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Rückschlag in Ungarn

Auf geschenktes Geld aus Brüssel gesetzt statt  auf  Ausbau der eigenen Wirtschaftsmacht

Von MANFRED ROUHS

Die globale politische Grundtendenz zur Re-Nationalisierung hat bei der Wahl in Ungarn am Sonntag einen herben Rückschlag erlitten. Es ist wie mit den Aktienkursen: Übergeordnet steigen sie, aber es gibt immer wieder Rücksetzer.

Elon Musk schrieb auf X, die Soros-Organisationen hätten Ungarn übernommen. Tatsächlich spielten im ungarischen Wahlkampf jene Milliarden-Beträge eine Rolle, die Brüssel eingefroren hatte, weil den dortigen Entscheidungsträgern – allen voran Ursula von der Leyen – die Politik Viktor Orbans nicht gefiel. Die Kampagnenfähigkeit der Globalisten und EU-Befürworter war im ungarischen Wahlkampf offenbar stark genug, um der ungarischen Bevölkerungsmehrheit die Vorstellung schmackhaft zu machen, es könnte attraktiver sein, auf geschenktes Geld aus Brüssel zu setzen statt auf den mühsamen Ausbau der eigenen Wirtschaftsmacht.

Das mag kurzfristig sogar funktionieren, führt aber mittel- und langfristig nicht nur in Abhängigkeiten, sondern in ein wirtschaftliches Debakel. Europa steckt in einer Rezession fest. Das heißt, es gibt weniger zu verteilen. Echte Wirtschaftskraft wird immer wichtiger.

BMW, Mercedes, Audi und andere deutsche Firmen haben Milliarden in Ungarn investiert und dort Arbeitsplätze geschaffen, die in Deutschland aufgrund der hiesigen politischen Rahmenbedingungen nicht mehr zu halten waren. Wenn jetzt auch Ungarn solche politischen Eckpfeiler setzt, werden die Investoren weiterwandern – im Zweifelsfall bis in den fernen Osten.

Das Wahlergebnis und der jetzt anschließende Machtwechsel belegen, dass Orbans Ungarn eine lupenreine Demokratie war und ist. Ob das gleiche auch für Deutschland gilt, zeigt sich möglicherweise im September, falls die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die Mehrheit der Mandate im Landtag einfährt und Repräsentanten der alten politischen Kräfte erstmals mit einem AfD-Ministerpräsidenten zusammenarbeiten müssen.

Wir dürfen gespannt bleiben!

Für Ungarn gilt: Die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Sie werden hoffentlich genauso frei und demokratisch sein, wie es die Wahl am 12. April 2026 gewesen ist.
(pi-news.net)

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