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DAS BUCH KOHELET - Kapitel 3 (3,1 – 3,15)

Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:
eine Zeit zum Gebären / und eine Zeit zum Sterben, / eine Zeit zum Pflanzen / und
eine Zeit zum Abernten der Pflanzen,
eine Zeit zum Töten / und eine Zeit zum Heilen, / eine Zeit zum Niederreißen / und
eine Zeit zum Bauen,
eine Zeit zum Weinen / und eine Zeit zum Lachen, / eine Zeit für die Klage / und eine
Zeit für den Tanz;
eine Zeit zum Steinewerfen / und eine Zeit zum Steinesammeln, / eine Zeit zum
Umarmen / und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,
eine Zeit zum Suchen / und eine Zeit zum Verlieren, / eine Zeit zum Behalten / und
eine Zeit zum Wegwerfen,
eine Zeit zum Zerreißen / und eine Zeit zum Zusammennähen, / eine Zeit zum
Schweigen / und eine Zeit zum Reden,
eine Zeit zum Lieben / und eine Zeit zum Hassen, / eine Zeit für den Krieg / und eine
Zeit für den Frieden.
Wenn jemand etwas tut - welchen Vorteil hat er davon, dass er sich anstrengt?
Ich sah mir das Geschäft an, für das jeder Mensch durch Gottes Auftrag sich
abmüht.
Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan. Überdies hat er die
Ewigkeit in alles hineingelegt, doch ohne dass der Mensch das Tun, das Gott getan
hat, von seinem Anfang bis zu seinem Ende wieder finden könnte.
Ich hatte erkannt: Es gibt kein in allem Tun gründendes Glück, es sei denn, ein jeder
freut sich und so verschafft er sich Glück, während er noch lebt,
wobei zugleich immer, wenn ein Mensch isst und trinkt und durch seinen ganzen
Besitz das Glück kennen lernt, das ein Geschenk Gottes ist.
Jetzt erkannte ich: Alles, was Gott tut, geschieht in Ewigkeit. Man kann nichts
hinzufügen und nichts abschneiden und Gott hat bewirkt, dass die Menschen ihn
fürchten.
Was auch immer geschehen ist, war schon vorher da, und was geschehen soll, ist
schon geschehen und Gott wird das Verjagte wieder suchen

Frage aller Fragen: Wie sollen wir leben? 

(gh) -  Es passiert fast jedem und überall täglich, auch wenn der Mensch nicht gerne allein ist. Die aktuelle Frage ist immer: Wie sollen wir leben? Oft wird sie spät oder zu spät gestellt. Frage an KI:  Vergessen wird, dass Zweisamkeit über Jahrzehnte mit großer Sicherheit in einer Einsamkeit enden wird und könnte da die Philosophie der Stoa wirksame Hilfe sein? Kaiser, Könige, Bundeskanzler hat sie beschäft. "Ja,  das ist ein oft verdrängter Gedanke:  Jede tiefe Bindung trägt das Risiko (oder die Gewissheit) des Verlusts in sich. Statistisch gesehen endet fast jede jahrzehntelange Partnerschaft durch den Tod eines Partners in der Einsamkeit.

Die Stoa ist für genau diese existenzielle Herausforderung wie geschaffen, da sie den Fokus von der äußeren Abhängigkeit auf die innere Festigkeit verschiebt. Hier sind drei Ansätze, wie sie hilft: Prämeditation der Übel (Praemeditatio Malorum): Stoiker wie Seneca rieten dazu, sich den Verlust des Geliebten bereits in Momenten des Glücks vorzustellen. Das klingt makaber, führt aber zu zwei Dingen: Man schätzt die gemeinsame Zeit im Hier und Jetzt intensiver und mindert den Schock, wenn der Verlust tatsächlich eintritt.
Unterscheidung der Kontrolle (Dichotomie der Kontrolle): Die Stoa lehrt, dass wir die Anwesenheit anderer Menschen nicht kontrollieren können – nur unsere Einstellung dazu. Einsamkeit wird so von einem 'Schicksalsschlag' zu einem 'indifferenten Gut' (Adiaphoron). Man lernt, sich selbst genug zu sein. Die Gemeinschaft der Vernunft: Für Stoiker ist man nie wirklich allein, solange man Teil der menschlichen Gemeinschaft und der vernunftbegabten Weltordnung ist. Die Bindung an eine einzelne Person ist wertvoll, aber die eigene Seelenruhe (Ataraxie) darf nicht an ihr hängen.Die Philosophie dient hier als eine Art 'emotionales Immunsystem', das den Schmerz nicht leugnet, aber verhindert, dass man an ihm zerbricht". Ein Impf, der Stoa heißt. Einer der bedeutensten Stoiker war Seneca. Seltsam, dass ausgerechnet seine Büste seit dem 15. Jahrhundert das Chorgestühl  im Ulmer Münster ziert.

