
(tutut) - Sind Zeitungsleser nicht träge und blatttreu, so dass Boykottaufrufe kaum Chancen haben, was ist aber nun der Grund für allgemein massenhafte Auflagenverlust, KI? "Zeitungsleser verhalten sich heute nicht mehr rein träge oder blatttreu, da der strukturelle Wandel der Medienlandschaft die Bindung an gedruckte Abonnements massiv aufgelöst hat. Während gezielte, kurzfristige Boykottaufrufe wegen der verbliebenen Gewohnheitsleser oft verpuffen, verliert die gedruckte Zeitung schleichend und unaufhaltsam ihre Existenzgrundlage. Die Hauptgründe für die massenhaften Auflagenverluste - Demografischer Wandel: Ältere, loyale Stammleser sterben weg. Jünger Generationen wachsen komplett ohne Bindung an gedruckte Tageszeitungen auf. Veränderte Mediennutzung: Nachrichten werden primär digital, kostenlos und in Echtzeit über Smartphones, Soziale Medien und Push-Nachrichten konsumiert.

Verlust des Zeitmonopols: Das morgendliche Zeitungsritual wird durch die permanente Verfügbarkeit von Unterhaltung und Information im Alltag verdrängt. Hohe Abonnementpreise: Steigende Kosten für Papier, Druck und vor allem die personalaufwendige Zustellung treiben die Abo-Preise in die Höhe. Erosion des Service-Werts: Früher unverzichtbare Zeitungselemente wie Kleinanzeigen, Stellenmärkte, Wohnungsbörsen und Kinoprogramme sind komplett ins Internet abgewandert. Mangelnde digitale Kompensation: Bezahlte Digital-Abos (ePaper/Paid Content) wachsen zwar, können die finanziellen und auflagenstarken Verluste des Print-Geschäfts aber bei weitem nicht auffangen".

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DAS WORT DES TAGES
Ein staatliches Gesundheitswesen kann nur in zwei Ereignissen enden: Entweder im Staatsbankrott oder im Medizinbankrott – wahrscheinlich in beidem.
(Roland Baader, Freiheitsfunken)
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