonderausstellung Spielzeug und Alltagsgegenstände aus den 1960er- und 1970er-Jahren". Dort, wo sonst ein Bähnle herumsteht und Töne Schule machen, fragen sie: "Was wird aus der Betonmischanlage?", bruzzelten sie keine Rüben: "White Eagle bringt die Jahnhalle zum Kochen - Die Band White Eagle hat in der Jahnhalle im Ortsteil Weilheim mit dem 'Summer of 69' eine schweißtreibende und laustarke Stimmung zelebriert". Was stets auf der Strecke bleibt, ist Erinnerungskultur: "SPD Ortsverein Trossingen erinnert an NS-Verbrechen - Im KZ Schörzingen und Gedenkstätte Eckerwald". Was mag da durch Köpfe gehen? Sozialisten und Nationalsozialsten sind links.

Kaltes Winterwetter
Vorsicht Glatteis: Polizei warnt vor glatten Straßen und erhöhter Unfallgefahr
(swr.de. In THE LÄND. Hoffentlich wissen es bald alle, Winter ist.)

Wahlprogramms-Parteitag in Hechingen
AfD schießt gegen die CDU - so will sie stärkste Kraft werden
Gut drei Monate vor der Wahl attackiert die AfD in Baden-Württemberg ihren Hauptgegner scharf. Der Spitzenkandidat träumt schon von blauen Vorhängen in der Villa Reitzenstein..
(swr.de. Kriegspropaganda statt Information vom Staatsfunk?)

Fliegender Weihnachtsmann und Lichterzauber
Karlsruhe startet die magische Weihnachtszeit
In der Adventszeit öffnen viele schöne Weihnachtsmärkte im Raum Karlsruhe, Baden-Baden und Pforzheim. Besonders magische Weihnachtsstimmung gibt es hier..
(swr.de. Und das alles mit Sozialismus ohne Geld.)

Medizinische Versorgung im ländlichen Raum
Landarzt-Stipendium läuft verhalten an: Vor- und Nachteile für Stipendiaten
(swr.de. Lieber gleich zum Schamanen?)

Kosten sind zu hoch
Mitarbeiter in Sorge: Zukunft des Krankenhauses in Mosbach steht auf dem Spiel
Ein Gutachten schlägt vor, Teile des Standorts Mosbach aufzugeben und dafür den Standort Buchen zu stärken - 30 Kilometer entfernt. Der zuständige Landrat wehrt sich. .
(swr.de. Ohne Moos nichts los.)

Erst war er Chef der Lahrer Zeitung, dann 20 Jahre im Rathaus. Der würde dem KRÄTSCH den Marsch blasen.

Hiobsbotschaft zum Ende der Kretschmann-Ära
Flaute beim Windkraft-Ausbau im Staatsforst BW
Der Ausbau der Windkraft war Winfried Kretschmann auch ein persönliches Anliegen. Doch vom erhofften Hochlauf ist nichts zu sehen. Im Gegenteil, im Staatswald geht kaum etwas voran..
(swr.de. Grünfunk. Nix verstehn? Besser furzen!)

"Will kein Pflegefall werden"
100-Jährige verrät, was sie täglich für ein langes Leben tut
Schon morgens übt sich die 100-Jährige laut "Schwäbischer Zeitung" in Selbstdisziplin. Nach dem Aufstehen bringt sie sich mit Gymnastik und Fußübungen in Schwung. Dann richtet sie sich für den Tag her und legt sich noch einmal kurz ins Bett. Anschließend steht das Frühstück an, das die gelernte Damenschneiderin selbst zubereitet. Währenddessen hört sie Radio, um sich über das Weltgeschehen zu informieren. Auch um das Mittagessen kümmert sich Gieselbrecht noch selbst, obwohl sie Unterstützung im Alltag erhält. Das Schneiden von Gemüse fällt ihr allerdings inzwischen schwerer. "Was bei den Fernsehfritzen zack zack geht, dauert bei mir viel länger", berichtet sie laut der Zeitung. Zudem lassen langsam Seh- und Hörkraft nach, doch davon lässt sich die Seniorin nicht unterkriegen. .
(focus.de. Sonst? Auf die Länge kommt's nicht an.  1,93 m Merz.)

Wie Schüler für die Tücken des Internets sensibilisieren?
Neues Schulfach "Informatik und Medienbildung": Zentrale Weiterbildung an der Uni Konstanz
(swr.de. Gibt's dafür ein Seepferdchen im KlimaNotstand?)

