Springe zum Inhalt

Ist die Lüge eine Meisterin aus Deutschland?

Von Hans Hofmann-Reinecke

Seit Jahrzehnten werden wir durch politische Entscheidungen drangsaliert, die angeblich wissenschaftlich begründet sind. Tatsächlich aber ist es nicht die Politik, die der Wissenschaft folgt, sondern umgekehrt. Opportunistische Wissenschaftler liefern die von der Politik gewünschten Ergebnisse, um damit fragwürdige Maßnahmen zu rechtfertigen. Corona und Klimawandel sind die prominentesten Fälle.

Die Corona Lüge
Dass es dieses Virus gibt, daran besteht kein Zweifel, ebenso wenig, dass es Erkrankungen der Atemwege verursacht, die tödlich verlaufen können. „Umstritten“ ist seine Herkunft. Zunächst nahm man an, es sei dem virologischen Labor in Wuhan entwichen, wo genau an diesem Typ von Virus geforscht wurde, und wo es auch den ersten Todesfall gab. Eine Veröffentlichung dazu wurde aber in letzter Sekunde zurückgepfiffen. Die beteiligten Wissenschaftler ließen sich umstimmen und fanden plötzlich heraus, dass das Virus nur natürlichen Ursprungs sein konnte.

Treibende Kraft hinter dieser Umstimmung war Dr. Anthony Fauci, ein US-Amerikaner, der mehr oder weniger direkt in die Arbeiten im chinesischen Wuhan involviert war. Er hatte erkannt, dass die Beteiligung an der Entwicklung und der versehentlichen Freisetzung eines durch „gain of function“ besonders ansteckendenden Virus für die Urheber unangenehme Folgen haben könnte. Sie wären plötzlich verantwortlich für den Tod von Millionen von Menschen (WHO schätzt heute über zehn Millionen). In dieser Situation taten die Beteiligten alles, um ihre Spuren zu verwischen, und der „natürliche Ursprung“ des Virus wurde die obligatorische Version. Der Laborursprung wurde als Verschwörungstheorie verboten.

Dass die Wahrheit letztlich doch herauskam, das hing mit dem Regierungswechsel in Washington zusammen und mit der Initiative von Robert F. Kennedy Jr. Nicht nur in Washington, sondern weltweit – mit Ausnahme Chinas – ist heute die von Anfang an plausibelste Version, nämlich der Laborursprung, die akzeptiere Wahrheit.

Im Zusammenhang mir der dann folgenden „Impfung“ gab es dann nur noch Lügen, die hier aber nicht analysiert werden sollen.

Klimawandel
Die Aufklärung der Lüge vom Corona Ursprung hat vielleicht einen Stein ins Rollen gebracht, der auch die Lüge um den Klimawandel entlarven könnte.

Zunächst eine wichtige Aufklärung darüber, was Klimawandel nicht ist: Er hat nichts mit der Verschmutzung unserer Atmosphäre durch Feinstaub, Rauch aus Fabrikschornsteinen oder Gestank zu tun, den die Abgase der Autos verbreiten. Sehr effiziente und notwendige Maßnahmen dagegen wurden in Deutschland schon lange vor Aufkommen des Klimawandels implementiert. Diese Maßnahmen haben natürlich nur lokale Wirkung. Da hat München dann vielleicht die sauberste Luft unter weiß-blauem Himmel, während man im Smog von Peking die Hand nicht vor den Augen sieht.

Bei „Global Warming“ geht es nicht um Smog oder Rauch, es geht nicht um ein lokales Phänomen. Der Einfluss von CO2 auf das Klima ist global; es ist egal, woher das Zeug kommt, denn es verbreitet sich spontan über die ganze Atmosphäre. In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde dem wärmenden Effekt von CO2 ein globales politisches Programm mit dem Namen „Global Warming“ gewidmet, das dann in „Climate Change“ umbenannt wurde, als die Erwärmung der Erde für ein paar Jahre ausblieb.

Die zentrale Behauptung dieses Programms lautet:
„Der derzeit beobachtete globale Klimawandel ist größtenteils vom Menschen verursacht, und zwar primär durch den Ausstoß von Treibhausgasen, insbesondere CO2 durch die Nutzung fossiler Brennstoffe. Diese menschengemachten Emissionen haben seit der Industrialisierung die natürliche Treibhauswirkung der Atmosphäre verstärkt, sodass die globale Durchschnittstemperatur bis 2025 um ca. 1,2°C angestiegen ist, mit messbaren und teils bereits dramatischen Folgen (Extremwetter, Eisschmelze, Meeresspiegelanstieg, Artensterben usw.). Ohne massive Reduktion der Emissionen wird die Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts voraussichtlich 2,5–4 °C oder mehr betragen, was als hochgefährlich für Ökosysteme und menschliche Gesellschaften gilt.“

Am deutschen Wesen…
Diese Feststellungen sind teils schwer nachprüfbar – was ist „Extremwetter“? – und sie sind teils falsch oder unseriös. Wie will man die Temperatur zum Ende des Jahrhunderts voraussagen, wenn schon die kurzfristigen Prognosen daneben liegen. Die Lüge, um die es hier geht, ist aber eine andere: es ist die „deutsche Lüge“.

„Deutschland hat sich gesetzlich verpflichtet, spätestens 2045 klimaneutral zu sein. Es dürfen dann nur noch so viele Treibhausgase ausgestoßen werden, wie wieder gebunden oder ausgeglichen werden können. Bis 2030 muss 65 % weniger CO₂ emittiert werden als 1990, bis 2040 88 % weniger. Erreicht werden soll das durch Ausstieg aus Kohle, massive Ausweitung erneuerbarer Energien wie Wind, Solar und Wasserstoff, sowie weniger Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen.“

Soweit – in etwa – das deutsche Klima-Programm.
Zunächst wird die massive Ausweitung von Wind- und Solarenergie das Problem nicht lösen, denn auch eine Million Windräder und Solaranlagen werden nachts und bei Windstille keinen Strom liefern; und auch das mit dem Wasserstoff ist nicht so einfach. Aber auch darum soll es hier nicht gehen.

Die Unterstellung, Deutschlands Reduktion von Treibhausgasen hätte Einfluss auf das Weltklima ist eine offensichtliche und dreiste Lüge. Die aufstrebenden Industrienationen der Welt setzen sich keinerlei Grenzen hinsichtlich CO2 und machen die deutschen Bemühungen bedeutungslos. Weder China noch Indien noch die USA nehmen sich unser Land zum Vorbild – auch diesmal wird die Welt nicht am deutschen Wesen genesen. Und der Klimagott wird den Musterschüler Deutschland wegen seines vorbildlichen Verhaltens nicht vor „Extremwetter“ und tropischen Temperaturen schützen. Vermutlich hat er selbst noch nie etwas von Global Warming gehört.

Aber auch eine Etage niedriger gibt es Anzeichen für einen Wandel:
Bill Gates hat das Klimathema zwar nicht aufgegeben, aber den Kurs geändert. Er setzt jetzt auf Anpassung, Armutsbekämpfung und technische Innovation. Mittel für seine Klimainitiative wurden gekürzt.

Donald Trump hat große Teile der US-Klimapolitik rückgängig gemacht: Rückzug aus dem Pariser Abkommen, Abschaffung vieler Klimaregeln, Förderung fossiler Energie. Einige Umweltgesetze bestehen zwar noch, werden aber geschwächt angewendet.

