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Säkularisierter Islam?

Was würde ein Moslem Özdemir als MP von Baden-Württemberg bedeuten?

(gh) - Es gbt kein islamisches Land, das  demokratisch ist und die Menschenrechte anerkennt. Wenn es also am Sonntag auch darum geht, ob Baden-Württemberg als erstes Bundesland einen islamischen grünen  Ministerpräsidenten erhält, nach dem Katholiken Kretschmann den Moslem Özdemir, die Fahne des Propheten ist bekanntlich grün, stellt sich die Frage, ob es sowas wie einen säkularen Moslem überhaupt gibt, als der  Özdemir aus türkischer Abstammung bezeichnet wird.

Oder ist das Ganze eine Lüge, "taqiyya"?  In Sure 3, 28 heßt es: "Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren (Freunden) nehmen. Wer das tut, hat überhaupt nichts mit Allah (gemeinsam) – es sei denn, daß ihr euch (durch dieses Verhalten) vor ihnen wirklich schützt. Allah mahnt euch zur Vorsicht vor Sich selbst. Und zu Allah ist der Ausgang“. Kontext und Bedeutung: Inhalt: Dieser Vers verbietet es Muslimen, enge Bündnisse oder Freundschaften (Auliyā’) mit Ungläubigen (Kafir) einzugehen, wenn diese gegen die Gläubigen gerichtet sind.

Taqīya-Prinzip: Der Vers enthält eine wichtige Ausnahme: Wenn Gläubige sich in einer Zwangslage befinden oder sich vor Verfolgung/Tyrannen schützen müssen, ist ein solches Verhalten erlaubt (Taqīya – Vorsicht). Ziel: Es handelt sich um ein Prinzip zur Wahrung der Glaubensgemeinschaft und zur Sicherung vor Schaden, besonders in Zeiten von Feindseligkeiten.

Wie geht der Islam mit säkularisierten Moslems um? KI: "Der Umgang mit säkularisierten Muslimen – also Menschen, die sich kulturell dem Islam zugehörig fühlen, aber religiöse Gebote nicht oder nur teilweise praktizieren – ist im Islam nicht einheitlich geregelt. Die Sichtweisen variieren stark zwischen theologischen Strömungen, rechtlichen Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Realität.
1. Orthodoxe und fundamentalistische Sicht - Aus einer streng orthodoxen Perspektive wird Säkularismus oft als unvereinbar mit dem Islam abgelehnt.Keine Trennung: Kritiker argumentieren, dass der Islam Religion, Politik und Alltag als untrennbare Einheit sieht. Abkehr vom Glauben: Säkularisierung wird oft als Krise oder Symptom einer Entfremdung von göttlichen Gesetzen wahrgenommen. In extremen Interpretationen kann eine bewusste Abkehr von den Säulen des Islam als Abfall vom Glauben (Apostasie) gewertet werden, was in einigen islamischen Ländern rechtliche Konsequenzen hat.
2. Liberale und progressive Ansätze - In westlichen Gesellschaften und unter reformorientierten Gelehrten gibt es Bestrebungen, Säkularismus und Islam zu versöhnen.Religionsfreiheit: Es wird oft auf den Koranvers 'Es gibt keinen Zwang im Glauben' (2:256) verwiesen, um das Recht auf eine individuelle, auch säkulare Lebensgestaltung zu begründen. Kulturmuslime: Viele Muslime identifizieren sich heute über den Islam als Kultur und Zivilisation statt über die strikte Befolgung von Ritualen. Initiativen wie die Deutsche Islam Konferenz fördern den Dialog über Muslime im säkularen Rechtsstaat.
3. Gesellschaftliche Realität - In der Praxis leben Millionen Menschen weltweit als 'säkulare Muslime'. Individuelle Spiritualität: Viele praktizieren eine Form des Glaubens, die sich auf ethische Werte konzentriert, während sie staatliche Säkularität als Schutzraum für religiöse Vielfalt befürworten. Spannungsfelder: Säkularisierte Muslime stehen oft zwischen den Erwartungen konservativer Gemeinschaften und den Anforderungen einer säkularen Mehrheitsgesellschaft.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es 'den' Islam als handelndes Subjekt nicht gibt. Während theologische Hardliner Säkularisierung oft als Bedrohung sehen, betrachten moderne Strömungen sie als notwendigen Rahmen für ein Leben in pluralistischen Gesellschaften".

 

 

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