Ägypten, Finnland, Schweiz: Unterschiedliche Klos
Zugtoiletten aus Salach für die ganze Welt
Was bedeutet es eigentlich, Toilettenkabinen für Züge zu bauen? Was kostet ein Zugklo? Und wofür werden Wickeltische "zweckentfremdet"? Das kann man in Salach erfahren..
(swr.de. Klobalisierung. Die Welt ... fährt drauf.)

Bunte Republik
Havelländer, Niedersachsen, Nordhessen – die neuen Bedrohungen der Republik
Wenn die Polizei oder gar die Bundeswehr in Berlin eingesetzt werden muss, weil eine bewaffnete Gruppe die U-Bahn überfallen hat, dann ist dieses Szenario nicht völlig absurd. Es gibt viel kriminelle Energie in der Stadt und durchaus auch Gruppen, die mittlerweile ganz offen ausdrücken, dass die Stadt ihnen gehört. Es würden ihre Gesetze gelten, nicht die der Bundesrepublik Deutschland. Bevor Sie nun etwas Falsches denken, lösen wir auf. Die Übung zur Befreiung der gekidnappten U-Bahn fand in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch tatsächlich statt. Auslöser waren aber keine Clanmitglieder, wenn Sie das dachten, die die Grenzen ihres Bezirks neu absteckten. Hier der O-Ton des ARD-Magazins „Brisant“ von Mittwoch (ab Minute 6:40): Die Bundeswehr in der Berliner U-Bahn? In voller Kampfmontur? Es ist ein beunruhigendes Bild, aber nur eine Übung. Nach dem Szenario sind Bewaffnete, genannt „Die Havelländischen Separatisten“, in die Hauptstadt eingedrungen. Sie haben die Straßen besetzt und einen U-Bahn-Zug überfallen. Jetzt sollen die Soldaten des Wachbataillons zum Gegenschlag ausholen. Biedere Deutsche also, „Havelländer“, sind es, die hier die Macht übernehmen wollen. „Bollwerk Bärlin III“ heißt die Übung und klingt irgendwie selbst nach Führerbunker. Das ist beabsichtigt. Zwar ist, wie gesagt, ein solches Szenario denkbar, und die Übung findet nicht ohne Grund statt. Aber: Praktisch im Vorbeigehen soll auch gleich ein Beitrag gegen Reichsbürger, Nazis und was man gemeinhin dafür hält und verunglimpft, geschaffen werden. Das Ganze scheint ein neuer Trend zu werden. Nicht lange her hat der NDR einen „Niedersachsen“ als Hauptverantwortlichen für die Belieferung der islamischen Terrororganisation Hisbollah ausgemacht, Titel des Berichts: „Hat Niedersachse Hisbollah unterstützt?“ Niedersachsen sind sicher eine sehr heterogene Gruppe, die sowohl am Meer als auch im Harz zu Hause ist. Trotzdem gibt es eine Identität, die sich im Niedersachsenlied ausdrückt und die von Ministerpräsidenten und OBs von Hannover gleichermaßen gepflegt wird. „Sturmfest und erdverwachsen“ sind sie ihrem Selbstverständnis nach. Auch hier wird en passant suggeriert, dass aus dieser Gruppe heraus der islamische Terror im Nahen Osten unterstützt werde. Die Identitäten zweier Gewalttäter, die lange Zeit Göttingen unsicher machten, waren seinerzeit ebenfalls unter dem Namen einer deutschen Volksgruppe, den „Nordhessen“ versteckt worden, PI-NEWS berichtete über den Fall. Auch Städtebezeichnungen sind beliebt. Achten Sie einmal stärker darauf, wenn Ihnen beim nächsten Bericht über Gewalttäter, Gruppenvergewaltiger oder Terroristen die „Männer“ plötzlich als „Berliner“, „Kölner“ oder „Magdeburger“ präsentiert werden. Gerne nehmen wir Hinweise auf entsprechende Verschleierungen unserer Presse (unserer Demokratie) entgegen.
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Merz hat ein Sprechproblem. Er verspricht zu viel und verspricht sich zu oft. An der Basis rumort es vernehmlicher als in den Reihen der Berufsfunktionäre. Die Fraktion ist führungslos, Spahn der Inbegriff eines halbseidenen Berufspolitikers. Die Partei bräuchte auch jemanden, der sie intellektuell führt. Das kann nicht der Kanzler einer Koalition sein. Helmut Kohl (solange er nicht an der eigenen Bedeutung erstickte) hatte dafür herausragende Generalsekretäre, Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler, die dafür sorgten, dass die Partei lebte. Jemanden von diesem Kaliber bräuchte die CDU dringender denn je. Carsten Linnemann bleibt als Generalsekretär bisher blass. Er animiert die Partei nicht zu großen Debatten.
(Wolfgang Herles, Tichys Einblick)
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Fast 20 Prozent mehr Sexualdelikte:
Gewalt an Bahnhöfen explodiert
Jeden Tag mehr als 1000 Verbrechen
Für die staatliche Sicherheit an Bahnhöfen und in Zügen ist die Bundespolizei zuständig. Es umfasst 5700 Bahnhöfe und Haltestellen in einem Schienennetz von 33.478 Streckenkilometern..
(bild.de. Dieser Staat hat seine Existenzberechtigung verloren. Neue Zugführer braucht das Land.)

