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Leben und Tod

Der Existenzkampf als moralisch aufgeladenes Dilemma

Von CONNY AXEL MEIER

Es geht um nichts Geringeres als um Leben und Tod. Das Töten der Ungläubigen, geopfert auf dem Altar ihres Allahs, ist den Mullahs eine „heilige Pflicht“, nämlich der „Heilige Krieg“, der „Dschihad“. Der wird solange geführt, bis die ganze Welt erobert ist. Wie geht man mit jemandem um, der das Töten derart heroisiert, dass ihm sein eigenes Leben anscheinend egal ist?

Der Kampf auf Leben und Tod
„Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod“ – ist die terroristische Rechtfertigung für die Bereitschaft, die menschlichen Beziehungen auf die Grundformel „Du oder ich“ zu reduzieren. Dem kann nur auf zwei Formen begegnet werden. Entweder nehme ich den Kampf an und bin selbst bereit zum Töten, um mich, meine Familie, mein Volk bzw. meine Nation am Leben zu erhalten – oder ich tue es nicht und werde wahrscheinlich in der Annahme sterben, moralisch richtig gehandelt und somit gewonnen zu haben, was auch immer. Das könnte man Pazifismus nennen. Oder Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Der Stärkere – der Skrupellosere – überlebt, der Schwache – der sich selbst als moralischer Sieger betrachtende Verlierer – stirbt oder wird vom Gewinner unterworfen und ausgemerzt.

Diese banale Erkenntnis gilt seit Jahrtausenden und führte zum Aufstieg und zur Vernichtung ganzer Kulturen, deren Protagonisten moralisch nicht mehr bereit waren, für ihren Selbsterhalt zu kämpfen. Dieses moralische Dilemma zwischen Selbstaufgabe zugunsten ethisch höherer Ziele und der Verteidigung des eigenen Lebens belastet nicht nur den Staat Israel.

Das Existenzrecht Israels
Dass der jüdische Staat sich vor der Weltöffentlichkeit nicht ständig für seinen Selbsterhalt entschuldigt, sondern seine Existenz verteidigt, ist den sozialistisch geprägten Moralisten zuwider. Lautstark demonstrieren sie das auf den Hauptverkehrsstraßen europäischer Innenstädte, in den Universitäten und in den Feuilletons mancher sogenannter Leitmedien.

Unter dem Deckmantel „Israelkritik“ wird der latente Antisemitismus, der moralisch aufgeladene Judenhass, intellektuell gepflegt und rechtfertigt. Islamische Judenhasser werden nicht nur von Mohammedanern, sondern auch von den woken Ökosozialisten zu „Freiheitskämpfern“ hochstilisiert und so der Terrorismus gegen den verhassten „Westen“ als Notwehr der „Unterdrückten“ entschuldigt.

Das „Existenzrecht“ von Pazifisten, die sich selbst als die moralisch überlegenen und hochwertigeren Menschen einordnen, wird von niemandem, auch nicht von ihren Gegnern, den „Kriegstreibern“, den „Bellizisten“, oder wen sie dafür halten, in Frage gestellt. Das Existenzrecht Israels dagegen, das Existenzrecht eines nichtmohammedanischen freien Europas, das Existenzrecht klassischer Familien und selbstbestimmter Bürger wird nicht nur von den derzeit Herrschenden und ihren Propagandakanälen in Frage gestellt.

Die Rolle der „Freien Medien“
Auch manche, sich selbst den „Freien Medien“ zuordnende Akteure, laufen eben Gefahr, sich selbstgerecht über die Kollegen zu erheben und gegenteilige oder abweichende Meinungen abzuwerten und als illegitim zu bekämpfen. Die „freien“ oder „alternativen“ Medien unterscheiden sich dadurch, dass normalerweise unterschiedliche Ansichten gleichwertig zur Diskussion gestellt werden können.

Im Gegensatz zu den sogenannten Leitmedien ist kein Akteur gehalten, zuerst die Einordung der Nachrichten durch die staatlichen und halbstaatlichen Souffleure abzuwarten, ob, wie und in welchem Ausmaß darüber zu berichten ist. In vielen innenpolitischen Themen besteht vorwiegend Einigkeit bei den „alternativen Medien“. Die Islamisierung Europas, der organisierte Bevölkerungsaustausch durch nicht kulturkompatible Invasoren, die staatlich gewollte Auflösung familiärer Strukturen, die ökosozialistische Wohlstandsvernichtung sowie die sukzessive Abschaffung von Meinungsfreiheit und Individualität, werden von ihnen rundum abgelehnt. Dafür werden sie von der Obrigkeit und ihren mit Steuergeld gepamperten NGOs und anderen Hilfstruppen bekämpft, behindert und schikaniert.