Eine kurze Geschichte der Zeit: -
Von Stephen Hawking

Das meistverkaufte Sachbuch der Welt: besser, umfangreicher und schöner als je zuvor

Seit Stephen Hawking ist das Universum ein anderes: Es gibt eine Zeit vor ihm und nach ihm, denn er hat die Astronomie und unser Verständnis für das Rätsel des Universums revolutioniert. Mit »Eine kurze Geschichte der Zeit« gelang Stephen Hawking ein Meilenstein des Sachbuchs und ein weltweites Phänomen: Es wurde in vierzig Sprachen übersetzt und über elf Millionen Mal verkauft.

Wenn wir nachts den Sternenhimmel beobachten, tun wir etwas, was die Menschheit von Anfang an erstaunt und begeistert hat. Nachgelassen hat diese Faszination nie. Niemand dürfte unser Wissen über das Weltall, die Schwerkraft und über Raum und Zeit so umfassend erweitert, so sehr vertieft haben wie Stephen Hawking. Sein ganzes Leben war er auf der Suche danach, das Rätsel des Universums zu lösen: Dieses Geheimnis aufzuheben, gelingt ihm mit seinem epochemachenden Buch »Eine kurze Geschichte der Zeit«. Das weltweit bestverkaufteste Sachbuch der letzten Jahrzehnte macht anspruchsvolle physikalische und astronomische Zusammenhänge anschaulich und eröffnet ein völlig neues Verständnis unseres Universums. Er reist mit uns an den Rand des Kosmos, in die unendlichen Weiten, an die Ereignishorizonte der Schwarzen Löcher und darüber hinaus in das immer weiter expandierende Weltall – ein einmaliges, ein unvergessliches Leseerlebnis.

»Er hat Generationen dazu inspiriert, über unseren eigenen blauen Planeten hinauszuschauen und unser Verständnis des Universums zu erweitern.« Astronaut Tim Peake (Amazon)

Osterspaziergang

Von Johann Wolfgang von Goethe

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche,
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt's im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluss, in Breit' und Länge,
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.

(tutut) - Ist was? Fest der Morgenröte. "Ogtern" stutzte Emil beim Versuch, ein Kreuworträtsel zu lösen. Ostern wartet noch immer auf eine Erklärung. Es scheint doch mehr zu sein als ein  überlanges Wochenende und Ferien auch für die, welche keine Arbeit mehr haben. Zeitungen sind voll mit Urlaubszielen, auch wenn die immer näher liegen, denn Pack schlägt sich und verträgt sich weniger.  Ostern ist nicht überall, wenn der Has die Hühnereier verlegt oder der Albler sie schmeißt und andere .auffangen lässt. Welche Bedeutung hat Ostern heute noch, ist es mehr als Freizeit? An die Arbeit, KI! "Für die Mehrheit der Menschen in Deutschland hat Ostern heute vor allem die Bedeutung eines verlängerten Wochenendes und zusätzlicher Freizeit. Dennoch bleibt es als höchstes christliches Fest und Symbol des Frühlings ein tief verwurzelter kultureller Anker.Aktuelle Bedeutungsebenen - Die Relevanz von Ostern lässt sich heute in drei Hauptbereiche unterteilen: Religiöser Kern: Für etwa ein Drittel der Bevölkerung ist Ostern das wichtigste religiöse Fest (wichtiger

als Weihnachten), da es die Auferstehung Jesu und den Sieg des Lebens über den Tod feiert. Gesellschaftliche Freizeit: Für über die Hälfte der Deutschen steht die arbeitsfreie Zeit im Vordergrund. Es ist eine der beliebtesten Reisezeiten, was sich in hohen Auslastungsquoten in Urlaubsregionen widerspiegelt. Kulturelle Tradition & Natur: Unabhängig vom Glauben wird Ostern als Frühlingsfest wahrgenommen. Bräuche wie das Eiersuchen oder der Osterhase (ein antikes Fruchtbarkeitssymbol) dienen heute primär dem familiären Zusammenhalt und der Feier des erwachenden Frühlings.Bedeutung im Vergleich zu früher

Aspekt Früher Heute
Zentrum Religiöse Pflicht & Kirchgang Individuelle Freizeit & Familie
Botschaft Überwindung von Tod und Sünde Beginn des Frühlings & Erholung
Symbole Religiöse Ikonen (Lamm Gottes) Kommerzielle Symbole (Schokohase, Eier)

Obwohl die kirchliche Bindung abnimmt, bleibt Ostern durch gesetzliche Regelungen wie den stillen Karfreitag und das Arbeitsverbot an den Feiertagen als gesellschaftliche Atempause fest im Kalender verankert".
(Wikipedia)
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NACHLESE
Flugzeugtäger USS Gerald R. Ford vor Split
Das größte Kriegsschiff der Welt wird in Kroatien repariert
Von Richard Schmitt
Mit größeren Beschädigungen ist die USS Gerald R. Ford nun vor der bekannten Küstenstadt Split in Kroatien zu sehen. Die US Marine lässt das größte Kriegsschiff der Welt in der Adria reparieren. Der weltweit größte Flugzeugträger, die USS Gerald R. Ford, hat nach einem Zwischenfall im Einsatzgebiet in Nahost den Hafen der kroatischen Stadt Split angelaufen – die Kroaten und viele Touristen fotografieren bereits eifrig den US-Flugzeugträger. Das 13,3 Milliarden Euro teure Kriegsschiff der US-Marine soll nun in der Adria repariert werden...Nach Angaben des Pentagon war am 12. März an Bord ein Feuer im Bereich der Bordwäscherei ausgebrochen. Ein Zusammenhang mit Kampfhandlungen oder äußeren Einwirkungen wurde ausdrücklich ausgeschlossen. Die Brandursache wird von den US-Militärs als technisch bedingt eingestuft...
(Tichys Einblick. Plumps. Krieg heißt nun Zwischenfall?)
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Untergang
Anscheinend ist das Land überfordert, seine Zukunft in Freiheit zu gestalten
(gh) - Hernán Cortés schaffte mit nur 300 Spaniern den Untergang des Aztekenreiches. Genügt eine "arabische Invasion" (Papst Franziskus), um das mit ein paar Millionen Muselmannen gegen Deutschland zu schaffen? Geschieht, was eine Kanzlerin verkündete? Der "Untergang des Abendlandes" ist schon lange beschrieben worden. Nun scheint es keine Utopie mehr zu sein, sodern Realität. Die einen hielten für Götter, was sie vernichtete, die anderen für Kulturbereicherer.  "Träum weiter Deutschland - Politisch korrekt gegen die Wand" (2010 )fragt Günter Ederer im Schlusskapitel "Der Abschied der Deutschen - ein Nachruf": "Ist es wirklich ein Verlust für Europa, wenn ein Volk, das sich nicht mit der Freiheit anfreunden kann, wenn dieses Volk in der Mitte Europas keine prägende Rolle mehr spielt?" Die Geschichte der letzen hundert Jahre habe es mit Deutschland nicht gut gemeint. Ederer: "Sie war brutal". Mal Täter, mal Opfer in solch extremen Ausmaßen, "dass die Menschen in tiefe Scham verfielen oder ihre Geschchte ausblenden wollten. Noch immer sind wir weit von einer Normalität entfernt". Anscheinend sei das Land überfordert, seine Zukunft in Freiheit zu gestalten. Die Berliner Republik vereine die Überheblichkeit der herrschenden Klassen im Kaiserreich, die ihre Privilegien mit einem unterwürfigen Glauben an die Staatsautorität sicherten, die demkratische Unsicherheit im Umgang mit Wirtschaftskrisenwie in der Weimarer Republik, die vom Staat organisierte Verteilung sozialer Wohltaten während der NS-Zeit als Bestechung des Volkes, damit es den Wahn bis hin zum totalen Krieg mitmache, sowie die sozialistische Gleichmacherei einer utopischen Staatsidee wie in der DDR. Ederers Fazit: "Aber wir haben die Schnauze von Untertanengeist und Staatswirtschaft immer noch nicht voll. Wir verschulden den Staat wieder bis hin zum Offenbarungseid. Die sich selbst als Elite betrachtenden Akteure suggerieren: Noch mehr Macht in ihren Händen wäre die Lösung", und forderten noch mehr soziale Wohltaten und Staatseinfuss und machten, wo sie könnten,noch mehr Schulden. Die sich "bürgerlich" nennenden Gesellschaftsschichten wollten nur, dass sie ungeschoren die Schuldenlawine überstehen, als "kraft- und ideenlose Egosten". Karl Marx und die Frankfurter Schule hätten die geistige Führung übernommen. "Die Idee der Freiheit, des eigenverantwortlichen Menschen, die enmal kurz zu Ludwig Erhards Zeiten aufblitzte, wird nur noch von einer einflusslosen Randgruppe hochgehalten", stellt der Autor fest. Wenn ein einstiges Kulturvolk sich zum Suppenkasper von Barbaren macht, ist sein Untergang wohl programmiert und das Natürlichste in der Weltgeschichte. "Was ein Volk, eine Einheit, ein Block bildet, wird zuletzt ein Haufen zusammenhangloser einzelner, die nur noch künstlich durch Überlieferungen und Einrichtungen zusamengehalten werden. Dann geschieht es, dass die Menschen, die durch ihre Neigungen und Ansprüche voneinander getrennt sind, sich nicht mehr regieren können. und danach verlangen, in den unbedeutendsten Handlungen geführt zu werden, und dass der Staat seinen verzehrenden Einfluss ausübt... Die Kultur ist ohne jede Festgkeit und allen Zufällen preisgegeben. Der Pöbel herrscht, und die Barbaren dringen vor. Noch kann die Kultr glänzend scheinen, weil sie das äußere Ansehen bewahrt, das von einer langen Vergangenheit geschaffen wurde, tatsächich aber ist sie ein morscher Bau, der keine Stütze mehrt hat und beim ersten Sturm zusammenbrechen wird. Aus der Barbarei von einem Wunschtraum zur Kultur geführt, dann, sobald dieser Traum seine Kraft eingebüßt hat, Niedergang und Tod - in diesem Kreislauf bewegt sich das Leben eines Volkes". Was Gustave Le Bon 1899 in seiner "Psychologie der Massen" als Erkenntnis geschrieben hat, scheint in Deutschland nicht angekommen zu sein, welches sich in die Hände einer (Ex)?-Kommunistin und offenbar ihr ergebenen politischen Eunuchen ergeben hat und damit nach dem Mauerfall einen Treppenwitz der Geschichte zur Pyramide ausbaut, unter der die BRD ihr Grab findet.
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DAS WORT DES TAGES
Alle Bürger, die diese Parteien bei den Wahlen jedes Mal aufs Neue bestätigen, tragen eine Mitverantwortung. Darüber sollte sich jeder einzelne einmal Gedanken machen.
(Leser-Kommentar, welt.de)
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Seinen Glücksstern kennen