Der Verfall als Fortsetzungsroman
Deutschlands Infrastruktur zerfällt in Rekordgeschwindigkeit
Von Holger Douglas
Gesperrte Bahnhöfe, einstürzende Brücken, explodierende Kosten und grüne Symbolpolitik. Von Köln bis Dresden zeigt sich ein Staat, der seine Infrastruktur erst verlottern lässt und dann zu spät und dilettantisch reagiert. Ein Fortsetzungsroman des politischen Versagens..
(Tichys Einblick. Nach "Auferstanden aus Ruinen" nun nur noch eine Ruine.)

In Brüssel wirkt Chinas 5. Kolonne
EU-Verbrennerverbot durch die Hintertür
Von Dr. Helmut Becker
Während Brüssel öffentlich über eine Revision des 2035-Verbots nachdenkt, basteln EU-Regulatoren klammheimlich an einem neuen CO₂-Regime für gewerbliche Flotten, mit Elektro-Quoten bis zu 90 Prozent. Damit droht das faktische Aus des Verbrenners schon weit vor 2035. Ein bürokratischer Schachzug, der den Markt umkrempelt, Flottenbetreiber überrollt und chinesische Hersteller stärkt..
(Tichys Einblick. EUdSSR im Sonderangebot auf dem Flohmarkt der Welt.)

IW-Studie
41 Prozent – Deutschland schlägt bei Sozialausgaben sogar die Skandinavier
Deutschland gibt für die soziale Sicherung einen etwas größeren Anteil seiner Staatsausgaben aus als die nordischen Länder Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island, die auf diesem Gebiet als Vorbilder gelten. Demnach entfielen im Jahr 2023 hierzulande 41 Prozent der staatlichen Gesamtausgaben auf soziale Leistungen wie Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung sowie soziale Leistungen wie das Bürgergeld. In den skandinavischen Ländern waren es 40 Prozent. .
(welt.de. Sonderunvermögen macht's möglich.)

Streit über Rentenreform
„Führungslosigkeit bei Merz und Spahn“ – Woche der Entscheidung für den Kanzler
Vor der womöglich entscheidenden Woche im Rentenstreit ruft Unionsfraktionschef Jens Spahn die Kritiker des geplanten Reformpakets in den eigenen Reihen zu Disziplin auf. „Für die Argumente der Jungen Gruppe und der Jungen Union gibt es viel Verständnis und Sympathie. Gleichzeitig haben alle das große Ganze im Blick: Diese Koalition muss regierungsfähig sein, wenn wir etwas erreichen wollen für unser Land“, sagte der CDU-Politiker dem „Münchner Merkur“. Union und SPD wollen den Rentenstreit in der kommenden Woche beilegen..
(welt.de. Sind das nicht alle schon Rentner?)

DER PODCAST AM MORGEN
Kanzler in der Klemme – Europa am Kipppunkt – TE-Wecker am 24. November 2025
VON Holger Douglas
.+++ Merz klebt an Weimer – aus Minister-Skandal wird Kanzlerkrise +++ Berliner SPD zerlegt sich selbst – Doppelspitze weg, Umfragen im Keller +++ Schleswig-Holstein: Günther wiedergewählt – mit Ansagen zu AfD und Klimapolitik +++ Windpark im Reinhardswald: Trinkwasser in Gefahr durch Alt-Tanks? +++ Atomausstieg-Studie: 800 TWh weg, 733 Mio. Tonnen CO₂ oben drauf +++ Europas Friedensplan: Tür zur G8 für Putin, Druck auf Selenskyj +++ Washington rügt Europa: Massenzuwanderung bedroht den Westen +++ Migration: USA greifen ein +++ TE-Energiewende-Wetterbericht +++.
(Tichys Einblick. Wo klemmt's nicht?)

Die deutsche Brandmauer-Debatte und das EU-Parlament
Das EU-Parlament entschärft das Lieferkettengesetz. Ermöglicht haben das rechte Mehrheiten, inklusive der AfD. Steht die Brandmauer also nur noch in Deutschland? Was die Abstimmung bedeutet – und was nicht..
(Junge Freiheit. Durst und Wurscht regieren die Welt.)

Verwaltung und Soziales
Da versickert das deutsche Geld
Das Schrumpfen der deutschen Wirtschaft ist alles andere als ein Zufall. Das Geld versickert im Sozialen und in der Verwaltung. Dafür spart Deutschland an Bildung und Investitionen: Bürgergeld und Bürokratie statt Bauen an der Zukunft.
VON Mario Thurnes
(Tichys Einblck. Unfähige Politiker vergewaltigen Deutschland zu Tode.)

Zusammenspiel von Regierung, NGO, Big Tech
Liber-Net zeigt Deutschlands dicht gewobene Zensurarchitektur
Von Thomas Kolbe
Das Internet hat sich zur Hauptkampfzone um die freie Meinungsäußerung entwickelt. Immer umfangreicher arbeitet die Bundesregierung an einem NGO-gestützten Zensurnetzwerk, das weitestgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit das Gift des Totalitären injiziert. "Liber-Net" ist es gelungen, das wuchernde Zensurnetzwerk auszuleuchten..
(Tichys Einblick. Glaubenssachen.)

Ein Land im Dauerkrisenmodus
Frankreich droht ein Bürgerkrieg
Gelähmte Politik, steigende Armut, demoralisierte Massen – Frankreichs Regierungskrise kommt zum schlimmsten Zeitpunkt. Das Pulverfaß für eine folgenreiche Revolte ist gestopft. Ein Essay.
(Junge Ffreiheit. Wo ist die Wacht, wenn's kracht? Am Rhein alles fein.)

Nach massivem Druck
Berlins SPD-Spitze kündigt Rückzug an
Überraschend werfen die beiden Chefs der Hauptstadt-SPD, Nicola Böcker-Giannini und Martin Hikel, das Handtuch. Letzterer war der Parteilinken nicht moslemfreundlich genug..
(Junge Ffreiheit. Es wird Nacht, oder Napoleon kommt.)

„Wollen sie eigentlich Kinder, Herr Spahn?“
Von Peter Winnemöller • Immer wieder wird Jens Spahn, der in einer homosexuellen Partnerschaft lebt und nach deutschem Recht verheiratet ist, nach Kindern gefragt. Er reagiert bis dato moderat und zurückhaltend auf die Frage – das gilt es anzuerkennen. Eine Analyse, was die Frage an Spahn im Kern bedeutet, zeigt das Problem .
(achgut.com. Hat das was mit der CDU zu tun?)

Diakonie Hamburg
Kirche prangert „Normalisierung antifeministischer Haltung“ bei jungen Männern an
Die Diakonie Hamburg hat vor einem wachsenden Antifeminismus unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen gewarnt. In Präventionsworkshops des Projekts „FairLove“ an Schulen und in Beratungsgesprächen mit Betroffenen der sogenannten Loverboy-Methode berichteten Fachkräfte zunehmend von jungen Männern, die sich mit Influencern aus der „Manosphere“ identifizieren. .
(welt.de. Was haben Paulus und Luther über Frauen gesagt?)

Ohne Beweise
Huthi-Gericht verurteilt 17 Menschen wegen Spionage zum Tode – sie werden erschossen
Ein von der Huthi-Miliz kontrolliertes Gericht in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hat 17 Menschen wegen Spionage zum Tode verurteilt. Das Sonderstrafgericht verkündete das Urteil, wie die von den Huthi betriebene Nachrichtenagentur Saba berichtete. Die Verurteilten seien Teil eines Spionagenetzwerks, „das mit amerikanischen, israelischen und saudischen Geheimdiensten verbunden ist“, erklärte das Gericht. Es verhängte eine öffentliche Hinrichtung durch Erschießung. .
(welt.de. Der Mensch ist dem Menschen ein Mensch.)