Nur in Deutschland wird man weiterhin diese hässlichen Kathedralen der Klimareligion hinstellen, deren Flügel und Türme dann über Jahrzehnte und Jahrhunderte verrotten werden und die Landschaft verunstalten, so wie die Klimalüge die deutsche Zivilisation des 21. Jahrhunderts verunstaltet hat.

(Anregungen zu diesem Post von diesem Interview mit Matt Ridley)

Der Bestseller des Autors „Grün und Dumm“, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich. Weitere Artikel und Kontakt zum Autor bei www.think-again.org
(vera-lengsfeld.de)

Statt ständig zu fordern, sollten wir dankbarer sein

Von PROF. EBERHARD HAMER

Glaubt man den Umfragen, so sind zwei Drittel unserer Bevölkerung mit dem Staat, mit der Regierung, aber auch mit ihrer persönlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation nicht zufrieden. Arbeitnehmer klagen über steigende Lebenshaltungskosten und Stress bei der Arbeit, Unternehmer über staatliche Kostenerhöhungen und Bürokratiegängelung, Rentner über zu geringe Renten, die Kranken über eine zu schlechte Gesundheitsversorgung von Krankenhäusern und Ärzten, sogar die arbeitsscheuen Bürgergeldbezieher, dass sie sich einschränken müssen.

Eigentlich hat jeder irgendetwas zu bemängeln und fordern fast alle Gruppen für sich Verbesserungen. Der noch vor der Nazi-Zeit geborene Autor dagegen weiß, wie viel besser es unserer jetzigen Generation als jeder früheren geht:

  • Seine kinderreiche (sechs) Mutter musste alle Wäsche und Kleidungsstücke für die große Familie selbst per Hand waschen, brauchte dafür allein einen halben Tag pro Woche;

heute haben wir alle Waschmaschinen, welche uns die Mühsal des Waschens abnehmen und die Wäsche sogar trocken liefern.

  • Gleiches gilt für das Geschirrspülen. Früher mussten immer zwei von uns sechs Kindern der Mutter beim Geschirrspülen und Abtrocknen helfen – nach jeder Mahlzeit;

heute erledigt eine Maschine dies und gilt die Spülmaschine als Sozialhilfevoraussetzung.

  • Früher waren die pflegebedürftigen Alten auf ihre Kinder angewiesen, mussten die Kinder die Pflege ihrer Eltern und Großeltern im Hause selbst leisten;

heute werden die Alten im Falle der Pflegebedürftigkeit abgeschoben in Heime, die auch noch vom Staat bezahlt werden. Die Jugend hat sich der Altenpflege kollektiv entledigt.

  • Früher haben wir arbeiten müssen, um zu leben – sogar sechs volle Tage in der Woche;

heute gilt Freizeit als Lebenssinn und die Arbeit als Lebenseinschränkung, wird über die 4-Tage-Woche und vier Wochen Urlaub verhandelt.

  • Ich habe nach dem letzten Krieg als Bauarbeiter für 1,49 Mark gearbeitet und konnte danach oft nicht mehr richtig unser Handballtraining mitmachen, war aber stolz auf meinen Verdienst, der mir das Studium ermöglichte;

heute ist die meiste körperliche Arbeit durch Maschinen ersetzt, haben sich die Löhne relativ verfünffacht. Man kann nicht nur kostenlos studieren, sondern bekommt auch noch Lebensunterhalt vorgestreckt (BAföG).

  • Früher waren wir stolz, wenn wir uns ein Fahrrad kaufen konnten (meist gebraucht);

heute dagegen ist für jeden Erwachsenen ein Auto selbstverständlich, dessen Kosten höher sind als das, was wir früher monatlich insgesamt für unsere Freizeitwünsche übrig hatten.

  • Nach Hitlers Kriegs- und Schuldenpolitik waren wir arm, hungrig und ohne Wohnung; für jede Verbesserung unserer Lebenssituation waren wir dankbar, stolz auf das Erreichte;

heute wird wieder Kriegs- und Schuldenpolitik betrieben, um die korrupte Ukraine zu verteidigen und Gender-, Öko- und queersexuelle Projekte in der Welt zu finanzieren (36 Mrd. Euro) und das nicht für unsere eigenen, sondern für fremde Interessen und sinnlose Zwecke, auf welche wir nicht stolz sein können.

  • Früher gab es nur einfache Kost – meist Pell- oder Bratkartoffeln und Suppen;

heute ist jeder Supermarkt voll mit Nahrungsmittelangeboten aus aller Welt, die so billig geworden sind, dass die Jugend überwiegend nicht mehr selbst kocht, sondern produzierte Nahrungsmittel (Pizzas, Nudeln) will.

  • Früher waren die eigenen Kinder die Altersvorsorge der Eltern;

heute bekommen die Alleinverdienereltern nur die Hälfte der Renten, die die Doppelverdiener ohne Kinder auf Kosten der Kindereltern bekommen. Kinder schränken nicht nur zur Erziehungszeit das Leben der Eltern ein, sondern halbieren auch noch ihre Alterssicherung. Kein Wunder, wenn die Jugend heute keine Kinder mehr haben will, sondern sich auf die Kollektivversorgung verlässt.

Wir leben heute so üppig – selbst ohne Arbeit –, dass die fleißige, bescheidene und noch an Not gewöhnte Generation der Großeltern dies nicht versteht.

  • Theater- oder Opernbesuch konnten wir uns früher trotz geringer Preise (unter zehn Mark) einmal im Monat leisten;

heute versteht die Jugend unter Kultur den Besuch von atonalen Brüllveranstaltungen zweifelhafter „Künstler“ für über 100 Euro – und das in Massen.

  • Wer früher keine Arbeit und kein Einkommen hatte, der musste hungern;

heute dagegen ist für jeden Rundumversorgung mit Geld, Kleidung, Wohnung und Sozialansprüchen „Ausdruck der Menschenwürde“, selbst wenn man ohne Arbeitsbereitschaft in dieses Sozialparadies als Parasit einwandert.

Keine Generation hat bisher so üppig gelebt wie wir. Keine wird auch wieder so üppig leben. Keine Generation ist aber trotz steigenden Lebensstandards so unzufrieden geworden wie wir.

Die Wirtschaftswissenschaft hat dies mit der Grenznutzentheorie erklärt: Bei Durst ist das erste Glas Bier am wertvollsten, das dritte schon weniger, das zehnte schon nicht mehr. Höhere Versorgung bringt also geringere Wertigkeit dieser Versorgung.

Und die Mittelstandsökonomie hat dies auch über die Arbeitsintensität nachgewiesen: Solange wir unversorgt sind, geben wir uns Mühe und strengen uns an, mehr zu erreichen. Haben wir dann in der Lebensmitte einen uns ausreichend erscheinenden Lebensstandard erreicht, lässt die Leistungsbereitschaft und die Wertigkeit unserer Güterversorgung nach – bis unsere Versorgungsgüter im Abschied des Lebens nun wertlos erscheinen.

Selbst wenn also erklärlich ist, dass die Wertigkeit unserer Güter bei steigender Versorgung abnimmt – und damit wohl auch das Bewusstsein breiter Bevölkerungsteile dafür, wie gut es uns überhaupt heute geht –, ist doch unverständlich, dass die höchstversorgte deutsche Generation am unzufriedensten bleibt.

