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Der obsolete Krieg

Diabolisches Abenteuer des Stellvertreterkrieges gegen Russland  kläglich gescheitert

Von RAINER K. KÄMPF

Es ist die Geschichte vom kurzen Streichholz und der großen Chance, die sich den Verlierern bietet.

Das kurze Streichholz geht nach Kiew. Über die Jahre zu hoch gepokert, findet die Bankowa niemanden mehr, der mitgeht. Die Karten sind ausgereizt und das Spiel wird an einem anderen Tisch fortgesetzt.

Der Nahe Osten zieht die Aufmerksamkeiten auf sich und verlangt, Kräfte und Material zu bündeln. Material, das Kiew schmerzlich vermißt und noch weit stärker vermissen wird. Der Krieg um Neurußland scheint entschieden, und mit jedem Tag schwinden die Chancen, daß Kiew und seine Verbündeten auch nur annähernd gesichtswahrend aus diesem Fiasko herauskommen können.

Für den kollektiv willigen Westen bietet der Nahostkrieg die einzigartige Möglichkeit zur Umkehr. Das diabolische Abenteuer des Stellvertreterkrieges gegen die Russische Föderation ist kläglich gescheitert. Der einzig mögliche Sieg wäre die Kapitulation um den Fortbestand einer ukrainischen Nation willen. Im anderen Fall siegt Rußland mit dem Ergebnis größerer Gebietsgewinne. Nichts mehr übrig für einen NATO-Beitritt und die EU hätte mit Zitronen gehandelt, da das bisschen Sprengel, das womöglich noch vorhanden wäre, kaum eines Beitritts wert sein könnte.

Die letzte große Chance also für die Brüsseler Eurokraten, die Blamage ihren ach so treuherzigen Wählern als politische Einsicht aufzuschwatzen.

Mit Ungarn und der Slowakei als Türöffner könnten die Kanäle nach der Moskwa wieder freigeschaltet werden. Eine erforderliche Notwendigkeit, die nicht nur in Hinsicht auf die sichere und ökonomisch vertretbare Energiepolitik Westeuropas, in welcher politischen Konstellation auch immer, grundlegende Voraussetzung für den kontinuierlichen Fortbestand sein wird.

Im anderen Fall droht den Westeuropäern der nachhaltig krachende Bedeutungsverlust. Die Großmächte Rußland und USA werden zusammen agieren, werden es müssen. Zumal die Kommunikationskanäle zwischen Washington und Teheran weitgehend gekappt sind. Eine sichere und verläßliche Nachkriegsordnung im nahöstlichen Raum wird es ohne russische Vermittlung kaum geben.

Wer auch immer im Weißen Haus sitzen mag, er wird es niemals gutheißen können, wenn die unbelehrbaren Westeuropäer dazwischenkläffen.
(pi-news.net)

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