Essay: Was war der Ukraine-Krieg?
Von Jobst Landgrebe • Der Autor liefert hier seine umfassende Analyse des Ukraine-Krieges, seiner Tieferen Ursachen, Umstände und Folgen – die kontrovers aufgenommen werden dürfte. Achgut.com bemüht sich der ganzen Bandbreite der Stimmen ein Forum zu bieten. .
(achgut.com. Was kommt hinten raus?)

Lage der Nation
Trumps Ukraineplan: Schmutziger Frieden ist besser als langer Krieg
Trump legt einen Friedensplan für die Ukraine vor. Es ist ein hässlicher Frieden: Die Ukraine muss Gebietsverlusste hinnehmen, ihre Armee wird verkleinert und Bindungen zu Europa geschwächt. Diesen Frieden wollen nur die Politiker nicht hinnehmen, die aus einem Sieg Kapital schlagen wollen, meint Roland Tichy.
VON Roland Tichy
(Tichys Einblick. Ist Deutschland deshalb so häßlich?)

„Demokratie leben!“-Reportage
Hetzer sind immer nur die anderen
Teil sechs der JF-Reportagereihe zu „Demokratie leben!“ spielt in Saarbrücken und Nürnberg. Es geht um einen Verein, der mit Steuergeld gegen den „Marsch für das Leben“ agitiert. Und um die Frage, warum ein Bündnis gegen Rechts seine Fördermittel wieder verlor..
(Junge Freiheit. Die Letzten werden die Ersten sein?)

Nächster Gong aus Washington
US-State Department: Massenzuwanderung eine existentielle Bedrohung für den Westen
Von Matthias Nikolaidis
Das US-State Department erklärt, was Europas Regierungen unterdrücken: Massenzuwanderung ist eine „existentielle Bedrohung westlicher Zivilisation". Zugleich wird die europäische Zwei-Klassen-Justiz angeprangert, die Täter schont und Kritiker verfolgt..
(Tichys Einblck. Ganze Weltreiche sind in die Binsen gegangen.)

Bundesbank schlägt Alarm
Auf dem Weg zur Schuldenrepublik
Ökonomen warnen vor einer massiven Zweckentfremdung und fehlender Kontrolle des sogenannten Sondervermögens. Die Rechnung für diese Schuldenorgie zahlen kommende Generationen..
(Junge Freiheit. Wecker kaputt?)

Lifestylemedien
Wenn sich Frauenmagazine vom Feminismus abwenden
Antiwoke statt „Vogue“: In den USA etablieren sich neue, konservative Frauenmagazine als Gegengift zu den Mainstream-Lifestyle-Angeboten. Mit Erfolg. .
(Junge Freiheit. Ohne Frauen ist auch das Nichts alle.)

 

 

 

Schmierlappen-Journalismus in Hochform

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es kein Nachrichtenmagazin je gegeben haben, das so oft mit Hitler und den Nazis auf seinen Titelseiten für Aufmerksamkeit sorgte wie das linke Wochenmagazin „Der Spiegel“. Nazis verkaufen sich gut in Deutschland, und wenn alle Nazibilder bekannt, alle Nazis tot sind, dann muss man halt neue Nazis erfinden.

Diesem Diktat folgen die deutschen Leitmedien nun, seitdem es die AfD gibt. Die Lüge von einer „Wannseekonferenz 2.0“ konnte ja nur deswegen Tausende auf die Straßen bringen, weil der Wunsch nach Nazis so ungebrochen ist, und man Befriedigung dann auch in der Lüge findet. Dieses Phänomen ist ganz und gar nicht neu, und hat bereits auch die CDU öfter schon heimgesucht.

Der wohl bekannteste Fall betraf den damaligen Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger und seine als Jenninger-Rede in die Geschichtsbücher eingegangene Ansprache vor dem Deutschen Bundestag 1988. Eine Grüne hatte bereits vor der Rede angekündigt, einen Eklat auszulösen, also ganz unabhängig davon, was Philipp Jenninger nun sagen würde. Sie tat es, andere folgten ihr, und die Leitmedien hatten endlich ihren Naziskandal. Philipp Jenninger musste zurücktreten. Was verstörend wirkt, ist der Umstand, dass der spätere Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, Jenningers Rede fast im Wortlaut ein Jahr später genauso nochmals hielt – und keiner merkte es.

