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Bildhaft

Boris Rhein denunziert seine eigene Partei

Von WOLFGANG HÜBNER

Die CDU ist verzweifelt. Das sieht auch Boris Rhein so, ihr hessischer Ministerpräsident in Wiesbaden. Er wohnt in Frankfurt, also in der auf ihre ethnische Vielfalt stolzen Finanzmetropole. Hier hat er seine politische Karriere begonnen, hier hat er 2012 die Oberbürgermeisterwahl ausgerechnet gegen die SPD-Skandalnudel Peter Feldmann verloren. Was zwar für Frankfurt unerfreulich wurde, doch nicht für Rhein, der bald darauf CDU-Landtagsabgeordneter wurde und über mehrere Stationen zum Ministerpräsidenten aufstieg.

Nun wird er sogar als möglicher Nachfolger des unbeliebten Bundeskanzlers Friedrich Merz gehandelt. Ob Rhein Ambitionen auf das Amt hat, sagt er nicht, doch er will sich für den Fall der Fälle im Gespräch halten. Deshalb hat er nun ein Thema wieder in die Diskussion gebracht, an dem sich Kanzler Merz vor einiger Zeit ziemlich die Finger verbrannt hat: Nämlich das sogenannte „Stadtbild“, das offenbar beiden CDU-Politikern nicht gefällt. Im Klartext geht es um die offensichtliche Überfremdung der Bevölkerung in deutschen Städten und Gemeinden.

So konkret wollen allerdings weder Merz noch Rhein über diese Entwicklung reden. Vielmehr möchten sie nur etwas Honig saugen aus dem Topf, der für den Erfolg der AfD von großer Bedeutung ist. Was allerdings weder der Kanzler noch der hessische Ministerpräsident wahrhaben wollen: Mit jedem Finger, mit dem sie auf das „Stadtbild“ deuten, zeigen sie mit den anderen vier Fingern der Hand auf sich selbst und ihre Partei zurück!

Denn es war die CDU, die in langen Regierungsjahren entscheidend dafür verantwortlich zeichnete, zum Beispiel Rheins Heimatstadt mit ganzen Heerschaaren von billigen ausländischen Reinigungskräften für die Bankentürme in der City zu versorgen. Das ausgesprochen „bunte Stadtbild“ Frankfurts ist eine Folge davon. Gerade Boris Rhein kann das nicht verwundern, war er doch mal Ordnungsdezernent in der früheren Römer-Koalition von CDU und Grünen. Politisch gehört er zu denen, die unsere heutigen „Stadtbilder“ aktiv mitbewirkt haben.
(pi-news.net)

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