Die bittere Wahrheit der Energiewende
Es ist eine der großen Krisen unserer Zeit: Explodierende Strompreise belasten die Industrie, treiben Werke ins Ausland und vernichten Zehntausende Arbeitsplätze. Deutschland gehört seit Jahren zu den Ländern mit den höchsten Strompreisen weltweit – lange vor dem Ukraine-Krieg oder anderen Ausreden. Das Problem ist hausgemacht.
Die Energiewende mit ihrem massiven Ausbau von Wind und Sonne sowie der ideologisch getriebene Atomausstieg haben das Fundament zerstört. Früher sorgten zuverlässige Grundlastkraftwerke – Braunkohle, Steinkohle und Kernenergie – für stabile, günstige Preise. Heute fluktuiert der „grüne“ Strom mit dem Wetter, zwingt konventionelle Kraftwerke in teure Regel- und Reservefunktion und treibt Systemintegrationskosten in die Höhe: Netzausbau, Redispatch, Ausfallvergütungen und Subventionen. Die EEG-Umlage wurde zwar abgeschafft, doch die Kosten landen nun über Steuern und Netzentgelte beim Bürger.
Die Zahlen sind eindeutig: Trotz fast verdreifachter installierter Leistung durch Erneuerbare sinkt der Verbrauch durch Deindustrialisierung, und Deutschland muss Strom importieren. Die „grünen“ Versprechen von günstigem, stabilem Ökostrom haben sich als Illusion erwiesen. Stattdessen explodieren die Kosten überall – nur nicht in den Fraunhofer-Modellen.
Die Lösung ist verblüffend einfach und sofort machbar. Deutschland muss die vorhandenen Braunkohle- und Kohlekraftwerke wieder als Grundlast einsetzen, statt sie gegen Wind und Sonne zu regeln und mit CO2-Preisen künstlich zu verteuern. Das senkt den Preis an der Börse spürbar. EEG-Vorrangeinspeisung und feste Vergütungen gehören auf den Prüfstand. CO2-Preise müssen zumindest auf ein vernünftiges Maß zurückgefahren werden. Kernenergie – Laufzeitverlängerung oder Reaktivierung – wäre der nächste logische Schritt für CO2-arme, preisstabile Grundlast.
Statt weiterer Milliarden für Gaskraftwerke und chinesische Speicher braucht Deutschland endlich ökonomische und technische Vernunft. Die Kraftwerke stehen, der Rohstoff liegt unter unseren Füßen. Wer die Braunkohle jetzt opfert, verspielt die letzte Chance auf Energieunabhängigkeit und bezahlbaren Strom. Die Altparteien haben uns in diese Krise geführt. Zeit, sie zu beenden – bevor die letzte heimische Energiequelle ebenfalls geopfert wird.
Vortrag von Marco Pino (Youtube-Kanal „Adlerauge“) am 12. Juni in Frankfurt am Main in Kooperation mit der Desiderius-Erasmus-Stiftung
(pi-nrws.net)