Uns fehlt die Dankbarkeit nicht nur für unsere Versorgung, sondern vor allem für diejenigen, die uns diesen Lebensstandard bringen:

  • Unsere Kinder lehnen praktische Berufe ab, drängen mehrheitlich in unproduktive Schwafelausbildungen oder Scheinausbildungen (Gender, Ökologie, Queer-Sexualität o.a.), haben aber den Anspruch darauf, dass die fleißigen und produktiven Praktiker zur Stelle sind, wenn ihre Heizung nicht mehr funktioniert, das Licht ausbleibt, der Herd kalt bleibt oder sie ein „Unwohlsein“ verspüren. Der Autor hat bei Handwerkern abgefragt, wie oft ihre Kunden nach Reparaturen ihnen speziellen Dank abstatten statt nur die Rechnung zu bezahlen: unter 20 Prozent!

Früher gab man auch in der Gastwirtschaft etwa 10 bis 20 Prozent Trinkgeld an diejenigen, die bedienten bzw. in der Küche leisteten;

heute wird dagegen zu mehr als einem Drittel überhaupt kein Trinkgeld mehr gegeben, so dass die niedrigen Bedienungslöhne nicht mehr durch entsprechendes Trinkgeld aufgewertet und zu Normalverdienst gesteigert werden. Kein Wunder, wenn die Gastronomie deshalb keine Mitarbeiter mehr bekommt. Nicht sie ist aber schuld, sondern unsere Undankbarkeit, dass wir Leistungen für uns als selbstverständlich ansehen.

  • Gleiches gilt auch für unsere Gesundheitsversorgung. Selbst wenn wir an Krankheiten selbst schuld sind, verlangen wir von Krankenhäusern, Ärzten, Gesundheitspersonal und Reha-Kliniken, dass sie uns sofort reparieren. Wir nehmen das als selbstverständlich, obwohl wir es nicht einmal selbst bezahlen. Spezielle Dankbarkeit für diese Leistungen ist selten.

Es ist nicht der Staat und es sind nicht die Konzerne, die uns unseren hohen Lebensstandard gebracht haben, sondern die fünf Millionen selbständigen Unternehmer, die die Vielfalt unserer Wünsche speziell erfüllen, die Reparaturen in Haus und Hof bei uns durchführen, die uns als Dienstleister helfen, wenn wir nicht mehr weiterwissen und die unter großen persönlichen Opfern „für die Kunden leben“, statt wie die Konzerne nur den Kunden abkassieren wollen.

Auch hierin hat sich ein Wandel vollzogen. Nach dem letzten Kriege waren Unternehmer die anerkannteste Berufsgruppe der Gesellschaft, weil man wusste, dass von ihnen alles abhängt, ob wir versorgt werden, ob wir Wohnung, Wärme, Vielfalt in Essen und Trinken und sogar in unseren Vergnügungen haben würden. Die Besten der Jugend wollten damals Unternehmer werden.

Heute dagegen haben grün-versiffte beamtengleiche Redakteure ihr Unverständnis gegen Unternehmer, die aus eigener Kraft und auf eigenes Risiko leben wollen, dadurch ausgelassen, dass sie jeden Abend in den Krimis einen Unternehmer als Täter und Ganoven gebracht und damit das Unternehmerbild zerstört haben. Dies traf eigentlich nur auf die Kapitalisten zu, weil auch die Sozialisten irrtümlich alle Unternehmer als „Ausbeuter“ ansahen (weil sie nicht die 80 Prozent Kleinunternehmer, sondern nur die Kapitalisten der Kapitalgesellschaften kennen), so dass die Berufsgruppe, der wir für unsere Versorgung am dankbarsten sein sollen, heute unbeachtet ist, während die unproduktiven Schwätzer von Politikern, Journalisten bis Sozialfunktionären und die ganze Feminismus-Öko-Ideologie sich als „die besseren Menschen“ aufspielen.

Wann setzt sich endlich die Erkenntnis durch, dass es uns so gut wie keiner Generation vorher geht, dass unser Leben leichter und besser ist als das jeder Generation vorher, dass unser Lebensstandard aber nur Folge von Leistung sein kann und dass wir den Leistungsträgern in unserer Gesellschaft Dankbarkeit schulden statt nur Bezahlung?

Wenn die Leistungsträger von den Leistungsnehmern wieder anerkannt werden und letztere dankbar für erstere wären, würde auch das Unternehmerbild sich wieder wandeln, würde die Erkenntnis greifen, dass sich unsere Versorgung auf die Leistung der fünf Millionen Unternehmer stützt, die in eigener Verantwortung, auf eigenes Risiko Arbeitsplätze schaffen, Leistungen anbieten, aber den notwendigen Dank dafür nicht bekommen.

Unsere Städte mit den herumlungernden Leistungsnehmern und verfallener Infrastruktur, dem Schließen der Läden und der sichtbaren Vermüllung sind ein Zeichen unserer degenerierten Gesellschaft, die immer mehr haben, aber nichts dafür tun will und deshalb auch die Dankbarkeit nicht fühlt gegenüber denjenigen, die noch etwas leisten und unsere Versorgung sichern.

Nur dankbare Gesellschaften wachsen. Anspruchsgesellschaften haben sich immer selbst zerstört.

(pi-news.net)

(tutut) - "Die Zeitung . Ein Nachruf" von Miachael Fleischhacker  ist von 2014, und noch hält der Todeskampf an. Was mit Gießen wieder zu beweisen war. Propaganda statt Journalismus. Wer später mal darin blättert, um Geschichte zu lesen, bekommt Geschichten, die Stanislaw Jerzy Lec: beweisen, der gesagt hat: Die Geschichte lehrt, wie man sie fälscht. Der Deutschlandskandal heißt AfD und nicht Grünkommunismus. "Bei der Analyse des Übergangs der Deutungsmacht von den Printmedien hin zu den digitalen Medien kommt im deutschsprachigen Raum Norbert Bolz eine besonders wichtige Rolle zu". Wer erinnert sich noch? Kürzlich wurde er sogar polizeibekannt. "Er veröffentlichte 1993 das Buch Am Ende der Gutenberg-Galaxis, in dem er so etwas wie eine Übergangsphase zwischen der Welt Gutenbergs und dem beschreibt, was danach kommen würde. Dieses Danach sei noch nicht genau abzusehen, meinte Bolz, wohl aber das neue Paradigma: die Vorherrschaft  des Computers. 'Das Buch  wird als Leitmedium der Gegenwart vom Computer abgelöst', schreibt Bolz. 'Damit ist keineswegs gemeint, dass künftig keine Bücher mehr existieren werden oder gar, dass Schreiben  und Lesen ihre Bedeutung verlieren". Da scheint er die Abrechnung der Bildungskasper mit den Schulen noch nicht gesehen zu haben. Wer beherrscht denn noch menschliche Lebensgrundlagen wie Schreiben, Rechnen und Lesen? "Dass Lesen und Schreiben als Kulturtechniken nicht obsolet würden, sehe man schon daran, dass, wie Bolz damals vorsichtig formulierte, 'die heute bekannten Formen der Computerarbeit noch immer mit Lesen und Schreiben verknüpft sind'. Daran würde auch die Tatsache nichts ändern, dass im Zuge der medialen Evolution Bilder an die Stelle von alphabetischen Notationen träten". Norbert