Es ist nicht immer leicht, sich für Freiheit und Menschenrechte einzusetzen, wenn einem grundlos wieder einmal das Bankkonto gekündigt wird oder wenn die Staatsmacht frühmorgens die Tür eintritt, weil man irgendwann einmal einen Kriegstreiber öffentlich als solchen bezeichnet hat.

Die Geopolitik als Spaltkeil
Dennoch ist es aufmerksamen Lesern alternativer Medien nicht entgangen, dass im Gegensatz zu den oben genannten gemeinsamen Positionen gerade in der Geopolitik völlig unterschiedliche bis hin zu total gegensätzlichen Positionen vertreten werden. Dies hat sich in der letzten Zeit sogar verstärkt. Als Beispiele seien genannt:

Der Krieg in der Ukraine
Der Ukraine-Krieg wird von vielen freien Autoren, analog zur offiziellen regierungsamtlichen Position, wahrgenommen als „unprovozierter Angriffskrieg“, der 2022 begann und an dem einzig und alleine Putin die Schuld trägt und deshalb die Ukraine, trotz aller Missstände dort, mit Waffen, Geld und Nibelungentreue so lange wie möglich am Leben erhalten werden muss.

Die Gegenposition reicht hin bis zur Darstellung des Konflikts als NATO-initiiert und als direkte Folge des vom „tiefen Staat“ organisierten und finanzierten Maidan-Putsch 2014, der zur Entmachtung eines demokratisch gewählten Präsidenten geführt habe. Beide Extrempositionen sind dennoch in einer funktionierenden Demokratie legitim, anscheinend nicht aber in UnsererDemokratie™.

Der Gaza-Konflikt
Was als barbarischer Terrorangriff am 7. Oktober 2024 auf friedich feiernde Besucher eines Musikfestivals und einige Kibbuz-Dörfer im Süden Israels begann, war ein organisierter Massenmord an Juden. Ermöglicht wurde dieses Massaker in erster Linie durch die finanzielle und logistische Unterstützung des Iran, aber auch der UN, der EU und einiger islamophiler Mitgliedsländer, darunter Deutschland. So die Ansicht vieler Beobachter.

Die von von vielen Mohammedanern und von islamaffinen Sympathisanten geteilte Auffassung ist demgegenüber, der Angriff der Hamas erfolge aus Notwehr gegen die „israelische Besatzung“ des Gaza-Streifens und sei gerechtfertigt, um die Aufmerksamkeit der Welt auf das „Freiluftgefängnis Gaza“ zu lenken. Man muss dem nicht zustimmen. Es gibt viele plausible Gründe dagegen. Dennoch ist es immer noch legitim, anderer Meinung zu sein. Auch Antisemit zu sein, ist nicht verboten. Das spiegelt sich in manchen „freien Medien“ wieder, obwohl es Stimmen gibt, die am liebsten die israelfreundliche Haltung dazu ausblenden würden.

Die Verhaftung von Nicolás Maduro
Es war unglaublich. Die Festsetzung und Verbringung des venezuelanischen Präsidenten in die USA empfanden die meisten Venezuelaner als Befreiung von einem despotischen, korrupten Menschenschinder. Die Venezuelaner haben genauso ein Recht auf den eigenen Wohlstand und die Freiheit, wie alle anderen Länder auch. Nicolás Maduro sei einer der Strippenzieher und Finanziers des internationalen Terrorismus und der Drogen-Mafia gewesen und gehört vor Gericht.

So schreiben es auch manche Autoren der „freien Medien“. Andere Akteure bewerten diese Aktion als „Verstoß gegen die Souveränität des Landes“, als „Einmischung in innere Angelegenheiten“, als „rechtswidrig“ und „illegal“. Die USA hätten es nur auf die Rohöl-Vorräte abgesehen und all die Trump-Hasser weltweit fühlen sich in ihrer Ansicht bestätigt, der US-Präsident missachte die staatliche Souveränität anderer Länder. Der Anspruch auf Grönland bestätige dies.

Der Angriff auf die Mullahs im Iran
Die meisten Iraner haben die Schnauze voll. Nicht nur von den Ayatollahs, sondern mittlerweile vom Islam insgesamt. Die stolzen Perserinnen und Kurdinnen wollen nicht in einem Ganzkörpergefängnis eingesperrt sein und von einer „Religionspolizei“ überwacht werden. Seit 47 Jahren wird das iranische Volk im Namen des schiitischen Allah-Ablegers geknechtet, ausgebeutet und terrorisiert. Die gesamten Exporterlöse und finanziellen Rücklagen der Iraner wurden seit 1979 in die beabsichtigte Vernichtung Israels („kleiner Satan“) und die Raketenbastelei gegen den „Großen Satan“ (USA) investiert. Aufstände und Revolutionen gegen die Mullah-Herrschaft wurden regelmäßig blutig niedergeschlagen, so zuletzt im Januar mit ca. 30.000 Todesopfern.

