Quo vadis Parteienstaat
Von WOLFGANG HÜBNER
Es wird gespenstisch in Deutschland: Der Mann, der seine Partei in den Abgrund führt und die Nation dem Schuldturm zutreibt, droht ausgerechnet auf einer Sitzung seines Konkurspartners SPD kaum verhüllt mit dem Einsatz des Bundeszwang-Artikels 37 des Grundgesetzes. Friedrich Merz, mutmaßlich mit Lügen, Täuschung und von Gnaden der SED-Nachfolgepartei ins Kanzleramt gelangt, spielt sich als Verteidiger der Demokratie und Wahrer von Werten auf, die niemand so unglaubwürdig verkörpert wie dieser ewige Knecht des großen Finanzkapitals.
Die Drohung von Merz, im Fall von Sachsen-Anhalt Zwangsmaßnahmen nicht ausschließen zu wollen, richtet sich nur oberflächlich betrachtet gegen die dort bei den Landtagswahlen siegreiche AfD. Vielmehr hat der CDU-Politiker das ganze deutsche Volk im Visier, das sich nicht nur in Magdeburg oder Halle gegen „Reformen“ wehrt, die das Leben vieler Menschen schlechter und mühsamer machen. Wie verächtlich der Sauerländer vom Tegernsee mit den Interessen selbst hochqualifizierter Bürger umgeht, hat er in der Diskussion mit einer Kinderärztin durch den Hinweis dokumentiert, sie sei doch auch „Nutznießer“ des Gesundheitssystems.Seitdem melden sich in den alternativen Medien etliche Beschäftigte dieses unter Hilfe der verkommenen Sozialdemokratie „reformierten“ Systems mit zornigen Beiträgen aus der Praxis.
Merz und seine politischen Kumpane wissen ganz genau, dass sie keine guten Nachrichten und erst recht keine Reformen, die diesen Namen verdienen, mehr anbieten können. Denn sie sind nicht dem ganzen Volk verpflichtet, sondern dessen kleiner Minderheit, die fast alles besitzt und kontrolliert. Deren Medien und „Experten“ sind es, die uns einreden wollen, selbst nach 45 Arbeits- und Beitragsjahren reiche es noch nicht für den Rentenbeginn.
Den fast 44 Prozent Wählern von Ulrich Siegmund verdanken wir, Merz und den gesamten parasitären Parteienstaat durchschaut zu haben. Doch weil sich die Anhaltiner um Deutschland tatsächlich verdient gemacht haben, stellen sie nun eine Gefahr dar für die herrschende politische und mediale Klasse. Denn die hat sowohl die volle Verantwortung für die niederschmetternden Ergebnisse der Lage im Bildungssystem als auch für die explodierende Verschuldung des Staates mit allen Folgen. Und die Liste des Versagens ist noch weit länger und ärger.
Der Parteienstaat von Friedrich Merz & Lars Klingbeil hat, leider durch Wahlen legitimiert, wohl große Verbrechen an Deutschland begangen und tut dies weiterhin. Die Landsleute in Sachsen-Anhalt wollen sich offenbar gegen diese Verbrechen wehren. Bravo! Durch „Bundeszwang“ lässt sich das nicht mehr ersticken.
(pi-news.net)