Bolz, heimgesucht von der Polizei per Hausdurchsuchung als  wäre er eine Figur aus "1984", beschreibe die vier elementaren  Funktionen von Medien: Speichern, Übertragen, Rechnen und Kommunizieren. Die beiden ersten Funktionen gehörten zum Kernbestand der menschlichen Kultur: Seit Menschen existierten, gebe es Medien, und deren erster und lange einziger Zweck sei das Speichern. Sprachfindung sei Spracherfindung, worum es ging, sei das Identifizieren  von Notationen für Dinge, die in Realien gespeichert waren, also im Wesentlichen landwirtschaftliche Produkte. Im nächsten Schritt sei die Überzeugungsfunktion dazu gekommen, deren begriffliche Blüte das "Broadcasting" symbolisiere: über große Entfernungen für ein Massenpublikum. Was aber ist mit dem Wichtigsten, was Medien transportieren, egal ob per Hammer und Meißel in Stein gehauen oder mit dem Computer ertastet? Zeitung heißt Nachricht. Solange es Menschen gibt, benötigt die keinen Nachruf. Nicht auf Techniken kommt es an, sondern auf den Inhalt von Nachrichten.  Propaganda ist kein Journalismus. Dieser muss aktuell, umfassend und wahrhaftig sein.  "Nato-Staaten kaufen in den USA weitere Waffen für Kiew". Wie heißt es in dem Gedicht? Marx für Murks von Merz: "Linke könnte Schwarz-Rot retten". Auch in THE LÄND? "Viele Baden-Württemberger haben Angst um ihren Job: Jeder Fünfte sorgt sich inzwischen um seinen Arbeitsplatz, wie aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW) hervorgeht". Weiter Seite 8 unten der Wirtschaftsredaktionschef: "Große Sorge um den Wohlstand im Südwesten". Tatütata, es bläst das Martinshorn zum letzten Halali: "Rekordzahl an Patienten in Notaufnahmen". Prösterchen: "Jugendliche im Südwesten trinken weniger". Ex-Anzeigenblattler zieht an der Leidplanke blank: "Rote Karte für Rabauken - Jetzt haben es die Ultras sogar geschafft, 16 Innenminister ins Abseits zu stellen. Gesichtserkennung in Fußballstadien, verschärfte Stadionverbote, personalisierte Tickets – darüber sollte bei der Innenministerkonferenz in Bremen verhandelt werden. Alles weggegrätscht. Die umstrittenen Punkte standen nicht mal auf der Tagesordnung. Vermutlich war der Druck zu hoch, den Zehntausende Fans mit ihren Protesten in deutschen Fußballstadien ausgeübt hatten". Seit Deutschland das Kicken verlernt hat, muss wohl Terror her nicht nur auf den Straßen. Abwärts immer: "Marienschlucht am Bodensee öffnet nach elf Jahren wieder". Vor der Parlamentskiste wartet derAlltag: "Protest vor dem Landtag gegen Pflegegesetz". Ex-Priester sieht wieder ein Fäßlein aufgemacht, sogar bei den Ketzern: "Die Kirchenwahl verändert die Synode deutlich: Offene Kirche gewinnt Stimmen und liegt jetzt gleichauf mit der konservativen Lebendigen Gemeinde. Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl kann sich gestärkt fühlen". Offen heißt immer auch "Nicht ganz dicht", oder? Eine Seite Bleifriedhof fürs Kartell von gestern, den Strom schicken die Nachbarn: "Watt für’n Brummi! - Bislang sind viele Deutsche skeptisch, was E-Autos angeht. Auch bei Elektro-Lkw warten die meisten Speditionen und Supermärkte noch ab. Doch der Wandel könnte schneller gehen, als man denkt". Mehr Pferdeäpfel braucht das Land von denen mit größeren Köpfen. dpa spielt im Sandkasten: "Deutschland spannt den Schutzschirm auf - Mit Arrow 3 baut Deutschland erstmals ein Raketenabwehrsystem auf, das feindliche Flugkörper noch außerhalb der Atmosphäre zerstören soll. Nun wird der erste Schritt gemacht". Und danach die Sardinendose? "Droht ein Verkaufsverbot für Bodensee-Felchen & Co.? PFAS, sogenannte Ewigkeitschemikalien, haben in der Schweiz zum Verkaufsverbot für zwei Fischarten aus dem Zugersee geführt. Droht ein solch radikaler Schritt auch am Bodensee? Ein Wissenschaftler gibt Antworten". Wohl dem, dernoch ein

Lagerfeuer hat: "Heizen wird wieder teurer". Rein in die alten Klamotten: "Boss rechnet erst 2027 mit besseren Geschäften". Doktor Faustus ist noch da: "Merz beruhigt Wirtschaft nach Bas-Aussagen". dpa hat noch dies: "Tarifrunde mit Winterstreiks? - Wer an Schulen, bei der Polizei oder in Unikliniken arbeitet, ist vom Tarifpoker für den öffentlichen Dienst der Länder betroffen. Zum Start gibt es harte Worte. Warnstreiks sind wahrscheinlich". Dahdeim leben noch die Leut: "'Liste der Grausamkeiten': Kürzungen bei Personal, Kultur und Infrastruktur - Das hat der Finanzausschuss des Tuttlinger Gemeinderats jetzt einmütig beschlossen". Eine für alle. Aufundzu: "Neustart bei Buntgut? Ehrenamtliche wollen weitermachen - Das Aus für den Laden „Buntgut“ ist beschlossen. Trotzdem wollen Ehrenamtliche das Herzstück des Projekts – gemeinsames Nähen, Integration und nachhaltige Unikate – retten. Mit neuen Ideen und Ansätzen". Es piept arme Kirchenmaus wohl aus dem letzten Loch: "Spende ermöglicht Weihnachtsfeier für alle - Die Evangelische Kirchengemeinde Tuttlingen und die Kreisdiakoniestelle danken Ronald Hutter vom Reiseservice Hutter für eine Spende in Höhe von 1500 Euro. Bereits seit mehreren Jahren unterstützt Herr Hutter die vorweihnachtliche Feier 'Gemeinsam statt einsam - 'Ohne Spenden wie diese wäre die Durchführung der Veranstaltung nicht möglich, da sie vollständig durch Spenden finanziert wird', erklärte Lukas Renz, Geschäftsführer der Kreisdiakoniestelle Tuttlingen". Weiter im Armenhaus: "Wirte der Region spenden an Lebenshilfe Tuttlingen". Steigerungen sind immer möglich: "Er wurde nur 63 Jahre alt: Günter Holl verstirbt überraschend - Nur wenige Wochen nachdem Günter Holl seine geliebte „Wiese“ räumen musste, verstarb Tuttlingens wohl prominentester Wohnsitzloser überraschend. Freunde und Familie sind in Trauer". Literaturwissenschaftlerin mit Doktor lädt ein: "Nostalgie bei Adventsausstellung: Spielzeug im Mittelpunkt - Unter dem Motto 'Spielen, schrauben, konstruieren' öffnet das Museum Seitingen-'berflacht seine Türen für eine außergewöhnliche Spiele-Ausstellung". Was ist unterm Dreifaltigkeitsberg los? "Weitere Drogerie kommt nach Spaichingen". Die Nachbarstadt mit Musike winkt goldig: "Bald 85-Jähriger schafft zum 50. Mal Gold - Manch anderer läuft in seinem Alter längst am Rollator. Für einen bald 85-Jährigen ist das keine Option - er schaffte jetzt zum 50. Mal das Deutsche Sportabzeichen in Gold". Frau hat PM verkneift sich den Hinweis auf gescheiterte Energiewende und einen Gemeinderat, welcher sich hinter Bürgern versteckt wie anscheinend auch ein CDU-BM: "Für mehr Akzeptanz: Diese Stadt setzt bei Windkraft auf Bürgerbeteiligung - Die Stadt Geisingen hat einen Kooperationspartner in Sachen Windkraft gefunden. Mit dem will sie ein Gesamtkonzept erarbeiten. Eine Sache soll dabei im Vordergrund stehen". Deshalb vom linksgrünen Subventionsreigen kein Wort? Nun wird's mit dem Klima biblisch: "Vivaldis Vier Jahreszeiten kommen in die Tuttlinger Stadthalle". Wenn schon Demokratieunser, dann auch ein Zeitungsunser: "Mit Zeit Freude schenken - Am Donnerstagvormittag, dem 27. November, durften wir uns von Zama Staneker und ihrer Gitarre auf eine kleine Reise durch die Welt der Musik entführen lassen. Sie schenkte unseren Bewohnern mit ihrer Zeit Freude und gemeinsam sangen sie bekannte Schlager und Volkslieder. Vertraute Melodien weckten Erinnerungen und sorgten für ein Lächeln beim Mitsingen. Frau Staneker lebt mit ihrer Familie in Wurmlingen. Wir danken ihr herzlich für diesen schönen Vormittag". Das ist keine Anzeige, sondern Lokalblatt 2025.

