AfD verbessert sich rechnerisch gegenüber CDU/CSU seit der Wahl um bis zu 5,9 Millionen Wähler
Die aktuelle INSA-Umfrage weist für die AfD einen Wert von 28 % und für die CDU/CSU nur noch 24 % aus. Dies soll Anlass sein, die Umfragen des Monats April insgesamt in den Blick zu nehmen.
Auswertung aktueller Umfragewerte im Vergleich zur Bundestagswahl
Ausgangspunkt dieser Betrachtung sind die am 25.04.2026 vorliegenden Umfrageergebnisse verschiedener Institute:
| Institut | Allensbach | Verian | Forsa | Forschungsgruppe Wahlen | GMS | Infratest dimap | INSA | YouGov |
| CDU/CSU | 26 % | 25 % | 24 % | 25 % | 26 % | 26 % | 24 % | 23 % |
| AfD | 25 % | 25 % | 26 % | 26 % | 24 % | 25 % | 28 % | 27 % |
Zum Vergleich stehen die Ergebnisse der Bundestagswahl vom 23.02.2025:
- CDU/CSU: 28,5 %
- AfD: 20,8 %
Durchschnittliche Umfragewerte
Zur besseren Einordnung wurden die Umfragewerte gemittelt:
- CDU/CSU: 24,9 %
- AfD: 25,8 %
Damit liegt die AfD im betrachteten Zeitraum im Durchschnitt um 0,9 Prozentpunkte vor der CDU/CSU, was einem relativen Vorsprung von rund 3,6 % entspricht.
Betrachtet man die aktuellen INSA-Ergebnisse, ergibt sich ein noch deutlicheres Bild: Mit 28 % liegt die AfD 4 Prozentpunkte vor der CDU/CSU (24 %). Dies entspricht einem relativen Vorsprung von rund 16,7 % beziehungsweise etwa 2 Millionen Wählerstimmen.
Relative Veränderungen gegenüber der Bundestagswahl
Aussagekräftiger als die bloße Differenz in Prozentpunkten ist die relative Veränderung:
- CDU/CSU: −12,7 % (relativer Verlust)
- AfD: +23,8 % (relativer Zugewinn)
Dies verdeutlicht, dass die CDU/CSU einen spürbaren Rückgang ihrer Unterstützung verzeichnen, während die AfD ihre Zustimmung deutlich ausbauen konnte.
Wenn man in diesem Zusammenhang die aktuellen INSA-Ergebnisse betrachtet, ergibt sich ein noch deutlicheres Bild: Die CDU/CSU verzeichnen einen relativen Verlust von rund 15,8 %, während die AfD einen relativen Zugewinn von etwa 34,6 % erreicht.
Theoretische Wählergewinne und -verluste
Unter der Annahme von rund 50 Millionen gültigen Stimmen ergibt sich folgendes Bild:
- CDU/CSU:
- von ca. 14,25 Mio. auf 12,45 Mio.
- → Verlust von etwa 1,8 Millionen Wählern
- AfD:
- von ca. 10,4 Mio. auf 12,9 Mio.
- → Gewinn von etwa 2,5 Millionen Wählern
Betrachtet man in diesem Zusammenhang die aktuellen INSA-Ergebnisse, ergibt sich unter der Annahme von rund 50 Millionen gültigen Stimmen folgendes Bild: Die CDU/CSU würden von etwa 14,25 Millionen auf rund 12,0 Millionen Wähler fallen, was einem Verlust von etwa 2,25 Millionen entspricht. Die AfD hingegen würde von etwa 10,4 Millionen auf rund 14,0 Millionen Wähler zulegen und damit einen Gewinn von etwa 3,6 Millionen verzeichnen.
Einordnung
Diese Zahlen stellen eine modellhafte Annäherung dar, da es sich bei Umfragen nicht um Wahlergebnisse handelt. Die Entwicklung zeigt eine klare Tendenz: Während die CDU/CSU an Zustimmung verliert, gelingt es der AfD, ihre Position deutlich auszubauen und in den Umfragen an die Spitze zu rücken.
Fazit:
Auf Basis der Mittelwerte für den Monat April hat sich der rechnerische Abstand zwischen AfD und CDU/CSU seit der letzten Bundestagswahl um etwa 4,3 Millionen Wähler zugunsten der AfD verschoben.
Betrachtet man die aktuellsten INSA-Ergebnisse, so hat sich der rechnerische Abstand zwischen AfD und CDU/CSU auf rund 5,9 Millionen Wähler zugunsten der AfD verschoben.
Worin könnten die Ursachen dieser Entwicklung liegen?
