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Erinnerungskultur

Als der Linksterrorismus in Spaichingen ein Zuhause hatte

Menschenfreund Walter Weiß, + 2018 im Alter von 74 Jahren.

(gh) - Waren das noch Zeiten, als der Linksterrorismus quasi ein Nest in dem rechten schwarzen Kreis Tuttlingen hatte. Wer erinnert sich noch daran, während gerade Hatz von Linksgrün auf Rechts getrieben wird und dabei leicht übersehen, dass Terror noch immer oder schon wieder links ist.

Wie war der Kreis Tuttlingen mit linken Terrorismus der RAF verbunden? Erinnerungskultur von KI: "Der Kreis Tuttlingen ist historisch vor allem durch eine der zentralen Figuren der ersten Generation der Roten Armee Fraktion (RAF) mit dem Linksterrorismus verbunden: Gudrun Ensslin verbrachte dort ihre prägende Jugendzeit.

Gudrun Ensslin zog 1948 im Alter von acht Jahren mit ihrer Familie nach Tuttlingen, da ihr Vater Helmut Ensslin dort eine Pfarrstelle annahm. Sie besuchte in Tuttlingen die Grundschule sowie das Gymnasium und galt während ihrer gesamten Jugend als absolute Vorzeigetochter, die sich stark in der evangelischen Gemeinde engagierte und die Jungschar leitete.

Die Familie blieb bis 1958 in der Stadt, bevor der Vater nach Stuttgart-Bad Cannstatt versetzt wurde.Während ihres Studiums in Tübingen besuchte Gudrun Ensslin ab den frühen 1960er-Jahren regelmäßig das renommierte Donnerstagabendkolloquium von Walter Jens. In genau diesem Seminar von Walter Jens lernte Gudrun Ensslin ihren späteren Verlobten und Lebensgefährten Bernward Vesper kennen.Bernward Vesper und Gudrun Ensslin wurden rasch ein Paar, verlegten später gemeinsame Buchprojekte (u.a. mit Texten von Walter Jens selbst) und bewegten sich im Umfeld der studentischen Opposition, bevor Ensslin sich über die Bekanntschaft mit Andreas Baader radikalisierte.

Über den prominenten linken Tübinger Professor Walter Jens gab es in der damaligen Zeit und im Zuge der späteren Ermittlungen immer wieder Berichte und Debatten über seine Kontakte und die Offenheit seines Hauses für politisch aktive Studenten jener Generation".

KI kommt in diesem Zusammeng auf Walter Jens, obwohl sie nach dem Spaichinger Walter Weiß gefragt wurde, der RAF-Terroristen Nachtquartier bot. Dies in der späteren heimlichen Landeshauptstadt. Geburtsort von Kretschmann, Wohnung von Erwin Teufel. Nachgehakt, und nun hat sie sogar mehr: "Der Spaichinger Menschenfreund und Bundesverdienstkreuzträger Walter Weiß bot vor Beginn der großen Terrorwelle Mitgliedern der ersten Generation der Rote Armee Fraktion (RAF) Unterschlupf.

Er beherbergte in seinem Haus in Spaichingen unter anderem Andreas Baader sowie Gudrun Ensslin.Da Weiß vor allem als bedingungsloser Helfer und Philanthrop bekannt war, hinterfragte er die Identität oder die politische Gesinnung seiner Gäste nicht – er half schlicht jedem, der in Not geraten war und an seine Tür klopfte".

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