Messungen legen Chemiewerk von Solvay als Quelle nahe
Dutzende Tonnen eines gefährlichen Treibhausgases in der Luft: Verdacht fällt auf Bad Wimpfen
Nach einer Studie gehen Forscher davon aus, dass in Bad Wimpfen rund 30 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases SF6 freigesetzt wurden. Sie vermuten die Firma Solvay als Quelle..
(swr.de. Wissenschaft weiß nichts?)

Verbände kritisieren geplantes Pflegegesetz
"Eldorado für Dumping-Pflege": Wie viel Bürokratieabbau kann das System vertragen?
(swr.de. Wer braucht noch Staatsfunk?)

Mehr als 10.000 Unterschriften
Steigende Kita-Gebühren in BW: Petition fordert Entlastung von Eltern und Kommunen
(swr.de. Wer DDR will, kriegt auch ihren Untergang und neuen Sozialismus.)

Schwangerschaftstest
Mehr als eine Million Unterschriften Petition für Schwangerschaftsabbrüche lässt Unterstützer in BW hoffen
(swr.de. Bloß keine Kinder!)

13 Milliarden Euro Sondervermögen für BW
Nachtragshaushalt 2025/2026: So viel Geld bekommen die Kommunen in BW
(swr.de. Leere Säcke voll?)

Schadenshöhe unklar
50 Kilometer Kabel gestohlen: Solarpark bei Hardheim zur Hälfte lahmgelegt
(swr.de. Ist das nicht eh Schrott?)

Neue Attraktion für Freizeitpark
Legoland Günzburg bekommt weltweit erstes Harry-Potter-Land
(swr.de. Neuer Job für Lehrer KRÄTSCH?)

Sparkurs wird verschärft:
So hart trifft die Porsche-Krise die Angestellten
Der Sparkurs beim Autobauer Porsche wird offenbar deutlich schärfer. Das Management verlangt harte Einschnitte und weitreichende Zugeständnisse der Angestellten – vor allem an den Standorten Zuffenhausen und Weissach. Gleichzeitig macht der Betriebsrat klar: Die Jobs der Beschäftigten müssen mindestens bis 2035 gesichert bleiben! ..
(bild.de. Gibt's morgen noch einen Betriebsrat?)

Anwerbung sogenannter Wegwerf-Agenten
Strobl warnt vor russischer Spionage - und fordert Wachsamkeit von Behörden
Russische Dienste suchen nach leicht rekrutierbaren Helfern. Daher fordert BW-Innenminister Strobl mehr Aufklärung in Ämtern und Behörden, die Kontakt zu möglichen Zielpersonen haben...
(swr.de. Wann hagelt's dem rein?)

UEFA-Entscheidung
Fußball - Deutschland erhält Zuschlag für Frauen-EM 2029
(swr.de. Dann kicken halt die anderen.)

JF-Exklusiv
Rheinland-Pfalz: AfD-Mitglieder dürfen nicht als Bürgermeister kandidieren
Mit einer „Liste extremistischer Organisationen“ schließt Rheinland-Pfalz AfD-Kandidaturen für Bürgermeisterämter aus. Der JF liegen die Dokumente vor. Erster Betroffener ist der Deutsch-Amerikaner Roberto Kiefer, der das nicht akzeptieren will..
(Junge Freiheit. Nur Demokratie wäre schöner.)

Interview mit Prof. Werner Patzelt
AfD-Politiker von Wahlen ausgeschlossen: Rheinland-Pfalz schafft Demokratie kommunal ab
Werner Patzelt spricht von einem „Parteiverbot durch die Hintertür“: In Rheinland-Pfalz missbraucht ein SPD-Innenminister den Verfassungsschutz, um der AfD per Extremismusstempel das Wahlrecht praktisch abzudrehen.
VON Maximilian Tichy
..Patzelt spricht von einem „Parteiverbot durch die Hintertür“ und kritisiert sehr scharf das Vorgehen des Innenministeriums sowie die Rolle des Verfassungsschutzes. Denn eigentlich darf nur eine Institution in Deutschland ein Parteiverbot aussprechen: Das Bundesverfassungsgericht. Doch über diesen Schachzug versucht die Landesregierung die Karlsruher Richter zu umgehen..
(Tichys Einblick.  Staatsterrorismus, sozialistischer?)

Nach JF-Berichterstattung
Rheinland-Pfalz: Gemeinde rudert nach AfD-Ausschluß zurück
Eine Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz fordert von Bewerbern bei der Bürgermeisterwahl ein Bekenntnis, nicht AfD-Mitglied zu sein. Nachdem die JF darüber berichtet hatte, ist der Passus nun von der Website verschwunden..
(Junge Freiheit. Die Diktatur in ihrem Lauf macht den Esel selbst.)

==============
NACHLESE
Und das trotz Spar-Appellen!:
Abgeordnete dürfen wieder Business fliegen
Während die Bürger auf harte Zeiten und Sparmaßnahmen eingeschworen werden, gönnen sich die Bundestagsabgeordneten neue Luxus-Reiseregeln: Seit Mitte September dürfen sie wieder häufiger in der Business-Klasse fliegen. .
(bild.de. Ein harter Arsch muss weich fliegen. Bloß: Wohin mit ihm?)
===============

Klassenkampf von der Regierungsbank
Aus einem Regierungsamt heraus zum Kampf gegen Arbeitgeber aufzurufen: Bärbel Bas hat in diesem Job nichts verloren.
Aus einem Regierungsamt heraus zum Kampf gegen Arbeitgeber aufzurufen: Bärbel Bas hat in diesem Job nichts verloren. So weit ist es mit der SPD gekommen. Sie hat einen sensiblen Vizekanzler, Jungsozialisten, glatt wie Schneiderpuppen, und sie hat Bärbel Bas. In ihrem Auftreten spiegelt sich das Kämpferische der Siebzigerjahre-Barrikaden-SPD mit dem traditionellen Leiden an der Gegenwart. Gelitten wird immer, und Bärbel Bas stellt das aus. Eindringlich ihr Video aus der Corona-Zeit. Da war sie krank, die Kamera lief, Filter vorgeschaltet, und Bas bewegte die Lippen synchron zu einem quietschenden Kinderlied. „Ich komm bestimmt wieder auf die Beine“. Gesund machender Humor à la SPD-Ortsverein. Sie kam wieder auf die Beine und wurde neben Unionskanzler Merz zur mächtigsten Politikerin. Wenn Merz sich von einem Wahlversprechen nach dem anderen verabschiedet, hat das auch mit Bärbel Bas zu tun. Ihre Sprache ist so Siebzigerjahre, schnoddriges Selbstbewusstsein, dem man die Kohleheizung des sozialen Aufsteigers anmerkt. Was sie nicht will, ist „Bullshit“, und sie verdreht die Absichten des Koalitionspartners ins sozialdemokratische Gegenteil. Bei der Rente, beim Bürgergeld. Ihr Denken, was sie politisch antreibt, sind die Arbeitskämpfe der Vergangenheit. Da war alles noch klar, der Himmel über der Ruhr noch nicht blau: die Ausbeuter hier und die ehrlichen Rackerer da. Da gibt es immer noch den „Kampfauftrag“ aus der guten Vergangenheit. Da war das Ruhrgebiet, da kommt sie her, noch die Herzkammer der SPD. Der Infarkt ist längst geschehen. Da schlägt nichts mehr. Bärbel Bas ist das gleich. Die SPD wird in Umfragen bei 14 Prozent gesehen. Da wirbt sie bei den Jungsozialisten um „Kämpfer und Kämpferinnen gegen den Faschismus“. Sie sei nicht bereit, „dieses Land Neoliberalen und Faschisten zu überlassen“. Nur aus solcher Verantwortung heraus sei die Koalition mit der Union überhaupt zustande gekommen. Da haben sich zwei gefunden: eine Organisation, die sich auf dem linksradikalen Abenteuerspielplatz zuhause fühlt, und eine Politikerin, die sich so burschikos forsch gibt. Das Milieu der Arbeiter und Angestellten ist zur AfD gewechselt. Der SPD bleiben die Nutznießer der Sozialsysteme und diejenigen, die nach auskömmlichen Betreut-werden barmen. Über 500 Arten der Förderung durch das Sozialsystem gibt es. Die SPD hat kräftig daran mitgearbeitet, dass es so gekommen ist. Die Systeme stehen vor lauter Auszahlungen vor dem Bankrott. Bärbel Bas wurde auf dem Arbeitgebertag in Berlin ausgelacht, weil sie so naive wie unmögliche Rentenberechnungen durchführte. Die Arbeitgeber haben darüber gelacht. Das hat sie übelgenommen. Dass die Herren der Unternehmen, die Manager, ihr den Respekt verweigerten, hat sie in ihrem Bild von „Ihr da oben, wir da unten“ bestätigt. Den Jusos erzählte sie, dass manche Manager sogar Maßanzüge getragen hätten. Maßanzüge! Nicht solche von der Stange. Gegen diese Arbeitgeber „müssen wir gemeinsam kämpfen“. „Kein Unternehmer hat je freiwillig bessere Arbeitsbedingungen geschaffen, kein Konzern freiwillig die Löhne erhöht.“ Da sind Jahrzehnte sozialer und ökonomischer Entwicklung an ihr vorbeigegangen. Die Frau handelt aus einer längst obsolet gewordenen Sozialromantik heraus. Wenn es nicht Bösartigkeit ist. Aus einem Regierungsamt heraus zum Kampf gegen Arbeitgeber aufzurufen: Bärbel Bas hat in diesem Job nichts verloren. Sie ist das Politik gewordene Nierentisch-Altmodische. Sie findet nicht den Weg in die Gegenwart, genauso wie ihre Partei. Deshalb passen beide so gut zusammen. Aber beide, die Partei und ihre Vorsitzende, passen nicht zum Regieren dieses Landes. Mit dieser Attitüde kann man im Ortsverein Duisburg für Furore sorgen. Am Büdchen mit einem Pülleken Bier stehen und die Welt besser machen wollen. Mit diesem Mindset ruiniert die Bas-SPD aber das Land noch weiter. „Bullshit“ eben.  Ein Kanzler, der solche Funktionäre eine solche Politik machen lässt, sollte gefragt werden, für wen er seinen Job ausübt. Wie er so etwas wie Führung anzeigt. Eine Bärbel Bas macht Klassenkampf von der Regierungsbank aus. Ein Merz macht Weltpolitik und überlässt die Innenpolitik einer altmodischen SPD, mit all ihren romantischen Parolen. Und Frau Bas, solange sie nicht wieder Erkältung bekommt, und Filmchen dreht, gibt weiter die revolutionäre Dame. Sie hat genug Geld sich Maßanzüge schneidern zu lassen. Aber wer so redet, sich so verhält, sieht auch im feinsten Zwirn nach SPD-Vorsitzendem aus. Mehr geht nicht.
(Zuerst erschienen am 2.12. im Kontrafunk)
(pi-news.net)

*************
DAS WORT DES TAGES
Immer weniger gern tu' ich etwas Sinnloses. Viel lieber tu' ich nichts.
(Martin Walser)
***************

Was kostet Reichinneks Merz-Rettung?
Von Peter Winnemöller • Mit der Ankündigung sich zu enthalten, macht die Linke den Weg frei für das Rentenpaket. Fair wäre es jedoch sowohl von den Linken als auch von der Regierung das Preisschild öffentlich zu machen, das auf den Enthaltungsstimmkärtchen der Linken klebt..
(achgut.com. Den Merz nichts, CDU alles.)

„Bullshit“ als Politikprinzip
Was hat Friedrich Merz machen lassen?
Auftritte, die nah am Klamauk sind, Zünden von Nebelkerzen, unumsetzbare Ankündigungen – der Regierungsstil von Friedrich Merz verwirrt Deutschland. Seine Vorgänger waren besser darin, die Wähler durch die Manege zu führen. Ein Essay.
(Junge Freiheit. Clown schööön!)

Renten-Pakt mit Reichinnek
Was gibt Merz der Linken für die Rettung seiner Kanzlerschaft?
Merz opfert die Junge Gruppe für die Linke. Das steigert die Wut unter Unions-Abgeordneten. Sie wissen: Nun werden Gegenleistungen fällig. Der Riß zwischen dem Kanzler und der Fraktion scheint nicht mehr zu kitten. Ein Hintergrundbericht..
(Junge Freiheit. Was wird aus seinem Flugzeug?)

Merz warnt vor der russischen Gefahr
Lieber Ohnmacht als keine Macht – nach der Kriegswirtschaft die Sintflut
Von Fritz Goergen
Wie auch immer morgen die Rentenabstimmung im Bundestag ausgeht, der strampelnde, hinhaltende Widerstand der Nichtregierungskoalition Merz geht weiter. Lieber Ohnmacht als keine Macht ist die Devise..
(Tichys Einblick. Von 100 auf Null - oder 11 Prozent.)

Im "besten Deutschland"
Wie Schüler für linksaktivistische Streiks instrumentalisiert werden
Von Josef Kraus
Die „Zivilgesellschaft“ ruft am kommenden Freitag zu Schulstreiks gegen die Wehrpflicht auf, in Gießen demonstrierten Schüler gegen die Versammlung der AfD. Wie schon bei den Klima-Demos werden sie dabei immer wieder von Lehrern unterstützt. Was ist mit dem Gebot, dass Schule nicht politisch zu indoktrinieren hat?..
(Tichys Einblick. Doofe sind an der Macht, in der Schule haben sie grüne Hoffnungslosigkeit gelernt.)

Wetter in Deutschland
Atlantik-Chaos: Sturm erfasst Deutschland - schwere Böen am Wochenende
(focus.de. Ein bisschen Weltuntergang geht immer.)

Studie
Psychische oder chronische Erkrankungen – Warum Bürgergeldempfänger keinen Job suchen
Laut einer am Donnerstag von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Studie hat die Hälfte der befragten Bürgergeldempfänger in den zurückliegenden vier Wochen nicht nach einer Arbeitsstelle gesucht. Die Studien-Teilnehmer verwiesen am häufigsten auf psychische oder chronische Erkrankungen sowie auf zu wenige passende Stellen. Befragt wurden zwischen April und Juni etwa tausend Bürgergeldbezieher im Alter von 25 bis 50 Jahren..
(welt.de. Wozu? Andere liefern ja.)

DER PODCAST AM MORGEN
Reichinnek rettet Merz – und seine Rentenkoalition – TE-Wecker am 4. Dezember 2025
..VON Holger Douglas
+++ Schwarz-Rot hält sich an der Macht – Stütze SED-Die Linke +++ Trotz Merz-Versprechen: über 100.000 Asylerstanträge +++ Bad Salzuflen: AfD-Bürgermeister-Stellvertreterin abgewählt – Grüne jetzt stellvertretende Bürgermeisterin +++ TU Berlin: Nach Antisemitismus-Eklats – Gremium entzieht Präsidentin das Vertrauen +++ Aufrüstungsboom: Weltweite Waffenverkäufe auf Rekordhoch, Deutschland profitiert massiv: +36 Prozent, Rheinmetall & Co. unter den großen Gewinnern +++ TE-Energiewende-Wetterbericht +++
(Tichys Einblick. Ohnmacht Deutschland.)

Ukraine-Krieg
Von der Leyen will in Deutschland eingefrorene russische Gelder nutzen
Deutschland und mehrere andere Staaten sollen festgesetzte russische Gelder für die Unterstützung der Ukraine bereitstellen. Das sieht nach Angaben von EU-Beamten der von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgestellte Vorschlag für ein sogenanntes Reparationsdarlehen in Höhe von bis zu 210 Milliarden Euro vor..
(welt.de. Hat die noch nicht genug?)

Abgasnorm
EU verschärft Abgasnormen: Das ändert sich für Autofahrer ab 2026
Die EU führt mit Euro 7 erstmals Vorgaben für Brems- und Reifenabrieb ein. Auch Elektroautos müssen strengere Standards erfüllen. Die EU zieht die Regeln für Emissionen im Straßenverkehr an. Denn für Fahrer kommen ab 2026 neue Richtwerte und Normen. Die Grundlage dafür ist die neue Abgasnorm Euro 7, die ab Ende nächsten Jahres greift. Was es dazu zu beachten gibt, klären wir jetzt. .
(focus.de. Wenn Laien meinen zu regieren.)

Start-up GovRadar
Wirtschaftsministerium fördert Firma, an der Reiches Lebensgefährte zu Guttenberg beteiligt ist
Das von Katherina Reiche (CDU) geführte Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert ein Start-up, an der Reiches Lebensgefährte Karl-Theodor zu Guttenberg beteiligt ist. Das berichtet der „Spiegel“ am Mittwoch. Demnach wurde am 8. September eine Auszahlung von 287.236 Euro an das Unternehmen GovRadar GmbH bewilligt.-
(welt.de. Überraschung?)

Flottenverbrauchswerte
„Leute wollen Benziner“ – Trump lockert Sprit-Vorgaben
Die US-Regierung will Verbrauchsvorgaben für Autos deutlich lockern. Damit werde der Versuch des früheren Präsidenten Joe Biden rückgängig gemacht, mehr Amerikaner zum Kauf von E-Autos zu bewegen, sagte dessen Nachfolger Donald Trump am Mittwoch. „Die Leute wollen Benziner.“ ..
(welt.de. Wer will schon Exote sein?)

Gegen die Brüsseler Technokratie
Battle for the Soul of Europe: Konservative Konferenz beginnt in Brüssel
Von Redaktion
Am 3. und 4. Dezember lädt das Mathias Corvinus Collegium Brüssel zur Konferenz „Battle for the Soul of Europe“: Zwei Tage lang wird im Zentrum der Brüsseler EU-Technokratie eine andere Version und Vision europäischer Identität entwickelt und erörtert..
(Tichys Einblick. Pis drauf?)

Provokation gegen Christen
Maria, Josef und Jesus ohne Gesicht – Brüssels inklusive Weihnachtskrippe
Von Richard Schmitt
Es dürfte nicht allein Dummheit sein, sondern eine bewusste Provokation: In Brüssel hat die Stadtregierung eine Weihnachtskrippe aufgestellt, deren Figuren gesichtslos sind – als Zeichen für die Inklusion aller Menschen..
(Tichys Einblick. Brüssler Spitzen sind stumpf.)

MP Mario Voigt – Was verabredet ist, gilt?

Von Vera Lengsfeld

Am 4. Dezember soll im Thüringer Landtag ein Gesetz beschlossen werden, das der Windkraft-Lobby den Bau von Windrädern im Thüringer Wald erlauben soll. Der Thüringer Forst soll künftig seine Flächen an Windpark-Betreiber vermieten dürfen. Damit ist der Verschandelung der Thüringer Landschaft Tür und Tor geöffnet. Eine katastrophale Entscheidung für ein Land, in dem Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist.

Obwohl die Erzählung von der guten, klimaneutralen Windkraft weltweit gerade als Lüge entlarvt wird und Bill Gates bereits das sinkende Klimarettungsschiff verlassen hat, sich immer mehr Länder vom Erneuerbare-Energien-Märchen verabschieden, wird in Deutschland in dieser Endphase noch der legendäre deutsche Wald zerstört, damit ein paar Klima-Millionäre noch ein Weilchen weiter verdienen können.

Im Thüringer Landtag wird ausgerechnet Ministerpräsident Voigt dafür sorgen, dass das Gesetz beschlossen wird, obwohl er noch vor vier Jahren auf einer Anti-Windkraft-Demonstration alle guten und richtigen Argumente gegen den Wahnsinn genannt hat, Wälder abzuholzen, um sie mit bis zu 200 Meter hohen giftigen Windrädern zu verspargeln. Die Planungen laufen bereits, hinter dem Rücken der betroffenen Bevölkerung.

Voigt, der übrigens der Meinung ist, er hätte seine Dissertation nach bestem Wissen und Gewissen gefertigt, obwohl die Universität Chemnitz bis heute nicht bestätigen will, dass die gegen ihn erhobenen Plagiatsvorwürfe unberechtigt sind, wird sich in seiner Stellungnahme in allen Punkten selbst widersprechen. Damit das jeder nachvollziehen kann, dokumentieren wir hier seine Anti-Windkraft-Rede anlässlich des Waldkampf-Tages 2021:..
(vera-lengsfeld.de)

Deutschland ist ein Land im permanenten Kindergeburtstag

Demokratie auf Valium verträgt keine Wahrheit. Sie lebt von der Inszenierung, dass man alles haben kann: hohe Leistungen, niedrige Beiträge, null Risiko. Das jedoch ist Kindergeburtstag.

Demokratie auf Valium verträgt keine Wahrheit. Sie lebt von der Inszenierung, dass man alles haben kann: hohe Leistungen, niedrige Beiträge, null Risiko. Das jedoch ist Kindergeburtstag.

Deutschland ist kreativ. Nicht bei der Digitalisierung, nicht im Umgang mit künstlicher Intelligenz oder mit Migration oder Bildung, nein. Sondern es ist kreativ beim Regierungssport Nummer eins: dem kollektiven Verdrängen von Realität. Das neueste Meisterwerk der großen Alterskoalition von CDU, CSU und SPD in Berlin trägt den hübschen Namen „Rentenpaket“. Das klingt nach Fürsorge, es ist aber in Wahrheit ein staatlich zertifiziertes Beruhigungsmittel mit Langzeitfolgen: Aktivrente, Mütterrente, Frühstartrente und Festlegung der Untergrenze beim Rentenniveau.

