Springe zum Inhalt

Frische Fische?

„Wir Qualitätsmedien“ mit „Mut zur Zensur“

Von CONNY AXEL MEIER

„Wer ständig von sich als ‚wir Qualitätsmedien‘ spricht, erinnert an den Fischhändler, der immer betonen muss, wie ungemein frisch sein Qualitätsfisch sei. Er ist es dann oft doch nicht so.“ Das antwortet der Journalist Jan Fleischhauer auf „X“ auf einen Kommentar von Ex-Spiegel-Redakteurin Melanie Amann in der Berliner Morgenpost betreffend der verlogenen Aussagen des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther in der Lanz-Sendung vom 7. Januar zur Pressefreiheit. Unter der Überschrift „Daniel Günther hat Mut“ lobt sie dessen „Mut zur Zensur“ unliebsamer, aufstrebender Medien oder was auch immer.

„Wir Qualitätsmedien“ ist das publizistische Pendant zu „Unserer Demokratie“. Freie Medien seien demgegenüber die „Feinde der Demokratie“. Dieses Narrativ ist nicht neu. Es ist seit etwa 15 Jahren in den zunehmend bedeutungslosen, sogenannten „Mainstream-Medien“ nicht unüblich, dass ein künstlicher Graben zu den damals aufkommenden „Freien Medien“ geschaffen wird, je mehr sich erstere von kritischen Berichterstattern hin zu Verstärkern der ökosozialistischen Regierungspropaganda verbogen haben.

Rückkehr der Reichspressekammer?
Man hat den Eindruck, manche der sich selbst zu „Qualitätsjournalisten“ ernannten Propagandisten wünschen sich eine „Reichspressekammer“ zurück, die darüber entscheidet, wer sich „Journalist“ nennen darf und wer nicht. Das würde ihnen manches erleichtern.

Bestrebungen seitens der Bundesregierung, die bestehenden Landesmedienanstalten zu „Pressekammern“ mit grünideologischer Befugnis darüber entscheiden zu lassen, welche Kommentare wahr und welche falsch und damit zu löschen oder zu verbieten sind, gibt es bereits und wurden testweise schon (z.B. bei Alexander Wallasch) ausprobiert. Der Zensurhammer schlägt mit angedrohten astronomischen Strafzahlungen zu.

Mainstream-Medien haben aber Deutungshoheit verloren
Es war nicht überraschend, dass beginnend mit der Wiedervereinigung der Stacheldrahtsozialismus seinen Schrecken verlor und dank der linksgrünen Übermacht im Medienbereich zu einem erst sanften, später immer intoleranteren Ökosozialismus mutierte. Die „Qualitätsjournalisten“ haben aber mittlerweile die Deutungshoheit über das, was berichtet werden darf, verloren. Dieser Bedeutungsverlust der Presse schmerzt sie ungemein.

Im Internetzeitalter haben die Zeitungen zuerst die Kleinanzeigen, danach die gewerblichen Werbeanzeigen und die bezahlte Parteienwerbung und nun auch noch die Herrschaft über die Nachrichten und die gewünschte Meinung verloren. Was bleibt übrig? Über regionale Sportnachrichten, lokalen Politquark der Altparteien und Selbstdarsteller zu berichten, führt für die Lokalreporter im Gegenzug wenigstens noch zu Freikarten und Sektempfängen mit Häppchen, wenn schon die Zeilenhonorare sich nur unwesentlich vom Mindestlohn abheben. Jegliche Abweichung von der gewünschten Herausgebermeinung führt nicht nur zum Rausschmiss, sondern auch zum de-facto-Berufsverbot. Das riskieren nur wenige mutige Autoren, die es sich materiell leisten können.

Es erfordert Mut, sich der Zensur entgegenzustellen
Wenn jeder schreiben, lesen und Bilder verbreiten kann, wie sie oder er lustig ist, dann ist die Zeit der Monopolberichterstattung vorbei. Die „Sozialen Medien“ sorgen dafür, dass die Lügen der Günthers und Lanzens unserer Nation nicht unbeantwortet bleiben. Dann hilft nur noch Zensur! Statt Mut zur Wahrheit ist für die Propaganda-Ikonen „Mut zur Zensur“ angesagt. Es wird so suggeriert, es erfordere Mut, sich dem überhandnehmenden Zensurwahn anzuschließen.

Falsch. Es erfordert Mut, sich der Zensur entgegenzustellen. Nachdem die Justiz sich zunehmend als willfährige Vollstrecker der staatlich verordneten grünroten Wahrheit der ökosozialistischen Volksparteien bis hin zu den früheren Christdemokraten erwies, ist es nicht nur gefährlich, sondern auch teuer, darüber zu schreiben, dass der Kaiser nackt ist.

Staatlich finanzierte Meldestellen und Petzportale
Neue Begriffe der staatlichen Wahrheitsmonopolisten werden eingeführt, um die erwünschte Zensur voranzubringen. Die Ahndung von „Desinformation“, „Muslimfeindlichkeit“, „Delegitimierung des Staates“, und „Majestätsbeleidigung“ kann jeden treffen, der die mediale virtuelle Klappe nicht halten kann. Satiren, Glossen und Karikaturen mit politischem Inhalt waren noch vor wenigen Jahren kein Grund für juristische oder exekutive Verfolgung. Das hat sich jetzt geändert und darüber zu schreiben, dass die Meinungsfreiheit stark bedroht ist, grenzt mittlerweile schon an Ketzerei. Staatlich finanzierte Meldestellen und Petzportale sind an die Stelle der Inquisitoren getreten und errichten die medialen Scheiterhaufen. Auch wenn nachweislich über 98 Prozent aller Löschungen von Kommentaren auf Facebook und YouTube in Deutschland illegal sind, wird trotzdem gelöscht was die „Delete“-Taste hergibt.

Der „Qualitätsjournalismus“ ist im Zensurwahn. Deutschland ist nicht nur aufgrund der staatlich geförderten Masseninvasion inkompatibler Mohammedaner wirtschaftlich, politisch, pädagogisch, intellektuell und demografisch am Ende, sondern auch geistig. Ein Land, dass keine abweichende Meinungen duldet, hat die Islamisierung und Deindustrialisierung verdient und muss dann die Folgen ertragen. Dagegen aufzustehen erfordert viel Mut.
(pi-news.net)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert