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Keine zweite Magdeburger Hochzeit

(gh) - Wann steigt der erste römisch-deutsche Kaiser Otto I. aus seinem Grab im Magdeburger Dom und beendet einen Bürgerkrieg, der an jenen erinnert, als 1631 sogenannte Katholiken im 30-jährigen Krieg Magdeburg in Schutt und Asche legten und  rund 25 000 Menschen ermordeten?

KI gibt Entwarnung, vergleicht die Hysterie um eine Wahl im Zwergland Sachsen-Anhalt nicht mit dem Untergang Deutschlands."König Otto I. wird überhaupt nicht aus seinem Grab im Magdeburger Dom aufsteigen, da es sich hierbei um ein fiktives oder mythologisches Szenario handelt. Verstorbene historische Persönlichkeiten kehren nicht ins Leben zurück". Warum sollte er nicht? Er liegt nun mal da.

"Ihre Frage verknüpft diese fiktive Vorstellung mit einem realen, historischen Ereignis: der Magdeburger Hochzeit vom 20. Mai 1631. Bei dieser Belagerung und anschließenden Zerstörung Magdeburgs durch katholische Truppen unter General Tilly im Dreißigjährigen Krieg wurden schätzungsweise 20.000 bis 25.000 Menschen ermordet, was als das größte und schlimmste Massaker dieses Krieges gilt.
Es gibt in der deutschen Sagenwelt zwar die bekannte Kyffhäuser-Sage, nach der ein Kaiser (meist Friedrich I. Barbarossa, seltener Otto der Große) in einem Berg schläft und in Zeiten größter Not erwacht, um das Reich zu retten. Dies ist jedoch reine Folklore und kein reales historisches oder zukünftiges Ereignis. Ein realer Bürgerkrieg in Magdeburg droht heute glücklicherweise nicht". Vielleicht sollten Kommunisten auch  mal früher aufstehen.

Feindbild fest verankert

Von Vera Lengsfeld

Da die tieferen Treiber bei Linken wie Islamisten Selbstmitleid und Neid sind, drängt es sich auf, ihren Ressentiments ein vertrautes Objekt zu bieten. Kulturhistorisch ist das Feindbild fest verankert. Jetzt verbreiten Juden eben nicht mehr die Pest, sie vergiften palästinensische Brunnen und backen ihre Mazze mit dem Blut unschuldiger Araberkinder.

Jahrzehnte postkolonialer Studien und Genderforschung haben erfolgreich Sinn und Verstand beerdigt. Der Boden ist bereitet und das intellektuelle Lumpenproletariat groß genug, um als kritische Masse den gesellschaftlichen Diskurs zu bestimmen. Außerdem hat es nicht nur für schuldgebeutelten Deutsche erheblichen Sex-Appeal, wenn sie die Juden nun nicht mehr bloß nur leise und schüchtern ‚trotz‘ Auschwitz kritisieren dürfen, sondern sie selbstgerecht eben ‚deswegen‘ angreifen können. Das macht den Genozid-Vorwurf ungemein reizvoll.

Psychopathologisch schafft es genau die Mischung, die Klickbeute generiert. Moralisch überdrehte Politpornografie verkauft sich besser als differenzierte Analyse. Das gilt übrigens auch für die ‚politisch erweckte‘ Rechte: Tucker Carlson macht den Hitler-Apologeten Nick Fuentes hoffähig, Candice Owens erschließt ihrer Hörerschaft die Weisheiten des Holocaust-Leugners Darryl Cooper. Das toxische Gebräu knallt wie Heroin und verkauft sich hervorragend. „Juden und Radfahrer (2)“ weiterlesen.
(vera-lengsfeld.de)