Kampagnen haben mit Tatsachen viel weniger zu tun als mit dem Willen der Kampagnenmacher und einem tief sitzenden Wunsch der Medienkonsumenten, den sie zu befriedigen meinen. Nun soll es Ulrich Siegmund treffen, den AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt. Er ist beliebt, und seine Partei steht in Umfragen bei fast 40 Prozent. Um dem abzuhelfen, versucht in einem Podcast aus dem Hause Springer der Fragesteller Ulrich Siegmund mit allerlei leeren Worthülsen zu konfrontieren, zu denen er, also Siegmund, sich nun zu verhalten habe.

Es ist Schmierlappen-Journalismus in Hochform. Natürlich geht es in dem Verhör um Remigration und um „alles für Deutschland“, also die beliebtesten Worthülsen, mit denen Journalisten um sich schmeißen können, damit es aussieht wie Dreck. Auf die schließlich mit Tremolo und als Höhepunkt gestellte Frage, ob der Holocaust für Siegmund das schlimmste Verbrechen der Menschheit sei, erwidert Siegmund (ich zitiere jetzt):

„Das maße ich mir nicht an zu bewerten, weil ich die gesamte Menschheit nicht aufarbeiten kann und man aus allen Verbrechen dieser Menschheit lernen muss, genauso aus diesem, wie aus vielen anderen auch. Und gerade in aktueller politischer Lage wäre es auch mal gut, wenn wir daraus lernen würden und das auch mal umsetzen und nicht immer nur erzählen würden.“

Eine Antwort also, die die Hohlheit dieser Worthülsen an den Fragesteller zurückreicht und sich weigert, über das Stöckchen zu springen, das ihm die Herrenmenschen aus den Redaktionsstuben so gerne zwischen die Beine werfen würden. Und eine Antwort, die ich durchaus für differenziert, maßvoll und eindeutig genug formuliert halte. Trotzdem: In Deutschland muss die Vernichtung der europäischen Juden als das schlimmste aller Menschheitsverbrechen wie eine Monstranz vor sich hergetragen werden. Es ist diese Verpflichtung zum Sündenstolz, die dann zu bizarren Äußerungen führt wie der des Historikers Eberhard Jäckel, der bei der Feier zum fünfjährigen Bestehen des Holocaustmahnmals in Berlin meinte sagen zu müssen: „Es gibt Länder, die uns um dieses Mahnmal beneiden.“

Kurzum: Das Wichtigste ist, dass wir in allem die Besten sind und uns die Welt darum beneidet. Genau diese Sicht, dass wir Deutschen uns unseren Holocaust nicht nehmen lassen und schon gar nicht von mehr als 50 Millionen toten Chinesen unter Mao Zedong oder von bis zu 20 Millionen Toten während der Säuberungswellen Stalins, diese Sicht ist nicht verhandelbar. Sie ist das waltende deutsche Tabu und das wichtigste politische Glaubensbekenntnis der autochthonen Deutschen, damit die herrschende politische Klasse über sie schalten und walten kann, wie sie will. Genau deswegen funktionieren diese Schmierenkampagnen so gut. Mit politischem Maß und historischer Wahrheit hat das alles nichts zu tun.


(Gefunden auf kontrafunk.radio)

(pi-news.net)

Auf der Grafik zu sehen ist der Schriftzug: "Das kann Deutschland"

Programmmarke der Kampagne

Grafik: Bundesregierung

Bürgerinnen und Bürger über die Regierungsarbeit eindeutig und anschaulich zu informieren – das ist das Ziel der Kampagne „Das kann Deutschland“. Die politischen Veränderungen sollen sichtbar werden. Vertrauen und Zuversicht in das, was unser Land kann, sollen gestärkt werden.

Die Kampagne wird den Bürgerinnen und Bürgern auf Plakatwänden, als Anzeige, im Internet und auf digitalen Kanälen begegnen. Sie soll während der gesamten Legislaturperiode laufen.

Für mehr Wachstum und ein sicheres Deutschland

Es ist entscheidend für die Bundesregierung, Deutschland wieder wettbewerbsfähig, zukunftsfähig und sicherer zu machen. Wie das geht?