Die Iraner baten die USA um Hilfe. Donald Trump versprach sie. Ignoriert und geleugnet von der EU und der UNO bastelten die Ayatollahs, trotz diverser Abkommen, weiter an der Herstellung von Kernwaffen. Das war absehbar und ist eine ernste Bedrohung für die gesamte Welt, da die religiösen Fanatiker in ihrem Glauben an die „Wiederkunft des Mahdi“, den „verborgenen zwölften Imam“, auf das Schicksal der übrigen Welt keine Rücksicht nehmen werden.

Nun haben die Israelis und die US-Streitkräfte eingegriffen und mehrere Protagonisten des internationalen Terrors eliminiert. Die nunmehr kopflosen iranischen Gotteskrieger schießen wild um sich und ballern auf Objekte aller Art in fast allen arabischen Nachbarländern.

Die Reaktionen
Die üblichen USA-Hasser in Europa schließen sich rhetorisch lieber den Mullahs an und verurteilen die Tötung von Terroristen. Das wäre unmoralisch. Lieber hätte sich Europa – hier speziell Frankreich, Großbritannien und Spanien – den Mullahs ergeben sollen als sich gegen die Terrorgefahr zu wehren. Vom hohen moralischen Ross wollen sie nicht runterkommen. Die Islamisierung Europas darf anscheinend nicht aufgehalten werden. Dass der getötete Ali Khamenei mit seinem Familienclan das Land um bis zu 200 Milliarden Dollar ausgeplündert und in die eigenen Taschen gesteckt hat, interessiert die Terroristen-Unterstützer nicht.

Nun ist es auch legitim von den USA als „Kriegstreiber“ zu sprechen und zu schreiben. Beispiele gibt es dieser Tage dazu viele. Was aber gar nicht geht: Kollegen, die den Kampf gegen Terroristen, auch mit tödlichem Ausgang, befürworten, zu beschimpfen und persönlich der „Kriegshetze“ zu bezichtigen. Der Iran ist seit fast 50 Jahren der Hauptsponsor des internationalen Terrorismus und bedroht uns auch direkt. Das zu ignorieren, ist dennoch legitim. Einerseits die Islamisierung der Gesellschaft in Europa kritisieren, gleichzeitig aber die Mullahs unterstützen, ist absurd. Beides zusammen geht nicht. Dieses Dilemma ist unlösbar.

Wie es im Iran begann und wie es weitergeht
Der Autor hat die sogenannte „Revolution“ 1979 im Iran miterlebt. Er wurde damals zum ersten mal Vater. Es waren damals die Großväter der heutigen Mullah-Gegner, die die Gotteskrieger und den Ayatollah Khomeini mit Hilfe der iranischen Sozialisten aus dem französischen Exil holten und ihn feierten. Zuerst mussten die Schah-Gegner fliehen. Danach wurden die nützlichen Idioten der Mullahs, die linken Träumer, am Baukran aufgehängt. Viele geflohene linke Schahgegner trafen nun als weitere „Flüchtlinge“ in Deutschland auf die geflohenen Schah-Fans.

Eine gängige Prognose geht so: Demnächst werden wohl die Mullahs und ihre Anhänger von den sogenannten Revolutionsgarden mitsamt ihren geraubten Millionen in Deutschland als „Asylbewerber“ aufschlagen, anerkannt werden und Bürgergeld beziehen. Sie werden dann sowohl auf die gealterten Schah-Fans und die früheren linken Schah-Gegner treffen. Welche Rolle der Schah-Sohn Reza Pahlavi im Iran künftig spielen wird, ist noch offen. Es bleibt in jedem Fall spannend.

Auch bleibt abzuwarten, wie sich die Mullah-Fans unter den deutschsprachigen „freien Medien“ künftig positionieren werden. Es wäre ja nicht das erste mal, dass ein deutscher Verleger zu einem Treffen mit dem damaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad reist. Das wird hoffentlich nie wieder stattfinden. Gegenseitige öffentliche Beschimpfungen wegen unterschiedlicher geopolitischer Ansichten sind kontraproduktiv. Freie Medien haben es ohnehin schon schwer genug und müssen ständig um ihre Existenz kämpfen.
(pi-news-net)

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