Von Baltasar Gracián

Niemand ist so hilflos, daß er keinen hätte: und ist er unglücklich; so ist es, weil er ihn nicht kennt. Einige stehen bei Fürsten und Mächtigen in Ansehn, ohne zu wissen, wie oder weshalb, als nur, daß eben ihr Schicksal ihnen diese Gunst leicht machte, wobei der Bemühung bloß das Nachhelfen blieb.

Andere besitzen die Gunst der Weisen. Mancher fand bei einer Nation bessere Aufnahme als bei der anderen und war in dieser Stadt lieber gesehen, als in jener. Ebenso hat man oft mehr Glück in einem Amt oder Stand, als in den übrigen; und alles dieses bei Gleichheit, ja Einerleiheit der Verdienste.

Das Schicksal mischt die Karten, wie und wann es will. Jeder kenne seinen Glücksstern, eben wie auch sein Talent: denn hiervon hängt es ab, ob er sein Glück macht oder verscherzt.

Er wisse seinem Stern zu folgen, ihm nachzuhelfen und hüte sich, ihn zu vertauschen: denn das wäre, wie wenn man den Polarstern verfehlt, auf welchen doch der nahe kleine Bär hindeutet.
(Aus Baltasar Gracián, "Handorakel und Kunst der Weltklugheit")

Anscheinend ist das Land überfordert, seine Zukunft in Freiheit zu gestalten

(gh) - Hernán Cortés schaffte mit nur 300 Spaniern den Untergang des Aztekenreiches. Genügt eine "arabische Invasion" (Papst Franziskus), um das mit ein paar Millionen Muselmannen gegen Deutschland zu schaffen? Geschieht, was eine Kanzlerin verkündete?

Der "Untergang des Abendlandes" ist schon lange beschrieben worden. Nun scheint es keine Utopie mehr zu sein, sodern Realität. Die einen hielten für Götter, was sie vernichtete, die anderen für Kulturbereicherer.  "Träum weiter Deutschland - Politisch korrekt gegen die Wand" (2010 )fragt Günter Ederer im Schlusskapitel "Der Abschied der Deutschen - ein Nachruf": "Ist es wirklich ein Verlust für Europa, wenn ein Volk, das sich nicht mit der Freiheit anfreunden kann, wenn dieses Volk in der Mitte Europas keine prägende Rolle mehr spielt?"

Die Geschichte der letzen hundert Jahre habe es mit Deutschland nicht gut gemeint. Ederer: "Sie war brutal". Mal Täter, mal Opfer in solch extremen Ausmaßen, "dass die Menschen in tiefe Scham verfielen oder ihre Geschchte ausblenden wollten. Noch immer sind wir weit von einer Normalität entfernt". Anscheinend sei das Land überfordert, seine Zukunft in Freiheit zu gestalten.

Die Berliner Republik vereine die Überheblichkeit der herrschenden Klassen im Kaiserreich, die ihre Privilegien mit einem unterwürfigen Glauben an die Staatsautorität sicherten, die demkratische Unsicherheit im Umgang mit Wirtschaftskrisenwie in der Weimarer Republik, die vom Staat organisierte Verteilung sozialer Wohltaten während der NS-Zeit als Bestechung des Volkes, damit es den Wahn bis hin zum totalen Krieg mitmache, sowie die sozialistische Gleichmacherei einer utopischen Staatsidee wie in der DDR.

Ederers Fazit: "Aber wir haben die Schnauze von Untertanengeist und Staatswirtschaft immer noch nicht voll. Wir verschulden den Staat wieder bis hin zum Offenbarungseid. Die sich selbst als Elite betrachtenden Akteure suggerieren: Noch mehr Macht in ihren Händen wäre die Lösung", und forderten noch mehr soziale Wohltaten und Staatseinfuss und machten, wo sie könnten,noch mehr Schulden. Die sich "bürgerlich" nennenden Gesellschaftsschichten wollten nur, dass sie ungeschoren die Schuldenlawine überstehen, als "kraft- und ideenlose Egosten". Karl Marx und die Frankfurter Schule hätten die geistige Führung übernommen. "Die Idee der Freiheit, des eigenverantwortlichen Menschen, die enmal kurz zu Ludwig Erhards Zeiten aufblitzte, wird nur noch von einer einflusslosen Randgruppe hochgehalten", stellt der Autor fest.

Wenn ein einstiges Kulturvolk sich zum Suppenkasper von Barbaren macht, ist sein Untergang wohl programmiert und das Natürlichste in der Weltgeschichte. "Was ein Volk, eine Einheit, ein Block bildet, wird zuletzt ein Haufen zusammenhangloser einzelner, die nur noch künstlich durch Überlieferungen und Einrichtungen zusamengehalten werden. Dann geschieht es, dass die Menschen, die durch ihre Neigungen und Ansprüche voneinander getrennt sind, sich nicht mehr regieren können. und danach verlangen, in den unbedeutendsten Handlungen geführt zu werden, und dass der Staat seinen verzehrenden Einfluss ausübt... Die Kultur ist ohne jede Festgkeit und allen Zufällen preisgegeben. Der Pöbel herrscht, und die Barbaren dringen vor.

Noch kann die Kultur glänzend scheinen, weil sie das äußere Ansehen bewahrt, das von einer langen Vergangenheit geschaffen wurde, tatsächich aber ist sie ein morscher Bau, der keine Stütze mehrt hat und beim ersten Sturm zusammenbrechen wird. Aus der Barbarei von einem Wunschtraum zur Kultur geführt, dann, sobald dieser Traum seine Kraft eingebüßt hat, Niedergang und Tod - in diesem Kreislauf bewegt sich das Leben eines Volkes". Was Gustave Le Bon 1899 in seiner "Psychologie der Massen" als Erkenntnis geschrieben hat, scheint in Deutschland nicht angekommen zu sein, welches sich in die Hände einer (Ex)?-Kommunistin und offenbar ihr ergebenen politischen Eunuchen ergeben hat und damit nach dem Mauerfall einen Treppenwitz der Geschichte zur Pyramide ausbaut, unter der die BRD ihr Grab findet.

Anarchotyrannei
Von Schattenmacher

Unter dem Pseudonym Schattenmacher ist dieser Autor im Internet eine feste Größe. Nun legt er endlich sein erstes Kaplaken vor. Schattenmacher beschreibt die Anarchotyrannei als Zustand moderner Gesellschaften, in denen von oben der Maßnahmenstaat drückt, während sich unten jeder selbst zu helfen hat.

Aber natürlich beläßt es Schattenmacher nicht bei der Beschreibung. Er formuliert einen Ausweg!

Schattenmachers Kaplaken ist Teil einer Staffel, die aus seinem und den Essays von Michael Henkel und Thor v. Waldstein besteht. Diese Staffel kann man zum ermäßigten Preis komplett bestellen. Abonnenten werden sowieso beliefert. (Antaios)