Jede Maßnahme kostet zusätzliches Geld. Es sind Milliarden. Die zentrale Botschaft dahinter: Keine Angst! Alles bleibt, wie es war. Das Rentenniveau wird festgetackert – jedenfalls so lange, bis irgendeiner nächsten Regierung nichts anderes übrigbleibt, als sich an die Wahrheit heranzutrauen. Unter 48 Prozent des durchschnittlich Verdienten soll das Rentenniveau die nächsten sechs Jahre nicht sinken. Danach schon, aber bitte ganz langsam, damit es keiner merkt.

Rentenkasse gibt mehr als eine Milliarde Euro aus – pro Tag!
Der Trick ist alt: Wir garantieren heute, was wir morgen nicht bezahlen können. Und das nennen wir dann „Generationengerechtigkeit“. Damit die nachfolgende Generation, die in Gestalt junger Abgeordneter der Union aufgemuckt hatte, nicht das Gefühl bekommt, komplett entmündigt zu werden, wirft man ihr unter anderem ein Aktienpaket in Höhe von zehn Milliarden Euro hin. Dessen Erträge sollen die Rentenausgaben mindern. Das klingt nach viel, ist aber ungefähr so wirksam wie ein Teelicht im Kohlebergwerk.

Zur Erinnerung: Die Rentenkasse gibt derzeit mehr als eine Milliarde Euro aus – pro Tag. Das als „Generationenkapital“ angepriesene Aktienpaket ist also kein Hebel, sondern es ist ein Placebo. Der angedeutete Rest an Reformen bleibt nebulös: Mehr Beitragszahler für die Rente aufzustöbern, hieße im Zweifel, die Beamten zur Kasse zu bitten, was den größten anzunehmenden Aufschrei auslösen würde. Weitere Einkunftsarten wie Mieten und Kapitalerträge mit Rentenabgaben zu belegen, hätte zur Folge, dass Sparer bestraft werden, wenn sie privat fürs Alter vorsorgen. Das ist absurd.

Hinter Renten-Harakiri steckt Choreografie der Macht
Über das ganze „Rentenpaket“ will der deutsche Kanzler Friedrich Merz am Dienstag in der Unionsfraktion zur Probe abstimmen lassen. Am Freitag soll die Entscheidung im Bundestag folgen. Den Gegnern in den eigenen Reihen macht Merz Druck: Andere Mehrheiten als die für den Regierungsvorschlag gebe es nicht, sagt er. Zumindest rechnerisch hat Merz damit unrecht: Ein Bündnis aus Union und AfD hätte natürlich eine Mehrheit. Würde Merz diesen Schritt machen, wäre allerdings seine Koalition mit der SPD im selben Augenblick Geschichte. Es wäre vermutlich das frühe Ende seiner Kanzlerschaft.

Womit klar ist: Hinter dem finanzpolitischen Renten-Harakiri steckt die Choreografie der Macht. Friedrich Merz, einst angetreten als Sachwalter ökonomischer Vernunft, übt sich mittlerweile in der Kunst des politischen Wegduckens. Seite an Seite mit Finanzminister Lars Klingbeil von der SPD und CSU-Chef Markus Söder verschreiben sich die drei lieber der Stabilisierung der eigenen Macht als der des Landes. Klingbeil sammelt brav sozialdemokratische Besitzstände ein. Söder mimt den bayerischen Schutzpatron der Rentnerrepublik – und gemeinsam simuliert man Handlungsfähigkeit. Das Einzige, was die drei allerdings tatsächlich stabilisieren, ist ihr Machtkartell. Reformen? Ja, aber nur, solange sie keine Umfragen ruinieren.

Demokratie auf Valium verträgt keine Wahrheit
Abgeordnete, die wagen, die Rolle der Spielverderber zu übernehmen, gelten als Rebellen. In diesem Fall: Renten-Rebellen. Dabei sind sie die Renten-Realisten, die noch wissen, dass Demografie keine Meinung ist, sondern Mathematik. Die wissen, dass das Grundproblem der umlagefinanzierten Rente trivial ist: Es gibt immer weniger Beitragszahler und immer mehr Rentner. Aber die mathematische Formel, die sich daraus ableiten lässt, wird in Berlin als Zumutung empfunden. Friedrich Merz kämpft nicht mehr für Reformen – er kämpft für seine Verweildauer im Dienstwagen.

Sein Preis für politischen Frieden: jener dreistelliger Milliardenbetrag, der nun zusätzlich aus Steuergeld in die Renten gepumpt werden muss. Natürlich gibt es diesen Posten im Haushalt noch gar nicht, obwohl er jetzt endgültig verplant ist. Was wäre nötig? Länger arbeiten, mehr private Vorsorge. Aber Demokratie auf Valium verträgt keine Wahrheit. Sie lebt von der Inszenierung, dass man alles haben kann: hohe Leistungen, niedrige Beiträge, null Risiko. Das jedoch ist Kindergeburtstag. Deutschland ist ein Land im permanenten Kindergeburtstag.
(>>>Gefunden in Kontrafunk aktuell vom 1.12.)
(pi-news.net)

Idiokratie: -
Von Matthias Kurt 

Kommt es Ihnen auch so vor, als wären Sie mitten in einem schlechten Film aufgewacht? Einem Film, in dem die Lautesten regieren, Fakten zur Verhandlungssache werden und die Ignoranz triumphiert. Dieser Film ist leider Wirklichkeit geworden.

Wir werden von Algorithmen beherrscht, von Populisten manipuliert und von einer Flut des Banalen überschwemmt. Willkommen in einer Welt, in der nicht die Klügsten, sondern die Dreistesten sich durchsetzen und die größte Expertise darin besteht, sich möglichst empört in Szene zu setzen.

Während Wissenschaftler diffamiert, Hetzer bejubelt und komplexe Probleme mit simplen Parolen weggewischt werden, läuft unsere Gesellschaft Gefahr, in eine neue Ära der Dummheit abzurutschen.

Idiokratie ist der schonungslose Blick auf unsere Welt, die den Verstand scheinbar freiwillig an den Nagel hängt – mit fatalen Folgen.

Matthias Kurt zeichnet in diesem rasant erzählten Sachbuch den Aufstieg der globalen Dummheit nach. Mit scharfem Witz und messerscharfer Logik legt er dar, wie aus einer nervigen Randerscheinung eine echte Bedrohung für unsere Zukunft geworden ist.

Aus dem Inhalt:
Die psychologischen Geheimwaffen der Populisten: Wie Angst, Wut und Nostalgie gezielt eingesetzt werden, um den Verstand auszuschalten.
Die Anatomie der Lüge: Von alternativen Fakten bis zu KI-gesteuerter Desinformation – so wird unsere Realität gekapert.
Das 15-Sekunden-Gehirn: Wie TikTok & Co. unsere Konzentration systematisch zerstören und uns anfällig für simple Parolen machen.
Die Demografie der Dummheit: Der besorgniserregende Trend, über den niemand spricht – warum die Klugen aussterben.
Psychogramm der Gescheiterten: Wenn Influencer, Köche und Ex-Politiker aus persönlicher Kränkung ein Geschäftsmodell des Hasses machen.

Idiokratie ist mehr als eine düstere Bestandsaufnahme. Es ist ein Plädoyer für die Renaissance der Vernunft und das Rüstzeug zur Verteidigung unserer Demokratie. (Amazon)