Aggressivität, Respektlosigkeit und wechselseitige Ausgrenzung
Von RAINER K. KÄMPF
Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat beim Meinungsforschungsinstitut Forsa eine Umfrage in Auftrag gegeben. Ziel war, das Miteinander der Bundesbürger, den Zusammenhalt und das gesellschaftliche Zusammenleben beurteilen zu lassen. Ein mutiges Unterfangen, denn am Ende steht die Feststellung, daß 67 Prozent der Befragten die Lage entsprechend der Aufgabenstellung als schlecht bis sehr schlecht bewerten.
Aggressivität, Respektlosigkeit und wechselseitige Ausgrenzung nehmen demnach im Alltag zu und vergiften das Klima innerhalb der einst bürgerlichen Gemeinschaft. Das ist leider alltäglich in Deutschland geworden. Verwunderlich ist das nicht. Umgekehrt proportional zur Abkehr einer weitgehend homogen geprägten Gesellschaft driftet das staatliche Gemeinwesen spürbar ab. Hin zu einer mehr und mehr semianarchisch ausgerichteten Öffentlichkeit.
Dabei bezieht sich die festgestellt schwindende Homogenität keineswegs lediglich auf den indigenen Aspekt. Mit diesem geht der Verlust des Wertegerüstes des Staates einher, was den sozialen Zerfall mindestens ebenso beschleunigt. Maßstäbe für Bildung und Erziehung wurden gebrochen. Tugenden, die das Fundament der einstigen deutschen Werteordnung bildeten, wurden mindestens geschliffen, wenn nicht gar als ewiggestrig und reaktionär verbrämt und bekämpft.
Leistungsbereitschaft, Ordnung, Fleiß und Tradition gelten mittlerweile als dezidiert rechts bis rechtsextrem und werden unter ein semistaatliches Kuratel gestellt. Die Basis für gegenseitiges Vertrauen der Bürger wurde und wird zielgerichtet zerstört. Denunziation und Lügen sollen den neuen Staatsbürger prägen und werden zielgerichtet gefördert und belohnt.
Standhaftigkeit und der Wille zum politischen Diskurs gelten als Widerstand gegen das System, das die sich als unbeugsam erweisenden Individuen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln drangsaliert und auszugrenzen versucht. Mit mehr und mehr Erfolg.
Schauen wir zurück auf die Zeit während der Corona-Diktatur, bekommen wir eine Vorstellung davon, was uns bevorstehen könnte. Ein ungehemmt entfesseltes Regime, das jede rechtlichen, moralischen und ethischen Werte mißachtet und mit Füßen tritt.
Der Zerfall des gesellschaftlichen Zusammenhalts ist für uns eine Katastrophe. Für die Herrschenden jedoch ein voller Erfolg. Ob sie den lange genießen können, liegt bei uns!
(pi-news.net)