  • Schon seit dem 1. Juli 2025 können Unternehmen bis zu 30 Prozent auf Ausrüstungsinvestitionen abschreiben, die bis Ende 2027 getätigt werden – sie können dann auch noch nach diesem Zeitpunkt abgeschrieben werden. Die Körperschaftsteuer sinkt schrittweise ab 2028. Das entlastet Unternehmen und stärkt den Mittelstand.
  • 500 Milliarden Euro öffentliche Investitionen in die Infrastruktur: Denn gute Straßen, Schienen, Schulen und Kitas sind die Grundlagen für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand.
  • Die Hightech Agenda Deutschland richtet die Wirtschafts- und Forschungspolitik neu aus – auf Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und technologische Souveränität.
  • Mit Rekordinvestitionen in die Verteidigung: Bis 2035 sollen die reinen Verteidigungsausgaben (für Material, Waffensysteme und Ausrüstung) auf 3,5 Prozent des BIP gesteigert werden. Die Beschaffung neuer Ausrüstung für die Bundeswehr wird beschleunigt.

Erste Erfolge bald spürbar

Die ersten eingeleiteten Maßnahmen sollen bald wirken.

Was haben Sie davon? Ein Beispiel ist bezahlbare Energie: Mit 10 Milliarden Euro pro Jahr will die Bundesregierung alle Stromverbraucher bei den Energiekosten entlasten – durchschnittlich 150 Euro je Haushalt. Möglich soll dies werden durch den Bundeszuschuss zu den Strom-Netzentgelten für die Höchst- und Umspannungsnetze sowie den Wegfall der Gasspeicherumlage. Die Gesetze dafür sind auf den Weg gebracht.

Mehr Fahrt aufnehmen soll der Wohnungsbau mit dem neuen Wohnungsbau-Turbo. So können Städte und Gemeinden künftig auf die Aufstellung eines Bebauungsplans verzichten. Das spart Kosten und Zeit.

So geht es weiter: Sozialstaat, Bürokratieabbau und Digitalisierung

Die Bundesregierung will das hohe Tempo halten: dabei haben die Themen Staatsmodernisierung, Sicherung des Sozialstaats, Bürokratierückbau und Digitalisierung Priorität.

Mehr Informationen zu den Themen Wirtschaft, Infrastruktur sowie Sicherheit und Verteidigung finden Sie hier:

  • Kampagnenmotiv "Beim Verkehr ordentlich Strecke machen. Das kann Deutschland."

    Das kann Deutschland Beim Verkehr ordentlich Strecke machen

  • Kampagnenmotiv "Aus Wirtschaft wieder Wachstum machen. Das kann Deutschland"

    Das kann Deutschland Aus Wirtschaft wieder Wachstum machen

  • Kampagnenmotiv "Heute den Frieden von morgen verteidigen. Das kann Deutschland."

    Das kann Deutschland Heute den Frieden von morgen verteidigen

Die Kampagne „Das kann Deutschland“ finden Sie nicht nur im Internet auf bundesregierung.de, sondern auch auf den digitalen Kanälen der Bundesregierung wie WhatsApp, Facebook und Instagram.

(bundesregierung.de)

Die blockierte Republik: -
Von Frank Trentmann 

Populismus, Migration, Wirtschaft, Krieg – wohin steuert Deutschland? Das Buch zur Lage der Nation: Der deutsch-britische Historiker Frank Trentmann stellt Deutschland auf den Prüfstand. Wie sind wir in die Krise geraten, und wie kommen wir wieder heraus?

Frank Trentmann findet Antworten durch den Blick in die Geschichte und über die nationalen Grenzen hinaus. Er beleuchtet Stärken und Schwächen von Demokratie, Wirtschaft und deutscher Erinnerungskultur. Er zeigt, dass die Alterung der Gesellschaft und Migration zusammengedacht werden müssen und dass im Osten wie im Westen verzerrte Bilder der Realität in DDR und Bundesrepublik zur Polarisierung beitragen.

Frank Trentmann analysiert die Ursachen der gegenwärtigen Krise historisch und blickt zugleich nach vorn, indem er die Chancen für künftige Veränderungen aufzeigt. Entscheidend wird schließlich sein, welche Rolle Deutschland in Europa und der Welt übernehmen will.

Sein Fazit: Wir können uns mehr zumuten und mehr zutrauen, als wir glauben, die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos. Nötig sind mehr Mut zu Reformen, mehr Zuversicht und Pragmatismus. Umlenken heißt Umdenken! (Amazon)